Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Brisant heute abend

Odin, Saturday, 13.12.2003, 15:35 (vor 8090 Tagen)

ARD 17.30 - 18.00 Brisant

In Brisant wird es voraussichtlich einen Beitrag zur heutigen Veranstaltung
"Zerrissene Familien im vereinten Europa" in der Französischen Botschaft
geben. Die Veranstaltung war von einem sehr hohem Niveau gekennzeichnet und
wurde durch den Schauspieler Mathieu Carrière organisiert. Am Nachmittag
trafen sich ca. 30 führende Leute aller Professionen aus dem In- und Ausland
zu einem Meinungsaustausch an dem auch der französische Botschafter teil
nahm. Abends hatten Interessierte und Betroffene die Möglichkeit, sich über
diese Tagung zu informieren und selbst Fragen an die Podiumsteilnehmer zu
stellen. Das Podium war u.a. besetzt mit zwei Richterinnen aus Frankreich,
Prof.Dr.Ebert (Menschenrechtler/Österreich), Ursula Kodjoe, Mathieu Carriere
sowie dem Botschafter der Republik Frankreich. Bis auf wenige Ausnahmen
wurde die Diskussion von einer sehr sachlichen Atmosphäre getragen. Auf
wenig Verständnis aller Gäste und Tagungsteilnehmer stiessen die
antiquierten Äusserungen des Vertreters des deutschen Bundesministeriums der
Justiz, Herrn Karl.

Auszug aus Focus 49/03 der diese Veranstaltung ankündigte:
Die Väter setzen sich jetzt zur Wehr. Für den 12. Dezember hat Schauspieler
Mathieu Carrière eine internationale Konferenz in Berlin organisiert, bei
der Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Justiz sowie Betroffene zum
Thema "Zerrissene Familien im vereinten Europa" diskutieren.

Carrière wettert gegen die angebliche Allmacht der Mütter: "Basierend auf
dumpfen Vorurteilen wird das Kindeswohl ausschließlich mit der Mutter
identifiziert. Elternschaft definiert sich aber nicht durch Eierstöcke,
sondern durch Sorgefähigkeit." Er selbst habe seine Tochter ebenso gut
gewickelt, ernährt und erzogen, reklamiert Carrière. Bis Richter ihm
Umgangsrechte bei der inzwischen in Venedig lebenden Tochter Elena
zugestanden hatten, sei er der "Willkür der Kindsmutter ausgesetzt und zum
Zahlonkel degradiert" gewesen.

Die Bilanz des Mimen ist bitter. Als lediger Vater sei er jahrelang von
der Erziehung seiner Tochter ausgeschlossen gewesen, klagt Carrière. "Ich
durfte kein normaler Papi für sie sein. Der Schaden ist nicht mehr wieder
gut zumachen." Die herkömmliche Umgangsregelung degradiere Väter zu
"Wochenendspaßpapis", kritisierte der 53-Jährige und verlangt mehr
Gleichberechtigung.

Auf der Berliner Konferenz will der prominente Vertreter der Vaterrechte
Carrière für das umstrittene Wechselmodell werben. Dieses sieht vor, dass
ein Kind wochen- oder drei- bis viertageweise zwischen Vater und Mutter
pendelt.


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