Frauen bei Jobsuche wirklich benachteiligt?
Folgendes fand ich im Forum http://37082.rapidforum.com/topic=101382589560: Ausgerechnet unser aller Hanni postete folgenden Zeitungsartikel:
**************************
Riskanter Männerüberschuss
Ostdeutschland: Immer mehr Frauen wandern ab - Sinken des Bildungsniveaus und Anstieg von Alkoholismus und Gewalt zu befürchten
Berlin - Für Ostdeutschlands Männer stehen die Chancen auf Partnerschaft und Eheglück in ihrer Heimat immer schlechter. Akuter Frauenmangel bedroht nach Einschätzung einiger WissenschaftlerInnen sogar die Zukunft der ganzen Region.
Frauen wandern ab
Schon heute kommen in den fünf ostdeutschen Bundesländern auf 120 Männer durchschnittlich nur 100 Frauen. Die Schere wird sich weiter öffnen, prognostizieren DemographInnen. Auf der Suche nach einer beruflichen Zukunft verlassen immer mehr junge, gut ausgebildete Frauen den Osten Deutschlands und kehren seltener zurück als ihre männlichen Altersgenossen. ForscherInnen warnen vor sinkenden Bildungsstandards, wachsender Frustration bei den männlichen Zwangs-Singles sowie einer zunehmenden Entvölkerung besonders ländlicher Landstriche.
Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes leben in den fünf Bundesländern 279.626 mehr Männer als Frauen im Alter zwischen 15 und 50 Jahren. Besonders groß ist der Männerüberhang in der Alterklasse zwischen 20 und 25 Jahren: Allein in diesen Jahrgängen "fehlen" im Osten 69.605 Frauen.
Sozialer Sprengstoff
"Ostdeutsche Frauen scheinen mobiler zu sein", sagt Harald Michel, Leiter des Instituts für angewandte Demographie in Berlin. Sie seien oft besser ausgebildet und offenbar erfolgreicher bei der Jobsuche. Zwar sehen sich auch viele ostdeutsche Männer im Westen nach einem Arbeitsplatz um. Doch im Vergleich zu den Frauen gingen sie dort seltener eine Partnerschaft ein und kehrten öfter in ihre Heimat zurück, sagt Michel. Insgesamt verlassen pro Jahr etwas 300.000 Ostdeutsche die Region, nur rund 200.000 kommen wieder zurück.
Sinken des Bildungsniveaus, Zunahme des Alkoholismus
In einigen ländlichen Gegenden kämen schon heute auf 100 Frauen mehr als 130 Männer, sagt Michel. Die Folgen der statistisch für fast ein Drittel der Männer erfolglosen Partnerinnensuche seien leicht vorstellbar, warnt der Forscher. Wachsende Frustration unter den partnerlosen Männern lasse die Gefahr von Alkoholproblemen, sozialem Abstieg und Gewalt steigen.
Die Abwanderung von gebildeten Frauen könnte nach Ansicht von Ulf Matthiesen, Forscher am Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung in Erkner, nicht nur zu einem Sinken der Geburtenrate und einer zunehmenden Entvölkerung bestimmter Regionen führen, sondern auch das Bildungsniveau sinken lassen. Besonders ländliche Regionen der neuen Bundesländer könnten einst einen hohen Anteil von schlecht ausgebildeten Männern aufweisen, für die eine Partnerin oder Familie nahezu unerreichbar wären, warnt Matthiesen. (Reuters)
**************************
...worauf Optimist folgenden Kommentar postete:
Hannibal schrieb am 14.01.2004 19:19
Zitat: "Ostdeutsche Frauen scheinen mobiler zu sein", sagt Harald Michel, Leiter des Instituts für angewandte Demographie in Berlin. "Sie seien oft besser ausgebildet und offenbar erfolgreicher bei der Jobsuche."
"Wow! Welch lupenreiner Widerspruch - gab es doch erst kürzlich die Meldung vom Arbeitsamt in der Lehrstellen-Situationsanalyse (Gender Mainstraming) die exakt das Gegenteil behauptete. Was stimmt denn nun? Wenn Frauen wirklich erfolgreicher sind - dann kann man doch die Subventionsleistungen für die Frauen-Beratungszentren diesbezüglich ersatzlos streichen, oder? Der ersehnte Zweck ist doch erfüllt? Hanni, wiederhol doch bitte mal Deine Aussage.
Opti"
**************************

