Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Texaco, Tuesday, 16.12.2003, 14:52 (vor 8087 Tagen)

Ich lese gerade Arne Hoffmanns "Sind Frauen...?" Auch ich möchte dem Autor mein Feedback geben, das aber noch etwas hastig ausfällt.

Es sind wohl zwei Ausgangspunkte, die einen zum Lesen animieren:

1. Mann fühlt sich in der Defensive. Die Anklagen des Feminismus stehen im Raum, ihnen wird aber nicht widersprochen. Wer dies doch tut, gerät in eine Kommunikationsfalle: Männer wenden sich mit Grausen ab, Frauen machen einen zur Sau, und im Ergebnis stehen die Feministinnen paradoxerweise gleichzeitig aufgewertet (als inhaltlich diskussionswürdig) und unangreifbarer denn je da.

2. Man verspürt nicht nur ein Unbehagen am Feminismus (und gibt sich damit der Lächerlichkeit preis), sondern man ist durch Scheidung etc. zum "Opfer" gemacht worden. Man hat darunter dann nicht nur direkt zu leiden, sondern auch indirekt darunter, daß man nicht als solches anerkannt wird, sondern als "Loser" oder "Frauenfeind", wenn man sich darüber beklagt.

Der Autor hat sich dem Risiko ausgesetzt, und hat zu meiner (und vermutlich allgemeiner) Überraschung einige Fakten aufgestöbert, die zwar einzelnen bekannt waren, aber durch ihre Tabuisierung die weite Welt nicht erreichen konnten. Ich habe Feministinnen nie gemacht, aber ich wußte zuvor nicht WIE unrecht sie haben. Diesen oft beschriebenen umwälzenden Aha-Effekt verspüre ich nicht mehr, weil ich vorher im Internet viel gelesen habe.

Früher war der für mich entscheidende Aha-Effekt - ich habe das auch schon mal in einem anderen Forum geschrieben - dieser: Es geht gar nicht um einzelne Fehler, Lügen und Überspannheiten. Vielmehr haben diese Lügen System. Letzten Ende geht es nicht mehr um irgendwelche empirischen Daten, sondern um die Erkenntnis, wie einfach Männer durch Frauen manipulierbar sind, und wie selbstverständlich sich (manche?) Frauen dessen bedienen. Der Feminismus ist letztlich nur eine Spielart dessen. Zu diesem Fazit kommt man aber erst, nachdem man einmal erfahren hat, wie wirklich ein Mythos nach dem anderen gestürzt wird.

In den Foren kommt es immer wieder zur Sprache: Diese Erfahrung oder Einsicht unterscheidet die hier Versammelten praktisch vom Rest der (männlichen) Gesellschaft. Das ist kein Wunder: Die meisten Männer wissen nicht viel über ihre Frauen, die aus ihrer Aufklärung folgende Weltsicht ist nicht unbedingt attraktiv, die Widerlegung einzelner Mythen wird bagatellisiert oder abgestritten, das ganze Paket will sich aber auch keiner anhören, und überhaupt beweist diese ganze Faktenkenntnis doch nur, daß man zuviel Energie in die falschen Sachen steckt, was doch nur mit Frauenfeindlichkeit erklärt werden kann.

Wenn es einen Kritikpunkt an Arne Hoffmanns Buch gibt, dann ist es dieser: Der Durchschnittsmann wird nicht, wie man so sagt, "dort abgeholt, wo er steht". Schon der Titel schreckt ab. Welcher Durchschnittsmann muß sich denn wirklich vergessern, nichts schlechteres zu sein als eine Frau? Gleiches gilt für die Kapitelüberschriften mit ihren zugespitzten Thesen plus Fragezeichen. Schreibt sich da jemand frei, der peinlicherweise einmal Emma ernst genommen hat? Gehöre ich dazu? Nein.

Man vermißt eine Erzählerstimme wie sie "Magnum" immer hatte: "Ich weiß, was sie jetzt denken... (Sie werden jetzt sagen: So und so. Aber das ist es nicht. Sie müssen noch einen Schritt weiter denken. Es ist nämlich außerdem so, daß ...)"

Arne Hoffmann hat es geschafft, durch eine ernsthafte Auseinandersetzung mit feministischen Thesen, die umfassend zu widerlegen bzw. zu zeigen, daß ihre Widerlegung längst existierte, aber totgeschwiegen wurde. Einige Leute haben aus dem Buch sehr viel gelernt. Damit es mehr werden, braucht es vermutlich eine andere Form der Vermittlung. Keine Kampflesben-Zitate als Schocker. Sondern die fortwährende Versicherung, daß man aus der Mitte der Gesellschaft stammt, daß man letztlich um ihrer Willen schreibt, und daß man auch ÜBER sie - und nicht über ein paar Genderbiotope - schreibt.

(Das alles findet sich natürlich auch in dem Buch. Aber die Aufmachung deutet in eine andere Richtung. Mir ist auch klar, daß ich eigentlich über zwei verschiedene Aufgaben schreibe: Die sachliche Arbeit einerseits und ihre Vermittlung an bestimmte Gruppen andererseits.)

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Emmalein, Tuesday, 16.12.2003, 15:57 (vor 8087 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Texaco am 16. Dezember 2003 12:52:11:

Ich Ein jeder glaubt, was er glauben will... Viele von Arne Hoffmanns Äusserungen sind stark tendentiell geprägt, was bei kurzem Hinlesen nicht auffällt, nur bei ein wenig Nachdenken.

Andererseits ist es zumindest gut, dass der Punkt der Problematik,dass Männer Unbehagen in der modernen Gesellschaft fühlen, mal angesprochen wird. Den Verdienst will ich ihm auch lassen.

Ebenso, dass er mit dem Mythos aufräumt, dass Frauen besser seien als Männer, und dass Männer immer die Täter sind und Frauen immer die Opfer.

Die gegenteilige These, dass Männer immer von Frauen manipuliert werden und Frauen Männer heimtückisch für ihre Zwecke missbrauchen, stimmt aber auch nicht. Auch nicht die, die in vielen Maskulisten-Kreisen aufgestellt wird, dass Anschuldigungen wegen Vergewaltigungsdelikten zum grössten Teil falsch seien.

So ist denn Arne Hoffmanns Werk interessant und ein interssanter Diskussionsbeitrag, aber keine Bibel - es hat eindeutige Schwächen.

Es grüßt
das Emmalein

Das habe ich nicht geschrieben.

Texaco, Tuesday, 16.12.2003, 16:35 (vor 8087 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 16. Dezember 2003 13:57:53:

Den ersten Absatz von Emmaleins Antwort habe ich nicht geschrieben. Er ist aber als Zitat markiert. Daneben frage ich mich, inwiefern sie sich überhaupt auf meinen Beitrag bezieht. Sie stimmt mir bei Dingen zu, die ich gar nicht geschrieben habe. Dann senkt sie auch gleich noch den Daumen über einige Thesen - so als wisse sie es besser, ohne Begründung natürlich.

Was tut Emmalein hier? Verwirrung stiften? Oder ist sie selbst konfus?

Re: Das habe ich nicht geschrieben.

Emmalein, Tuesday, 16.12.2003, 16:46 (vor 8087 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Das habe ich nicht geschrieben. von Texaco am 16. Dezember 2003 14:35:54:

Den ersten Absatz von Emmaleins Antwort habe ich nicht geschrieben. Er ist aber als Zitat markiert. Daneben frage ich mich, inwiefern sie sich überhaupt auf meinen Beitrag bezieht. Sie stimmt mir bei Dingen zu, die ich gar nicht geschrieben habe. Dann senkt sie auch gleich noch den Daumen über einige Thesen - so als wisse sie es besser, ohne Begründung natürlich.
Was tut Emmalein hier? Verwirrung stiften? Oder ist sie selbst konfus?

So bitte ich Dich denn tausendmal um Verzeihung, ich hatte etwas Probleme mit dem Löschen..

Es grüsst
das Emmalein

(das gerne mal Verwirrung stiftet!)

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Frank, Tuesday, 16.12.2003, 20:59 (vor 8087 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 16. Dezember 2003 13:57:53:

Die gegenteilige These, dass Männer immer von Frauen manipuliert werden und Frauen Männer heimtückisch für ihre Zwecke missbrauchen, stimmt aber auch nicht. Auch nicht die, die in vielen Maskulisten-Kreisen aufgestellt wird, dass Anschuldigungen wegen Vergewaltigungsdelikten zum grössten Teil falsch seien.

Belege? Fakten? Beweise?
Du spuckst hier recht große Töne. Jetzt hast du die Gelgenheit zu zeigen, dass was dahinter steckt.

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Ferdi, Wednesday, 17.12.2003, 02:33 (vor 8087 Tagen) @ Frank

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Frank am 16. Dezember 2003 18:59:31:

Also grundsätzlich misstraue ich jeder Frau erstmal total. Ich betrete ja auch keinen zugefrorenen See, dessen Eisdecke ich nicht auf Tragfähigkeit überprüfen kann. Die Taktik des Vietkong, mit Speerspitzen bestückte Fallgruben mit einer Matte abzudecken, die mit einer natürlich wirkenden Blumenwiese oder Ähnlichem getarnt ist, entspricht genau der Taktik, mit der "emanzipierte" Frauen mit verliebten Männern umgehen. Auch die Taktik der fleischfressenden Pflanzen ist damit vergleichbar. Zu studieren in jedem botanischen Garten.

[center]Gefahr erkannt - Gefahr gebannt![/center]

Gruss,
Ferdi

Köstlich! (n/t)

Texaco, Wednesday, 17.12.2003, 12:20 (vor 8087 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Ferdi am 17. Dezember 2003 00:33:32:

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Emmalein, Wednesday, 17.12.2003, 10:45 (vor 8087 Tagen) @ Frank

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Frank am 16. Dezember 2003 18:59:31:

Die gegenteilige These, dass Männer immer von Frauen manipuliert werden und Frauen Männer heimtückisch für ihre Zwecke missbrauchen, stimmt aber auch nicht. Auch nicht die, die in vielen Maskulisten-Kreisen aufgestellt wird, dass Anschuldigungen wegen Vergewaltigungsdelikten zum grössten Teil falsch seien.

Belege? Fakten? Beweise?
Du spuckst hier recht große Töne. Jetzt hast du die Gelgenheit zu zeigen, dass was dahinter steckt.

Hier, lies das:

http://www.m-ww.de/sexualitaet_fortpflanzung/lexikon/vergewaltigung_sexuelle_noetigung....

Emmalein

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Mic, Wednesday, 17.12.2003, 11:01 (vor 8087 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 17. Dezember 2003 08:45:43:

Hier, lies das:
http://www.m-ww.de/sexualitaet_fortpflanzung/lexikon/vergewaltigung_sexuelle_noetigung....

Ich habe es eben gelesen, es steht kein Wort über falsche Anschuldigungen drinnen. Schließt du daraus, dass das falsche Anschuldigungen keine Rolle spielen?

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

reinecke54, Wednesday, 17.12.2003, 12:21 (vor 8087 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 17. Dezember 2003 08:45:43:

Da steht Nichts von falschen Beschuldigungen. Da steht
nur, wieviele polizeiliche Ermittlungen 1998 im Land
Berlin durchgefuehrt wurden. Nicht, wieviele davon
zur Anklage fuehrten. Nicht, wieviele Anklagen zur
Verurteilung fuehrten. Nicht, wieviele Verurteilte
weiterhin die Tat leugneten (waere auch einmal interessant
- nicht nur bei Vergewaltigungen, sondern auch sonst).

Aber ich erinnere mich noch sehr deutlich an die Eishockeyspieler,
die in Schweden faelschlich beschuldigt wurden und mehr als
2 Wochen in U-Haft sassen. Sicher, das ist nur anekdotisch.
Aber die Geschichte (auf der von Dir zitierten Seite) vom
22-jaehrigen Mann, der ein 13-jaehriges Maedchen brutal vergewaltigt
hat und nur milde bestraft wurde, ist auch nur ein Einzelfall.
(Koerperverletzungen werden bei uns ohnehin haeufig zu milde
geahndet.)

Mir scheint, die Seite ist bemueht um PC. Daher auch wieder die hohe
Dunkelziffer 1:20. Die glaub ich einfach nicht.

Lustiges Detail: links auf der Seite gibt es einen Punkt Gynaekologie,
aber keinen Punkt Andrologie. Beim Suchen gibt's nur zwei Treffer.
Beim Suchen nach Gynaekologie gibt's 108 Treffer. ;-)

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Emmalein, Wednesday, 17.12.2003, 16:08 (vor 8086 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von reinecke54 am 17. Dezember 2003 10:21:46:

Glaub doch, was Du willst..

Wenn wissenschaftliche Schätzungen von dieser Dunkelziffer ausgehen, kann auch ich davon ausgehen.

Es grüsst
das Emmalein

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

reinecke54, Wednesday, 17.12.2003, 17:08 (vor 8086 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 17. Dezember 2003 14:08:45:

Glaub doch, was Du willst..
Wenn wissenschaftliche Schätzungen von dieser Dunkelziffer ausgehen, kann auch ich davon ausgehen.
Es grüsst
das Emmalein

Wissenschaft? Welche Wissenschaft. Die Medizinseite gibt
keine Quelle an.

Bei http://www.notruf.wtal.de/html/mythen.htm z.B. steht
"Jährlich werden bundesweit ca. 12.-13.000 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung angezeigt. Die Dunkelziffer wird auf das 10- BIS 20-fache geschätzt.", auf der Medizinseite aber "Auch hier wird die Dunkelziffer auf MINDESTENS 1 : 20 geschätzt". Klingt ein wenig anders. Es heisst aber auch
zu Recht "geschätzt". Nichts Genaues weiss man halt nicht.

Noch eine giftige Bemerkung am Rande (nicht gegen Dich). Auf der Notrufseite steht
"Vergewaltigung ist jegliches Eindringen in den Körper einer Person gegen ihren Willen, unabhängig davon, ob die Penetration vaginal, anal oder oral, mit dem Penis, dem Finger oder mit einem Gegenstand erfolgt."

Danach wurde ich wohl vom Musterungsarzt vergewaltigt, oder?

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Emmalein, Wednesday, 17.12.2003, 18:11 (vor 8086 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von reinecke54 am 17. Dezember 2003 15:08:45:

Nein!

Der Staat hat Rechte, die Privatleute nicht haben.

Er kann von Dir beispielsweise jederzeit höhere Steuern verlangen. Dafür gibt es keine gesetzliche Begrenzung.

Jemand anders kann nicht unbegrenzt von Dir Geld verlangen. Dafür gibt es gesetzliche Regelungen

Emmalein

Gütetest

Arne Hoffmann, Wednesday, 17.12.2003, 18:42 (vor 8086 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 17. Dezember 2003 16:11:50:

Nein!
Der Staat hat Rechte, die Privatleute nicht haben.

Richtig. Deshalb kann sich der einzelne Mann aber natürlich trotzdem vergewaltigt _fühlen_. Ich habe den Eindruck, wenn junge Frauen von männlichen Ärzten auf ihre Verwendbarkeit für den Staat hin auch im Intimbereich so untersucht und befummelt werden würden, wie das bei jungen Männern geschieht, hätte Alice Schwarzer schon längst eine Initiative dagegen gestartet (oder Margaret Atwood einen Roman darüber geschrieben). Die psychologische Wirkung und Aussage dieser Prozedur ist ja auch ganz klar: Als junger Mann gehörst du dem Staat, und es gibt für dich keine geschützte Intimzone, wenn er deine Güteklasse als (theoretisches) Kanonenfutter überprüfen möchte.

Scheiß-patriarchales System mal wieder. ;-)

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Gütetest

Marie Juana, Wednesday, 17.12.2003, 19:50 (vor 8086 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Gütetest von Arne Hoffmann am 17. Dezember 2003 16:42:16:

Deshalb kann sich der einzelne Mann aber natürlich trotzdem vergewaltigt _fühlen_.
______

natürlich kann er das, allerdings würde ich eher das *macht/ohnmachtsgefälle* dafür verantwortlich machen.
eine solche beziehungsstruktur ist manchmal auch durchaus bei ärztlichen untersuchungen gegeben.

Marie Juana

Re: Gütetest

Emmalein, Thursday, 18.12.2003, 00:07 (vor 8086 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Gütetest von Arne Hoffmann am 17. Dezember 2003 16:42:16:

Dass sich ein Mann vergewaltigt fühlt, macht daraus keinen Straftatbestand.

Dem Staat sind auch andere Eingriffe in die Intimsphäre gestattet, die bei jedem Privatmann oder bei jeder Frau strafbar wären.

Vergewaltigung ist keine kleine, harmlose Sache, sondern ein Straftatbestand. Mensch kann deswegen immerhin hinter Gittern landen, und das hat seinen Grund.

Eine ärztliche Untersuchung damit gleichzusetzen, hiesse, es gleichzusetzen, wenn Du Dich vor einem Gynäkologen ausziehen musst und wenn Du es vor einem Vergewaltiger musst.

Zwei Leute können dasselbe tun, und es ist nicht dasselbe.

Aber Arne, das wäre im Matriarchiat nicht anders;-)...

Lasst uns doch die dumme Wehrpflicht endlich abschaffen! Andere Länder kommen doch auch ohne sie aus und haben eine bessere und flexiblere Ausstattung, die besser in die heutige Zeit passt als wir (beispielsweise England)

WECH MIT DER WEHRPFLICHT!

Es grüsst freundlich
das Emmalein

Re: Gütetest

AJM, Thursday, 18.12.2003, 10:03 (vor 8086 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Emmalein am 17. Dezember 2003 22:07:44:

Es gibt einen gravierenden Unterschied: Zum Gyn. gehst Du für gewöhnlich freiwillig (aus welchen Gründen auch immer) und gibst damit die Erlaubnis zu einer solchen "Tat". Bei einer Tauglichkeitsuntersuchung zur Musterung ist nichts freiwillig. Man(n) kann sich nicht einmal aussuchen, ob ein Mann oder eine Frau einen untersucht. Da hier ein "Staatszwang" vorhanden ist, ist das Gefühl einer Vergewaltigung auf jeden Fall vorhanden. Wenn eine Frau zum Gyn. geht, ist das ihre ganz eigene Sache und hat nicht im Entferntesten mit Vergewaltigung zu tun (obwohl es auch gewisse Mechanismen im Umgang mit Ärzten (speziell Gyn's) gibt, die auch nicht alle astrein sind).

Gruß

AJM (der sich der Musterung verweigert hat und seinen Hausarzt ein Tauglichkeitsgutachten hat austellen lassen, um dann zu verweigern)

Re: Gütetest

Arne Hoffmann, Thursday, 18.12.2003, 11:54 (vor 8086 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Emmalein am 17. Dezember 2003 22:07:44:

Dass sich ein Mann vergewaltigt fühlt, macht daraus keinen Straftatbestand.

Habe ich ja auch nicht behauptet. Die Analogie zwischen Musterung und Vergewaltigung entstand ja durch die Definition auf der zitierten Notrufseite. Da du mein Buch gelesen hast, weißt du ja, dass ich es selbst nicht so sehr mag, wenn alles mögliche gleich als "Vergewaltigung" definiert wird ("Vergewaltigung von Frauen in Gesprächen" etc.) und diese Metapher reale Vergewaltigungen verharmlost. Richtig ist aber auch, wie ich aus Gesprächen weiß, dass viele junge Männer die Prozedur bei der Musterung als einen Übergriff betrachten, den sie als unangenehm empfinden und dem gegenüber sie sich besonders schutzlos fühlen.

Lasst uns doch die dumme Wehrpflicht endlich abschaffen! Andere Länder kommen doch auch ohne sie aus und haben eine bessere und flexiblere Ausstattung, die besser in die heutige Zeit passt als wir (beispielsweise England). WECH MIT DER WEHRPFLICHT!

Da sind wir beiden sowieso einer Meinung. :-)

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Gütetest

Ferdi, Thursday, 18.12.2003, 12:12 (vor 8086 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Arne Hoffmann am 18. Dezember 2003 09:54:10:

Hi Arne, hi alle!

Richtig ist aber auch, wie ich aus Gesprächen weiß, dass viele junge Männer die Prozedur bei der Musterung als einen Übergriff betrachten, den sie als unangenehm empfinden und dem gegenüber sie sich besonders schutzlos fühlen.

In einer Zeit, in der Frauen schon Blicke als "sexuelle Belästigung" empfinden, hat die Prozedur die Dimension einer Vergewaltigung. Auf jeden Fall ist es aber eine schwere Grenzverletzung (so würde sich Maya ausdrücken), wenn ein junger Mann gegen seinen Willen von einer Frau am Intimbereich untersucht wird. Mit Sicherheit ist das eine Grundgesetzverletzung bezüglich der Unantastbarkeit der Menschenwürde. Wehrpflichtige können genau so gut von männlichen Ärzten untersucht werden, was eigentlich früher die Regel war. Erst seitdem es Quotenregelungen gibt, haben sich notgeile Frauen bis zu diesen Posten durchgearbeitet, um auf diese Weise zu einem kostenlosen "Mens-Strip" zu kommen, für den sie auch noch Geld bekommen.

Ich behaupte jetzt einmal ganz rotzfrech, dass nur deswegen auf der Musterungsuntersuchung durch Frauen so stur bestanden wird, damit diesen Frauen Gelegenheit gegeben wird, ihre voyeuristischen Ambitionen ungestört und staatlich subventioniert auszuleben.

Gruss,
Ferdi


Re: Gütetest

Marie Juana, Thursday, 18.12.2003, 16:58 (vor 8085 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Ferdi am 18. Dezember 2003 10:12:07:

Ich behaupte jetzt einmal ganz rotzfrech, dass nur deswegen auf der Musterungsuntersuchung durch Frauen so stur bestanden wird, damit diesen Frauen Gelegenheit gegeben wird, ihre voyeuristischen Ambitionen ungestört und staatlich subventioniert auszuleben.
Gruss,
Ferdi

_____
rotzfrech darfst du das natürlich behaupten.
ich habe zwar arne nicht so verstanden, dass er das ernsthaft als *vergewaltigung* ansieht.
es ist kaum anzunehmen, dass junge, pubertierende männer die ärztliche untersuchung durch eine frau als *gewalt-akt* empfinden, vor allem, wenn sie in horden auftreten und dort ihre schlüpfrigen witzchen vom stabel lassen.
Scham vielleicht.
aber ich will auf etwas anderes hinaus. jeder akt der nicht freiwillig ist, trägt etwas *gewalt-tätiges* in sich.

Marie Juana

Re: Gütetest

Manfred, Thursday, 18.12.2003, 23:58 (vor 8085 Tagen) @ Marie Juana

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Marie Juana am 18. Dezember 2003 14:58:26:

..es ist kaum anzunehmen, dass junge, pubertierende männer die ärztliche untersuchung durch eine frau als *gewalt-akt* empfinden...

Es ist insbesondere kaum anzunehmen, daß junge Männer alle gleich empfinden.
Ich akzepiere jedenfalls nicht diese schwarz-weiß Malerei, die uns da suggerieren will eine Vergewaltigung (was immer nun das eigentlich sein mag) mit Frau in der Opferrolle, habe ohne jegliche weitere Diskussion als ärgstes Kapitalverbrechen, ja beinahe als Sakrileg anerkannt zu werden, während man gleichzeitig für gleiche oder ähnliche Tatbestände Männern gegenüber (ebenfalls ohne weitere Diskussion) nichts anderes als Häme und Schadenfreude aufbringt.

Nach wie vor kenne ich keine sachliche und moralisch redliche Definition des Vergewaltigungsbegriffes, die den Akt "Musterung" sauber von dem trennt was gemeinhin unter Vergewaltigung verstanden wird. Und nicht nur sauber trennt, sindern soweit voneinander separiert, das aus dem einen etwas abscheuliches, aus dem andern aber etwas wird worüber gewiztelt werden darf.
Mit den Begriffen "Sklaverei" und "Zwangsdienst" verhält es sich übrigens genauso!

Grüße,
Manfred

Re: Gütetest

Ferdi, Friday, 19.12.2003, 02:25 (vor 8085 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Manfred am 18. Dezember 2003 21:58:48:

Hallo zusammen!

Es geht grundsätzlich nicht an, dass ein Mensch wider seinen Willen von Ärzten untersucht wird, die er ablehnt. Wenn eine Frau zu einem männlichen Gynäkologen geht, dann tut sie das freiwillig. Wenn ihr der Arzt zuwider ist, kann sie zu einer Gynäkologin gehen.

Ein Wehrpflichtiger, der ärztlich gemustert werden soll, hat das Recht, darauf zu bestehen, dass die Untersuchung von einem Mann vorgenommen wird. Dieses Recht ist um so härter durchzusetzen, da die Musterung nicht freiwillig erfolgt, sondern erzwungen wird. Das als solches ist schon menschenverachtend, und wenn man dem Wehrpflichtigen dann noch das Recht nimmt, Ärztinnen abzulehnen, dann hat das die Grössenordnung einer Vergewaltigung. Ich erinnere daran, dass ein Arbeitgeber eine einzustellende Frau nicht einmal fragen darf, ob sie schwanger ist. Was würde wohl passieren, wenn der Arbeitgeber die Frau zur Einstellungsuntersuchung zu einem männlichen Arzt schicken würde? Wenn die Frau das freiwillig mitmacht - ok. Aber wenn nicht, hat der Arbeitgeber kein Recht, das durchzusetzen. So geht das also nicht. Hier wird doch ganz ganz massiv mit zweierlei Maß gemessen. Von Beachtung der Menschenwürde und der Grundrechte des Wehrpflichtigen kann unter diesen Umständen ja wohl absolut keine Rede sein. Egal, ob nun die Abschaffung der Wehrpflicht gefordert wird oder nicht. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Gruss,
Ferdi

Re: Gütetest

Marie Juana, Friday, 19.12.2003, 15:54 (vor 8084 Tagen) @ Manfred

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Manfred am 18. Dezember 2003 21:58:48:

hallo manfred,
es war einmal...
da gab es in diesem forum einen diskurs über *vergewaltigung* und da habe ich mich auch punktuell daran beteiligt.
*vergewaltigung als misslungene kommunikation*, aber letztlich ist dieses thema für mich nicht diskussionsfähig, zumindest nicht in der form von *mannlich-gestylten-trash-argumenten*.

Marie Juana

Re: Gütetest

Manfred, Friday, 19.12.2003, 22:57 (vor 8084 Tagen) @ Marie Juana

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Marie Juana am 19. Dezember 2003 13:54:36:

Themen sind immer diskussionsfähig.
Es liegt an den Menschen...
es war einmal - und wird wieder sein.

Manfred

Re: Gütetest

Odin, Friday, 19.12.2003, 00:06 (vor 8085 Tagen) @ Marie Juana

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Marie Juana am 18. Dezember 2003 14:58:26:

es ist kaum anzunehmen, dass junge, pubertierende männer die ärztliche untersuchung durch eine frau als *gewalt-akt* empfinden, vor allem, wenn sie in horden auftreten und dort ihre schlüpfrigen witzchen vom stabel lassen.

Kenner der männlichen Psyche würden wahrscheinlich genau diesen Sachverhalt als Beleg dafür benutzen, daß diese Jungs stark verunsichert sind und nach einem Ausweg in dieser - für sie nötigenden - Situation suchen.
Bestes Rezept für sie: Sich überlegen darstellen

Re: Gütetest

Marie Juana, Friday, 19.12.2003, 15:57 (vor 8084 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Odin am 18. Dezember 2003 22:06:50:

Kenner der männlichen Psyche würden wahrscheinlich genau diesen Sachverhalt als Beleg dafür benutzen, daß diese Jungs stark verunsichert sind und nach einem Ausweg in dieser - für sie nötigenden - Situation suchen.
Bestes Rezept für sie: Sich überlegen darstellen

hallo odin,
ich würde dir da schon zustimmen, aber bitte nicht vergleichen mit einer *vergewaltigung*, was du wohl auch nicht beabsichtigst.

Marie Juana

Re: Gütetest

Emmalein, Friday, 19.12.2003, 00:41 (vor 8085 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Gütetest von Ferdi am 18. Dezember 2003 10:12:07:

Hi Arne, hi alle!
Richtig ist aber auch, wie ich aus Gesprächen weiß, dass viele junge Männer die Prozedur bei der Musterung als einen Übergriff betrachten, den sie als unangenehm empfinden und dem gegenüber sie sich besonders schutzlos fühlen.
In einer Zeit, in der Frauen schon Blicke als "sexuelle Belästigung" empfinden, hat die Prozedur die Dimension einer Vergewaltigung. Auf jeden Fall ist es aber eine schwere Grenzverletzung (so würde sich Maya ausdrücken), wenn ein junger Mann gegen seinen Willen von einer Frau am Intimbereich untersucht wird. Mit Sicherheit ist das eine Grundgesetzverletzung bezüglich der Unantastbarkeit der Menschenwürde. Wehrpflichtige können genau so gut von männlichen Ärzten untersucht werden, was eigentlich früher die Regel war. Erst seitdem es Quotenregelungen gibt, haben sich notgeile Frauen bis zu diesen Posten durchgearbeitet, um auf diese Weise zu einem kostenlosen "Mens-Strip" zu kommen, für den sie auch noch Geld bekommen.
Ich behaupte jetzt einmal ganz rotzfrech, dass nur deswegen auf der Musterungsuntersuchung durch Frauen so stur bestanden wird, damit diesen Frauen Gelegenheit gegeben wird, ihre voyeuristischen Ambitionen ungestört und staatlich subventioniert auszuleben.

Ohne Wehrpflicht kein Zwang zur Untersuchung..

Wenn also eine Frau WECH MiT DER WEHRPFLICHT auf ihre Fahnen schreibt, ist ie dann für Dich keine Voyeuristin?

Es grüss neugierig
das Emmalein

Gruss,
Ferdi

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

reinecke54, Thursday, 18.12.2003, 14:31 (vor 8085 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 17. Dezember 2003 16:11:50:

Nein!
Der Staat hat Rechte, die Privatleute nicht haben.
Er kann von Dir beispielsweise jederzeit höhere Steuern verlangen. Dafür gibt es keine gesetzliche Begrenzung.
Jemand anders kann nicht unbegrenzt von Dir Geld verlangen. Dafür gibt es gesetzliche Regelungen
Emmalein

Warum so schroff, liebes Emmaleinchen?

Der Staat kann sich natuerlich nicht jedes Recht nehmen; z.B.
ist die Steuer laut Kirchhoffs Verfassungsgerichtsurteil auf
50% begrenzt (ist allerdings nicht sehr praezise formuliert).

Die Verfassung verbietet auch die Ungleichbehandlung. Dieser
Artikel 3 darf laut Artikel 19 nicht in seinem Wesensgehalt
angetastet werden. Der Artikel 12A tut das aber (und er tastet
auch Artikel 12 - Verbot von Zwangsarbeit - in seinem Wesensgehalt
an). Frau Limbach hat sich aber darauf zurueckgezogen, dass beide
Artikel (3 und 12A) gleichrangig seien. Haette sie auch so geurteilt,
wenn es einen Artikel 3A gaebe: Juden tragen einen Judenstern?
Oder einen Artikel 12B: Neger vom vollendeten 18. Lebensjahr
koennen zum lebenslangen Zwangsdienst auf Baumwollfeldern
herangezogen werden? Das Limbach-Urteil war jedenfalls unser
Dred-Scott-Case http://www.pbs.org/wgbh/aia/part4/4h2933.html
und Frau Limbach spielte die Rolle des rassistischen Chief Justice
Roger B. Taney.

Natuerlich habe ich mit meiner Bemerkung zur Musterung nicht juristisch
gesprochen, denn die demuetigende Untersuchung wird wohl von kaum einem
Betroffenen als sexuelle Handlung (seitens der Aerzte/Aerztinnen)
empfunden. Natuerlich habe ich auch nicht Vergewaltigungen von Frauen
verharmlosen wollen. Aber ich parallelisiere ja auch die Wehrpflicht
mit der Sklaverei (s.o.). Ich meine, es ist nicht entscheidend, ob eine
Sache ein Straftatbestand ist, sondern, ob Betroffene dadurch
ge/beschaedigt werden. Fuer mich war die ganze Prozedur einschliesslich
des Wehrdienst derart schlimm, dass mich die Sache jetzt noch nach
30 Jahren beschaeftigt.

Im Uebrigen haben Arne und Andere ja aehnliches schon gesagt. Und ich
stimme Dir natuerlich voll zu, dass die Wehrpflicht verschwinden muss.
Wir Maenner wollen zwar die Haelfte der Hoelle loswerden, aber nicht
auf Kosten der Frauen.

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Arne Hoffmann, Thursday, 18.12.2003, 17:02 (vor 8085 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von reinecke54 am 18. Dezember 2003 12:31:36:

Howdy :-)

Wir Maenner wollen zwar die Haelfte der Hoelle loswerden, aber nicht auf Kosten der Frauen.

Der Satz ist geil. Darf ich ihn für propagandistische Zwecke adoptieren? :-)

Herzlicher Gruß

Arne

Klaro (n/t)

reinecke54, Thursday, 18.12.2003, 17:31 (vor 8085 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Arne Hoffmann am 18. Dezember 2003 15:02:10:

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Arne Hoffmann, Wednesday, 17.12.2003, 11:12 (vor 8087 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 16. Dezember 2003 13:57:53:

Hallo Emmalein, :-)

ich stimme dir ja grundsätzlich zu, aber bei zwei Punkten muss ich doch mal nachfragen:

Die gegenteilige These, dass Männer immer von Frauen manipuliert werden und Frauen Männer heimtückisch für ihre Zwecke missbrauchen, stimmt aber auch nicht.

Wo vertrete ich diese These?

Auch nicht die, die in vielen Maskulisten-Kreisen aufgestellt wird, dass Anschuldigungen wegen Vergewaltigungsdelikten zum grössten Teil falsch seien.

Und an welcher Stelle behaupte ich das? Ich zitiere zu diesem Thema unterschiedliche Forschungsergebnisse, die uns zu dieser Frage vorliegen, aber meine einzige eigene persönliche Schlussfolgerung liefere ich auf Seite 349: "Wie hoch genau die Zahl der Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen ist, weiß kein Mensch". Was hätte ich denn deiner Ansicht nach mit den verschiedenen Erkenntnissen machen sollen, die zu diesem Thema vorliegen und bei denen auch mich die Rate der Falschbezichtigungen sehr überrascht hat? Hätte ich sie einfach unerwähnt lassen sollen? Das wäre mir nicht sehr redlich erschienen, da eine Falschbeschuldigung jeden treffen kann und man als Außenstehender dann wissen sollte, dass eine solche Anklage nicht automatisch zutreffen muss, sondern dass dies sehr oft nicht der Fall ist.

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

Emmalein, Wednesday, 17.12.2003, 16:27 (vor 8086 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Arne Hoffmann am 17. Dezember 2003 09:12:04:

Hallo Emmalein, :-)
ich stimme dir ja grundsätzlich zu, aber bei zwei Punkten muss ich doch mal nachfragen:

Die gegenteilige These, dass Männer immer von Frauen manipuliert werden und Frauen Männer heimtückisch für ihre Zwecke missbrauchen, stimmt aber auch nicht.

Wo vertrete ich diese These?

Auch nicht die, die in vielen Maskulisten-Kreisen aufgestellt wird, dass Anschuldigungen wegen Vergewaltigungsdelikten zum grössten Teil falsch seien.

Und an welcher Stelle behaupte ich das? Ich zitiere zu diesem Thema unterschiedliche Forschungsergebnisse, die uns zu dieser Frage vorliegen, aber meine einzige eigene persönliche Schlussfolgerung liefere ich auf Seite 349: "Wie hoch genau die Zahl der Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen ist, weiß kein Mensch". Was hätte ich denn deiner Ansicht nach mit den verschiedenen Erkenntnissen machen sollen, die zu diesem Thema vorliegen und bei denen auch mich die Rate der Falschbezichtigungen sehr überrascht hat? Hätte ich sie einfach unerwähnt lassen sollen? Das wäre mir nicht sehr redlich erschienen, da eine Falschbeschuldigung jeden treffen kann und man als Außenstehender dann wissen sollte, dass eine solche Anklage nicht automatisch zutreffen muss, sondern dass dies sehr oft nicht der Fall ist.
Herzlicher Gruß
Arne

Hi, Arne,

dann habe ich Dich da wohl missverstanden, so was kommt vor.

Es grüsst freundlich
das Emmalein

Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?"

XRay, Wednesday, 17.12.2003, 23:46 (vor 8086 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: Über "Sind Frauen bessere Menschen?" von Emmalein am 16. Dezember 2003 13:57:53:

...

Die gegenteilige These, dass Männer immer von Frauen manipuliert werden und Frauen Männer heimtückisch für ihre Zwecke missbrauchen, stimmt aber auch nicht.

--------
dass Männer immmer... stimmt sehr wahrscheinlich nicht..
so wie Aussagen mit alle, immer, nie eben häufig nicht richtig sind.
Ersetze als das immer durch oft, dann wird die Wahrscheinlichkeit
für die Richtigkeit der Aussage höher....
--------

Auch nicht die, die in vielen Maskulisten-Kreisen aufgestellt wird, dass Anschuldigungen wegen Vergewaltigungsdelikten zum grössten Teil falsch seien.

--------
Möchte mal wissen, wer die Maskulisten sind, von denen oft die Rede ist.
Dass Anschuldigungen wegen Vergewaltigungsdelikten zum größten Teil
falsch sind, würde ich auch nicht behaupten wollen. Dass aber häufig
Falschvorwürfe allgemein und wegen sexuellen Missbrauchs im Besondern benutzt werden, glaube ich schon.
Es ist allerdings sicherlich nicht einfach hier Beweis zu führen, so
wie ein Missbrauch allgemein oft schwer zu beweisen ist.
In Missbrauchsfällen werden mitunter Urteile auf Grund von
Aussagen gefällt, die nicht weiter zu untermauern sind. Da wird
dann mit Glaubwürdigkeit gearbeitet und dgl.. Manchmal genügt es,
wenn ein Mann auch schon irgendwie wegen autoritärem Verhalten
aufgefallen ist, dass auch ein Missbrauch für glaubhaft gehalten wird.
Das Problem ist, dass auch tatsächliche Täter oft nicht geständig sind.
Sie sehen sich oft in dem was sie taten nichts böses.
Insofern beneide ich Richter nicht, die solche Urteile fällen müssen.
Das Risiko einer Fehlentscheidung ist hoch.
Erst kürzlich wurde ein Fall im Fernsehen dargestellt, wo ein Mann
nach jahrelanger Haft nun entlassen wurde. Er war wegen Mordes
verteilt worden und soll seine damalige Geliebt vorher noch missbraucht
haben. Der Mann hatte sogar mehrfach ein Geständnis abgelegt und
dann wieder widerrufen. Er wurde in Verhören, so hiess es, derart
beackert, dass er zeitweilig selbst daran glaubte die Tat begangen zu haben.
Er glaubt heute noch nicht daran, dass er es war.
Parallelen zu einem späteren Fall wurden aufgezeigt. Die Staatsanwaltschaft wimmelte ab........

Es gibt mit Sicherheit einige Leute, die für etwas verurteilt werden,
das sie nicht getan haben. Ein Missbrauchsvorwurf wiegt schwer.
Und gerade in Zusammenhang mit Scheidung wird er zu häufig als
Mittel benutzt, den ehemaligen Partner fertig zu machen.
Auch wenn sich der Vorwurf als falsch herausstellt, hat das für
die BeschuldigerIn in vielen Fällen kaum Folgen, für den Beschuldigten abe wohl.
Insofern wäre die Forderung zu stellen, dass auch Falschbeschuldigungen unter Eheleuten strafbar sind, wie das eben auch für die Vergewaltigung in der Ehe der Fall ist......

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