Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Rezension: Y. The last man

Arne Hoffmann, Friday, 19.12.2003, 19:46 (vor 8084 Tagen)

Wie ich gerade aus "Emmas Forum" erfahre (danke an BongoFury), ist Brian Vaughans grenzgeniale US-Comicserie "Y. The last man" gerade bei dem Verlag Speed in deutscher Übersetzung an den Start gegangen. Sie wurde in den USA bereits von den verschiedensten Kritikern innerhalb und außerhalb der Comic-Szene hoch gelobt und beispielsweise von dem Fanzine "Wizard" gerade zur besten Serie 2003 gekürt. Ich lese sie seit ihrem Erscheinen im amerikanischen Original und kann sie jedem nachdrücklich empfehlen, der mit Comics generell etwas anfangen kann, egal ob Feministin oder Maskulist. :-)

Ausgangsbasis der Geschichte ist, dass aufgrund einer noch ungeklärten Ursache weltweit alle Säugetiere mit einem Y-Chromosom sterben, also alle Männer, aber auch etwa alle männlichen Tiere. Einzige Ausnahmen sind aus ebenfalls noch zu klärenden Gründen der junge Entfesslungskünstler Yorick und sein Äffchen Ampersand. Als Nebenfiguren der Handlung werden im ersten Heft unter anderem Yoricks Mutter (eine US-Senatorin), eine Medizinerin und eine israelische Soldatin eingeführt. Die Zeichnungen stellen angenehm klaren Mainstream-Stil dar und unterstützen so die spannende Handlung, statt von ihr abzulenken.

Wie es im ersten Heft heißt, sterben infolge der völligen "Entmannung" der Erde 48 Prozent der Weltbevölkerung, darunter 495 der 500 mächtigsten Unternehmensbosse, 95 Prozent der Piloten, Truckfahrer und Kapitäne, 92 Prozent der in Haft befindlichen Gewalttäter, 99 Prozent der Mechaniker, Elektriker und Bauarbeiter, 85 Prozent aller Regierungsmitglieder sowie 100 Prozent aller katholischen Priester, muslimischen Imame, jüdischer Rabbis sowie der Rolling Stones.

*** SPOILER ALERT: Ab hier verrate ich einige weitere Punkte der Handlung, Weiterlesen für Comic-Fans also auf eigene Verantworung. ***

Während in der ersten Ausgabe das Massensterben an den unterschiedlichsten Schauplätzen in Szene gesetzt wird, beginnt aber der zweiten Folge Yorick seinen Weg durch die USA auf der Suche nach seiner Verlobten. Wie man sich vorstellen kann, reist er durch eine komplett veränderte Welt: Nicht nur weil die komplette Stromversorgung hinüber ist, etwa 5000 Flugzeuge abgestürzt sind und unzählige Leichen entsorgt werden müssen, sondern auch weil sich die gesellschaftlichen Strukturen komplett verändert haben. So begegnet er zu Beginn der zweiten Ausgabe einem ehemaligen Model, das jetzt den Job eines Müllkutschers ausführen muss. ("Das Schlimmste ist, dass ich drei Riesen für meine Brustvergrößerung ausgegeben habe, bevor das alles passiert ist. Unsere Titten bringen uns jetzt verdammt viel, was?") Ein besonderes Problem stellen für Yorick bald die sogenannten "Amazonen" dar, die das Massensterben der Männer als einen Akt Gottes interpretieren, um fortan seinen Willen fortzuführen, indem sie die "Symbole des Patriarchats" beschmutzen, sämtliche Samenbanken niederbrennen und im unpassendsten Moment männerfeindliche Statistiken zitieren. "Was ist los mit euch?" wird Yorick sie in Ausgabe Vier fragen. "Habt ihr nicht alle Väter, Brüder und Freunde verloren?" - "Nein, wir haben Vergewaltiger, Diktatoren und Serienkiller verloren. Das Y-Chromosom ist eine Verirrung. Du bist nicht mehr als eine deformierte Frau. Ein ... Monster, vergiftet durch deine eigenen Hormone. Mutter Erde hat euch aus gutem Grund von sich getilgt."

Andere Frauen fallen die Karriereleiter schneller nach oben als gedacht: So die ehemalige Landwirtschaftsministerin Valentine, die plötzlich Präsidentin der Vereinigten Staaten ist, weil alle, die in der politischen Rangordnung über ihr standen, männlich waren. Das führt zu politischen Unruhen: Drei Viertel der im US-Kongress vertretenen Frauen gehören den Demokraten an, was angesichts der neuen Situation zu einer faktischen Abschaffung des Zwei-Parteien-Systems führt. Dagegen setzen sich die Witwen der verstorbenen Republikaner vehement zur Wehr. ("Wer zur Hölle schießt da auf uns, Mutter? Terroristinnen?" - "Schlimmer ... Republikanerinnen.") Yorick ist entgeistert darüber, dass in der veränderten Welt Frauen dieselbe Aggressivität zeigen, die zuvor allein Männern vorbehalten schien: "Ich dachte, ihr würdet alle in den Vereinten Nationen Händchen halten. Wann bitte wurden Frauen so fies und ... und machthungrig?" – "Hast du nicht auch für Hilary gestimmt?" entgegnet seine Mutter trocken.

Nachdem diese Serie ein Comic und kein Sozialkunde-Kurs ist, geht es darin allerdings auch zwischenmenschlich extrem zur Sache. Ebenso verblüffende wie glaubwürdige Entwicklungen führen zu immer neuen Spannungen im Beziehungsgeflecht der Hauptfiguren, und die Cliffhanger, mit denen jede Ausgabe endet, sind regelmäßig überaus wirkungsvoll.

Kurz: "Y. The last man" ist eine hübsche Destruktion der Geschlechterrollen und der vielleicht unterhaltsamste, spannendste, klügste und witzigste Beitrag zur Genderdebatte, den ich im letzten Jahr gelesen habe.

Robert Merle, Die geschützten Männer

Rüdiger, Friday, 19.12.2003, 20:23 (vor 8084 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Rezension: Y. The last man von Arne Hoffmann am 19. Dezember 2003 17:46:42:

Hallo Arne,

*** SPOILER ALERT:

Ts ts ts, was sind denn das wieder für Ausdrücke!? Ich kenn so was nur als Teil eines Autos.

>Ein besonderes Problem stellen für Yorick bald die sogenannten "Amazonen" dar, die das Massensterben der Männer als einen Akt Gottes interpretieren, um fortan seinen Willen fortzuführen, indem sie die "Symbole des Patriarchats" beschmutzen, sämtliche Samenbanken niederbrennen und im unpassendsten Moment männerfeindliche Statistiken zitieren.

Kennst Du den schon 1974 erschienenen Roman des (kürzlich 95 gewordenen) französischen Autors Robert Merle "Die geschützten Männer"? Inhalt: Eine (allerdings auf die USA beschränkte) Epidemie läßt fast alle Männer im fortpflanzungsfähigen Alter sterben. Die Radikalfeministinnen erringen die Macht und versuchen (insofern typisch USA), den Rest der Welt ebenso zu beglücken. Nur der standhafte französische Macho-Präsident widersteht (fast so wie heute), und Fidel Castro natürlich auch. Religiöse Fanatiker geben, auch typisch USA, das Ganze als Strafe Gottes aus und plädoyieren für Selbstkastration, um der Seuche zu entrinnen und moralisch gut zu sein. Feministinnen beherrschen auch die Rechtsprechung; wenn z. B. mehrere Mädels, sexuell ausgehungert, sich auf einen alten, noch intakten Mann stürzen, so wird das flugs in eine männliche Aggression umgedeutet. In einem Camp arbeiten noch nicht identifizierte männliche Wissenschaftler an einem Gegenmittel, sind aber nichts als Edelgefangene, und weder ihre Chefin, Konzernherrin eines Pharma-Konzerns, noch die Radfem-US-Präsidentin haben in Wahrheit ein Interesse an der erfolgreichen Entwicklung eines solchen Mittels. Schließlich gelingt (mit dem schließlich entwickelten Mittel) der Ausbruch und die Flucht über die nahe kanadische Grenze.

Die Radfem-US-Herrschaft wird schlíeßlich gestürzt, aber mangels Männern etabliert sich dann so was wie ein "Matriarchat light", die wenigen Männer sind umworbene Luxusgeschöpfe (wie einst die Frauen), Bauarbeiterinnen pfeifen ihnen hinterher etc. (ganz amüsant, aber ich würde doch die Emigration nach Frankreich empfehlen).

Näheres bei Amazon. Etliche fanden den Roman nicht so toll, ich habe ihn in einem Zug durchgelesen. Ich hab mir den Roman bei Amazon in einer gebrauchten alten 70er-Jahre-DDR-Ausgabe besorgt; der Klappentext sülzt irgendwas von der "Frau im Sozialismus" und daß man durch diesen verfremdeten Blick erst recht etliche Benachteiligungen (sc. der Frauen) erkenne - hat alles mit dem recht brisanten, Menschenrechte etc. ansprechenden Text rein gar nichts zu tun. Erstaunlich, daß so was in der DDR überhaupt gedruckt werden konnte; Robert Merle war dort überhaupt weitaus geschätzter als hier im Westen, sagte der Deutschlandfunk im letzten Sommer anläßlich der Würdigung seines 95. Geburtstags.

Viel Spaß und Gruß,

Rüdiger


Re: Robert Merle, Die geschützten Männer

Garfield, Monday, 22.12.2003, 17:12 (vor 8082 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Robert Merle, Die geschützten Männer von Rüdiger am 19. Dezember 2003 18:23:18:

Hallo Rüdiger!

"Erstaunlich, daß so was in der DDR überhaupt gedruckt werden konnte; Robert Merle war dort überhaupt weitaus geschätzter als hier im Westen, sagte der Deutschlandfunk im letzten Sommer anläßlich der Würdigung seines 95. Geburtstags."

In der DDR wurde alles gern gedruckt, was irgendwie das westliche System kritisierte. Natürlich sollte diese Kritik nur als gegen den Westen gerichtet verstanden werden (deshalb auch der unsinnige Klappentext).

Noch deutlicher wurde das bei der Friedensbewegung. Natürlich kam es der DDR-Propaganda sehr gelegen, wenn im Westen Leute gegen Atomwaffen demonstrierten. Der Spruch "Frieden schaffen ohne Waffen" stieß bei den DDR-Ideologen allerdings nicht gerade auf Begeisterung. So pauschal gesagt betraf das nämlich auch die Waffen des Ostblocks. Das waren aber natürlich "gute Waffen", die man mit den "bösen Waffen" des Westens keinesfalls in einen Topf werfen durfte. Deshalb modifizierte man diesen Spruch etwas, und heraus kam "Frieden schaffen mit immer weniger Waffen"...

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Robert Merle, Die geschützten Männer

Rüdiger, Monday, 22.12.2003, 20:38 (vor 8081 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Robert Merle, Die geschützten Männer von Garfield am 22. Dezember 2003 15:12:03:

Deshalb modifizierte man diesen Spruch etwas, und heraus kam "Frieden schaffen mit immer weniger Waffen"...

Ich dachte eigentlich, diese Variante verdankten wir der Kohl-Regierung.

Gruß, Rüdiger

Re: Robert Merle, Die geschützten Männer

Nick, Tuesday, 23.12.2003, 00:37 (vor 8081 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Robert Merle, Die geschützten Männer von Rüdiger am 22. Dezember 2003 18:38:41:


[quote][quote]Deshalb modifizierte man diesen Spruch etwas, und heraus kam "Frieden schaffen mit immer weniger Waffen"...[/quote][/quote]
[quote]Ich dachte eigentlich, diese Variante verdankten wir der Kohl-Regierung.[/quote]

So isses. Wer sich seinerzeit im Osten tatsächlich für "immer weniger (Ost-)Waffen" aussprach ("Schwerter zu Pflugscharen"), fand sich ratzfatz im Stasiknast wieder.

Und wer im Westen für "immer weniger (Ost-)Waffen" war, benahm sich politisch maximal unkorrekt. Er war in den Augen der "Friedensbewegten" mindestens ein "kalter Krieger" - oder Schlimmeres.

So war es damals - in Ost wie West - eigentlich nur statthaft, gegen (West)Waffen zu sein. Glücklicherweise sind dann doch die (Ost)Waffen (samt Ostblock) zuerst - und hernach auch die (West)Waffen - verschwunden. So wie es Helmut Schmidt korrekt analysiert hatte, und wie es dann Kohl (weil die Sozen "ihren" Kanzler im Regen stehenließen) dann durchsetzte. Kohl hat den Begriff vom "Frieden mir immer weniger Waffen" geprägt.

Im Rückblick ein Panoptikum der Blödheit von "Massenbewegungen"!
Es ist indes dafür gesorgt, daß der Nachschub nicht ausgeht.
Nur die "Themen" wechseln, die kollektive "Überzeugtheit" der Herde ist je und je dieselbe.

Meint der Nick

Re: Bewegungen

Peter, Tuesday, 23.12.2003, 01:13 (vor 8081 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Robert Merle, Die geschützten Männer von Nick am 22. Dezember 2003 22:37:42:

Im Rückblick ein Panoptikum der Blödheit von "Massenbewegungen"!

Eine Massenbewegung ist dann gut, wenn sie die öffentliche Diskussion befreit, indem sie auf verschwiegene Misstände aufmerksam macht und nach dem ersten Auflackern und Erlöschen der Medienfokus das Thema warm hält.

Die Wahlrechtsbewegung der Frauen war eine Massenbewegung, die eine Diskussion darüber erzwang, warum die Frauen nicht wählen sollten.

Die Anti-Vietnam-Bewegung in den USA erzwang eine Diskussion über Kriegsziele und Kriegsmethoden der US-Armee in Vietnam, die beide einer öffentlichen Begutachtung nicht standhielten.

Der Maskulismus wird hoffentlich eine Diskussion erzwingen über die Diskriminierung von Männern in modernen Gesellschaften von heute.

Gruß,

Peter

Re: Bewegungen

Nick, Tuesday, 23.12.2003, 12:26 (vor 8081 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Bewegungen von Peter am 22. Dezember 2003 23:13:46:

Hallo Peter,

das hoffe ich auch, daß "der Maskulismus" dieses Ergebnis haben möge. Aber ich bin in solchen Fragen ein grundsätzlicher Skeptiker: es ist nämlich durchaus nicht garantiert, daß die Welt hernach besser ist. Es kann auch das genaue Gegenteil dabei herauskommen. Damit es dazu nicht kommt, scheint es mir wichtig, immer die Gefahr der kollektiven Blindheit, die nunmal jeder "Massenbewegung" innewohnt, im Auge zu behalten. Auch wenn das "stört".

Sonst kommt es nämlich zu Schäden, zum Scheitern oder gar zur Pervertierung. Anzeichen dafür gibt es durchaus (neben sehr ermutigenden Entwicklungen) - nicht so sehr hier im Forum von Jörg; aber das ist ja schließlich nicht "die Männerbewegung". Auf jeden Fall ist männlicher Frauenhaß kein bißchen besser, als weiblicher Männerhaß, sondern es ist beides ein und dasselbe.

Es ist wahr, ich habe ein abgrundtiefes Mißtrauen gegen den Menschen als "Masse", das nicht heilbar ist. Steht nicht allzu oft eine Idee im Zähler und die Zahl der Anhänger im Nenner? Die Sucht, die eigene Eitelkeit im Anderen zu bestätigen und die Verantwortung dann im Dunkeln "einen weiter" zu schieben, ist einfach zu groß. Es gibt genug Beispiele dafür, wie sich "kollektive Prozesse" schon im Verbrechen - oder doch im Blödsinn - festgebissen haben.

Die "Friedensbewegung" der 80er Jahre ist so ein Beispiel, finde ich (auch wenn's nun nicht so gut zur "Männerbewegung" passen mag, das merke ich wohl; aber der Rekurs darauf kam ja erst nach meiner These). Hätte sie damals wirklich Erfolg gehabt, dann läßt sich leicht ausmalen, wie furchtbar "anders" die Geschichte auch hätte ausgehen können.

Schmidt, Genscher und Kohl hatten recht. Die "gutmeinende Mehrheit" hatte Unrecht. Eingeräumt hat das bisher kaum einer ihrer Protagonisten. Das nehme ich übel.

Mit Michail Gorbatschow konnte man seinerzeit schließlich noch garnicht rechnen.

Gruß
vom Nick

P.S.: Das war jetzt kein "Plädoyer gegen die Männerbewegung". Hoffe, daß das klar geworden ist, oder?

Re: Robert Merle, Die geschützten Männer

Garfield, Tuesday, 23.12.2003, 13:00 (vor 8081 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Robert Merle, Die geschützten Männer von Nick am 22. Dezember 2003 22:37:42:

Hallo Nick!

Der Spruch "Frieden schaffen mit immer weniger Waffen" wurde in der DDR in den 80er Jahren häufig verwendet. Wer genau ihn kreiert hat, weiß ich nicht. Es könnte natürlich sein, daß er zuerst im Westen verwendet und dann von den DDR-Ideologen übernommen wurde, weil er ihnen besser gefiel als der ursprüngliche Slogan "Frieden schaffen ohne Waffen".

Im Stasi-Knast konnte man nur landen, wenn man sich zu vehement gegen die sowjetischen Nuklearwaffen äußerte. Wer sich allgemein für Abrüstung aussprach, wurde keineswegs irgendwie verfolgt, weil das der offiziellen Doktrin der DDR entsprach.

Im übrigen hat auch nicht Kohl die Abrüstung eingeleitet. Das war ein Prozeß, der schon sehr viel früher begann. Seit den 70er Jahren hat es immer wieder Abrüstungsverhandlungen zwischen den USA und der Sowjetunion gegeben, einfach weil beiden Seiten das Wettrüsten langsam zu teuer wurde. Im Westen gab es aber eine mächtige Gruppe, die vor allem aus Lobbyisten der Rüstungsindustrie bestand und die Meinung vertrat, daß man den Ostblock "totrüsten" müsse. Die blockierten natürlich immer wieder. Trotzdem sah man sich auch im Westen durch die hohen Rüstungsausgaben gezwungen, Abrüstungsmaßnahmen einzuleiten, und so wurden vor allem in den 80er Jahren diverse Abkommen zur Abrüstung geschlossen - ABM, START und wie sie alle hießen. Kohl hatte damit maximal als Randfigur zu tun.

Diese Verträge betrafen häufig vor allem Atomraketen. Da die für die moderne Kriegführung aber nicht wirklich wichtig sind, werden diese Verträge von den Großmächten im Wesentlichen heute noch eingehalten. Auch die Verträge in Bezug auf konventionelle Waffen werden im Wesentlichen eingehalten, weil die Entwicklung ohnehin darauf hinausläuft, die Armeen immer weiter zu verkleinern, dafür aber durch Weiterentwicklung der Technologie und Verbesserung der Ausbildung die Schlagkraft eines einzelnen Waffensystems zu erhöhen.

Anders sieht das bei chemischen und bakteriologischen Waffen aus. Es gibt Hinweise darauf, daß sowohl Rußland als auch die USA und natürlich auch noch andere Länder insgeheim weiter illegal solche Kampfstoffe entwickeln.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Robert Merle, Die geschützten Männer

Nick, Tuesday, 23.12.2003, 13:08 (vor 8081 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Robert Merle, Die geschützten Männer von Garfield am 23. Dezember 2003 11:00:22:

Lieber Garfield,

ich bin im Aufbruch, fahr einige Tage weg, deshalb antworte ich dir im Neuen Jahr.

Frohe Weihnachten!

Nick

Re: Robert Merle, Die geschützten Männer

Garfield, Tuesday, 23.12.2003, 13:30 (vor 8081 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Robert Merle, Die geschützten Männer von Nick am 23. Dezember 2003 11:08:34:

Hallo Nick!

Danke! Auch dir wünsche ich ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2004!

Freundliche Grüße
von Garfield

Anderer Titel

Gast, Tuesday, 23.12.2003, 16:28 (vor 8081 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Robert Merle, Die geschützten Männer von Rüdiger am 19. Dezember 2003 18:23:18:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442445639/qid=1072185979/sr=2-2/ref=sr_2_11_2/02...

"Yin" von Akif Pirincci - das Thema ist nicht so außergewöhnlich, wie es scheint.

"Planet der Frauen"

Lars, Saturday, 20.12.2003, 17:56 (vor 8084 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Rezension: Y. The last man von Arne Hoffmann am 19. Dezember 2003 17:46:42:

Ich glaube, sowas war schon des öfteren Sci-Fi-Thema. Ich erinnere mich, mal auf dem Second-Hand-Bücher-Grabbeltisch auf dem Campus einen Roman mit dem Titel "Planet der Frauen" gesehen zu haben. Und im Fernsehen hab ich vor 3 oder 4 Jahren mal einen Sci-Fi-Spielfilm gesehen, in dem in den USA Männer kein Wahlrecht besaßen. Es gab dann einen "Men´s rights movement" und eine sehr progressive Senatorin, die ihre Karriere aufs Spiel setzte, in dem sie die Forderung nach einem Wahlrecht für Männer unterstützte. Aber in den großen TV-Sendern, in denen Männer nur als Kabelträger u. ä. arbeiten durften, wurde - gestützt auf "wissenschaftliche Studien" über "die aggressive Natur des Mannes" -vor den unabsehbaren Folgen eines Männerwahlrechts gewarnt.

Na, hoffen wir maal, das es so dramatisch nicht werden wird ... *g*

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