Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ist der Mann gleichberechtigt ?

UP, Wednesday, 07.01.2004, 14:36 (vor 8065 Tagen)

Hallo,

ich lebe schon seit fast vier Jahren in einem beispiellosen Rosenkrieg. Zunächst lebten meine beiden Kinder bei meiner Ex-Frau. Da wurden mir finanziell die Hosen ausgezogen, so dass mir als relativ gut verdienender nicht einmal der Mindestbehalt verblieb. Nun leben seit gut einem Jahr meine beiden Kinder bei mir, weil meine Ex-Frau wirklich alles den Bach hat runter gehen lassen. Wenn jemand glaubt, ich hätte nun Ruhe, so irrt er. Ich muss auch weiter an die Exe zahlen und sie fordert gigantischen Unterhalt ! Sie tut nichts, zahlt keinen KU, etc.. Aber ihre Foderungen werden verhandelt und ich werde kriminalisiert. Ich denke, wäre es geschlechtermäßig andersherum, so säße ich bereits im Knast. Vielleicht mag jemand meine Story lesen (erfordert ca. 2 Std.) und mir dann die folgende Frage beantworten:

Wie kann man sich als Mann emanzipieren?

Tagebuch einer Scheidung

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Wednesday, 07.01.2004, 15:44 (vor 8065 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 12:36:46:

Hi,
das Beispiel in Deinem Fall ist tragisch und schrecklich, und dagegen muss man sicherlich auch gesetzlich etwas tun können ( der Mindestbehalt stand Dir mit Sicherheit gesetzlich zu, das war Dein Recht! Ich hoffe, Du bist vor Gericht gezogen und hast es durchgesetzt.)

Aber man darf eine Sache nicht vergessen: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt für sich, ein Drittel nicht einmal für ihre Kinder.

Das heisst, so gemein und geldgierig wie hier oft dargestellt, ist der Grossteil der Frauen gar nicht.

Ich weiss, dass das Dich in Deinem Einzelfall nicht tröstet, deswegen noch einmal: Den Mindestbehalt kann man gesetzlich durchsetzen, und auch Deine Frau kann zu Zahlungen von Unterhalt gezwungen werden, wenn sie ihr eigenes Geld verdient. Such Dir einen guten Rechtsanwalt und beantrage PKH 8Prozesskostenhilfe).

Es grüsst Dich tröstend
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

gaehn, Wednesday, 07.01.2004, 16:08 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 13:44:12:

Hi,
das Beispiel in Deinem Fall ist tragisch und schrecklich, und dagegen muss man sicherlich auch gesetzlich etwas tun können ( der Mindestbehalt stand Dir mit Sicherheit gesetzlich zu, das war Dein Recht! Ich hoffe, Du bist vor Gericht gezogen und hast es durchgesetzt.)
Aber man darf eine Sache nicht vergessen: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt für sich, ein Drittel nicht einmal für ihre Kinder.
Das heisst, so gemein und geldgierig wie hier oft dargestellt, ist der Grossteil der Frauen gar nicht.
Ich weiss, dass das Dich in Deinem Einzelfall nicht tröstet, deswegen noch einmal: Den Mindestbehalt kann man gesetzlich durchsetzen, und auch Deine Frau kann zu Zahlungen von Unterhalt gezwungen werden, wenn sie ihr eigenes Geld verdient. Such Dir einen guten Rechtsanwalt und beantrage PKH 8Prozesskostenhilfe).

wenn man das auch betonen würde wenn es darum geht das die mehrheit der männer keine schläger, vergewaltiger etc. ist dann wäre auch allen geholfen :).
im allgemeinen gilt, weder frauen noch männer sind monster. wichtig ist nur das man etwas tun können muss wenn man an eines (wie auch immer geartetes) gerät.

Es grüsst Dich tröstend
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Wednesday, 07.01.2004, 16:16 (vor 8065 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von gaehn am 07. Januar 2004 14:08:51:

Hi, gähn,

das stimmt: Männer sind weder zum grössten Teil gewalttätig, noch Vergewaltiger, noch unterdrücken sie ihre Partnerinnen.

Wären sie es, würden doch alle Frauenhäuser überquellen. Aber das tun sie gottseidank nicht.

Und Frauen sind auch keine lieben und braven Unschuldslämmer. Es gibt auch Männerhäuser in Deutschland! Speziell eingerichtet für geschlagene und misshandelte Männer.

Dennoch fällt mir halt hier auf, dass Männer die Frauen hier oft als geldgierig, verlogen, gemein und mächtig darstellen. Deswegen habe ich so dagegen gehalten. Das ändert aber nichts an der Tragik des Einzelfalles, der hier vorgestellt wurde. Die Frau hat sich gegenüber dem Mann einfach absolut unmöglich benommen, so etwas gehört im gesetzlichem Rahmen bestraft. Hier gibt es immer noch einen Rechtsstaat!

Es grüsst gleichberechtigt
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

gaehn, Wednesday, 07.01.2004, 16:21 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 14:16:10:

Hi, gähn,
das stimmt: Männer sind weder zum grössten Teil gewalttätig, noch Vergewaltiger, noch unterdrücken sie ihre Partnerinnen.
Wären sie es, würden doch alle Frauenhäuser überquellen. Aber das tun sie gottseidank nicht.
Und Frauen sind auch keine lieben und braven Unschuldslämmer. Es gibt auch Männerhäuser in Deutschland! Speziell eingerichtet für geschlagene und misshandelte Männer.

aber nicht vom staat unterstützt, der staat nimmt das problem nicht wahr.

Dennoch fällt mir halt hier auf, dass Männer die Frauen hier oft als geldgierig, verlogen, gemein und mächtig darstellen. Deswegen habe ich so dagegen gehalten. Das ändert aber nichts an der Tragik des Einzelfalles, der hier vorgestellt wurde. Die Frau hat sich gegenüber dem Mann einfach absolut unmöglich benommen, so etwas gehört im gesetzlichem Rahmen bestraft. Hier gibt es immer noch einen Rechtsstaat!

es gibt keinen rechtsstaat, das hier ist die diktatur der masse. ich glaube aber ohnehin nicht an gerechtigkeit, erwähne derartige fantasien einfach nicht weiter. es ist nutzlos mit jemanden wie mir darüber zu reden.

das frauen hier relativ schlecht wegkommt liegt einfach daran das sich das forum mit feminismus beschäftigt. wenn ich mich z.b. in eine runde vergewaltigter frauen einklinken würde, würde ich auch nicht unbedingt erwarten loblieder auf mein geschlecht zu hören. letztlich würde ich vor allem extrempositionen hören. das ist an und für sich nicht weiter schlimm, denn die mittelmässigen werden nichts ändern.

wenn einen etwas nicht wirklich stört wird man auch garnicht versuchen das zu ändern. rein technisch gesehen könnte ich meine zeit auch mit anderen dingen verbringen weil ich weiss das die meisten frauen ganz nett sind.

mhm etws radikalere (weniger radikal als extremisten, aber doch genug um etwas zu tun) brauch man nunmal :).

Es grüsst gleichberechtigt
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

UP, Wednesday, 07.01.2004, 16:43 (vor 8065 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von gaehn am 07. Januar 2004 14:21:45:

Hallo,

Es ging mir bei meinem Beitrag garnicht darum, zu polarisieren. Es ist mir bekannt, dass glücklicherweise 90% aller Trennungen mehr oder minder "gut" ablaufen. Diese Menschen wird man in den Foren aber auch nicht antreffen. Ich möchte für meine Kids auch keinen KU. Wenn ich welchen bekäme, würde ich den für die Ausbildung der Kurzen anlegen. Was mich wurmt, ist dass ein unterhaltssäumiger Vater, dem das Wasser bis zum Hals steht - ein solcher Fall ist mir persönlich bekannt - nach §170 StGB verknackt wird. Eine unterhaltssäumige "Mutter" sich aber herausnehmen kann, von einem betreuenden Vater, der netto ca. 2.200,- € nach Hause bringt, 1.800,- € nachel. Unterhalt zu fordern. Dieser Antrag wird ihr nicht um die Ohren gehauen, sondern der wird verhandelt! Hier setzt meine Frage nach der Gleichberechtigung an.

LG UP

Tagebuch einer Scheidung

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

gaehn, Wednesday, 07.01.2004, 16:48 (vor 8065 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 14:43:45:

Hallo,
Es ging mir bei meinem Beitrag garnicht darum, zu polarisieren. Es ist mir bekannt, dass glücklicherweise 90% aller Trennungen mehr oder minder "gut" ablaufen. Diese Menschen wird man in den Foren aber auch nicht antreffen. Ich möchte für meine Kids auch keinen KU. Wenn ich welchen bekäme, würde ich den für die Ausbildung der Kurzen anlegen. Was mich wurmt, ist dass ein unterhaltssäumiger Vater, dem das Wasser bis zum Hals steht - ein solcher Fall ist mir persönlich bekannt - nach §170 StGB verknackt wird. Eine unterhaltssäumige "Mutter" sich aber herausnehmen kann, von einem betreuenden Vater, der netto ca. 2.200,- € nach Hause bringt, 1.800,- € nachel. Unterhalt zu fordern. Dieser Antrag wird ihr nicht um die Ohren gehauen, sondern der wird verhandelt! Hier setzt meine Frage nach der Gleichberechtigung an.

ich glaube nicht das männer gleichberechtigt sind, ich wollte nur zum ausdrück bringen das mittelmässige nichts ändern.
doofes beispiel sind die islamisten, man kann sich darüber streiten ob das was sie machen richtig ist oder nicht bzw. ob sie grund dazu haben. aber eines steht fest würden sie die fresse halten und nichts machen, würde auch nichts passieren (sehr trivial ;).

ich jedenfalls finde diesen feministenstaat ziemlich widerlich.

LG UP

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Wednesday, 07.01.2004, 17:11 (vor 8065 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von gaehn am 07. Januar 2004 14:48:47:

Lieber Up,

wenn die Islamismus wirklich lieber ist als unser Rechtssaat, habe ich eine wunderbare Lösung für Dich: Zieh doch nach Saudi-Arabien oder in die vereinigten Emirate, oder werde Staatsbürger in Iran.

Wenn Du das so toll findest mit dem Islamismus, wünsche ich Dir dort eine tolle, grossartige Zeit.

Ich denke natürlich, dass die meisten Männer das hier nicht wollen und den Staat auch nicht als Feministenstaat ansehen. Wenn sie es denn doch tun sollten, sind sie auch nicht besser als die Frauen die immer vom pösen Partiarchiat schwätzen...

Es grüsst
das Emmalein (das diese Feminats-Unterstellungen immer sehr witzig findet in einem Land, wo doch noch immer die meisten Gesetzgeber Männer sind)

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Marie Juana, Wednesday, 07.01.2004, 17:33 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 15:11:18:

Es grüsst
das Emmalein (das diese Feminats-Unterstellungen immer sehr witzig findet in einem Land, wo doch noch immer die meisten Gesetzgeber Männer sind)

*****
hallo emmalein,
ein bisserl bauchweh bekomme ich schon, wenn ein diskurs immer in richtungen *patriarchat-feminat* hinausläuft.
frauen in den parlamenten leben wie die männer auch, in *wahnsystemen* und immunsieren sich gegen jede art von kritik.
ulla schmidt mit ihrer gesundheitsreform (selbst sozialhilfeempfänger müssen eintrittsgeld bezahlen), edelgard bulmahn (elite-universitäten), die vor-sich-hin-weinenden-ganzheitlichen-grünen friedensfrauen verabschieden lautstark die *agenda 2010*.

ich frage mich immer, warum in frauen-/männerforen diese polarisierung stattfindet. warum ist das thema *armut, arbeitslosigkeit, soziale gerechtigkeit* kein gemeinsames thema?

es grüsst dich
marie juana und wünscht allen ein frohes neues jahr.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Andreas, Wednesday, 07.01.2004, 18:36 (vor 8065 Tagen) @ Marie Juana

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Marie Juana am 07. Januar 2004 15:33:17:

Hallo Marie Juana,

ich frage mich immer, warum in frauen-/männerforen diese polarisierung stattfindet. warum ist das thema *armut, arbeitslosigkeit, soziale gerechtigkeit* kein gemeinsames thema?

Natürlich sind es gemeinsame Themen. Und es wäre gut, wenn Frauen damit beginnen würden, dies auch so zu sehen. Die Männerforen sind lediglich eine Reaktion auf die aktuelle Entwicklung. Ich habe an anderer Stelle schon mal meine Skepsis über Frauen in der Politik ausgedrückt:
Wo Frauen Politik machen, dort machen sie "Frauenpolitik", d.h. Politik für Frauen und gegen Männer. Wo Frauen Politik machen, wird Armut zur Frauenarmut, Arbeitslosigkeit zur Frauenarbeitslosigkeit, soziale Gerechtigkeit zur sozialen Gerechtigkeit für Frauen, Gesundheit zur Frauengesundheit und Menschenrechte zu Frauenrechten.

Überall dort, wo Frauen Politik machen, werden Männer an den Rand gedrängt. Es ist daher nicht weiter verwunderlich, wenn Männer eine gesunde Skepsis entwickeln und dagegen ankämpfen.

marie juana und wünscht allen ein frohes neues jahr.

Grüße und ebenfalls ein gutes neues Jahr,
Andreas

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Odin, Thursday, 08.01.2004, 00:13 (vor 8065 Tagen) @ Marie Juana

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Marie Juana am 07. Januar 2004 15:33:17:

ich frage mich immer, warum in frauen-/männerforen diese polarisierung stattfindet. warum ist das thema *armut, arbeitslosigkeit, soziale gerechtigkeit* kein gemeinsames thema?

Na, das frage ich mich nicht mehr, auch wenn Du Recht hast: Hier sind die wirklichen Diskriminierungen, die wir aber schon nicht mehr wahrnehmen, weil wir nur noch an die angeblichen Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts denken.
Die wahren Unterschiede gibt es aber nach wie vor aufgrund von Herkunft, Bildung und Vermögen.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

UP, Wednesday, 07.01.2004, 17:33 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 15:11:18:

Lieber Up,
wenn die Islamismus wirklich lieber ist als unser Rechtssaat, habe ich eine wunderbare Lösung für Dich: Zieh doch nach Saudi-Arabien oder in die vereinigten Emirate, oder werde Staatsbürger in Iran.

-------------------

Liebes Emmalein, dass mit dem Islamismus stammte nicht von mir !

allerdings ist es bei mir inzischen so, dass der Begriff RECHTSSTAAT mich mehr ängstigt als beruhigt. Das EINZIGE, was ich in meine Sache noch möchte ist RUHE. Ruhe für meine Kinder, meine neue Familie, für mich und meinen Beruf!

In diesem Sinne
LG UP

Tagebuch einer Scheidung

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

gaehn, Wednesday, 07.01.2004, 17:47 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 15:11:18:

Lieber Up,
wenn die Islamismus wirklich lieber ist als unser Rechtssaat, habe ich eine wunderbare Lösung für Dich: Zieh doch nach Saudi-Arabien oder in die vereinigten Emirate, oder werde Staatsbürger in Iran.
Wenn Du das so toll findest mit dem Islamismus, wünsche ich Dir dort eine tolle, grossartige Zeit.

mhm seltsam nur das ich nicht davon gesprochen habe es gut zu finden. ich verbitte mir daher diesen unsinn.

Ich denke natürlich, dass die meisten Männer das hier nicht wollen und den Staat auch nicht als Feministenstaat ansehen. Wenn sie es denn doch tun sollten, sind sie auch nicht besser als die Frauen die immer vom pösen Partiarchiat schwätzen...

besser? lol. ziemlicher unsinn. letztlich ist es vollkommen egal wofür oder wogegen man ist.
ich meine das diejenigen die dagegen sind das andere gegen etwas sind (wogegen auch immer) nicht besser sind als die die gegen etwas sind usw. (bitte rekursiv verschachteln).
von daher es geht mir ausschliesslich um mein recht, ich will nicht die welt retten, habe nicht den anspruch gut oder schlecht zu sein (im gegensatz zu dir ;).

Es grüsst
das Emmalein (das diese Feminats-Unterstellungen immer sehr witzig findet in einem Land, wo doch noch immer die meisten Gesetzgeber Männer sind)

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

XRay, Wednesday, 07.01.2004, 17:33 (vor 8065 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 14:43:45:

Hallo,
Es ging mir bei meinem Beitrag garnicht darum, zu polarisieren. Es ist mir bekannt, dass glücklicherweise 90% aller Trennungen mehr oder minder "gut" ablaufen. Diese Menschen wird man in den Foren aber auch nicht antreffen. Ich möchte für meine Kids auch keinen KU. Wenn ich welchen bekäme, würde ich den für die Ausbildung der Kurzen anlegen. Was mich wurmt, ist dass ein unterhaltssäumiger Vater, dem das Wasser bis zum Hals steht - ein solcher Fall ist mir persönlich bekannt - nach §170 StGB verknackt wird. Eine unterhaltssäumige "Mutter" sich aber herausnehmen kann, von einem betreuenden Vater, der netto ca. 2.200,- € nach Hause bringt, 1.800,- € nachel. Unterhalt zu fordern. Dieser Antrag wird ihr nicht um die Ohren gehauen, sondern der wird verhandelt! Hier setzt meine Frage nach der Gleichberechtigung an.
LG UP

----------
Es ist anzunehmen, dass "Mutter" Prozeßkostenhilfe beantragt hat.
Da in der Sache "Ehegattenunterhalt" eine Erfolgsaussicht besteht, wurde vermutlich Prozeßkostenhilfe gewährt. Dass der Unterhalt in der genannten Höhe überzogen sein könnte, ist dabei unerheblich. Es genügt, dass ein
Unterhaltsanspruch nicht ausgeschlossen werden kann.
Da ein Anwalt bei PKH eine geringeren Satz erhält, suchen manche dieser
Zunft dies durch entsprechend höhere Streitwerte wett zu machen, was deinen Anwalt natürlich zusätzlich beglücken wird.
Der Streitwert richtet sich eben nach der ersten Forderung. Aus dem Streitwert ergibt sich die Anwaltsgebühr.
Was letzlich durchgesetzt werden kann, steht auf einem völlig anderen Blatt.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

UP, Wednesday, 07.01.2004, 17:46 (vor 8065 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von XRay am 07. Januar 2004 15:33:10:

Es ist anzunehmen, dass "Mutter" Prozeßkostenhilfe beantragt hat.

----
natürlich
----

Da in der Sache "Ehegattenunterhalt" eine Erfolgsaussicht besteht, wurde vermutlich Prozeßkostenhilfe gewährt.

----
Für das Hauptverfahren ja, für meinen kürzlich gestellten EA-Antrag nur teilweise.
----

UP

Tagebuch einer Scheidung

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Wednesday, 07.01.2004, 17:34 (vor 8065 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von gaehn am 07. Januar 2004 14:21:45:

Hi,

ich glaube auch nicht, dass ich die meisten Männer hier zum Nachdenken bringe, sondern nur ganz, ganz wenige. Die meisten hier werden sich von mir nur genervt und gestört fühlen, weil ich ihre so schöne Harmonie durcheinander bringe und andere Töne hinein mische.

Vermutlich bist Du so ein Mann. Na ja, aber das macht nichts, an die ein oder zwei Männer, die nachdenklicher werden könnten, richtet sich eben meine Schreiberei. Die anderen, na ja, werde ich sowieso nur stören.

Es grüsst
das Emmalein (das unseren Staat nun mal für relativ rechtsstaatlich und demokratisch hält, für viel demokratischer jedenfalls als viele andere Orte der Erde, z B. islamistische Staaten, aber das weiss, dass noch nicht alles so ist ,wie es sein sollte..)

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

gaehn, Wednesday, 07.01.2004, 17:51 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 15:34:54:

Hi,
ich glaube auch nicht, dass ich die meisten Männer hier zum Nachdenken bringe, sondern nur ganz, ganz wenige. Die meisten hier werden sich von mir nur genervt und gestört fühlen, weil ich ihre so schöne Harmonie durcheinander bringe und andere Töne hinein mische.

mhm das problem ist zunächst einmal das wir andere auffassungen vom "nachdenken" haben, ich bin fest überzeugt das auch ein atom was auf meinen kopf prallt mein denken ändert.
ebenso ändert jedes wort von dir mein denken, aber nicht unbedingt in die richtung in die du mein denken ändern möchtest.

Vermutlich bist Du so ein Mann. Na ja, aber das macht nichts, an die ein oder zwei Männer, die nachdenklicher werden könnten, richtet sich eben meine Schreiberei. Die anderen, na ja, werde ich sowieso nur stören.

vermutlich bin ich so ein mann? och naja, ich streite mich eigentlich nur gern und kann feministen nicht leiden.

Es grüsst
das Emmalein (das unseren Staat nun mal für relativ rechtsstaatlich und demokratisch hält, für viel demokratischer jedenfalls als viele andere Orte der Erde, z B. islamistische Staaten, aber das weiss, dass noch nicht alles so ist ,wie es sein sollte..)

ich halte demokratie für eine von vielen schlechten regierungsformen, für nicht mehr und nicht weniger. im übrigen ist es egal, das männer die gesetze machen, es ist sehr wohl möglich das männer männerbenachteiligende gesetze machen.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Thursday, 08.01.2004, 11:55 (vor 8064 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von gaehn am 07. Januar 2004 15:51:02:

Hallihallo,

die Demokratie ist aber in meinen Augen von den schlechten Regierungsformen noch immer eine mit der besten;-). Bis jetzt kenne ich kein besseres System. Was nicht heisst, dass nicht auch an der heutigen existierenden Demokratie vieles zu verbessern ist. Auch in Richtung besserer Gesetze für Männer. Ich denke an die Abschaffung der Wehrpflicht, an ein gemeinsames Sorgerecht auch für unehelich getrennte Paare und, falls nicht schon festgeschrieben, daran, im Scheidungsfall den Mindestbehalt gesetzlich dem zahlenden Partner auf jeden Fall zu garantieren. Vielleicht muss man für die Kinderversorgung auch ein ganz neues Modell entwerfen. Wie das aussehen könnte, ist mir auch noch nicht klar, aber vielleicht hat ja einer von Euch da eine Idee.

Die Gedanken zu frauenfreundlicheren Sachen spare ich mir hier lieber, sonst werde ich noch virtuelle Prügel beziehen. Gedanken dazu äussere ich lieber besser in anderen Foren.

Es grüsst heute nur sachlich
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

XRay, Thursday, 08.01.2004, 13:18 (vor 8064 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 08. Januar 2004 09:55:38:

..>Die Gedanken zu frauenfreundlicheren Sachen spare ich mir hier lieber, sonst werde ich noch virtuelle Prügel beziehen. Gedanken dazu äussere ich lieber besser in anderen Foren.
----------
Der Grund für dieses Forum ist doch wesentlich, dass es viele Menschen
gibt, die für Frauen denken und kaum über diesen Tellerrand hinaussehen.
Das Thema der häuslichen Gewalt wurde z.B. zum Thema der Gewalt gegen Frauen, obgleich häusliche Gewalt ebenso weiblich ist. Gleichberechtigung
oder Gleichstellung wurde zu einer Frauenbevorzugungspolitik oder auch Männerdiskriminierungspolitik. Neuerdings hat man zwar das Etikett
Gendermainstream draufgeklebt. Dahinter arbeiten aber die gleichen
KöpfInnen und so ist es nicht verwunderlich, dass die gleichen Pfade
weiter verfolgt werden. Es handelt sich also nicht um einen
Richtungswechsel sondern um eine Verbreiterung der Pfade.

Das Vorrecht ist der Feind des Rechts, sagte..aehm...Marie von Ebner-Eschenbach?

Jedenfalls ist dieser Frauenwahn das letzte was zu Gleichberechtigung oder Gleichstellung führen wird.
Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Vielleicht ist es dir aus dieser Perspektive verständlicher,
dass es Leute wie mich gibt, die Frauenthemen mit sehr spitzen Fingern anfassen.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Ferdi, Thursday, 08.01.2004, 16:03 (vor 8064 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von XRay am 08. Januar 2004 11:18:08:

Hallo XRay, hallo Männer!

Leider kann man diesen Staat - trotz Demokratie - und seine Gesetze nicht ändern oder verbessern. Aber man(n) kann ganz akribisch feststellen, was den Mann in solche Situationen bringt, unter deren Folgen er so grenzenlos leiden muss wie das leider hier wieder dokumentiert werden musste. Und da kommt für den kühlen Analytiker nur ein Lösungsweg in Frage: Er muss alles vermeiden, was die Voraussetzungen eintreten lässt, unter denen diese männerverachtenden Gesetze und Bestimmungen greifen. Dieser eine Lösungsweg kann derzeit nur sein, sich von Frauen so konsequent fernzuhalten wie von unabgeschirmten, strahlenden Brennelementen aus Kernkraftwerken.

Nur als Single ohne jegliche feste Anbindung an Frauen hat man beide Hände frei, um sich an dem Zipfelchen Grundgesetz noch festzuhalten, was seine Gültigkeit noch nicht verloren hat. Aber genau so wie auch in den kommenden Jahrtausenden jede Menge Bienen, Hummeln oder andere Insekten der Schönheit von Blumen erliegen und dabei ihr Leben lassen müssen, weil es sich um sehr gut getarnte fleischfressende Pflanzen handelt, so werden Millionen Männer auch in Zukunft auf Frauen fliegen wie die Motten auf das Licht - und dabei verbrennen wie ein Meteor in der Atmosphäre.

Ich habe die Gefahr erkannt, mit mir passiert das nicht!

Gruss,
Ferdi

Re: Dir passiert das nicht..

XRay, Thursday, 08.01.2004, 16:14 (vor 8064 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Ferdi am 08. Januar 2004 14:03:59:

Ich habe die Gefahr erkannt, mit mir passiert das nicht!

... mir nicht mehr und meinen Söhnen hoffentlich auch nicht.
Die jedenfalls sind vorgewarnt und wenn sie in die Falle
tappen, dann können sie nachher nicht sagen, sie hätten
es nicht gewusst.

Re: Dir passiert das nicht..

Joachim, Friday, 09.01.2004, 19:38 (vor 8063 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Dir passiert das nicht.. von XRay am 08. Januar 2004 14:14:06:

Ich habe die Gefahr erkannt, mit mir passiert das nicht!

... mir nicht mehr und meinen Söhnen hoffentlich auch nicht.
Die jedenfalls sind vorgewarnt und wenn sie in die Falle
tappen, dann können sie nachher nicht sagen, sie hätten
es nicht gewusst.

leider fällt bei viele männer oftmals das hirn unterhalb der gürtellinie in den penis, ich selbst habe mir im gehirn einen grundsatz verankert der mir dabei hilft dass mein hirn nicht in die hose fällt und der grundasatz lautet so "die meisten frauen (nicht alle) sind jammerlappen, abzocker, parasiten, ausbeuter, entrechter, versklaver, arbeitsscheu, egoisten, verkriechen sich hinter kinder um privilegien auszuweiten, wollen nur rechte aber keine pflichten übernehmen, sehen sich gerne in der opferrolle um sich privilegien zu verschaffen, sind schon lange überprivilegiert, halten die männer für dumm und dämmlich usw."
dieser grundsatz hat mir geholfen die frauen von mir fernzuhalten was eine partnerschaft, heirat und kinderwunsch anbelangt, wer ist dafür verantwortlich zu machen dass ich so denken muss um mich vor frauen zu schützen?

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Thursday, 08.01.2004, 17:35 (vor 8064 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Ferdi am 08. Januar 2004 14:03:59:

Dann, lieber Ferdi,

viel Spass bei Deinem Leben als ONSler oder als Mönch.

Mein Freund und ich lieben uns und sind glücklich.

Ich habe immer mehr den Eindruck, eine Ausnahmebeziehung zu führen, dabei kam ich mir bisher ziemlich durchschnittlich vor.

Gesetze usw. sind doch eh bloss Minimalanforderungen für ein Zusammenleben. Das, was es wirklich ausmacht, leben die beiden Partner miteinander.

Weder habe ich das Gefühl, von meinem Schatz ausgenutzt zu werden, noch nutz ich ihn aus. Oder wir nutzen uns gegenseitig..;-)

Na ja, es gibt natürlich auch andere Fälle. Aber die sind gleich verteilt. Männer nutzen Frauen aus, Frauen Männer. Die Geschlechter tun sich da nicht viel.

Es grüsst von ihrem Freund träumend
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Der Bachelor, Thursday, 08.01.2004, 21:25 (vor 8064 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 08. Januar 2004 15:35:17:

Dann, lieber Ferdi,
viel Spass bei Deinem Leben als ONSler oder als Mönch.
Mein Freund und ich lieben uns und sind glücklich.
Ich habe immer mehr den Eindruck, eine Ausnahmebeziehung zu führen, dabei kam ich mir bisher ziemlich durchschnittlich vor.
Gesetze usw. sind doch eh bloss Minimalanforderungen für ein Zusammenleben. Das, was es wirklich ausmacht, leben die beiden Partner miteinander.
Weder habe ich das Gefühl, von meinem Schatz ausgenutzt zu werden, noch nutz ich ihn aus. Oder wir nutzen uns gegenseitig..;-)
Na ja, es gibt natürlich auch andere Fälle. Aber die sind gleich verteilt. Männer nutzen Frauen aus, Frauen Männer. Die Geschlechter tun sich da nicht viel.

Sag mal, warum kommst du immer mit gleichen Leier? Du tust immer so, als würden die Frauen hier als Monster hingestellt. Daher dein statement, "die Geschlechter tun sich da nicht viel". Kaum jemand hier glaubt, dass es so etwas wie ein besseres Geschlecht gibt. Das Problem ist doch, dass Frauen ganz andere Möglichkeiten haben, Männer auszunutzen. Dass sie davon auch Gebrauch machen, darf nicht verwundern. Wenn Geld auf der Strasse liegt, hebt man es ja auch auf.
Betrachte die ganze Sache doch mal von einem anderen Blickwinkel, dann solltest auch du zur Ansicht gelangen, dass in unserem Staate etwas nicht stimmt.
Gesetze sind ürigens keine Minimalanforderungen, sondern setzen uns allen Grenzen. Leider gibt es dann einige wichtige Bereiche, in denen Mann als Mann die A-Karte gezogen hat. Man kann Gesetzen so gut es geht ausweichen, vollends kann man sich ihren Wirkungen aber wohl nicht entziehen, es sei denn, man schafft sich seine eigene Welt.
Heutzutage ist es politisch korrekt, Männer zu Trotteln zu machen, nicht nur in den Medien. Dagegen gilt es anzukämpfen.

Der Bachelor

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Odin, Thursday, 08.01.2004, 21:56 (vor 8064 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 08. Januar 2004 15:35:17:

Es grüsst von ihrem Freund träumend
das Emmalein

Du glückliche :-)
Da ich Sozialarbeiter bin und mich eher mit negativen Fällen beschäftigen muß, bin ich immer froh, wenn ich höre, daß MEINE Fälle eher die Ausnahme und nicht die Regel sind.

Trottel oder Schurke

Der Bachelor, Wednesday, 07.01.2004, 16:37 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 14:16:10:

Hi, gähn,
das stimmt: Männer sind weder zum grössten Teil gewalttätig, noch Vergewaltiger, noch unterdrücken sie ihre Partnerinnen.
Wären sie es, würden doch alle Frauenhäuser überquellen. Aber das tun sie gottseidank nicht.
Und Frauen sind auch keine lieben und braven Unschuldslämmer. Es gibt auch Männerhäuser in Deutschland! Speziell eingerichtet für geschlagene und misshandelte Männer.

Wieviele? 10, 20 oder 30? Bitte die Relationen beachten!

Dennoch fällt mir halt hier auf, dass Männer die Frauen hier oft als geldgierig, verlogen, gemein und mächtig darstellen. Deswegen habe ich so dagegen gehalten. Das ändert aber nichts an der Tragik des Einzelfalles, der hier vorgestellt wurde. Die Frau hat sich gegenüber dem Mann einfach absolut unmöglich benommen, so etwas gehört im gesetzlichem Rahmen bestraft. Hier gibt es immer noch einen Rechtsstaat!

Was hier kritisiert wird ist DER GESETZLICHE RAHMEN! Der gesetzliche Rahmen ist die Ursache, die Macht der Frau die Wirkung.
Der Gesetzgeber hat geschiedenen Männern nur mehr die Alternative zwischen Schurken und Trotteln gegeben. Sie wurden enteignet.
Im Fall einer Scheidung ist der Mann zumeist der Zahlende. Er ist Vater, im Fall eines Streits um das Sorgerecht zumeist der Unterlegene. Er ist wehrpflichtig, und nur er allein; nach der Schule muß er erst zur Bundeswehr oder zum Zivildienst, sie kann gleich mit der Ausbildung oder dem Studium beginnen. Er ist überwiegend immer noch Haupternährer der Familie, doch in vielen Berufen regiert die Quote: Er muß im Wettbewerb mit einer gleich qualifizierten Frau zurückstecken.
Die Frau kann ohne greifbare Gründe aus einer relativ kurzen Ehe ausbrechen und trotzdem abkassieren. Sie hat Anspruch auf die Hälfte des Zugewinns und des Versorgungsausgleichs, obendrein, wenn sie nicht arbeitet, auf drei Siebtel vom Nettoeinkommen des Verflossenen.
Der Gesetzgeber hat bei seiner Reform unsinnige Prämissen gestellt, die fern jeder Realität sind. Dagegen gilt es anzukämpfen. Dass Frauen die Vorteile auch ausnutzen, liegt auf der Hand und ist verständlich. Dem Gesetzgeber muss endlich klar werden, dass es so nicht weitergehen kann.

Der Bachelor

Re: Trottel oder Schurke

Emmalein, Wednesday, 07.01.2004, 16:47 (vor 8065 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Trottel oder Schurke von Der Bachelor am 07. Januar 2004 14:37:42:

Hi, gähn,
das stimmt: Männer sind weder zum grössten Teil gewalttätig, noch Vergewaltiger, noch unterdrücken sie ihre Partnerinnen.

Hi,

welche Prämissen von welchen Gesetzen findest Du konkret abartig? Wo liegen die konkreten Probleme bei den Prämissen?

Es grüsst wirklich interessiert
das Emmalein

Re: Trottel oder Schurke

Der Bachelor, Wednesday, 07.01.2004, 22:07 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Trottel oder Schurke von Emmalein am 07. Januar 2004 14:47:34:

Hi, gähn,
das stimmt: Männer sind weder zum grössten Teil gewalttätig, noch Vergewaltiger, noch unterdrücken sie ihre Partnerinnen.

Hi,
welche Prämissen von welchen Gesetzen findest Du konkret abartig? Wo liegen die konkreten Probleme bei den Prämissen?

Als Kardinalfehler der Scheidungsreform erwiesen sich die blauäugigen Prognosen der Politiker. Sie hatten sowohl die wirtschaftliche als auch die emanzipatorische Entwicklung völlig falsch eingeschätzt.
Ruinös konnte schon ein Urteil sein, das den Ehemann, ganz harmlos, zu einer vorübergehenden Zahlung an seine Ex-Frau verpflichtete - für die Zeit, in der sie noch keine "angemessene Erwerbstätigkeit" gefunden hatte. Was als Überbrückung gedacht war, weitete sich zum Dauerzustand aus.
Der Gesetzgeber hatte nicht einkalkuliert, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt verschlechtern könnte - mit einem Verdrängungswettbewerb, dem zuerst und vor allem die Frauen zum Opfer fielen. Für dieses politische Fiasko wurden dann die Männer zur Kasse gebeten - mit Unterhaltszahlungen, die nicht, wie geplant, für nur wenige Monate anfielen, sondern für Jahre, oft ein Leben lang.
Ebensowenig traf die Annahme zu, dass viele junge Frauen nach der Scheidung wieder heiraten und damit den Ex-Ehemann entlasten würden. Die meisten entschieden sich für die zeitgemäßere Lebensform einer freien Partnerschaft. Die Folge: Der Mann mußte mit dem Unterhalt auch seinen Nachfolger alimentieren. Der Gesetzgeber zeigte jedoch 1987 Einsehen und präsentierte eine Reform der Reform. Nunmehr gilt die Daumenregel: Bei kinderloser Ehe muß der geschiedene Mann nicht länger zahlen als die Ehe gedauert hat.
Das Grundübel jedoch bleibt: Der Mann ist vom Wohlwollen seiner Ex abhängig. Eine Mutter, die dem Vater - aus welchen Gründen auch immer -- feindlich gesonnen ist, kann ihn nach Belieben "vorführen". Sie kann ihm die Kinder vorenthalten, sie kann sein Geld abzocken, ihn zum Narren halten etc.
All das ist mit einem modernen Rechtsstaat unvereinbar.

Der Bachelor

Re: Trottel oder Schurke

Odin, Thursday, 08.01.2004, 00:25 (vor 8065 Tagen) @ Der Bachelor

Als Antwort auf: Trottel oder Schurke von Der Bachelor am 07. Januar 2004 14:37:42:

Und Frauen sind auch keine lieben und braven Unschuldslämmer. Es gibt auch Männerhäuser in Deutschland! Speziell eingerichtet für geschlagene und misshandelte Männer.

Wieviele? 10, 20 oder 30? Bitte die Relationen beachten!

Zwei

Re: Trottel oder Schurke

Arne Hoffmann, Thursday, 08.01.2004, 15:39 (vor 8064 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Trottel oder Schurke von Odin am 07. Januar 2004 22:25:41:

Und Frauen sind auch keine lieben und braven Unschuldslämmer. Es gibt auch Männerhäuser in Deutschland! Speziell eingerichtet für geschlagene und misshandelte Männer.

Wieviele? 10, 20 oder 30? Bitte die Relationen beachten!

Zwei

Und immer noch im Aufbau und ohne jede staatliche Unterstützung, soviel ich weiß.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

XRay, Wednesday, 07.01.2004, 16:25 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 13:44:12:

Hi,
das Beispiel in Deinem Fall ist tragisch und schrecklich, und dagegen muss man sicherlich auch gesetzlich etwas tun können ( der Mindestbehalt stand Dir mit Sicherheit gesetzlich zu, das war Dein Recht! Ich hoffe, Du bist vor Gericht gezogen und hast es durchgesetzt.)

-----------
Blabla...
Der Selbstbehalt ist ein Richtwert und keineswegs Gesetz.
Der Selbstbehalt kann und wird im Einzelfall unterschritten.
Den Unterhaltspflichtigen kann eine erhöhte Erwerbsobliegenheit treffen.
-----------

Aber man darf eine Sache nicht vergessen: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt für sich, ein Drittel nicht einmal für ihre Kinder.

-----------

Hier bitte ich unbedingt um einen Quellennachweis.

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Das heisst, so gemein und geldgierig wie hier oft dargestellt, ist der Grossteil der Frauen gar nicht.

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Nicht? Woher kommt dann das ständige Jammern, dass
- Hausfrauen zu wenig verdienen
- Frauen zu wenig Führungspositionen besetzen
- usw...
-----------

Ich weiss, dass das Dich in Deinem Einzelfall nicht tröstet, deswegen noch einmal: Den Mindestbehalt kann man gesetzlich durchsetzen,

-----------
Ich auch noch einmal: "Quark mit Soße!"
-----------

und auch Deine Frau kann zu Zahlungen von Unterhalt gezwungen werden, wenn sie ihr eigenes Geld verdient.

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Da ist leider einmal zuviel "wenn..".
-----------

Such Dir einen guten Rechtsanwalt und beantrage PKH 8Prozesskostenhilfe).

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und schaufle feste Kohle ins Feuer, Kohle, die du nicht hast, aber nötig hättest?
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Es grüsst Dich tröstend
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Wednesday, 07.01.2004, 16:53 (vor 8065 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von XRay am 07. Januar 2004 14:25:07:

Prozesskostenhilfe ist eine gesetzliche Hilfeleistung die Menschen zusteht, die nicht genug Geld haben, sich gerichtlich vertreten zu lassen. Die wird jedem gewährt.

In einem Rechtsstaat setzt man das Recht mit Rechtsanwälten durch und zwar vor Gericht. So ist das nun mal. Wenn eine Frau keinen Unterhalt von einem Mann bekommt, muss sie ihn ja auch verklagen, mit Geld, das sie eventuell nicht hat, weil sie wegen der Kinder nicht arbeiten gehen kann.

Wenn der Mindestbehalt wirklich keine gesetzliche Vorschrift ist, sollte er das schleunigst werden, ich hatte es aber anders im Kopf - heisst es nicht gesetzlicher Mindestbehalt?

Im Übrigen könnte man auch von den Männern sagen, sie sind geldgierig, denn in den Briefen um Scheidung geht es hier fast nie um das Problem, dass ein Mann seine Kinder nicht mehr sehen kann oder darf, sondern fast immer nur ums Geld.

Die Geschlechter tun sich wohl in Sachen Geldgier nicht viel.

Es grüsst grinsend
das Emmalein
(das meint: Money makes the world go round...;-))

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

XRay, Wednesday, 07.01.2004, 16:59 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 14:53:46:

Im Übrigen könnte man auch von den Männern sagen, sie sind geldgierig, denn in den Briefen um Scheidung geht es hier fast nie um das Problem, dass ein Mann seine Kinder nicht mehr sehen kann oder darf, sondern fast immer nur ums Geld.

-----------
Woher nimmst du diese Aussage?
Meine Erfahrungen sind andere.
Lies doch z.B einmal eine Weile bei ISUV oder bei Pappa.com, oder oder...
Vielleicht so für 2 drei Jahre, dann komme wieder und stelle deine Eindrücke dar.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Wednesday, 07.01.2004, 17:04 (vor 8065 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von XRay am 07. Januar 2004 14:59:14:

Hi,Xray,

ich sprach von den Leuten, die hier schreiben, nicht bei Pappa.com.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

XRay, Wednesday, 07.01.2004, 17:18 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 15:04:33:

Hi,Xray,
ich sprach von den Leuten, die hier schreiben, nicht bei Pappa.com.
Es grüsst
das Emmalein

-----
Welches Geschwätz ist das denn nun wieder?

Du sagtest:
"in den Briefen um Scheidung geht es hier fast nie um das Problem, dass ein Mann seine Kinder nicht mehr sehen kann oder darf, sondern fast immer nur ums Geld."

Wieviele Briefe um Scheidung der hier Schreibenden hast du denn gelesen?

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Emmalein, Wednesday, 07.01.2004, 17:27 (vor 8065 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von XRay am 07. Januar 2004 15:18:19:

Hi,Xray,
ich sprach von den Leuten, die hier schreiben, nicht bei Pappa.com.
Es grüsst

alle, die ich hier gelesen habe, und das waren nicht wenige, haben das Problem nicht erwähnt.

Warum musst Du immer so grob werden, das werde ich Dir gegenüber doch auch nicht.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

XRay, Wednesday, 07.01.2004, 17:47 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 15:27:30:

Hi,Xray,
ich sprach von den Leuten, die hier schreiben, nicht bei Pappa.com.
Es grüsst

alle, die ich hier gelesen habe, und das waren nicht wenige, haben das Problem nicht erwähnt.
Warum musst Du immer so grob werden, das werde ich Dir gegenüber doch auch nicht.
Es grüsst
das Emmalein

------
Och, es gibt ne Menge Probleme, die hier nicht erwähnt werden, heisst aber nicht, dass sie nicht existieren.
Im Übrigen stören mich so schöne "All-Sätze" wie "Du bist IMMER grob" nicht im mindesten. Die stimmen ohnehin selten, zeigen lediglich die Schublade, die für mich ausgesucht hast und in diesem Falle handelt es sich
um einen Versuch die Diskussion von der Sachebene in die Beziehungsebene zu bringen und dich dem Thema zu entziehen.
Deine seltsame Aussage bezüglich Scheidungsbriefen bleibt dennoch seltsam.
Es ist unerheblich, ob du das als grob empfindest oder auch nicht.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Odin, Thursday, 08.01.2004, 00:32 (vor 8065 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von XRay am 07. Januar 2004 15:47:55:

Hi,Xray,
ich sprach von den Leuten, die hier schreiben, nicht bei Pappa.com.
Es grüsst

alle, die ich hier gelesen habe, und das waren nicht wenige, haben das Problem nicht erwähnt.
Warum musst Du immer so grob werden, das werde ich Dir gegenüber doch auch nicht.
Es grüsst
das Emmalein

------
Och, es gibt ne Menge Probleme, die hier nicht erwähnt werden, heisst aber nicht, dass sie nicht existieren.
Im Übrigen stören mich so schöne "All-Sätze" wie "Du bist IMMER grob" nicht im mindesten. Die stimmen ohnehin selten, zeigen lediglich die Schublade, die für mich ausgesucht hast und in diesem Falle handelt es sich
um einen Versuch die Diskussion von der Sachebene in die Beziehungsebene zu bringen und dich dem Thema zu entziehen.
Deine seltsame Aussage bezüglich Scheidungsbriefen bleibt dennoch seltsam.
Es ist unerheblich, ob du das als grob empfindest oder auch nicht.

Sei doch nicht so grob zu ihr! Du siehst doch, daß sie keine "Argumente" mehr hat, nachdem du schändlicherweise es gewagt hast, nachzufragen, woher sie ihre Aussagen nimmt.
Nun muß sie eben wieder auf die Opferschiene ausweichen.
Und ich finde, daß Du sie außerdem auch noch ganz schön sexuell belästigst :-)

Re: zu PKH

XRay, Wednesday, 07.01.2004, 17:13 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 14:53:46:

Prozesskostenhilfe ist eine gesetzliche Hilfeleistung die Menschen zusteht, die nicht genug Geld haben, sich gerichtlich vertreten zu lassen. Die wird jedem gewährt.

--------
Nein, die wird nur gewährt, wenn die Klage Aussicht auf Erfolg hat.

Ein Problem dabei ist, dass Anwälte im Fall von PKH einen geringeren
Anspruch haben. Dies wiedrum führt dazu, dass Anwälte in diesen
Fällen gerne den Streitwert nach oben setzen, indem sie zunächst einmal
horrende Forderungen stellen. Die Forderung bestimmt den Streitwert, anhand
dessen der Anwaltssatz ermittelt wird.
Die horrende Forderung wiederum führt nicht zu erhöhtem Glück des Gegners.
Es wird also Streit produziert (Öl ins Feuer giessen)
Diese Selbstbedienungsmasche ist üblich.

Du kannst dennoch gerne weiter von dem Rechtsstaat träumen, in dem du zu leben glaubst...

Re: zu PKH

Odin, Thursday, 08.01.2004, 00:36 (vor 8065 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: zu PKH von XRay am 07. Januar 2004 15:13:42:

Prozesskostenhilfe ist eine gesetzliche Hilfeleistung die Menschen zusteht, die nicht genug Geld haben, sich gerichtlich vertreten zu lassen. Die wird jedem gewährt.

--------
Nein, die wird nur gewährt, wenn die Klage Aussicht auf Erfolg hat.

Das stimmt so nicht, weil man das vorher ja gar nicht beurteilen kann. Außerdem stellt den Antrag oft eh der Anwalt selbst und der wird natürlich große Aussichten auf Erfolg sehen.

Re: zu PKH

XRay, Thursday, 08.01.2004, 01:09 (vor 8065 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: zu PKH von Odin am 07. Januar 2004 22:36:42:

Prozesskostenhilfe ist eine gesetzliche Hilfeleistung die Menschen zusteht, die nicht genug Geld haben, sich gerichtlich vertreten zu lassen. Die wird jedem gewährt.

--------
Nein, die wird nur gewährt, wenn die Klage Aussicht auf Erfolg hat.

Das stimmt so nicht, weil man das vorher ja gar nicht beurteilen kann. Außerdem stellt den Antrag oft eh der Anwalt selbst und der wird natürlich große Aussichten auf Erfolg sehen.

Die "Aussicht auf Erfolg" verstehst du vielleicht etwas falsch.
Es ist jedenfalls so, dass nicht jede spinnerte Klage PKH-würdig ist, um es mal einfach zu sagen.
Eine Exehefrau wird mit einer Unterhaltsklage in aller Regel Aussicht auf Erfolg haben.
Die PKH-Entscheidung bedeutet nicht, dass hier bereits ein Urteil gefällt wird, oder gar die Höhe des Unterhalts für richtig erachtet wird. Es soll aber vermieden werden, dass Klagen staatlich finanziert werden, die von vornherein aussichtslos sind ...

Re: zu PKH = Ergänzung

XRay, Thursday, 08.01.2004, 01:27 (vor 8065 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: zu PKH von XRay am 07. Januar 2004 23:09:53:

PKH:
Dahinter verbirgt sich der Begriff der Prozeßkostenhilfe, der in §§ 114 ff. ZPO geregelt ist. PKH kann bei Gericht beantragt werden. Sie wird bewilligt, wenn das Gericht der Ansicht ist, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung

hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet,

nicht mutwillig erscheint und die beantragende Partei, nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozeßführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann. Die Antragstellung erfolgt durch Ausfüllen eines Formblattes, das ihr Anwalt in der Regel vorliegen haben wird. Sofern PKH bewilligt wird, übernimmt die Staatskasse die Kosten für das Gericht, den Sachverständigen, der evtl. benötigt wird und den eigenen Anwalt. Oftmals wird aus der Kostenübernahme eine Stundung der angefallenen Kosten. Der Antrag erfordert eine Erklärung der Partei über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse, wie Familienverhältnisse, Beruf, Vermögen, Einkommen und Lasten, welche durch entsprechende Belege zu beweisen sind. Dem Gegner werden die Unterlagen nur dann zur Kenntnis gebracht, wenn der PKH Beantragende seine vorherige Zustimmung erteilt hat.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Garfield, Wednesday, 07.01.2004, 18:55 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 14:53:46:

Hallo Emmalein!

Nur mal zum Mindestbehalt: Ich bin kein Rechtsexperte, aber es gibt ja auch ein Existenzminimum. Früher war ich auch so naiv, zu glauben, daß einem dieses Minimum immer gelassen wird. Bis ich dann eines Tages eines besseren belehrt wurde:

Ich war arbeitslos, und meine Partnerin auch. Bei meiner Partnerin lief nun das Arbeitslosengeld aus, und sie mußte Arbeitslosenhilfe beantragen. Dazu mußte sie mein Einkommen angeben. Das bestand zu der Zeit nur aus Leistungen des Arbeitsamtes, die unter dem gesetzlich festgelegten Existenzminimum lagen. Entsprechend hielten wir das in diesem Fall für eine reine Formalität.

Umso überraschter waren wir dann, als meiner Partnerin tatsächlich eine satte Summe von der Arbeitslosenhilfe abgezogen wurde. Das Arbeitsamt war also der Meinung, daß ich sie mit eben dieser Summe noch finanziell unterstützen könne, obwohl mein Einkommen unter dem Existenzminimum lag.

Ähnlich dürfte das mit dem Mindestbehalt auch aussehen. Dazu kommt dann noch, daß ein geschiedener Mann steuerlich als Single behandelt wird, auch wenn er für Ex-Frau und Kinder unterhaltspflichtig ist.

Prozeßkostenhilfe bekommt auch mit Sicherheit nicht jeder. Ich kenne einen Fall, in dem jemand unschuldig für die Straftat eines seiner Kumpel mit vor Gericht landete. Leider war sein Anwalt eine absolute Niete, und so wurde er am Ende zur selben Strafe verurteilt wie sein Kumpel, obwohl er sich an der Straftat gar nicht beteiligt hatte. Er hätte Revision einlegen können, hatte aber nicht das Geld dafür. Prozeßkostenhilfe hat er keine bekommen. Somit ist er nun vorbestraft.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Der Bachelor, Wednesday, 07.01.2004, 21:45 (vor 8065 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 14:53:46:

Die Geschlechter tun sich wohl in Sachen Geldgier nicht viel.

Richtig. Nur hat der Gesetzgeber den Frauen die Möglichkeit gegeben, ihre Männer nach Strich und Faden auszunhmen. Umgekehrt nicht. Das ist der Unterschied. Siehe dazu mein Posting "Trottel oder Schurke"

Es grüsst grinsend
das Emmalein
(das meint: Money makes the world go round...;-))

Das ist nicht deine Meinung, Emmalein, es ist eine Tatsache. Du brauchst also nicht so zu tun, als könntest du hier eine Weisheit zum besten geben.

Der Bachelor

Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt?

Daddeldu, Saturday, 10.01.2004, 13:27 (vor 8062 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Emmalein am 07. Januar 2004 13:44:12:

Hallo,

Aber man darf eine Sache nicht vergessen: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt für sich, ein Drittel nicht einmal für ihre Kinder.

Wer öfter mal von Scheidungen etwas mitbekommt wird sich über diese Statistik wundern. Deswegen muss die Frage erlaubt sein, woher du sie hast. Und auf welche Grundmenge beziehen sich die 2/3 bzw. 1/3? Du sprichst nämlich von „den Frauen“, was sehr vage ist, bzw, wenn wörtlich genommen, nicht gerade für die Frauen spricht: 1/3 aller Frauen will Unterhalt? Singles, Reiche, Berufstätige, Verheiratete? Das wäre dann sicherlich das 10-fache derjenigen, denen Unterhalt zusteht.

Aber in dem Zusammenhang, in den Du den Satz gestellt hast, würde als Grundmenge nur die Menge der Frauen, die geschieden wurden und anspruchsberechtigt sind einen Sinn machen.

Das ist schwer zu glauben. Zwei Drittel aller Geschiedenen die Unterhalt bekommen könnten verzichten darauf freiwillig und bewusst?

Wer artig seinen Hoffmann* gelesen hat, sollte zumindest eines gelernt haben: Das Feministinnen sehr, sehr oft Schindluder mit Statistiken treiben. Eine sehr beliebte Form solchen Schindluders ist die falsche Wahl der Grundmenge. Deshalb vermute ich, dass dies auch bei dieser Zahl so sein wird. Es könnte zum Beispiel sein, dass nur ein Drittel aller geschiedenen Frauen Scheidungsunterhalt fordert. Das dürfte dann aber auch grob die Menge der Frauen sein, die sich eine Chance auf Unterhalt ausrechnen.

Daher: führe die Statistik doch bitte etwas genauer aus.

Es grüsst grinsend
der Daddeldu
(der meint, dass Dein schnippischer Tonfall nicht unwesentlich zu Deiner Unbeliebtheit hier beiträgt.)

*Hoffmann, Arne: „Sind Frauen bessere Menschen?“

Re: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt?

Odin, Saturday, 10.01.2004, 18:29 (vor 8062 Tagen) @ Daddeldu

Als Antwort auf: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt? von Daddeldu am 10. Januar 2004 11:27:46:

Hallo,
Aber man darf eine Sache nicht vergessen: Zwei Drittel der Frauen fordern keinen Unterhalt für sich, ein Drittel nicht einmal für ihre Kinder.
Wer öfter mal von Scheidungen etwas mitbekommt wird sich über diese Statistik wundern. Deswegen muss die Frage erlaubt sein, woher du sie hast. Und auf welche Grundmenge beziehen sich die 2/3 bzw. 1/3? Du sprichst nämlich von „den Frauen“, was sehr vage ist, bzw, wenn wörtlich genommen, nicht gerade für die Frauen spricht: 1/3 aller Frauen will Unterhalt? Singles, Reiche, Berufstätige, Verheiratete? Das wäre dann sicherlich das 10-fache derjenigen, denen Unterhalt zusteht.
Aber in dem Zusammenhang, in den Du den Satz gestellt hast, würde als Grundmenge nur die Menge der Frauen, die geschieden wurden und anspruchsberechtigt sind einen Sinn machen.
Das ist schwer zu glauben. Zwei Drittel aller Geschiedenen die Unterhalt bekommen könnten verzichten darauf freiwillig und bewusst?
Wer artig seinen Hoffmann* gelesen hat, sollte zumindest eines gelernt haben: Das Feministinnen sehr, sehr oft Schindluder mit Statistiken treiben. Eine sehr beliebte Form solchen Schindluders ist die falsche Wahl der Grundmenge. Deshalb vermute ich, dass dies auch bei dieser Zahl so sein wird. Es könnte zum Beispiel sein, dass nur ein Drittel aller geschiedenen Frauen Scheidungsunterhalt fordert. Das dürfte dann aber auch grob die Menge der Frauen sein, die sich eine Chance auf Unterhalt ausrechnen.
Daher: führe die Statistik doch bitte etwas genauer aus.
Es grüsst grinsend
der Daddeldu
(der meint, dass Dein schnippischer Tonfall nicht unwesentlich zu Deiner Unbeliebtheit hier beiträgt.)
*Hoffmann, Arne: „Sind Frauen bessere Menschen?“

Vor allem, was soll heißen: Ein Drittel noch nicht mal für ihre Kinder?`
Frauen können auf den Unterhalt für ihre Kinder nicht mal verzichten, da er ja (angeblich) nicht ihnen zusteht, sondern den Kindern! D.h. sie brauchen ihn gar nicht zu fordern, er wird ihnen sowieso gegeben. Richtig wäre also: 100% aller Frauen fordern gar keinen Unterhalt für ihre Kinder!

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Nur mal schnell, Wednesday, 07.01.2004, 18:01 (vor 8065 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 12:36:46:

Es ist manchmal wirklich zum k*****.
Da schildert einer sein zum Himmel schreiendes Schicksal, eine Berufsprovokatöse sondert ihren feministischen Schleim dazu ab, und sofort bilden sich ellenlange Threads mit immer den gleichen Statistiken, Zahlen und Fakten, die sie längst auswendig kennt.
Tausend mal der gleiche Trick, tausend mal die gleiche Reaktion, tausend mal der gleiche Rechtfertigungs-Komplex der anwesenden Männer, und das Emmalein klatscht sich Tränen lachend mit beiden Händen auf die feuchten Schenkel.
Spätestens ab der dritten Antwort kein Bezug mehr zum Thema, nur noch Statistiken, wer wieviel Prozent ..., jede wievielte Frau ..., das zwei von drei ... usw.

Manche lernen es nie.
Leider

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

UP, Wednesday, 07.01.2004, 18:37 (vor 8065 Tagen) @ Nur mal schnell

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Nur mal schnell am 07. Januar 2004 16:01:17:

DANKE !

Tagebuch einer Scheidung

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Jürgen S., Wednesday, 07.01.2004, 19:11 (vor 8065 Tagen) @ Nur mal schnell

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Nur mal schnell am 07. Januar 2004 16:01:17:

Absolute Zustimmung. Im Gegensatz zu Frauenforen haben die Männer hier noch einiges zu lernen. "Emmalein" dürfte Tränen lachen.

Wenn man in Frauen oder Femi-Foren so mitliest entsteht eigentlich immer der selbe Eindruck. Sobald die Diskussion konstruktiv belegbar wird versucht die
femin. Fraktion immer durch Ihre manchmal kindl. anmutende Polemik die Sache
in eine andere Richtung zu drücken. Männer die versuchen sich im Bereich
Gleichstellung zu angagieren bzw. es wagen mitzuschreiben bekommen dann oftmals den Vorwurft gemachen im Grunde nur "Störer" zu sein. Vielleicht sollten unsere fachistoiden Femis einmal begreifen dass Gleichstellungspolitik nicht reine Frauensache ist , sonderen beide Geschlechter etwas angeht. Punkt.

Selbst der dümmste Zeitgenosse dürft sehr schnell merken, dass Poster wie
Emmalein an einer sachlichen Diskussion im Grunde gar kein Interesse haben.

Jürgen

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Peter, Wednesday, 07.01.2004, 20:41 (vor 8065 Tagen) @ Jürgen S.

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Jürgen S. am 07. Januar 2004 17:11:28:

Wenn man in Frauen oder Femi-Foren so mitliest (...) Männer die versuchen sich im Bereich Gleichstellung zu angagieren bzw. es wagen mitzuschreiben bekommen dann oftmals den Vorwurft gemachen im Grunde nur "Störer" zu sein. (...)
Selbst der dümmste Zeitgenosse dürft sehr schnell merken, dass Poster wie Emmalein an einer sachlichen Diskussion im Grunde gar kein Interesse haben.

Hälst du Emmalein etwa für ein Störer?

Gruß,

Peter

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

XRay, Wednesday, 07.01.2004, 20:00 (vor 8065 Tagen) @ Nur mal schnell

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Nur mal schnell am 07. Januar 2004 16:01:17:

Es ist manchmal wirklich zum k*****.
Da schildert einer sein zum Himmel schreiendes Schicksal, eine Berufsprovokatöse sondert ihren feministischen Schleim dazu ab, und sofort bilden sich ellenlange Threads mit immer den gleichen Statistiken, Zahlen und Fakten, die sie längst auswendig kennt.
Tausend mal der gleiche Trick, tausend mal die gleiche Reaktion, tausend mal der gleiche Rechtfertigungs-Komplex der anwesenden Männer, und das Emmalein klatscht sich Tränen lachend mit beiden Händen auf die feuchten Schenkel.
Spätestens ab der dritten Antwort kein Bezug mehr zum Thema, nur noch Statistiken, wer wieviel Prozent ..., jede wievielte Frau ..., das zwei von drei ... usw.
Manche lernen es nie.
Leider

---------
Tut mir leid, wenn ich zu deiner Übelkeit beigetragen haben sollte.
Andererseits steigt in mir auch etwas Übelkeit auf, wenn jemand
auftaucht, nur um kurz hinzukotzen. Vielleicht schaffst du es - wenn
aus "nur mal schnell" "jetzt konkreter" geworden ist - den
bedauernswerten Verlauf der Diskussion mit konstrukiven Beiträgen
in die richtige Richtung zu lenken.

Ich teile im Übrigen nicht deine Meinung, dass es sich bei "Emmalein"
um eine reine "Provokateuse" handelt. Vermutlich geniesst sie es im
Mittelpunkt zu stehen und dazu dient auch das Mittel der Provokation.
Sie glaubt mitunter aber auch - denke ich - dass sie wirklich etwas
wisse und mit ihren Beiträgen Überzeugungsarbeit leisten könne.

Wie ich schon einmal schrieb: Ich finde es durchaus mutig von einer jungen Frau, die kaum eine Ahnung von der Materie hat, dass sie sich hier beteiligt......wenn es mir auch zugegebener Massen lästig ist, den
alten Schleim zum 1000sten mal zu lesen und Zweifel an Ihrer
Bereitschaft wirklich zu diskutieren sind durchaus angebracht......

Was UP angeht, so hätte ich sicherlich gerne einen Beitrag geschreiben,
der ihm wirklich hilft. Allerdings bin ich da doch eher ratlos.
Seine Homepage ist ja auch nicht neu. Wenn ich mich recht erinnere hatte ein Bekannter von ihm den Kampf um seine Kinder aufgegeben. In diesem Zusammenhang - meine ich - ist mir diese Homepage noch in Erinnerung.

Ich kann völlig falsch liegen, wenn ich sage:
Hee, du bist viel zu offen deinem Anwalt gegenüber und auch der Welt,
viel zu vertrauensseelig, dass du solche Details in die Welt posaunst.
Jedes deiner Worte könnte dir zum Nachteil gereichen.
Sei vorsichtig.
Anwälte bieten die schönsten Schaukämpfe. Im Hintergrund ist womöglich
alles längst abgekartet....

Vieles in der Richtung lag mir auf der Zunge..... aber ich denke, das
muss er mit sich selbst abmachen. Er sitzt in der ersten Reihe, scheint
durchaus intelligent und sollte seine Situation besser einschätzen können, als jeder von uns...........

Vielleicht aber kannst du mehr beitragen... wen du - wie gesagt -
"jetzt konkreter" geworden bist.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

UP, Wednesday, 07.01.2004, 23:01 (vor 8065 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von XRay am 07. Januar 2004 18:00:48:

Hallo XRay,

danke für Deinen konstruktiven Beitrag!

Was UP angeht, so hätte ich sicherlich gerne einen Beitrag geschreiben,
der ihm wirklich hilft. Allerdings bin ich da doch eher ratlos.
Seine Homepage ist ja auch nicht neu. Wenn ich mich recht erinnere hatte ein Bekannter von ihm den Kampf um seine Kinder aufgegeben. In diesem Zusammenhang - meine ich - ist mir diese Homepage noch in Erinnerung.

----
Das ist richtig. Damals wurde seine Seite hier hineingestellt. Ich war traurig darüber, dass er seinen Kampf und damit auch sein Kind aufgegeben hat und habe ein wenig gefrustet meine Seite kommentarlos dagegen gestellt.
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Ich kann völlig falsch liegen, wenn ich sage:
Hee, du bist viel zu offen deinem Anwalt gegenüber und auch der Welt,
viel zu vertrauensseelig, dass du solche Details in die Welt posaunst.
Jedes deiner Worte könnte dir zum Nachteil gereichen.
Sei vorsichtig.

----
Dies ist schon immer mein "Fehler" gewesen, aber anders kann ich nicht. Möglicherweise bin ich zu behütet aufgewachsen und habe bis zu meiner Ehe auch niemals wirlich schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Ausserdem brauche ich das Schreiben für meine Verarbeitung der Situation. Ich schreibe aber ohnehin nur was den Parteien bereits bekannt ist und mit meiner persönlichen Meinung halte ich nie hinter dem Berg.
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Anwälte bieten die schönsten Schaukämpfe. Im Hintergrund ist womöglich
alles längst abgekartet....

----
Ich kann das zwar nicht ausschließen, aber ich glaube es nicht. Ich habe meinen Anwalt jetzt vier Jahre, er hat seine Kanzlei mehr als 60 km vom Geschehen. Meine Exe hat bereits die dritten Anwälte und die vorherigen haben sich an verschiedenen Stellen sehr eindeutig über sie geäussert. Selbst wenn, ich könnte nicht viel ändern. Wenn ich in meiner besch.... Lage auch noch an der Loyalität meines Anwaltes zweifeln müsste ....
----

Vieles in der Richtung lag mir auf der Zunge..... aber ich denke, das
muss er mit sich selbst abmachen. Er sitzt in der ersten Reihe, scheint
durchaus intelligent

----
danke !
----
und sollte seine Situation besser einschätzen können, als jeder von uns...........
----
Aber trotz der "Intelligenz" fühle ich mich hilflos und ausgeliefert und spüre, wie alles an den Kräften zehrt. Vielleicht ist das Positionieren meines Tagesbuches eine Mischung aus "Hilfeschrei" und "gesundem Narzißmus", der mir hilft zu überleben.

In diesem Sinne
LG UP

Tagebuch einer Scheidung

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

XRay, Thursday, 08.01.2004, 00:54 (vor 8065 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 21:01:06:

.........>Aber trotz der "Intelligenz" fühle ich mich hilflos und ausgeliefert und spüre, wie alles an den Kräften zehrt. Vielleicht ist das Positionieren meines Tagesbuches eine Mischung aus "Hilfeschrei" und "gesundem Narzißmus", der mir hilft zu überleben.
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Ja, mir ging es ähnlich.
Ich hatte zwar keine Tagebücher geschrieben, sondern einfach nur meine
Gedanken notiert und sortiert. Mehrere Verfahren liefen, fast täglich neue Anwaltsbriefe. Diskussionen mit dem Jugendamt, ein familienpsychologische Gutachten, Gegengutachten, finanzielle Engpässe, es brannte an allen Ecken und Enden... Wochen, Monate, Jahre...
Hilflosigkeit, ja.
Ständig kreisten die Gedanken um tausend Dinge und die liesen mich erst los, als ich sie zu Papier (genauer zu Datei) gebracht hatte und einigermassen eine Vorstellung entwickeln konnte, wie die Zukunft aussehen könnte.
Ja, ich denke dass es durchaus nützlich ist, immer wieder seine Gedanken aufzuschreiben und sei es nur, um den Kopf etwas frei zu bekommen, vielleicht neue Persepektiven zu finden....
Für mich war es genug es zu schreiben, niemand sollte das lesen..
Aber auch für mich war es - im wahrsten Sinne - überlebenswichtig.......

Trolle eben

MeckMax, Wednesday, 07.01.2004, 20:39 (vor 8065 Tagen) @ Nur mal schnell

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Nur mal schnell am 07. Januar 2004 16:01:17:

Manche lernen es nie.<<

Tja, was will man machen.

Vielleicht ist dieser Troll ja uns Hani persönlich.
Hat er oder besser Es mal wieder kein femanzenforum zur Hand, um sich austoben
zu können, kommt es her und trollt sich so rum.
Die Brille ist ihm auf der Nase verschraubt, damit der femiblick erhalten bleibt.
Trolle kommen und gehen. Das gibt es halt immer mal, wenn sowas Langeweile hat.
Das beste Mittel heißt: IGNORIEREN

Bis denne
MeckMax

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Joachim, Wednesday, 07.01.2004, 20:19 (vor 8065 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 12:36:46:

ich an deiner stelle würde bis vor dem eugh für menschenrechte ziehen, denn dort wurde deutschland schon mehrmals verurteilt!
ich selbst bin zwar kein vater, aber das was ich im internet oftmals lese wie mit väter und kinder umgegangen wird und mütter praktisch ein müttermonopol in deutschland besitzen, so ist mir das heiraten und ein kinderwunsch im männerfeindlichen deutschland gründlich vergangen, da fast ausschliesslich nur frauen sämtliche rechte (geld, kind und macht) in die tasche stecken und dagegen die männer ausgebeutet, versklavt, entrechtet und ruiniert werden!

meint joachim

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Odin, Thursday, 08.01.2004, 00:51 (vor 8065 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 12:36:46:

Hallo UP,
ich hab Deine Seite schon vor ein paar Monaten gelesen und - glaub ich - auch hier vorgestellt.
Steckt Du immer noch in demselben Schlamassel?

Ohne jetzt alles nochmal durchzulesen, aber Deine Ex scheint ja wohl psychisch krank zu sein. Von daher wird sie Dich wohl ein Leben lang auf Trab halten. Früher nannte man sowas wohl "besessen". Dumm ist, daß der Staat da auch noch mithilft. Normalerweise müßte ihr gesagt werden: Schon gut, Du kannst nix dafür, weil Du krank bist und vielleicht können dir auch Ärzte helfen - aber andere gefährdest Du NICHT! Mit ihrem Gebahren kann sie Dir und den Kindern aber leider ganz schön zusetzen.

Wichtig wäre für Dich eine Männer/Vätergruppe, wo Du wenigstens einmal in der Woche einen Rahmen hast, wo Du Dich auskotzen kannst. Kümmere Dich DRINGEND darum. Auch eine Webseite kann eine gute Methode sein, sein Unglück zu verarbeiten, aber eine Gruppe bringt mehr.
In welcher Gegend wohnst Du denn?
Hast Du Kontakt zum VafK?

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

UP, Thursday, 08.01.2004, 12:33 (vor 8064 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Odin am 07. Januar 2004 22:51:13:

Steckt Du immer noch in demselben Schlamassel?

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es wird eher schlimmer als besser, weil die Exe jetzt einen Anwalt gefunden hat (woher auch immer), der bereit ist, ihre Forderungen rücksichtslos durchzusetzen. Wenn ich das richtig verstanden habe sogar umsonst! Ich fasse eben bei allem richtig in die Sch...
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Ohne jetzt alles nochmal durchzulesen, aber Deine Ex scheint ja wohl psychisch krank zu sein. Von daher wird sie Dich wohl ein Leben lang auf Trab halten.

----
hoffentlich nicht!
----
Früher nannte man sowas wohl "besessen". Dumm ist, daß der Staat da auch noch mithilft. Normalerweise müßte ihr gesagt werden: Schon gut, Du kannst nix dafür, weil Du krank bist und vielleicht können dir auch Ärzte helfen - aber andere gefährdest Du NICHT! Mit ihrem Gebahren kann sie Dir und den Kindern aber leider ganz schön zusetzen.
----
so war es immer! In eine 2 Jahre währenden Therapie zählte nur ihre Person aber nie das soziale Umfeld, dass sie bereit war zu zerstören. Dieses sollte stets Verständnis zeigen.
----

Wichtig wäre für Dich eine Männer/Vätergruppe, wo Du wenigstens einmal in der Woche einen Rahmen hast, wo Du Dich auskotzen kannst. Kümmere Dich DRINGEND darum. Auch eine Webseite kann eine gute Methode sein, sein Unglück zu verarbeiten, aber eine Gruppe bringt mehr.
In welcher Gegend wohnst Du denn?
Hast Du Kontakt zum VafK?

----
Ich bin seit 4 Jahren im VAFK. Leider beschäftigt dieser sich im wesentlichen mit sich selber, die Möglichkeiten individuelle Probleme zu erörtern sind sehr begrenzt. Auch ein Freundeskreis hat natürlich wenig Verständnis dafür wenn jemand über Jahre immer wieder das selbe Problem hat und auf das selbe Problem gibt es nicht ständig neue Antworten.

Ich wohne im südlichen Westfalen.

Weshalb ich es aber hier noch mal in dieses Forum gestellt habe ist, dass ich nicht gleuben kann, dass es geschlechtermäßig andersherum möglich wäre. Ich glaube nicht, dass es ein Gericht einem psychisch gestörten Mann gestatten würde, seine Familie zu ruinieren, die Kinder durch die Hölle gehen zu lassen, dann in asozialen Umständen zu leben und aus dieser Situation heraus die alleinerziehende und voll berufstätige Mutter mit unsäglichen Prozessen und Unterhaltsforderungen in gigantischer Höhe zu überziehen.

LG UP

Tagebuch einer Scheidung

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? NEIN

XRay, Thursday, 08.01.2004, 13:44 (vor 8064 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 08. Januar 2004 10:33:24:

..>Weshalb ich es aber hier noch mal in dieses Forum gestellt habe ist, dass ich nicht gleuben kann, dass es geschlechtermäßig andersherum möglich wäre. Ich glaube nicht, dass es ein Gericht einem psychisch gestörten Mann gestatten würde, seine Familie zu ruinieren, die Kinder durch die Hölle gehen zu lassen, dann in asozialen Umständen zu leben und aus dieser Situation heraus die alleinerziehende und voll berufstätige Mutter mit unsäglichen Prozessen und Unterhaltsforderungen in gigantischer Höhe zu überziehen.
-------
Nach meinen Erfahrungen ist es so, daß Frauen gerade in Familienrechts-
angelegenheiten (nicht nur da) eine bevorzugte Stellung erhalten.
Hier gilt Mutterrecht.
Ein natürliches Vaterrecht existiert deshalb auch garnicht. Unehelich geborene Kinder haben zwar vielleicht einen Zahlvater, aber der hat
zunächst einmal garnichts zu melden. Nur wenn die Mutter gnädig ist, dann
vieleicht.....
Und weil Frauen ja "erfahrungsgemäß" schwächer sind, werden sie auch
nicht so hart ran genommen, wenn es darum ginge, dass sie ausnahmsweise
zu Unterhalt verpflichtet wären.
Es scheint mitunter eine Art von Narrenfreiheit für Frauen zu geben, ja.

Deine Frage "Ist der Mann gleichberechtigt?" erübrigt sich im Grunde in
diesem Forum, denn wenn dem so wäre brauchte es dieses Forum kaum.
Die Antwort lautet also definitiv NEIN.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Odin, Thursday, 08.01.2004, 21:41 (vor 8064 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 08. Januar 2004 10:33:24:

Ich bin seit 4 Jahren im VAFK. Leider beschäftigt dieser sich im wesentlichen mit sich selber, die Möglichkeiten individuelle Probleme zu erörtern sind sehr begrenzt. Auch ein Freundeskreis hat natürlich wenig Verständnis dafür wenn jemand über Jahre immer wieder das selbe Problem hat und auf das selbe Problem gibt es nicht ständig neue Antworten.

Ein privater Freundeskreis kann hier wirklich nur begrenzt helfen. Wichtig wäre eine Männergruppe mit diesem speziellen Thema, evtl. eine Ortsgruppe vom VafK.
Wenn sowas gar nicht in der Nähe ist, geh mal zum Arzt, ob vielleicht eine Gesprächstherapie drin ist. Ich denke, die brauchst Du einfach, um mit irgendjemandem über diese Dinge reden zu können. Wie gesagt, eine Webseite hilft da auch, ist aber damit natürlich nicht zu vergleichen.
Dir muß es irgendwie gelingen, selber zur Ruhe zu kommen, wenn schon um dich rum das Chaos ist. Von dieser Ruhe profitieren dann auch deine Kinder.
Als "kleiner" Anfang schau mal bei dir in der Nähe ins Bildungswerk oder zur VHS, ob es dort Männergruppen zu diesem Thema gibt.

Weshalb ich es aber hier noch mal in dieses Forum gestellt habe ist, dass ich nicht gleuben kann, dass es geschlechtermäßig andersherum möglich wäre. Ich glaube nicht, dass es ein Gericht einem psychisch gestörten Mann gestatten würde, seine Familie zu ruinieren, die Kinder durch die Hölle gehen zu lassen, dann in asozialen Umständen zu leben und aus dieser Situation heraus die alleinerziehende und voll berufstätige Mutter mit unsäglichen Prozessen und Unterhaltsforderungen in gigantischer Höhe zu überziehen.

Schon mal überlegt, ob Du damit mal an die Presse gehen willst? Oder Fernsehen? Solange Du niemanden angreifst, dürfte es nicht schaden.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Andreas, Thursday, 08.01.2004, 22:50 (vor 8064 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Odin am 08. Januar 2004 19:41:15:

Wenn sowas gar nicht in der Nähe ist, geh mal zum Arzt, ob vielleicht eine Gesprächstherapie drin ist. Ich denke, die brauchst Du einfach, um mit irgendjemandem über diese Dinge reden zu können. Wie gesagt, eine Webseite hilft da auch, ist aber damit natürlich nicht zu vergleichen.
Dir muß es irgendwie gelingen, selber zur Ruhe zu kommen, wenn schon um dich rum das Chaos ist. Von dieser Ruhe profitieren dann auch deine Kinder.
Als "kleiner" Anfang schau mal bei dir in der Nähe ins Bildungswerk oder zur VHS, ob es dort Männergruppen zu diesem Thema gibt.

Ich schließe mich der Meinung von Odin an. Das persönliche Gespräch mit Männern, die vergleichbare Erfahrungen gemacht haben, ist sicher sehr wichtig. Ich möchte zu Odins Ausführung noch etwas ergänzen: wenn es in Deiner Umgebung keine Männergruppe geben sollte, dann bilde doch einfach selbst eine. Ich bin mir sicher, daß es in Deiner Stadt noch andere Männer gibt, die ebenfalls Gesprächspartner suchen, um ihrem Frust endlich mal etwas Luft zu machen. Gemeinsam könnt ihr eher zu konstruktiven Lösungen finden, weil jeder seine eigenen Ideen, sein Wissen und seine Erfahrungen mit einbringen kann und auf diese Weise mußt Du nicht immer alleine vor Dich hingrübeln.

beste Grüße
Andreas

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Günter, Friday, 09.01.2004, 00:05 (vor 8064 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Odin am 07. Januar 2004 22:51:13:

Hallo UP,

Hast Du Kontakt zum VafK?

Was bringt der Vafk?

Günter

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Odin, Friday, 09.01.2004, 00:22 (vor 8064 Tagen) @ Günter

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Günter am 08. Januar 2004 22:05:50:

Hallo UP,
Hast Du Kontakt zum VafK?

Was bringt der Vafk?

Er ist die einzige bundesweite Vätervereinigung und hat auch Ortsgruppen. Dort kann man sich mit gleichgesinnten Treffen, Erfahrungen austauschen oder findet einfach schneller jemanden, der dieselben Probleme hat/hatte und dem man erzählen kann.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Günter, Friday, 09.01.2004, 01:20 (vor 8064 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Odin am 08. Januar 2004 22:22:42:

Hallo UP,
Hast Du Kontakt zum VafK?

Was bringt der Vafk?

Er ist die einzige bundesweite Vätervereinigung und hat auch Ortsgruppen. Dort kann man sich mit gleichgesinnten Treffen, Erfahrungen austauschen oder findet einfach schneller jemanden, der dieselben Probleme hat/hatte und dem man erzählen kann.

Ich kenne den VafK und habe selbst eine OG geleitet und viel für den VafK getan, bin aber froh, dass ich ihm den Rücken gekehrt habe.

Günter

Re: Warum?

, Tuesday, 13.01.2004, 00:26 (vor 8060 Tagen) @ Günter

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Günter am 08. Januar 2004 23:20:03:

Ich kenne den VafK und habe selbst eine OG geleitet und viel für den VafK getan, bin aber froh, dass ich ihm den Rücken gekehrt habe.

Warum denn?

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Der Dirk, Thursday, 08.01.2004, 14:23 (vor 8064 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 12:36:46:

Hallo UP,

hast du schon mal daran gedacht, dich an die Medien zu wenden? Dir also quasi öffentlichen Druck als Hilfe zu holen? Wir leben nun einmal in einer Zeit, in der nur das "wahr ist, was im Fernsehen kommt". Und da wir alle dazu neigen, die Medien als Wahrheitsfilter zu akzeptieren, könnte es durchaus auch Einfluß auf die Entscheidungen von Ämtern und Gerichten haben.

Gruß und viel Kraft
Dirk

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

UP, Thursday, 08.01.2004, 15:15 (vor 8064 Tagen) @ Der Dirk

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Der Dirk am 08. Januar 2004 12:23:07:

Lieber Dirk,

ich habe oft darüber nachgedacht und tue dies noch immer. Ich denke, der Umstand, dass ich mein Tagebuch vor ca. 2 Jahren ins Netz gestellt habe, war ja schon ein Schritt in diese Richtung. Ich hatte vor ca. 1/2 Jahr auch schon ein Angebot von SAT1.
Nun ist es leider so, dass diesen Talk Shows der Ruch des Schmuddeligen anhängt. Ich selbt arbeite in einem größeren Betrieb und habe hier eine Form der Dienstleistung etabliert, die ich in ganz Deutschland anbiete. Ich bin also in einschlägigen Kreisen nicht unbekannt. Dies ist sicher auch (mit) ein Grund, warum mein Chef mich in so beispielloser Weise unterstützt. Ein solcher privater Hintergrund bei meiner Tätigkeit würde, wenn er bekannt würde - noch dazu in einer Talk Show - sich sicher negativ auf meine berufliche Situation auswirken. Es müsste somit ganz allgemein öffentlich werden und die Betroffenen müssten sich dabei angesprochen fühlen. Sicher kein leichtes Unterfangen. Dann könnte dieser Schuß natürlich auch nach hinten losgehen, denn von anderen Vätern habe ich schon gehört, dass die Rechtsindustrie es nicht gerne sieht, wenn man über sie mosert.

Gruß UP

Tagebuch einer Scheidung

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Der Dirk, Thursday, 08.01.2004, 17:02 (vor 8064 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 08. Januar 2004 13:15:49:

Nun ist es leider so, dass diesen Talk Shows der Ruch des Schmuddeligen anhängt.

Stimmt schon, aber ich dachte da weniger an den Talkshowstrich als mehr an (Boulevard)magazine, die für menschliche Schicksale eigentlich immer zu haben sind. Auch Printmedien bieten sich an. Je seriöser, desto besser, das ist klar.

Dann könnte dieser Schuß natürlich auch nach hinten losgehen, denn von anderen Vätern habe ich schon gehört, dass die Rechtsindustrie es nicht gerne sieht, wenn man über sie mosert.

Es käme halt auf die Art der Darstellung an; ein Frontalangriff auf die Justiz wäre sicherlich ein klassisches Eigentor. Das ließe sich aber im Vorfeld mit den Redakteuren abklären. Und vielleicht hast du Glück, deine Ex wird in einem kranken Moment erwischt, läßt sich zu einer Äußerung vor laufender Kamera hinreißen und redet sich um Kopf und Kragen. Schlechter als jetzt kann es doch nicht mehr laufen.

Gruß und Kraft (und Mut)
Dirk

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Bijou, Saturday, 10.01.2004, 20:25 (vor 8062 Tagen) @ Der Dirk

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Der Dirk am 08. Januar 2004 15:02:56:

Hallo Dirk!

Es käme halt auf die Art der Darstellung an; ein Frontalangriff auf die Justiz wäre sicherlich ein klassisches Eigentor. Das ließe sich aber im Vorfeld mit den Redakteuren abklären.

Ich würd mich aber nicht drauf verlassen, was die Redakteure und Redakteusen einem dann so versprechen. Wenn denen die Story nicht reisserisch genug ist, wird auch schnell mal was gegen den Willen des Betroffenen gemacht. Ich kenne einen Fall, in dem der Betroffene seine Stelle an der Uni verloren hat, inclusive seines Doktor-Vaters. Ok, war ein anderer Hintergrund, aber auf Reporter usw. kann man sich einfach nicht verlassen.

Bijou

P.S. Leider kann ich den Link nicht mehr finden, es kann sein, dass die Geschichte aus dem Netz genommen worden ist. Sollte jemand interessiert sein, einfach nach Doktorvater und BDSM googeln, dann könnte was bei rumkommen, bei lustschmerz.de findet sich auf jeden Fall ein Hinweis drauf.

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Rüdiger, Wednesday, 14.01.2004, 00:04 (vor 8059 Tagen) @ Bijou

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Bijou am 10. Januar 2004 18:25:10:

Bijou
P.S. Leider kann ich den Link nicht mehr finden, es kann sein, dass die Geschichte aus dem Netz genommen worden ist. Sollte jemand interessiert sein, einfach nach Doktorvater und BDSM googeln, dann könnte was bei rumkommen, bei lustschmerz.de findet sich auf jeden Fall ein Hinweis drauf.

Es war eine (von mir verfaßte) SWL-Meldung über den früheren Leiter der Website www.domantik.de - aber die ganze Chose hat sich später wieder eingerenkt, der Doktor wurde doch noch gemacht :-)

Gruß, Rüdiger

Re: Ist der Mann gleichberechtigt ?

Günter, Thursday, 08.01.2004, 23:59 (vor 8064 Tagen) @ Der Dirk

Als Antwort auf: Re: Ist der Mann gleichberechtigt ? von Der Dirk am 08. Januar 2004 12:23:07:

Hallo UP,
hast du schon mal daran gedacht, dich an die Medien zu wenden?

Davon kann ich nur abraten, denn die Rechtsindustrie sieht so etwas nicht gerne. Die können es ja noch nicht einmal leiden, wenn man denen einmal wiederspricht. Ich führe auch seit fast vier Jahren ein Rosenkrieg um meinen Sohn und habe festgestellt, wenn man einer Person die irgendwie mit Recht zu tun hat immer sauer reagiert. Sogar die eigenen Anwälte regaieren meistens ungehalten wenn man diese einmal auf einen Fehler hinweist.

Ich habe viel mit den Medien = Tageszeitung zusammen gearbeitet, sei es privat oder über eine Vätervereinigung und ich habe immer wieder festgestellt bevor die sich öffentlich aus dem Fenster lehnen erkundigen die sich bei den Angeschuldigten und schreiben dann nach deren Pfeife.

Ich habe vor einem 1,5 Jahren die bekannte Zeitung "Stern" mit meiner Sache zugeworfen und die haben mir geantwortet: Sie wüssten um die Problematik, hätten aber z.Zt. kein Interesse sich darin zu vertiefen, würden es archivieren und kämen zu gegebener Zeit darauf zurück. Nur die Zeit wird nie kommen, wie nachlogend zu lesen: Fast genau vier Wochen später ging es einer Frau so wie mir und was meint Ihr? Es stand ein 6-seitiger Bericht im Stern was doch diese Frau leiden muss und es doch nicht tragbar ist, dass ein Vater den Umgang mit den Kindern blockiert.

Wo bleibt da die Gleichbereichtigung? Sogar unsere Medien kneifen.

Den Fall von Uli kenne ich zufällig schon aus anderen Foren und kann nur jedem raten das Tagebuch zu lesen, vor allem sollte mal unsere Bundesregierung das lesen und dann handeln. Das werden die allerdings nicht machen, denn dann müssten sie ja Frauen angreifen.

Wo ist hier Gleichberechtigung?

Es ist ja richtig, dass Frauen vor etlichen Jahren in verschieden Männerdomainen um Gleichberechtigung gekämpft haben, aber Familieangelegenheiten sollten von vorneherein unter dem Gleichberechtigungsprinzip fallen, denn Kinder haben zwei Elternteile und die bleiben es auch.

Eine Frau kann ihren Mann, oder ein Mann kann seine Frau austauschen, aber ein Kind kann seine Elternteile nicht austauschen den die werden immer Mutter und Vater bleiben.

Wie Gerichte handeln habe ich selbst erlebt und unterhalte auch dazu eine Website unter www.das-ist-wahr.de und das ist alles wahr. Eine zweite Geschichte steht unter www.das-ist-wahr.gmxhome.de und ist auch wahr.

Beide Seiten werde ich nur noch erweitern mit den Geschichten bis ich meinen Sohn am 23.11.2003 aufgegeben habe. Neues kann kaum noch kommen, warum ist auch den Seiten zu lesen.

Ich warte unter anderem seit dem 10.10.2003 auf einen Gerichtsbeschluss in der Kindschaftssache! Tolle Wurst! Oder?

Auch in meinem Fall träume ich Tag und Nacht von Gleichberichtigung gegenüber meinem Sohn. Aber es wird wohl nur ein Traum bleiben.

Dem Uli wünsche ich weiterhin viel Kraft
Günter

Das ist alles wirklich wahr.

Wie kann man sich als Mann emanzipieren?

Sven, Sunday, 11.01.2004, 13:26 (vor 8061 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 12:36:46:

"Wie kann man sich als Mann emanzipieren?"

Hi,

offensichtlich ist deine Frau schon lange schwer psychich krank.

Fragen, die sich für mich daraus ergeben:

Wieso bist du trotz dieser für alle Beteiligten so unerträglichen Situation so lange bei ihr geblieben ?

Wieso fühlst du dich so sehr von Ihr abhängig ?

Wie lange willst du noch in diesem Abhängigkeitsgefühl verweilen ?

...

LG,
Sven

Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren?

UP, Sunday, 11.01.2004, 21:56 (vor 8061 Tagen) @ Sven

Als Antwort auf: Wie kann man sich als Mann emanzipieren? von Sven am 11. Januar 2004 11:26:58:

Lieber Sven,

danke für Deine Zeilen.

"Wie kann man sich als Mann emanzipieren?"
Hi,
offensichtlich ist deine Frau schon lange schwer psychich krank.

----
ich denke mindestens seit sie ca. 15 Jahre alt war.
----

Fragen, die sich für mich daraus ergeben:
Wieso bist du trotz dieser für alle Beteiligten so unerträglichen Situation so lange bei ihr geblieben ?

----
weil ich an meinen Kindern gehangen habe. Ich habe mir Kinder gewünscht, seit ich in diesen Kategorien denken kann. Diese verlassen zu müssen und bei einer "Verrückten" zu lassen schien mir unvorstellbar. Dazu kam natürlich noch die Angst vor den hohen Schulden wg. Haus, etc..
----

Wieso fühlst du dich so sehr von Ihr abhängig ?

----
Vermutlich spürte ich, dass mir das gleiche blühen würde wie ihrem Ex-Mann. Es ist komisch, ich habe noch heute, wenn ich dieser Frau bei Gericht begnen muss Angst vor ihr! Ich habe schon Angst davor, mit ihr alleine den Warteraum zu teilen. Und ich bin wahrlich kein Weichei !
----

Wie lange willst du noch in diesem Abhängigkeitsgefühl verweilen ?

----
Ich möchte garnicht mehr darin verweilen. Ich möchte nur noch meine Ruhe vor dieser Frau haben! Ich möchte leben, mit meiner Familie, meinen Beruf ausüben, etc.. Aber man läßt mich nicht und was sollte ich jetzt tun? Ich habe sogar noch gegen einen gestörten Anwalt anzukämpfen!

...
LG,
Sven

Liebe Grüße Uli

Tagebuch einer Scheidung

Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren?

Odin, Sunday, 11.01.2004, 22:58 (vor 8061 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren? von UP am 11. Januar 2004 19:56:48:

----
Vermutlich spürte ich, dass mir das gleiche blühen würde wie ihrem Ex-Mann. Es ist komisch, ich habe noch heute, wenn ich dieser Frau bei Gericht begnen muss Angst vor ihr! Ich habe schon Angst davor, mit ihr alleine den Warteraum zu teilen. Und ich bin wahrlich kein Weichei !
----

Familienterroristen nannte Erin Pizzey diese Frauen:

Gewalt von Frauen
von Erin Pizzey
Leicht gekürzt und aus dem Englischen übersetzt von Christoph Badertscher

Wie viele, die auf dem Gebiet der Gewalt in Beziehungen arbeiten, habe ich täglich mit Frauen aus schwierigen familiären Verhältnissen zu tun. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass manche Frauen, die in Beziehungen leben, in denen seelische Grausamkeit und/oder physische Gewalt vorkommen, selbst Probleme verursachen, die ein akzeptables Mass überschreiten. Ich spreche von Frauen, die von Gefühlen wie Rachsucht und Feindseligkeit getrieben werden und die in Bezug auf sich selbst oder ihre Familie ein destruktives Verhalten an den Tag legen und damit eine schon desolate Familiensituation weiter verschlimmern. Für diese Frauen habe ich die Bezeichnung 'Familienterroristinnen' gewählt. Zwar sind Männer nach meiner Erfahrung ebenso in der Lage, sich als Familienterroristen zu gebärden, doch neigen sie eher zu physischen Gewaltausbrüchen. Gewalt von Männern ist in zahllosen internationalen Studien untersucht worden, während es kaum Arbeiten gibt zur Frage, weshalb und in welcher Weise Frauen Gewalt anwenden. Im Gegenteil scheint ein Schleier des Schweigens darüber gebreitet zu sein. Deshalb, und weil der gegen die eigene Familie gerichtete 'Terrorismus' eine in erster Linie von Frauen angewandte Taktik ist, werde ich mich in dieser Untersuchung auf Frauen beschränken.

Das Gewaltpotential einer Familienterroristin kann während Jahren verborgen bleiben und erst unter ganz bestimmten Bedingungen sichtbar werden. In vielen Fällen ist es die tatsächliche oder drohende Auflösung der Familie, welche das zerstörerisches Potential der Familienterroristin manifest werden lässt. Das heisst jedoch nicht, dass sie vor der Auflösung der Familie eine passive Rolle spielt. Vielmehr ist sie es, deren Gefühlsstimmungen das Familienleben beherrschen, deren Launen das Klima im gemeinsamen Haushalt bestimmen. In dieser Phase könnte sie als 'Familientyrannin' bezeichnet werden, da sie Kontrolle und Macht über die Gefühle der andern Familienmitglieder ausübt. Zwar liesse sich das Familienleben in solchen Fällen insgesamt als unglücklich, gestört, gewalttätig oder gar inzestuös bezeichnen. Tatsächlich ist es aber in erster Linie die Familienterroristin oder Familientyrannin, welche die Konflikte auslöst. Sie setzt ruhigen Augenblicken im Familienleben mit theatralischen Ausbrüchen ein Ende und bringt andere Familienmitglieder aus dem Gleichgewicht. Sie manipuliert sie auf subtile und unsichtbare Weise, indem sie in ihnen Schuldgefühle entstehen lässt, indem sie im richtigen Moment eine spöttische Bemerkung anbringt oder indem sie sie auf kaum wahrnehmbare Weise provoziert. Die im Stillen manipulierende Terroristin läuft am wenigsten Gefahr, als solche erkannt zu werden. Sie sorgt ständig für Unruhe und Aufruhr, womit sie bei den anderen Familienmitgliedern nicht selten Ausbrüche provoziert oder sie sogar in den Alkoholismus, in die Drogensucht, ja in den Selbstmord treibt. In der Folge entsteht der Eindruck, die anderen Familienmitglieder seien das eigentliche 'Problem', während die heimliche Terroristin als die Unschuldige dasteht, die sich mit Engelsgeduld alles gefallen lässt.

Solange die Familie zusammen bleibt, hält die Terroristin ihre Macht aufrecht, so unglücklich das Familienleben auch sein mag. Es ist deshalb häufig die Auflösung der Familie, die der Terroristin ihren Wirkungsbereich zu entziehen und damit ihre Macht zu zerstören droht. Wenn die Familie auseinanderbricht, fühlt sich die Terroristin am stärksten bedroht und am meisten auf sich allein gestellt, so dass zu diesem Zeitpunkt oft die grösste Gefahr von ihr ausgeht. In dieser Situation, in der die Terroristin ganz von Angst beherrscht wird, setzt sie sich ein bestimmtes Ziel: zum Beispiel die Familie wieder zu vereinen, sicherzustellen, dass die Kinder unter ihrer alleinigen Obhut bleiben, oder den Gatten oder Exgatten zu zerstören, und zwar körperlich, emotional und finanziell. Als Adolf Hitler einsah, dass der Krieg gegen die Alliierten unter keinen Umständen zu gewinnen war, befahl er den verbliebenen Truppen, Berlin zu zerstören; da er nicht länger herrschen konnte, sollte sein Reich mit ihm untergehen. Ganz ähnlich kann es der Familienterroristin gehen, die die Herrschaft über ihre Familie verloren hat oder zu verlieren droht, und die es sich in der Folge in den Kopf setzt, andere Familienmitglieder in den Ruin zu treiben, ja in extremen Fällen sogar in den Tod.

Ähnlich wie die politische Terroristin wird also auch die Familienterroristin vom festen Willen angetrieben, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Um eine Familienterroristin 'entwaffnen' zu können, muss man als Arzt oder Ärztin deshalb zuallererst ihr Ziel erkennen und verstehen. Den negativen Gefühlen der Terroristin liegt in aller Regel ein im weitesten Sinn 'berechtigter' Groll zugrunde. Berechtigt in dem Sinn, dass er auf ein tatsächlich erlittenes Unrechts oder eine tatsächlich erlittene Verletzung zurückzuführen ist; oder in dem Sinn, dass er zwar nur in der Vorstellung der Terroristin existiert, dort aber seinen festen Platz hat. Dieser Groll ist die treibende Kraft der Terroristin, auf ihn sind die Impulse zu ihren Handlungen zurückzuführen. Zu den deutlichsten Kennzeichen der emotionalen Terroristin gehört nun, dass diese Impulse einen zwanghaften Charakter annehmen. Doch woher kommt diese Zwanghaftigkeit, woher kommt dieser unwiderstehliche Drang? In vielen Fällen hat der Groll, den die Terroristin gegen ihren Ehemann zu verspüren glaubt, mit dem Ehemannes selbst wenig zu tun. Die Terroristin mag sich nur der (angeblichen) Kränkung durch ihren Ehemann bewusst sein, doch ist der durch diese Kränkung hervorgerufene Schmerz in Wirklichkeit auf eine schmerzhafte Erfahrung in der Kindheit zurückzuführen.

Im Rahmen dieser Untersuchung kann ich nicht näher auf die Frage eingehen, was für Kindheitserlebnisse der Entwicklung zur Familienterroristin Vorschub leisten. Festhalten lässt sich jedoch, dass sich die Kindheit der Familienterroristin, wenn sie im richtigen Licht gesehen wird, in jedem Fall als eine (im emotionalen und oder im physischen Sinne) gewalttätige verstehen lässt. Festhalten lässt sich ebenfalls, dass die Terroristin in jedem Fall eine zur Gewalt neigende Frau ist. Unter einer zur Gewalt neigenden Frau verstehe ich hier eine Frau, die darüber klagt, dass sie das unschuldige Opfer von Gemeinheiten und Aggressionen von Seiten ihrer Angehörigen und Bekannten sei, in Wirklichkeit aber das Opfer ihrer eigenen Gewalt und Aggression ist. Denn eine gewalttätige und schmerzhafte Kindheit führt in der Regel dazu, dass das Kind von diesem Schmerz und dieser Gewalt auf allen Ebenen abhängig wird: auf der emotionalen, der intellektuellen, der physischen und der neurochemischen. Diese Abhängigkeit zwingt den erwachsenen Menschen später dazu, Lebenslagen zu schaffen und Beziehungen aufzubauen, die weitere Gewalt, weiteres Leid und weiteren Schmerz mit sich bringen. Was die Terroristin antreibt, ist also in erster Linie ein aus der Kindheit stammender Schmerz, und nur in zweiter Linie die gegenwärtige Familiensituation. Damit hat die Motivation der Terroristin einen krankhaften Zug: Sie beruht nicht sosehr auf Realität, als vielmehr auf einer Verzerrung von Realität.

Da die emotionale Terroristin also zur Gewalt neigt, ja von Gewalt abhängig ist, müssen auch ihre Handlungen als die einer Abhängigen verstanden werden. Solange die Familie zusammenhält, hat die Terroristin die Möglichkeit, ihre krankhaften Bedürfnisse und ihre Sucht zu befriedigen. Löst sich die Familie jedoch auf, legt die Familienterroristin die ganze Verzweiflung, Entschlossenheit und Besessenheit an den Tag, mit der jede Süchtige auf Entzug reagiert. Diese Besessenheit und die extreme Unausgewogenheit ihrer Gefühle sind wohl die deutlichsten Signal, an denen die Familienterroristin zu erkennen ist. Der Grad dieser Besessenheit erlaubt es der behandelnden Ärztin auch am ehesten, abzuschätzen, wie weit die Terroristin in ihren Handlungen tatsächlich zu gehen bereit ist. Ein gewisses Mass an Schmerz und Verzweiflung kennt wohl jeder Mensch, der in zerrütteten Familienverhältnissen lebt oder dessen Beziehung auseinanderbricht; einem einigermassen ausgeglichenen Menschen ist jedoch in einem solchen Fall nicht nur der eigene Schmerz bewusst, sondern er kann bis zu einem gewissen Grad auch den Schmerz der anderen Familienmitglieder nachempfinden. Einigermassen ausgeglichene Eltern werden sich deshalb im Fall einer Scheidung intensiv um das Gefühlsleben ihrer Kinder kümmern, vielleicht sogar mehr als um das eigene. Ganz anders die Familienterroristin, in deren Augen es nur einen Menschen gibt, der Unrecht erleidet und Schmerzen aussteht: nämlich sie selbst. Die Terroristin hat kein Mitgefühl und kein Einfühlungsvermögen, sie fühlt nur den eigenen Schmerz. So gesehen ist ihre Leidensfähigkeit narzisstisch, solipsistisch und in der Tat pathologisch.

Zwar kann ich hier nicht im Detail auf die Kindheit der Terroristin eingehen, beziehungsweise auf die Faktoren, die der Entwicklung zur emotionalen Terroristin Vorschub leisten, doch macht die eingeschränkte oder fehlende Fähigkeit der Terroristin, die Gefühle anderer zu erkennen, zumindest eines deutlich: nämlich dass ihr Bewusstsein und ihre eigenen Gefühle in entscheidenden Phasen der Kindheit (aus einer Vielzahl von Gründen) verkümmerten und nicht über die Grenzen des eigenen Ich hinauswachsen konnten. Als Erwachsene baut die Terroristin deshalb eine Beziehung auf, die in gewisser Hinsicht gar keine wirkliche Beziehung ist, sondern vielmehr dazu dient, das Szenario der Kindheit nachzustellen. Solange diese Beziehung anhält, geht die solipsistische Terroristin nicht wirklich auf die Gefühle der anderen Familienmitglieder ein, sondern benutzt sie für ihre eigenen Zwecke, nämlich als Requisiten für die Umsetzung ihres 'Drehbuchs'. Wenn schliesslich die Auflösung der Beziehung oder der Familie bevorsteht, hat die Terroristin nur ihren eigenen Schmerz und ihren eigenen Zorn vor Augen. Da sie kein Mitgefühl für die anderen Familienmitglieder empfindet, verfolgt sie mit aller Entschlossenheit das Ziel, das sie sich gesetzt hat, zum Beispiel die Familie wieder zusammenzubringen, die Angehörigen zu ruinieren, oder Rache zu nehmen. Objektivität kennt die Terroristin somit kaum oder nicht; sie lebt in einer abgeschlossenen Welt, in der es nur den eigenen Schmerz und den eigenen Zorn gibt.

Da das Bewusstsein eines Menschen ebenso sehr auf der Wahrnehmung der Gefühle anderer wie auf der Wahrnehmung der eigenen Gefühle beruht, geht der emotionalen Terroristin die Einsicht in das eigene Verhalten fast vollständig ab. In dieser fehlenden Einsicht liegt ihr hauptsächliches Gefahrenpotential. Doch es gibt noch einen zweiten Faktor, der die Terroristin so gefährlich macht: Während sie mit krankhafter Besessenheit ihr Ziel verfolgt, wird sie von einem Gefühl der Allmacht beseelt. Tatsächlich bildet man sich nicht selten ausgerechnet dann ein, allmächtig zu sein, wenn man in Wahrheit völlig ohnmächtig ist, also etwa dann, wenn man keinerlei Einfluss mehr auf seine Familie hat, weil sich diese auflöst. Woher dieses Gefühl der Omnipotenz auch immer rührt: Die Terroristin ist überzeugt, dass nichts und niemand sie stoppen kann. Da ihr also weder von ihrem Bewusstsein noch von ihrem Mitgefühl Grenzen gesetzt werden, ist sie der Überzeugung, auf dem Weg zu ihrem Ziel sei kein Preis zu hoch, ob dieser Preis nun von ihr selbst oder von anderen Familienmitgliedern bezahlt werden muss.

Die Terroristin kennt also keine Schranken. Das bedeutet, dass sie auch in ihren Handlungen schrankenlos ist. Wild entschlossen, das von ihr gesetzte Ziel zu erreichen, schliesst sie auch drastische Massnahmen nicht aus: die Verfolgung ihres Ehemannes; Tätlichkeiten gegen den ExEhemann oder dessen neue Lebenspartnerin; Telephonanrufe bei den gemeinsamen Freunden und bei den Geschäftsfreunden des Ehemann, mit dem Zweck, seinen Ruf zu ruinieren; Anklagen gegen den Ehemann, die auf Falschaussagen beruhen, etwa wegen angeblicher sexueller Belästigung der Kinder oder wegen angeblicher Tätlichkeiten gegen diese; vorgetäuschte Selbstmordversuche, mit deren Hilfe der Ehemann manipuliert werden soll; Kidnapping der unter der Obhut des Ehemannes stehenden Kinder; Beschädigung seines Eigentums; oder, als eine Form der Rache, Mord am Ehemann und an den Kindern.

Nach meiner Erfahrung machen sich Männer und Frauen im selben Masse solchen Fehlverhaltens schuldig. Da sich Untersuchungen jedoch in erster Linie mit dem Fehlverhalten von Männern auseinandersetzen, wird oft übersehen, dass Frauen diese Art von Gewalt im selben Masse anwenden. Meine Definition eines 'Familienterroristen' oder eines 'emotionalen Terroristen' lässt sich also wie folgt zusammenfassen: Eine Person (im Falle dieser Untersuchung eine Frau), die in obsessiver Weise ein destruktives (und damit pathologisches) Ziel anstrebt, wobei sie Mitglieder ihrer eigenen Familie im Visier hat; es fehlt ihr auf krankhafte Weise jedes Gespür für die Gefühle der anderen Familienmitglieder, ihre Handlungen kennen keine Schranken, und ihr Antrieb ist pathologisch, das heisst er geht auf ungelöste Probleme einer schwierigen Kindheit zurück. Natürlich trifft diese Beschreibung in unterschiedlichem Grad auf nicht wenige Menschen zu. Tatsächlich können viele Menschen, die in einer unglücklichen Beziehung leben oder deren Beziehung sich aufgelöst hat, vorübergehend ein 'irrationales' Verhalten an den Tag legen. Die Terroristin unterscheidet sich jedoch deutlich von ihnen, indem sie beständig rachsüchtig und destruktiv ist; ruhige Momente und Augenblicke der Klarheit sind bei ihr die Ausnahme, ein vorübergehendes Nachlassen des Sturmes.

Wenn ich mit einer Klientin arbeite, die grosse Schwierigkeiten in ihrer Beziehung oder bei der Auflösung ihrer Beziehung hat, stelle ich mir deshalb eine ganze Reihe von Fragen, mit denen ich abzuschätzen versuche, inwieweit es sich um eine potentielle Familienterroristin handelt. "Wird sie sich weiterhin bemühen, den Partner finanziell zu ruinieren? Ist sie wirklich aufrichtig, wenn sie beteuert, sie werde ihren Partner umbringen oder umbringen lassen, sollte er je eine neue Beziehung eingehen? Sind ihre Selbstmorddrohungen ernst zu nehmen oder dienen sie nur der Manipulation anderer? Wird sie ihre Drohung wahr machen, die Kinder mit Hilfe des Gesetzes ganz an sich zu reissen, nur um dem Partner Schmerz zuzufügen? Wird sie die Kinder einer Gehirnwäsche unterziehen, so dass ihr ExPartner sich nicht mehr getraut, eine neue Beziehung einzugehen?" Ist die Antwort auf diese Fragen ja, handelt es sich also um einen Fall von Familienterrorismus, so kann die Arbeit zwei Bereiche umfassen: einerseits die praktischen Massnahmen zum Schutz der Familienangehörigen ('Überlebensstrategien'), anderseits die therapeutische Arbeit mit der Terroristin selbst.

Wenn die Familienmitglieder das zerstörerische Potential der Terroristin einschränken wollen, so müssen sie diese zuallererst einmal als solche erkennen. Als zweites müssen pragmatische Schritte unternommen werden, welche die von einem Gefühl der Allmacht angetriebene Terroristin in ihren Handlungen einschränken. Leider ist die rechtliche Situation, die in vielen Scheidungsvereinbarungen festgelegt wird, relativ offen. Wenn beide Parteien einigermassen ausgeglichene Persönlichkeiten sind, ist es zwar durchaus sinnvoll, die Scheidungsvereinbarung flexibel zu gestalten und Raum zu lassen für Veränderungen in Bezug auf finanzielle Verhältnisse, Betreuung der Kinder sowie Besuchsrecht. Wenn jedoch eine emotionale Terroristin mit im Spiel ist, dann bieten ihr das auf Konfrontation angelegte Scheidungsverfahren sowie eine relativ offene Scheidungsvereinbarung unendlich viele Möglichkeiten, die Gerichte, die Anwälte und die auf den Plan gerufenen Gutachter zu instrumentalisieren und als Waffen einzusetzen. In solchen Fällen setzen Gericht und Scheidungsverfahren der Terroristin keine Schranken, sondern erlauben ihr im Gegenteil, ihr schrankenloses Verhalten fortzusetzen. Wenn man es mit einer Terroristin zu tun hat, sollte deshalb das Verfahren kurz und das endgültige Urteil so eindeutig, endgültig und absolut wie möglich sein. Jede Ärztin und jeder Anwalt ist vertraut mit 'prozesssüchtigen' Klienten; doch erst wenn diese 'Prozesssucht' als eine Form von Terrorismus erkannt wird, kann eine rasche und präzise Scheidungsvereinbarung angestrebt werden. Um das Gefühl der Allmacht der Terroristin einzuschränken, gibt es verschiedene Mittel; der Leitgedanke sollte jedoch immer derselbe sein wie im Umgang mit politischem Terrorismus: "Mit Terroristen verhandeln wir nicht." Endlose Telephonate und Gespräche bestärken die Terroristin nur in ihrem Glauben, dass sie auf dem richtigen Weg sei; dasselbe gilt für Konfrontationen, Versuche, sich wieder zusammenzutun, Briefe, Besuche, friedfertige Gesten und Bemühungen, die Terroristin zu besänftigen. Einzig mit einer entschlossenen, resoluten Haltung kann man der Terroristin klarmachen, dass ihre Macht Grenzen hat.

Wenn eine Therapeutin eine Terroristin 'entwaffnen' will, indem sie direkt mir ihr zusammenarbeitet, so muss sie aufrichtig, ehrlich und sehr direkt sein können. Bei meiner eigenen Arbeit habe ich verschiedentlich die Erfahrung gemacht, dass man einer Terroristin durchaus ins Gesicht sagen kann: "Sie führen sich ja auf wie eine Terroristin." Es gibt Fälle, in denen eine Terroristin auf diese Weise ihre Situation zum erstenmal in einem klaren Licht sieht und dazu ermuntert werden kann, ihr Verhalten zu überdenken. In aller Regel ist jedoch eine äusserst gründliche therapeutische Arbeit nötig. Erst tiefgreifende und bleibende Veränderungen in der Verfassung der Klientin erlauben auch Veränderungen in ihrem Verhalten. Erst wenn die in der frühen Kindheit erlittenen Schmerzen bewusst gemacht und verarbeitet worden sind, kann die Familienterroristin die eigene Situation ungetrübt und unverfälscht erkennen.

Die Arbeit mit der Terroristin selbst, wie jede Form der therapeutischen Arbeit, kann nur dann zu einer Veränderung führen, wenn die Klientin eine solche Veränderung auch wünscht. Ihr Wille, gesund zu werden, ist der entscheidende Faktor. Wenn dieser Wille fehlt, kann keine Veränderung herbeigeführt werden. Will oder kann die Terroristin sich nicht ändern, bleibt der Therapeutin nur, den andern Familienmitgliedern dabei zu helfen, entschlossen vorzugehen, hartnäckig zu bleiben und, wo es möglich ist, Distanz zu wahren.

Erin Pizzey war die Gründerin des ersten modernen Frauenhauses. Sie stellte fest, dass von den ersten 100 Frauen, die bei ihr Zuflucht suchten, 62 mindestens so gewalttätig waren wie ihre Partner, vor denen sie zu fliehen versuchten und zu denen sie immer wieder zurückkehrten aufgrund ihrer Abhängigkeit von Schmerz und Gewalt. Im Laufe von zehn Jahren hat Erin Pizzey in ihrem Frauenhaus im englischen Chiswick mit 5000 Frauen und ihren Kindern zusammengearbeitet. Sie ist Autorin verschiedener Bücher zum Thema Gewalt in Beziehungen. Die Originalversionen ihrer Bücher sind erhältlich unter: http://www.amazon.com.

Erin Pizzey's Buch "Prone to Violence" ist in Englisch online verfügbar: http://www.bennett.com/ptv/

Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren?

UP, Monday, 12.01.2004, 16:32 (vor 8060 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren? von Odin am 11. Januar 2004 20:58:32:

Danke Odin für diesen tollen Buchauszug. Es war und ist wirklich so, wie es hier beschrieben wurde!
Aber wie kann man solchen Personen habhaft werden. Schon früher hatte ich nur sehr begrenzt Möglichkeiten sie einer Therapie zuzuführen. Heute habe ich jeglichen Einfluß auf sie verloren. Was fast noch schlimmer ist, sie agiert nicht mehr selber. Ich habe jetzt "nur noch" ihren völlig bekloppten und notorisch die Unwahrheit schreibenden Anwalt im Nacken.

LG UP

Tagebuch einer Scheidung

Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren?

Odin, Monday, 12.01.2004, 19:26 (vor 8060 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren? von UP am 12. Januar 2004 14:32:40:

Danke Odin für diesen tollen Buchauszug. Es war und ist wirklich so, wie es hier beschrieben wurde!
Aber wie kann man solchen Personen habhaft werden. Schon früher hatte ich nur sehr begrenzt Möglichkeiten sie einer Therapie zuzuführen. Heute habe ich jeglichen Einfluß auf sie verloren. Was fast noch schlimmer ist, sie agiert nicht mehr selber. Ich habe jetzt "nur noch" ihren völlig bekloppten und notorisch die Unwahrheit schreibenden Anwalt im Nacken.
LG UP

Na, da kannst Du jetzt sicher sein, daß zwei Dinge absolut zutreffen:

1) Der Anwalt wird mit "Naturalien" bezahlt und ist daher hochmotiviert
2) Der Anwalt ist in zwei, drei Jahren genauso fällig wie Du!

Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren?

UP, Monday, 12.01.2004, 22:30 (vor 8060 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Wie kann man sich als Mann emanzipieren? von Odin am 12. Januar 2004 17:26:36:

Hi Hi,

genau daran habe ich schon lange gedacht. Nur glaube ich dass es weniger als 3 Jahre werden.

LG UP

Tagebuch einer Scheidung

Wahnsinn

giffyd, Sunday, 11.01.2004, 17:13 (vor 8061 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Ist der Mann gleichberechtigt ? von UP am 07. Januar 2004 12:36:46:

Das erste was mir spontan einfällt, ist das Du deutlich überstürzt geheiratet hast. Wenn ihr erster Ehemann die Scheidung nicht so weit hinausgezögert hätte, dann hättet Ihr beide wohl schon wenige Monate nach dem ersten Kennenlernen geheiratet.

Drum eine wichtige Regel eines emanzipierten Mannes: Heirate nie überstürzt! Früher hieß es: Drüm prüfe wer sich ewig bindet, ob sich nicht was besseres findet.

Spätestens im Sommer 92 wäre für mich der Bogen bereits überspannt gewesen und ich hätte mich scheiden lassen. Grundlose Beschimpfungen dieser Art würde ich nie dulden.

Ich denke, das Du Deine Frau sehr geliebt haben mußt, denn anders kann ich mir Deine Leidensfähigkeit nicht erklären. Das dumme ist nur, wenn man als Mann eine Frau mehr liebt als sich selbst, dann kan man auch nicht emanzpiert (eher efrauzipiert) sein. Wenn Du mehr Selbstachtung gehabt hättest, dann hättest Du bereits im Sommer 92 die Sache beendet. Sorry, falls der letzte Satz etwas hart rüberkommt.

Grüße
giffyd

Re: Wahnsinn

UP, Sunday, 11.01.2004, 22:03 (vor 8061 Tagen) @ giffyd

Als Antwort auf: Wahnsinn von giffyd am 11. Januar 2004 15:13:29:

Du hast absolut recht. Nur habe ich das alles vor 13 Jahren nicht gewußt. Heute bin ich viel schlauer. Trotzdem habe ich jetzt meine Suppe auszulöffeln.

LG
UP

Tagebuch einer Scheidung

Und was lerne ich daraus:

giffyd, Monday, 12.01.2004, 19:55 (vor 8060 Tagen) @ UP

Als Antwort auf: Re: Wahnsinn von UP am 11. Januar 2004 20:03:11:

Nicht heiraten. Ganz einfach.

Auch wenn es ich das manchmal bereue. Aber wenn es mich packt, dann lese ich solche Sachen und erfreue mich meiner Unabhängigkeit.

Re: Und was lerne ich daraus:

Pferdedieb, Thursday, 15.01.2004, 16:47 (vor 8057 Tagen) @ giffyd

Als Antwort auf: Und was lerne ich daraus: von giffyd am 12. Januar 2004 17:55:22:

Das Tagebuch ist schon echt irre.

Ich hatte nach 17 Jahren Ehe ein ähnliches Drama. Erstaunlich, wie sich doch manche Dinge ähneln.

Von wegen nicht heiraten:
Ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, daß man eine Frau nicht heiraten sollte. Egal wie verliebt man ist, und ob einem der Gefühlsgaul durchgeht. Das böse Erwachen kommt ja doch früher oder später. Wir haben bei mehr als 200.000 Scheidungen nur noch 195.000 Heiraten. Und da sind viele Zweitehen darunter. Das heißt, m.E., daß jede Ehe geschieden wird, wenn mal mal die ältere Generation außen vor läßt.

Ich habe seit meiner Scheidung eine neue Partnerin, eine sehr hübsche und Intelligente Studentin, die wesentlich jünger und attraktiver ist als die Ex. Aber heiraten würde ich sie trotzdem nicht. Kinder würde ich auch keine mehr wollen (ich habe aus erster Ehe drei). Es ist nicht ausgeschlossen, daß diese Beziehung deshalb irgendwann in die Brüche geht. Leider gehe ich heute davon aus, daß sie das sowieso irgendwann wird. Deshalb macht eine Heirat einfach keinen Sinn.

Finger weg von geschiedenen Frauen, die ihren Mann unbegründet verlassen haben, oder gar fremdgegangen sind! Das Chaos ist vorprogrammiert.

Wenn sich die Scheidungs- und Unterhaltsgesetze wieder ändern, dann könnte man als Mann sicher auch mal über Heirat nachdenken. Es ist jedoch heute so, daß eine Heirat für einen Mann früher oder später den finanziellen, körperlichen und seelischen Ruin bedeuten können. Ganz zu schweigen von den Qualen für die Kinder. Die Gefahr ist einfach riesig.

Nicht heiraten. Ganz einfach.
Auch wenn es ich das manchmal bereue. Aber wenn es mich packt, dann lese ich solche Sachen und erfreue mich meiner Unabhängigkeit.

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