Rechte leiblicher Väter sollen gestärkt werden
"Die Rechte leiblicher Väter sollen nach dem Willen der Bundesregierung gestärkt werden. Dazu gehört eine vereinfachte Anfechtung der Vaterschaft sowie ein erweitetes Umgangsrecht von Bezugspersonen, Personen, zu denen das Kind eine Beziehung hat - insbesondere der leibliche Vater - ein Recht auf Umgang mit dem Kind haben.
Gleiches soll Verwandten bis zum dritten Grad zugesprochen werden.
Außerdem soll der leibliche Vater die Vaterschaft eines nach geltendem Abstammungsrecht als Vater legitimierten Mannesanfechten können, sofern zwischen letzterem und dem Kind keine soziale Beziehung besteht. "
Eine "vereinfachte Anfechtung der Vaterschaft"? Soll das auch bedeuten, daß die Einschränkung der Möglichkeiten, die Vaterschaft testen zu lassen, vom Tisch ist? Macht ja wenig Sinn, das Ganze zu vereinfachen, wenn die Mutter dann trotzdem den Test verweigern kann.
Re: Rechte leiblicher Väter sollen gestärkt werden
Als Antwort auf: Rechte leiblicher Väter sollen gestärkt werden von Odin am 06. Januar 2004 14:56:06:
Eine "vereinfachte Anfechtung der Vaterschaft"? Soll das auch bedeuten, daß die Einschränkung der Möglichkeiten, die Vaterschaft testen zu lassen, vom Tisch ist? Macht ja wenig Sinn, das Ganze zu vereinfachen, wenn die Mutter dann trotzdem den Test verweigern kann.
Ich vermute, es wird leichter, vor Gericht darauf zu klagen, als rechtlicher Vater anerkannt zu werden. Ich vermute, es wird nicht leichter, vor Gericht darauf zu klagen, seiner rechtlichen Vaterschaft ledig zu werden mit der Begründung, dass man nicht der biologische Vater sei.
Was passiert, wenn die Mutter sich weigert, bei einem gerichtlich angeordneten Bluttest mitzumachen und auf ihre körperliche Unversehrtheit pocht? Dann wird hoffentlich das geschehen, was wissenschaftlich längst klar ist, dass nämlich die Mutter zu einem Vaterschaftstest nicht länger notwendig ist. Es wird bei gleicher Sicherheit nur teurer, die Gene von Vater und Kind alleine zu untersuchen, als alle drei Gene zusammen.
Was passiert, wenn die Mutter sich als Sorgeberechtigte weigert, dem Kind eine Probe zu entnehmen? Dann wird das Gericht es trotzdem anordnen, weil die Vaterschaft im Interesse des Kindes liegt und ein Familiengericht die Wünsche der Mutter überstimmen kann.
Gruß,
Peter
Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Rechte leiblicher Väter sollen gestärkt werden von Peter am 06. Januar 2004 15:35:36:
Ich komme ohnehin immer mehr zu der Meinung, daß eine "Emanzipation" des Mannes ohnehin nur möglich ist, wenn sie in die Lage versetzt werden, über ihre "Zeugungsfähigkeit" selbst zu bestimmen. So wie die Emanzipation der Frau erst möglich wurde, als die Pille auf den Markt kam - trotz einiger nennenswerter Anfänge in den Zwanzigern.
Eine "Pille" für den Mann würde bewirken, daß die Geburtenzahlen noch weiter einbrechen werden. Der Gesetzgeber müßte zwangsläufig mehr darauf achten, auch Männer zum Kinder kriegen zu motivieren. Dies geht nicht, wenn ihm laufend Rechte genommen werden (Sorgerecht, Besuchsrecht) und nur Plichten gegeben!
Frauen wären vermehrt gezwungen, zum Kinder kriegen bzw. zeugen lassen ins Ausland auszuweichen. Bumsbomber wären voll mit Frauen! Beinahe wieder "biblische" Zeiten: "So komm, laß uns unseren Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, daß wir Samen von unserm Vater erhalten". Jetzt noch als Unfälle getarnte Schwangerschaften werden ersichtlich als offenkundliche Versuche, sich ein "Spielzeug" für zuhause anzuschaffen oder vom unliebsamen Job loszukommen.
Die Selbstbestimmung über die eigene Fortpflanzung muß zurück in die Hände der jeweiligen Männer gelegt werden. Alles andere ist zweitrangig in der Männerbewegung!
Gerade war im Fernsehen wieder ein Bericht über die Vielzahl der Männer, die für, von ihnen nicht gewollte, Kinder bezahlen müssen und zwar ganz gehörig (B.Becker, Mick Jagger...)
Die Hauptforderung der Männerbewegung ist daher für mich:
Die Entwicklung einer sicheren und praktikablen Empfängnisverhütung für Männer.
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Hauptforderung der Männerbewegung von Odin am 06. Januar 2004 17:55:40:
Eine "Pille" für den Mann würde bewirken, daß die Geburtenzahlen noch weiter einbrechen werden. Der Gesetzgeber müßte zwangsläufig mehr darauf achten, auch Männer zum Kinder kriegen zu motivieren. Dies geht nicht, wenn ihm laufend Rechte genommen werden (Sorgerecht, Besuchsrecht) und nur Plichten gegeben!
Sowas gibts doch bereits, oder? Ich hab doch schon mehrmals etwas über eine Spritze für Männer gelesen, die kontrazeptiv wirkt? Oder irre ich mich da....
Re: Pille fuer den Mann
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Andreas am 06. Januar 2004 18:02:41:
Sowas gibts doch bereits, oder? Ich hab doch schon mehrmals etwas über eine Spritze für Männer gelesen, die kontrazeptiv wirkt? Oder irre ich mich da....
Ich naehme so eine Ladung Chemie nur auf Anraten eines Arztes in mich auf, und bestimmt nicht, wenn ich nicht krank bin. Die Pille fuer den Mann ist zwar schon laenger in Entwicklung, aber von einem Durchbruch habe ich noch nicht gehoert.
Gruss,
Peter
Bleibt nur Sterilisation und Samenbank
Als Antwort auf: Re: Pille fuer den Mann von Peter am 06. Januar 2004 21:05:25:
...aber welcher Mann ist schon so weitsichtig und macht das? Hinzu kommt die Hemmschwelle.
Aber die gewaltigen Umwälzungen, die eine billige, risikolose, unkomplizierte Verhütung für den Mann herbeiführen würde, sind fastzinierend.
Die Politik incl. Staatsfeminismus würden unter einen gewaltigen Zugzwang geraten. Ein Umdenken würde stattfinden.
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Hauptforderung der Männerbewegung von Odin am 06. Januar 2004 17:55:40:
Ich komme ohnehin immer mehr zu der Meinung, daß eine "Emanzipation" des Mannes ohnehin nur möglich ist, wenn sie in die Lage versetzt werden, über ihre "Zeugungsfähigkeit" selbst zu bestimmen.
Ist das nicht schon jetzt der Fall, naemlich mit dem Kondom? Oder natuerlich Enthaltsamkeit? Fuer die allgemeine Diskussion sehe ich mal ab von Ausnahmeerscheinungen wie Kondommanipulation, Kondomfehler oder Vergewaltigung eines Mannes. Da haette die Pille ja auch nicht geholfen.
So wie die Emanzipation der Frau erst möglich wurde, als die Pille auf den Markt kam - trotz einiger nennenswerter Anfänge in den Zwanzigern.
Eine Entsprechung zur Pille saehe ich am ehesten noch im allgemein verfuegbaren Vaterschaftstest - auch wenn die Folgen erstmal weniger drastisch scheinen. Der Mann wird weniger abhaengig von der Frau, er muss ihr nicht mehr glauben.
Eine "Pille" für den Mann würde bewirken, daß die Geburtenzahlen noch weiter einbrechen werden. Der Gesetzgeber müßte zwangsläufig mehr darauf achten, auch Männer zum Kinder kriegen zu motivieren. Dies geht nicht, wenn ihm laufend Rechte genommen werden (Sorgerecht, Besuchsrecht) und nur Plichten gegeben!
Ich moechte mich in diesem Fall eher mit den selbststaendig gesinnten Frauen verbuenden - was wir brauchen ist eine flaechendeckende Kinderbetreuung ab 3 Jahren, die es Vater und Mutter ermoeglicht, ihrem Beruf wenigstens in Teilzeit nachzugehen. Wenn dann trotzdem jemand ganz aus dem Beruf aussteigt, gut, jeder das ihre, aber das soll keine Verzichtslegenden, Mutterkreuze oder Ansprueche gegen den Vater mehr begruenden.
Frauen wären vermehrt gezwungen, zum Kinder kriegen bzw. zeugen lassen ins Ausland auszuweichen. Bumsbomber wären voll mit Frauen! Beinahe wieder "biblische" Zeiten: "So komm, laß uns unseren Vater Wein zu trinken geben und bei ihm schlafen, daß wir Samen von unserm Vater erhalten". Jetzt noch als Unfälle getarnte Schwangerschaften werden ersichtlich als offenkundliche Versuche, sich ein "Spielzeug" für zuhause anzuschaffen oder vom unliebsamen Job loszukommen.
Ich sehe es durchaus positiv, dass Frauen (und Maenner) einen Kinderwunsch haben (ich habe selber auch einen). Aber das soll nur noch Ansprueche des Kindes begruenden, nicht eines Elternteils, der sich hinter dem Kind versteckt: "Fuers Kindeswohl bezahlst du mir einen Hausfrauenlohn."
Die Selbstbestimmung über die eigene Fortpflanzung muß zurück in die Hände der jeweiligen Männer gelegt werden. Alles andere ist zweitrangig in der Männerbewegung!
Aus obengenannten Greunden wuerde ich den Schwerpunkt anders setzen. Waere es nicht von grosser Durchschlagskraft, wenn die Maennerbewegung und grosse Teile der bereits etablierten Frauenbewegung das gleiche fordern: Dass die Gesellschaft nicht nur von den Kindern profitiert, sondern auch ihren Beitrag zur Kinderbetreuung bringt.
Gruss,
Peter
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Peter am 06. Januar 2004 21:26:30:
Ich komme ohnehin immer mehr zu der Meinung, daß eine "Emanzipation" des Mannes ohnehin nur möglich ist, wenn sie in die Lage versetzt werden, über ihre "Zeugungsfähigkeit" selbst zu bestimmen.
Ist das nicht schon jetzt der Fall, naemlich mit dem Kondom? Oder natuerlich Enthaltsamkeit? Fuer die allgemeine Diskussion sehe ich mal ab von Ausnahmeerscheinungen wie Kondommanipulation, Kondomfehler oder Vergewaltigung eines Mannes. Da haette die Pille ja auch nicht geholfen.
Das Kondom ist allgemein unpopulär und wird oft ungern benutzt. Persönlich verstehe ich das nicht und es schützt ja auch vor anderen Krankheiten.
Das HAUPTPROBLEM beim Kondom ist aber ein anderes und ich habe es sogar am eigenen Leib erfahren und - ohne groß nachzudenken und -zuzählen - fallen mir zwei Beispiele im näheren Bekanntenkreis ein:
Durch das Kondom sind wahrscheinlich mehr Kinder entstanden als verhütet worden 
Ein One-night-stand von mir fiel ins Wasser, weil ich auf einem Kondom bestand. Aber auch nur deswegen, weil diese damalige Freundin etwas scharf reagierte. Ein "Brauchst doch nicht, ich nehm doch die Pille" hätte mich reinfallen lassen. Ein halbes Jahr später saß die Gute im Bumsbomber nach Algerien (oder Tunesien oder Marokko, weiß jetzt nicht mehr) und kam schwanger zurück. Sie behauptet nach wie vor, daß sie total verduzt war und wohl mal vergessen hat, die Pille zu nehmen.
Die zwei anderen Fälle sind ähnlich: Hinterher wieder die verdutzte Frau - "da hab ich wohl mal vergessen..." und der - hier im WAHRSTEN SINNE DES WORTES - vergewaltigte Mann!
Bei der Diskussion um Vergewaltigungen von Männern sollte man DIESE Beispiele nicht vergessen!
Und wer von uns kriegt es schon fertig, bei einem netten Augenaufschlag und einem gesäuselten "Du kannst Dich auf mich verlassen" zu widerstehen?
(Ferdi, halts Maul <g>)
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Odin am 06. Januar 2004 21:41:44:
Das HAUPTPROBLEM beim Kondom ist aber ein anderes und ich habe es sogar am eigenen Leib erfahren und - ohne groß nachzudenken und -zuzählen - fallen mir zwei Beispiele im näheren Bekanntenkreis ein:
Durch das Kondom sind wahrscheinlich mehr Kinder entstanden als verhütet worden
Natuerlich erfordert ein Kondom auch den Willen, es anzuwenden. Wenn eine Frau allerdings negativ darauf reagierte, gingen bei mir die Alarmlichter an: "Ist da etwas, was du mir sagen solltest?"
Die zwei anderen Fälle sind ähnlich: Hinterher wieder die verdutzte Frau - "da hab ich wohl mal vergessen..." und der - hier im WAHRSTEN SINNE DES WORTES - vergewaltigte Mann!
Entschuldige, wenn ich dir hier widerspreche, aber zur Vergewaltigung gehört für mich das Wort NEIN zum sexuellen Akt - verführt, getäuscht, ja, aber nicht vergewaltigt, würde ich hier sagen.
Und wer von uns kriegt es schon fertig, bei einem netten Augenaufschlag und einem gesäuselten "Du kannst Dich auf mich verlassen" zu widerstehen?
Vielleicht bin ich in dieser Sache zu rational, aber ich verlasse mich in allen Fällen auf meine Partnerin, in denen wir gemeinsame Interessen haben. Das wäre nicht der Fall, wenn einer Kinder will und der andere nicht, und erst recht nicht bei einem Kuckuckskind.
Zur Ausgangsfrage: Wenn die Pille für den Mann das Hauptproblem der Männer wäre, dann brauchten wir nichts gegen die Diskriminierung von Männern zu tun und könnten uns ruhig zurücklehnen im Warten auf die Forschungslabors. Die forschen daran und werden es mehr tun, wenn sie einen großen Markt sehen - und daran genau scheint es zu fehlen. Viele Männer fürchten eine Verminderung der Potenz und des Spaßes am Sex wie beim Kondom; andere wollen keine Medizin nehmen, die nicht nötig ist, wie ich.
Was sagst du zu meiner Hauptforderung nach flächendeckender Kinderbetreuung? Könnte das nicht Männern und Frauen helfen?
Gruß,
Peter
Re: Pille fuer den Mann
Als Antwort auf: Re: Pille fuer den Mann von Peter am 06. Januar 2004 21:05:25:
... muß auch nicht sein: In der Entwicklung sind nicht nur Hormonpräparate; man experimentiert auch anderweitig:
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Ohne Hormone: Die neue Pille für den Mann
Spermien werden langsam und zeugungsunfähig
Ein bereits verfügbares Medikament gegen ein seltenes Erbleiden eignet sich möglicherweise auch als Verhütungsmittel für Männer. Tierversuche haben die kontrazeptive Wirkung der als "NB-DNJ" bezeichneten Substanz bestätigt, meldet das Magazin Proceedings der amerikanischen Akademie der Wissenschaften (Online-Vorabveröffentlichung).
Das normalerweise bei der Gaucher-Krankheit verabreichte Medikament stört offenbar den Stoffwechsel im Hoden, so dass nur schwer missgebildete Spermien entstehen. Sie sind kaum bewegungsfähig und besitzen nicht die nötigen Voraussetzungen, um in eine Eizelle einzudringen. Das ergaben Versuche an Mäusen. Die Tiere erhielten bei den Tests das Medikament über mehrere Monate hinweg. Wurde das Mittel abgesetzt, entwickelten die Tiere wieder normale, funktionsfähige Spermien.
Bei der erblichen Gaucher-Krankheit schwillt aufgrund eines Stoffwechselfehlers die Milz an, die Lymphknoten vergrößern sich und die Haut wird fleckig. NB-DNJ ist in Europa als Medikament gegen dieses seltene Leiden zugelassen. Das könnte eine weitere Freigabe als Kontrazeptivum beschleunigen, zumal zur Verhütung nur ein Bruchteil der bei der Gaucher-Krankheit üblichen Dosis notwendig ist. Anders als bisherige empfängnisverhütende Mittel greift NB-DNJ zudem nicht in den Hormonhaushalt ein, weshalb Forscher hoffen, dass es nur wenige Nebenwirkungen hat.
http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=174164
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Möglicherweise könnte die Forschung etwas beflügelt werden, würden einige Pharmaunternehmen dahinter ein verlockendes Geschäft wittern. Das erschiene jedenfalls motivierender als eine politische Präferenz: Die vom "Gebärzwang zu befreienden" waren ja die Anderen ... 
Gruß, A.
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Peter am 06. Januar 2004 22:53:51:
Hallo Peter!
Erst einmal zu Kondomen: Sie sind in der Anwendung definitiv lästiger als eine Pille. Außerdem wird Sex mit Kondom sowohl von Männern als auch von Frauen häufig als weniger stimulierend empfunden. Und ich kann mir genug Situationen vorstellen, in denen man einfach gerade kein Kondom dabei hat.
Ich sehe es durchaus auch so, daß die Entwicklung einer Verhütungspille für Männer, die in Anwendung und Nebenwirkungen mit den Pillen für Frauen vergleichbar ist, ein großer Fortschritt wäre.
Klar - bei One-Night-Stands sollte man sowieso ein Kondom verwenden. Es gibt ja außer AIDS noch andere unangenehme Krankheiten, die man sich beim Sex wegholen kann. In einer dauerhaften Partnerschaft sieht das aber schon anders aus. Ich denke, daß gerade Frauen in Partnerschaften eher einen Kinderwunsch entwickeln. Z.B. einfach nur, um den Partner fester an sich zu binden, oder weil sie der Meinung sind, daß ein Kind eben dazugehört, oder einfach, weil sie glauben, nun ja einen Ernährer gefunden zu haben und somit endlich das leider immer noch häufig von Frauen angestrebte Hausfrauenleben beginnen zu können, für das ein Kind dann als Alibi herhalten soll. Wenn der Partner aber kein Kind möchte, kann frau einfach still und heimlich die Pille absetzen, und dann, wenn sie schwanger ist, behaupten, die Pille hätte wohl nicht gewirkt. Interessant ist in dem Zusammenhang auch, daß man häufig von wirkungslosen Verhütungspillen hört, obwohl deren Wirksamkeit tatsächlich sehr hoch liegt. So hoch, daß es soviele "Blindgänger" gar nicht geben kann. Ganz offensichtlich ist die Mehrheit der ungewollten Schwangerschaften also sehr wohl gewollt - aber eben nur von den Frauen.
Es sieht de facto also so aus, daß einzig und allein die Frau entscheidet, ob sie schwanger wird oder nicht. Ob sie den Mann nach seinem Einverständnis fragt, ist ganz ihr überlassen. Und selbst wenn er nicht einverstanden ist, steht sie juristisch immer auf der sicheren Seite, auch wenn sie ihren Partner betrogen hat, indem sie behauptet hat, daß sie die Pille nimmt, sie aber tatsächlich bewußt nicht genommen hat. Eine Frau hat also juristisch alle Möglichkeiten, ihren Partner gegen seinen Willen dazu zu zwingen, Vater zu werden und dann die finanziellen und sonstigen Konsequenzen zu tragen.
Umgekehrt darf ein Mann eine Frau selbstverständlich nicht dazu zwingen, Mutter zu werden. Wenn er sie mit Gewalt daran hindert, die Pille zu nehmen, macht er sich strafbar. Wenn er gegen ihren Willen sexuelle Handlungen mit ihr durchführt, macht er sich ebenfalls strafbar. Beides ist ja auch nachvollziehbar und richtig. Es ist aber eben nicht richtig, daß eine Frau ihren Partner mit einer Lüge gegen seinen Willen dazu bringen kann, Vater zu werden und dabei noch gesetzlich geschützt und unterstützt wird.
Momentan gibt es für Männer kaum Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun. Klar können sie auch in einer festen Partnerschaft Kondome verwenden. Aber das ist eben nicht so angenehm, und meist wird die Partnerin dann auch irgendwann sagen, daß sie es ohne Kondom schöner findet und ihren Partner bitten, das Kondom wegzulassen. Wenn er dann sowas sagt wie "tut mir leid, aber dann kann ich nicht sicher sein, daß du mir kein Kind unterschiebst", dann kommt das nicht so gut an...
Ein paar Glückspilze (wie z.B. ich) haben Partnerinnen, die Implanon-Stäbchen zur Verhütung benutzen. Die werden im Körper (üblicherweise im Oberarm) eingesetzt und halten etwa 3 Jahre. Eine Frau hat damit also keine Möglichkeit, die Verhütung mal einfach so einzustellen.
Aber natürlich kann man seine Partnerin nicht dazu zwingen, sich so ein Stäbchen einsetzen zu lassen.
Die einzige Lösung dieses Problems ist die Verhütungspille für Männer. In den Medien kommen auch immer wieder Meldungen dazu, aber ein echter Durchbruch ist da bisher wohl doch noch nicht erzielt worden. Es gibt auch schon ein Mittel, das gespritzt werden muß. Aber das ist in der Anwendung eher unangenehm und unbequem und wird sich deshalb auch weiterhin nicht durchsetzen.
Flächendeckende Kinderbetreuung wäre natürlich gut. Dadurch würden die Probleme aber nicht wirklich gelöst werden. Es gibt tatsächlich nicht wenige Frauen, die es als sehr angenehm empfinden, ganz aus dem Berufsleben aussteigen zu können oder zumindest nur noch auf Teilzeit zu arbeiten. Das sind meist diejenigen, die ihre Kinder nicht in den Kindergarten geben, mit der Begründung, daß sie doch die mütterliche Fürsorge bräuchten und im Kindergarten nicht ordentlich versorgt werden würden.
Aber selbst, wenn sämtliche Mütter ganz scharf darauf wären, möglichst bald nach der Geburt wieder auf Vollzeit zu arbeiten: Wo sollen denn die dafür nötigen Erwerbsmöglichkeiten herkommen? Wir haben jetzt schon ca. 4,3 Millionen Arbeitslose mit steigender Tendenz. Wenn auch noch sämtliche Mütter auf den Arbeitsmarkt drängen würden, dann hätten wir auch offiziell bald Arbeitslosenzahlen wie Anfang der 1930er Jahre...
Es ist ja sogar so, daß gerade junge Frauen teilweise nur deshalb schwanger werden, weil sie beruflich kaum noch Perspektiven haben und sich den ganzen Streß mit Lehrstellen- und Job-Suche ersparen wollen. Mit Kind kriegen sie Alimente vom Vater oder vom Staat, und das Sozialamt zeigt sich dann in der Regel auch spendabler. Sehr deutlich sah man das im Osten nach der Wiedervereinigung. Während dort die Zahl der Geburten allgemein durch die unsichereren Lebensumstände stark sank, stieg die Zahl der sehr jungen Mütter auf einmal deutlich an, und zwar besonders in Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit.
Bevor man an der schlechten Situation mit den Kinderbetreuungsmöglichkeiten etwas ändert, muß man also erst einmal das Problem der Arbeitslosigkeit in den Griff bekommen. Da tut sich aber leider auch nicht viel, und wenn doch mal was getan wird, wirkt das meist kontraproduktiv. (Wie z.B. jetzt wieder die schwachsinnigen Vorschläge von Stoiber zu Arbeitszeitverlängerungen, die ganz offensichtlich wieder einmal nur zur Profitmaximierung gedacht sind und die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch verschlimmern werden.)
Außerdem gibt es noch das Problem mit den Unterhaltszahlungen für die Kinder. Da wird nämlich auch nicht danach gefragt, ob der Vater mit der Schwangerschaft einverstanden war oder nicht. Er muß so oder so zahlen. Ob die Kinder einen Kindergarten besuchen, spielt dabei auch keine Rolle.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Hauptforderung der Männerbewegung von Odin am 06. Januar 2004 17:55:40:
Hi Odin!
Die Hauptforderung der Männerbewegung ist daher für mich:
Die Entwicklung einer sicheren und praktikablen Empfängnisverhütung für Männer.
VERHÜTUNG FÜR MÄNNER
Spritzen stoppen Spermafluss
Mit Spritzen und Implantaten rückten australische Forscher männlichen Spermien zu Leibe. In Tests hatte die Verhütungsmethode auf Hormonbasis durchschlagenden Erfolg - ob Männer sie aber im Alltag einsetzen würden, ist mehr als fraglich.
Gruß
Moni
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Monika am 07. Januar 2004 10:05:58:
Hi Odin!
Die Hauptforderung der Männerbewegung ist daher für mich:
Die Entwicklung einer sicheren und praktikablen Empfängnisverhütung für Männer.
VERHÜTUNG FÜR MÄNNER
Spritzen stoppen Spermafluss
Mit Spritzen und Implantaten rückten australische Forscher männlichen Spermien zu Leibe. In Tests hatte die Verhütungsmethode auf Hormonbasis durchschlagenden Erfolg - ob Männer sie aber im Alltag einsetzen würden, ist mehr als fraglich.
Gruß
Moni
Hallo Monika,
den Artikel hatte ich auch noch im Kopf, habe aber seither nichts mehr davon gehört. Weiß nicht, ob das schon so erprobt und sicher ist. Jedenfalls keimt Hoffnung auf.
Du weißt ja selbst, wie schwierig es ist, Verhütungsmittel an den "Mann" bzw. an die "Frau" zu bringen. Da lebt ja eine ganze Industrie von. Spritzen sind da nicht jedermanns Sache. Soweit ich es aber im Kopf habe, soll die Spritze auch länger wirken.
Frage: Wer bezahlt eigentlich die Pille bei erwachsenen Frauen?
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Peter am 06. Januar 2004 22:53:51:
Die zwei anderen Fälle sind ähnlich: Hinterher wieder die verdutzte Frau - "da hab ich wohl mal vergessen..." und der - hier im WAHRSTEN SINNE DES WORTES - vergewaltigte Mann!
Entschuldige, wenn ich dir hier widerspreche, aber zur Vergewaltigung gehört für mich das Wort NEIN zum sexuellen Akt - verführt, getäuscht, ja, aber nicht vergewaltigt, würde ich hier sagen.
Stimmt, man sollte das Wort "Vergewaltigung" nicht so inflationär einsetzen. Ich rede schon genauso blöd, wie eine Feministin 
Es hat ja was mit "Gewalt" zu tun. Betrug, Vertrauensbetrug wäre hier das bessere Wort. Oder "Benutzung" eines Menschen zu sexuellen Zwecken. Umgekehrt: Wie bezeichnet man es, wenn ein Mann eine Frau zu sexuellen Zwecken nur benutzt?
Zur Ausgangsfrage: Wenn die Pille für den Mann das Hauptproblem der Männer wäre, dann brauchten wir nichts gegen die Diskriminierung von Männern zu tun und könnten uns ruhig zurücklehnen im Warten auf die Forschungslabors. Die forschen daran und werden es mehr tun, wenn sie einen großen Markt sehen - und daran genau scheint es zu fehlen. Viele Männer fürchten eine Verminderung der Potenz und des Spaßes am Sex wie beim Kondom; andere wollen keine Medizin nehmen, die nicht nötig ist, wie ich.
Na, irgendwer muß sie nehmen und ich denke, daß wir uns hier voll auf die Frauenbewegung verlassen können. Die werden die Frauen schon aufstacheln, daß jetzt der Mann dran wäre für die Verhütung und die Frauen sollen aufhören, Hormone zu nehmen. Es wäre nicht das erste Mal, daß sich die Frauenbewegung mit ihren Forderungen selbst ein Bein stellt und damit die Verantwortung wieder zurück in die Hände der Männer gibt. Mit der Verantwortung kommen aber auch Rechte und Freiheiten!
Übrigens waren die Männer tausende von Jahren für die Verhütung zuständig. Die Frauen erst dann, wenn der Mann "versagt" hat (Coitus interuptus, Fischblasen als Kondome etc.)
Was sagst du zu meiner Hauptforderung nach flächendeckender Kinderbetreuung? Könnte das nicht Männern und Frauen helfen?
Und ob! Vor allem wäre das nette Argument vieler Frauen passe, sie würden ja trotz Kind arbeiten, aber es sei alles so schwierig!
Wenn aber die Frauen dazu bereit wären, dann hätten wir schon eine flächendeckende Betreuung. Ist ein Markt da, gibt es auch Anbieter. Das Problem ist nur, Du müßtest für ein paar Willige was anbieten und hoffen, daß dann auch mal andere mitziehen. Und das rechnet sie eben nicht. Deshalb bin ich der Meinung, daß es keine flächendeckende Betreuung gibt, weil die Frauen sie nicht nutzen wollen!
Umgekehrt würde diese Betreuung auch den Männern nutzen. Im Scheidungsfall tun sie sich leichter die Kinder zu bekommen, wenn 1) die Frau auch arbeitet und 2) eine Betreuungsmöglichkeit da ist.
Daher auch hier meine Vermutung, daß Frauen gegen eine solche Betreuungsmöglichkeit sind, weil sie damit Privilegien verlieren.
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Odin am 07. Januar 2004 11:08:42:
Hi, Odin,
die Kosten für die Pille trägt jede Frau selbst. Eine Schwangerschaft wäre ja auch keine Krankheit. Deswegen wird die Pille auch nicht von der Krankenkasse bezahlt.
Wenn jemand Kondome kauft, muss er oder sie sie ja auch selbst bezahlen.
Es grüsst verhütungsmässig aufklärend
das Emmalein
(das sich wundert, dass Kondome den Herren der Schöpfung derartig unbekannt sind!)
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Peter am 06. Januar 2004 22:53:51:
´Hi, Peter,
soll ich Dir mal was verraten? Ich hatte mal eine ziemlich wilde Zeit, so Ende 20. Aber da habe ich immer darauf bestanden, dass die Männer ein Kondom benutzten.
Was meinst Du, was passiert ist? Viele Männer wollten keine Kondome anwenden! Ehrlich! Klar, mit denen ist dann nichts gelaufen, aber es ist doch schockierend, wenn man mal darüber nachdenkt! Und diese Männer haben nicht einmal gefragt, wie oder ob ich die Pille nehme.
Meistens war überigens ich es, die das Thema Verhütung auf den Tisch brachte. Ganz offensichtlich ist das Thema für viele Männer nicht wirklich relevant.
Da kann ich nur sagen, diese Männer sollen sich nicht wundern, wenn sie hinterher irgendwelche KInder zu versorgen haben oder noch schlimmer, wenn sie krank werden.
Es grüsst
(vermutlich wieder einen Sturm der Empörung auslösend)
das Emmalein
Re: Pille fuer den Mann
Als Antwort auf: Re: Pille fuer den Mann von Peter am 06. Januar 2004 21:05:25:
Hi,
die Pille ist auch eine Riesenladung Chemie. Und immer wieder wird von den Nebenwirkungen berichtet, wie Erhöhung des Krebsrisikos etc.
Es grüsst
das Emmalein
(das meint, die mechanische Verhütung ohne Chemie ist in diesem Punkt am risikoärmsten, also Kondome sind sicher und zwingen nicht dazu, Chemie zu schlucken)
Re: Bleibt nur Sterilisation und Samenbank
Als Antwort auf: Bleibt nur Sterilisation und Samenbank von Der Eman(n)ze am 06. Januar 2004 21:13:41:
...aber welcher Mann ist schon so weitsichtig und macht das? Hinzu kommt die Hemmschwelle.
Aber die gewaltigen Umwälzungen, die eine billige, risikolose, unkomplizierte Verhütung für den Mann herbeiführen würde, sind fastzinierend.
Die Politik incl. Staatsfeminismus würden unter einen gewaltigen Zugzwang geraten. Ein Umdenken würde stattfinden.
Aber Emannze,
dieses Verhütungsmittel gibt es doch schon: Das Kondom!
Risikolos, unkompliziert und billig.
Also: Forderung erfüllt!
Es grüsst
das Emmalein
(das KEINEN Werbevertrag bei Condomi hat
)
Re: Bleibt nur Sterilisation und Samenbank
Als Antwort auf: Re: Bleibt nur Sterilisation und Samenbank von Emmalein am 07. Januar 2004 14:03:14:
...aber welcher Mann ist schon so weitsichtig und macht das? Hinzu kommt die Hemmschwelle.
Aber die gewaltigen Umwälzungen, die eine billige, risikolose, unkomplizierte Verhütung für den Mann herbeiführen würde, sind fastzinierend.
Die Politik incl. Staatsfeminismus würden unter einen gewaltigen Zugzwang geraten. Ein Umdenken würde stattfinden.
Aber Emannze,
dieses Verhütungsmittel gibt es doch schon: Das Kondom!
Risikolos, unkompliziert und billig.
gefühlsecht mhm , was für kondome benutzt du?
risikolos? muahaha, da mag ich bezweifeln. eine pille ist besser.
Also: Forderung erfüllt!
Es grüsst
das Emmalein
(das KEINEN Werbevertrag bei Condomi hat)
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Emmalein am 07. Januar 2004 13:58:16:
Hallo Emmalein!
Ich denke, Frauen, die auf One-Night-Stands aus sind, achten meist auch auf Verhütung. Es gibt da zwar - wie Odin ja auch geschrieben hat - durchaus Ausnahmen, aber die sind wohl eher selten. Es geht dabei ja nicht nur um Schwangerschaftsverhütung, sondern auch um diverse Krankheiten, die man sich ohne Kondom einfangen kann. Und für Frauen ist das Infektions-Risiko im Allgemeinen noch höher als für Männer.
Sicher gibt es Männer, die sich da wenig Gedanken machen. Ohne Kondom fühlt es sich nun mal besser an, und so mancher Mann verläßt sich vielleicht darauf, daß für Männer das Infektionsrisiko geringer ist. Und wenn man bei einem One-Night-Stand Namen und Adresse nicht angibt, kann man damit rechnen, unerkannt zu bleiben und im Falle einer daraus resultierenden Schwangerschaft nicht zahlen zu müssen.
Das ist hier aber nicht das Thema. Typen, die so gedankenlos handeln, sind selbst schuld, wenn sie sich was wegholen oder dann für Kinder zahlen dürfen. Und auch die Frauen, die sich freiwillig darauf einlassen, sind selbst schuld.
Es geht hier aber um Frauen, die ihren Partnern oder irgendwelchen One-Night-Stand-Partnern ganz bewußt erzählen, daß sie selbst verhüten würden, nur um von ihnen schwanger zu werden. Das ist eine völlig andere Situation.
Beim Lesen deines Beitrages fiel mir übrigens noch etwas ein. Vor einigen Jahren sah ich mal eine Reportage über Frauen, die mit allen Mitteln ein Kind wollten. Eine dieser Frauen setzte eine Anzeige in die Zeitung. Dort schrieb sie, daß sie einen Mann zwecks Zeugung eines Kindes sucht und keine weitergehenden Interessen und Ansprüche hat. Es sollte also so ablaufen, daß sie sich mit dem Mann trifft, Sex mit ihm hat, bis sie schwanger ist, und danach sollte es keinen Kontakt mehr geben und auch keine finanziellen Forderungen ihrerseits.
Sie hat daraufhin tatsächlich mehrere Zuschriften von irgendwelchen armen Irren bekommen. (Fairerweise muß ich dazu schreiben, daß es damals wohl noch keine Präzedenzfälle gab, in denen selbst Samenspender zu Unterhaltszahlungen verdonnert wurden.) Sie traf sich mit mehreren Männern, und dazu sagte sie dann im Interview für die Reportage, daß sie ja richtig schockiert gewesen wäre, wie viele Männer dazu bereit waren, sie einfach so ohne jegliche daraus resultierende Verpflichtungen zu schwängern. Daß sie selbst auch bereit war, dem Kind seinen Vater vorzuenthalten und diesem sein Kind, fand sie offensichtlich völlig in Ordnung. Ihrer Aussage nach wäre es gerecht und fair gewesen, wenn der Vater dann auch für das Kind gezahlt hätte, natürlich ohne dafür dann auch irgendwelche Ansprüche zu stellen und idealerweise ohne das Kind jemals kennenzulernen. Dabei hätte sie dann selbstverständlich keinerlei schlechtes Gewissen gehabt. Daß die Männer dazu aber nicht bereit waren, schien sie regelrecht zu empören, obwohl sie diese Regeln ja selbst so festgelegt hatte. Aber die Männer sind eben grundsätzlich immer an allem schuld... Diese Meinung teilt diese Frau leider auch mit nicht wenigen Frauen in Deutschland.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Bleibt nur Sterilisation und Samenbank
Als Antwort auf: Re: Bleibt nur Sterilisation und Samenbank von gaehn am 07. Januar 2004 14:16:21:
Hi,
ich gebe zu, die Gefühlsechtheit leidet ein wenig unter den Kondomen. Aber andererseits gibt es wenig Erkenntnisse über die Langzeitfolgen der Pille. Ob diese also so risikolos ist, kann man anzweifeln.
Der Verhütungsfaktor ist risikolos, wenn man mit dem Kondom umgehen kann. Und die Preise sind für jede Marke, die ich so kenne, zivil.
Jeder Mann sollte Kondome dabei haben. Allerdings benutze nicht ich die Marke, sondern mein Freund. Da haben wir uns auf diejenige eingestellt, mit der er am besten zurechtkommt. Ich nenne sie Dir,wenn es wirklich Dein Wunsch ist, so viel über mein Intimleben zu erfahren. Ansonsten finde ich, das gehört nicht hierher.
Es grüsst sexy grinsend
das Emmalein
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Garfield am 07. Januar 2004 14:23:46:
Hi, Garfield,
ein solches Verhalten ist natürlich bei einer Frau ziemlich paradox: Da sagt sie erst, er solle keine Verpflichtungen haben, dann regt sie sich auf, wenn der Mann das ernst nimmt.
Aber auch hier gilt: Das gibt es nicht in der Mehrzahl der Partnerschaften. Da wird der Kinderwunsch immer noch abgestimmt. Und wenn die Frauen die Pille nehmen und sie dabei vergessen, wird der Partner informiert, dann kann ja auch mit Kondom gearbeitet werden.
Deswegen denke ich, dass die Mehrzahl der Frauen eben nicht so denkt, wie Du es beschreibst.
Es grüsst Kondome verteilend
das Emmalein
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Emmalein am 07. Januar 2004 14:59:20:
Hallo Emmalein!
Richtig, die Mehrheit der Frauen wird so etwas nicht tun. Noch nicht... Und falls es dich beruhigt: Ich selbst war noch mit keiner Frau zusammen, die so etwas getan hätte.
Ich kannte aber mal eine Frau, die genau das vorhatte. Sie wollte ein Kind von ihrem Partner, und er wollte das auch. Was sie ihm aber nicht erzählt hat, war, daß sie nicht die Absicht hatte, mit ihm zusammen zu bleiben. Sie wollte einfach nur ein Kind von ihm. Das hat sie mir wortwörtlich so erzählt. Sie fragte mich dann noch: "Findest du es schlimm, daß ich ein Kind möchte, nicht aber den Vater?" Wenigstens hatte sie offenbar noch ein schlechtes Gewissen dabei.
Sie hatte bereits einen Sohn, der aber bei ihrem Ex-Mann lebte. Es gibt wirklich Frauen, die einfach nur aus rein instinktiven Gründen schwanger sein möchten. Das ist für mich auch schwer nachvollziehbar, aber bei dieser Frau war das so. Sonst würde ich das selbst heute wohl auch nicht glauben. Sie hat mir mal gesagt, daß sie es als natürlichen Zweck einer Frau ansieht, Kinder zu bekommen. Sie legte aber gar keinen großen Wert darauf, die Kinder dann auch aufzuziehen. Sie hatte auch kein Problem damit, daß ihr Sohn bei ihrem Ex-Mann lebte. Als ich sie mal danach fragte, sagte sie, sie hätte ihm ja eh nichts bieten können. Sie war auch lieber mit ihrem Motorrad oder in irgendwelchen Bars unterwegs. Ein Kind war für sie nur ein Klotz am Bein. Trotzdem wollte sie unbedingt schwanger werden und hat alles dafür getan. Wenn ihr Partner dagegen gewesen wäre, dann hätte sie heimlich die Pille abgesetzt - da bin ich mir ganz sicher. Ich habe schon lange keinen Kontakt mehr zu ihr und weiß auch nicht, ob sie dann schwanger geworden ist. Wenn ja, bin ich mir sicher, daß das Kind heute beim Vater lebt und daß sie längst über alle Berge ist.
Das ist total unsinnig, weil es ja mit viel Mühe und Schmerzen und auch mit Risiken verbunden ist, ein Kind zur Welt zu bringen. Aber manchmal sind bestimmte Instinkte eben so stark, daß man nicht dagegen ankommt. Bei dieser Frau war das offenbar so.
Es geht ja auch weniger darum, daß es solche Frauen gibt. Es geht viel mehr darum, daß solches Fehlverhalten gesetzlich unterstützt wird und daß man mehr dafür tun muß, um Männern endlich die Möglichkeit zu geben, sich davor wirklich zu schützen. Indem sie eben genauso einfach verhüten können wie Frauen.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Hauptforderung der Männerbewegung
Als Antwort auf: Re: Hauptforderung der Männerbewegung von Emmalein am 07. Januar 2004 13:52:01:
Hi, Odin,
die Kosten für die Pille trägt jede Frau selbst. Eine Schwangerschaft wäre ja auch keine Krankheit. Deswegen wird die Pille auch nicht von der Krankenkasse bezahlt.
Wenn jemand Kondome kauft, muss er oder sie sie ja auch selbst bezahlen.
Es grüsst verhütungsmässig aufklärend
das Emmalein
(das sich wundert, dass Kondome den Herren der Schöpfung derartig unbekannt sind!)
Naja, wenn Weib das Kind nicht haben mag, dann wird es flugs zur Krankheit. Beseitigung und Entsorgung zahlt dann die Kasse, i.e. die Allgemeinheit.
Sich wundert, wie ignorant manche Weiber doch sind...
Wie...?
Bitte, bitte, keine Ursache, gern geschehen, die Aufklaerung... lolol...
(der sich wundert, wie erpicht so manche Weiber darauf sind, sich von reichen Stechern anbohren zu lassen... lolol)
carlos