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Spiegel Artikel zum Männlichen Erbgut (mal was positives ;)

gaehn, Tuesday, 30.12.2003, 17:20 (vor 8073 Tagen)

Halbe Gene, ganze Männer

Männer haben's schwer: Während alle anderen Chromosomen doppelt vorkommen, ist ausgerechnet das die ganze Männlichkeit ausmachende Y-Chromosom ein Einzelgänger. Da hilft nur eines: offensiv mit den eigenen Fehlern umgehen.


REUTERS
Menschliche Chromosomen: Automatische Sicherheitskopie
Chromosomen, die 46 Träger der menschlichen Erbinformation, haben eine eingebaute Fehlerkorrektur: Sollten einmal Probleme auftauchen, können sie einfach auf eine Kopie zurückgreifen, die in jeder Zelle existiert.
Doch es gibt eine Ausnahme: das Y-Chromosom. Jenes kleine Stück Erbgut, das Männern erst zu Männern macht, existiert nur einmal. Während bei Frauen zwei X-Chromosomen die Weiblichkeit definieren, finden sich im männlichen Erbgut je ein X- und ein Y-Chromosom.

Entdeckungen des Jahres 2003

Zum 15. Mal hat das Magazin "Science" die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen des zu Ende gehenden Jahres gewählt. Bis Silvester stellt SPIEGEL ONLINE täglich eine der Entdeckungen vor - ein Rückblick auf ein ereignisreiches Wissenschaftsjahr.
Lange Jahre haben Forscher versucht, den genetischen Code des Y-Chromosoms vollständig zu entschlüsseln. Dieses Jahr ist es ihnen gelungen. Und nicht nur das: Die Genetiker haben erstmals auch den eingebauten Sicherheitsmechanismus des Chromosoms enträtselt. Die Erkenntnis, die Männer wieder ruhiger schlafen lassen dürfte, ist vom Fachmagazin "Science" in die Liste der wissenschaftlichen Durchbrüche 2003 aufgenommen werden.

IN SPIEGEL ONLINE

· Chromosom 14 entschlüsselt: 60 neue Krankheitsgene entdeckt [€] (01.01.2003)

· Verhaltensforschung: Frauen sind sozialer [€] (13.11.2002)




Dabei sah das erste Bild des Y-Chromosoms nicht sonderlich erfreulich aus. Die Forscher mussten registrieren, dass die Hälfte seiner rund 59 Millionen Basen höchstwahrscheinlich nutzlos und nicht zu dekodieren ist. Solch genetischer Müll ist, so "Science", normalerweise ein sicheres Zeichen dafür, dass das Chromosom langsam aber sicher schwächelt.

Doch die andere Hälfte des jetzt entschlüsselten Erbguts enthält nicht nur die wichtigen Gene, es zeigt auch, dass das Chromosom einen zwar ungewöhnlichen aber durchaus effektiven Weg gefunden, auf sich selbst aufzupassen - auch ohne die Sicherheit eines Doppelgängers.


IM INTERNET

· Chromosome Launchpad: Das Y-Chromosom

· US-Wissenschaftsmagazin "Science"
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,279513,00.html

scheinbar haben sie inzwischen doch mitbekommen, das der mann nicht einfach wegen "schwacher" gene aussterben wird.

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Vielmehr sind auf dem Y-Chromosom selbst die meisten Gene doppelt anzutreffen - angeordnet in acht so genannten Palindromen, wiederholte Sequenzen in umgekehrter Reihenfolge. Dadurch können Gene im Falle einer Mutation leicht durch ihre am anderen Ende gespeicherten Sicherheitskopien ersetzt werden. Die Palindrome nehmen rund drei Millionen Basen ein und umfassen die meisten Gene für die Entwicklung und Funktion der Hoden.

Durch den Vergleich mit anderen Primaten wissen die Genetiker mittlerweile zudem, dass sich mindestens sechs der acht Palindrome bereits vor fünf Millionen Jahren entwickelt haben - lange vor den ersten modernen Menschen und lange bevor sich die Männer ihrer Fehler bewusst sein konnten.


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