Im feministischen Schweden werden mehr Männer arbeitslos
Peter, Thursday, 11.12.2003, 16:57 (vor 8092 Tagen)
Heute im Dagens Nyheter eine Schlagzeile:
Steigende Arbeitslosigkeit betrifft Männer mehr
Das wundert mich nicht, eher schon, dass es der Zeitung eine Schlagzeile wert ist. Arbeitslos waren
Männer: 3,9% vor einem Jahr und 5,4% jetzt
Frauen: 3,3% vor einem Jahr und jetzt 4,4%
Gruß,
Peter
-----------------------------------------------
Ökad arbetslöshet drabbar männen mest
Männen har drabbats mest när det gäller den ökande arbetslösheten. Det visar ny statistik från Statistiska centralbyrån, SCB.
I november var 5,4 procent av arbetskraften arbetslös. Förra året samma månad var arbetslösheten 3,9 procent, enligt SCB:s arbetskraftsundersökning.
För männen har arbetslösheten ökat från 4,4 procent förra året till 6,3 procent i år.
För kvinnor har ökningen gått från 3,3 procent november 2002 till 4,4 procent samma månad i år. Även mellan oktober och november så ökade arbetslösheten mer bland männen än bland kvinnorna.
Antalet sysselsatta var i november i år 4.166.000 jämfört med 4.212.000 förra året.
Den största delen av minskningen har skett inom verkstadsindustrin, där antalet sysselsatta sjunkit med 27.000 på ett år.
enligt SCB.
Hasse Eriksson
Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden
Bruno, Friday, 12.12.2003, 13:38 (vor 8092 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Im feministischen Schweden werden mehr Männer arbeitslos von Peter am 11. Dezember 2003 14:57:51:
Hallo Peter,
da kann ich nur sagen: Glückliche schwedische Männer.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland sieht für Männer wesentlich schlechter aus:
Zahlen für 2002:
Männer: 2.239.405 Arbeitslose (= 11,3%)
Frauen: 1.820.912 Arbeitslose (=10,3%)
Jugendliche unter 25 Jahren:
Männer: 311.086 Arbeitslose
Frauen: 186.280 Arbeitslose
Daten aus:
<http://www1.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/aktuell/iiia4/zr_alob.xls>
<http://www1.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/aktuell/iiia4/zrbrdjub.xls>
Nach http://217.27.2.43/erwerbslose/infos/statistische_informationen/arbeitsmarktdaten_juli_... hat sich in Deutschland die Arbeitslosigkeit von Juli 1998 zu Juli 2003 wie folgt geändert:
Frauen: -1,4%
Männer: +11,4%
Für Deutschland hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hochgerechnet, dass bis zum Jahr 2010 bis zu 1,5 Millionen männliche Arbeiter ihren Job verlieren werden viermal so viele wie Frauen. (Christoph Kucklick in Geo 09/00: Neuer Mann was nun?)
Tja, bleibt mit nur zu sagen:
Gleichberechtigung ist eine tolle Sache. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Gruß
Bruno
Re: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden
zuiop, Friday, 12.12.2003, 18:51 (vor 8091 Tagen) @ Bruno
Als Antwort auf: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden von Bruno am 12. Dezember 2003 11:38:42:
Hi,
wenn Du die Abschlussnoten der Jungs und Mädchen in den Vergleich mit einbeziehst, dann passt das schon so - leider.
Es ist in der Schule gerade unter den Jungs mehr denn je so, dass es cool ist schlechte Noten zu haben ...
(Vater von u.a. drei Söhnen zwischen 10 und 18 - alle im Gym.)
... und ich denke an den Hauptschulen ist das eher noch viel mehr so!
Meiner Ansicht bekommen im Berufsalltag die Frauen den Männern immer noch nicht gleichgestellt (zB Entlohnung) - das sage ich als Mann!
Hallo Peter,
da kann ich nur sagen: Glückliche schwedische Männer.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland sieht für Männer wesentlich schlechter aus:
Zahlen für 2002:
Männer: 2.239.405 Arbeitslose (= 11,3%)
Frauen: 1.820.912 Arbeitslose (=10,3%)
Jugendliche unter 25 Jahren:
Männer: 311.086 Arbeitslose
Frauen: 186.280 Arbeitslose
Daten aus:
<http://www1.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/aktuell/iiia4/zr_alob.xls>
<http://www1.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/aktuell/iiia4/zrbrdjub.xls>
Nach http://217.27.2.43/erwerbslose/infos/statistische_informationen/arbeitsmarktdaten_juli_... hat sich in Deutschland die Arbeitslosigkeit von Juli 1998 zu Juli 2003 wie folgt geändert:
Frauen: -1,4%
Männer: +11,4%
Für Deutschland hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hochgerechnet, dass bis zum Jahr 2010 bis zu 1,5 Millionen männliche Arbeiter ihren Job verlieren werden viermal so viele wie Frauen. (Christoph Kucklick in Geo 09/00: Neuer Mann was nun?)
Tja, bleibt mit nur zu sagen:
Gleichberechtigung ist eine tolle Sache. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Gruß
Bruno
Entlohnung
Mic, Friday, 12.12.2003, 19:06 (vor 8091 Tagen) @ zuiop
Als Antwort auf: Re: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden von zuiop am 12. Dezember 2003 16:51:47:
Meiner Ansicht bekommen im Berufsalltag die Frauen den Männern immer noch nicht gleichgestellt (zB Entlohnung) - das sage ich als Mann!
Ja klar, wenn du Einkommen pro Kopf anschaust! Fairerweise muss man aber doch gleiche Tätigkeiten und gleiches Beschäftigungsausmaß vergleichen oder? Sonst wäre es ja dann richtig für eine Teilzeitbeschäftigung gleich viel zu bekommen wie für eine Vollzeit? Oder für einen gemütlichen Job so viel wie für eine Stressjob?
Re: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden
Mirko, Friday, 12.12.2003, 19:07 (vor 8091 Tagen) @ zuiop
Als Antwort auf: Re: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden von zuiop am 12. Dezember 2003 16:51:47:
Hallo!
Meiner Ansicht bekommen im Berufsalltag die Frauen den Männern immer noch nicht gleichgestellt (zB Entlohnung) - das sage ich als Mann!
Kannst Du das bitte erläutern? Meinst Du, dass Frauen in der gleichen Beschäftigung bei gleicher Leistung / Qualifikation weniger Gehalt bekommen? Dass Frauen insgesamt weniger verdienen, ist richtig, es ist aber so, dass bei solchen Vergleichen hoch- mit minderqualifizierten Jobs fröhlich durcheinandergemischt werden, hinzu kommt dass die Mehrheit aller Teilzeitjobs von Frauen besetzt sind.
Kannst Du ein Beispiel nennen?
Grüße Mirko.
Schulnoten
Mirko, Friday, 12.12.2003, 21:38 (vor 8091 Tagen) @ zuiop
Als Antwort auf: Re: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden von zuiop am 12. Dezember 2003 16:51:47:
[quote]Hi,
wenn Du die Abschlussnoten der Jungs und Mädchen in den Vergleich mit einbeziehst, dann passt das schon so - leider.[/quote]
Hallo!
Dass Jungen in der Schule schlechter abschneiden als Mädchen, ist mir bekannt. Deinem "leider" kann ich mich nur anschließen, ansonsten möchte ich noch darauf hinweisen, dass Jungen ca. ein Jahr später in das Berufsleben (oder Studium) eintreten können.
Ansonsten ein diskussionswürdiger Einwand.
Grüße Mirko.
Quellen bitte!
Andreas, Friday, 12.12.2003, 21:51 (vor 8091 Tagen) @ zuiop
Als Antwort auf: Re: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden von zuiop am 12. Dezember 2003 16:51:47:
Meiner Ansicht bekommen im Berufsalltag die Frauen den Männern immer noch nicht gleichgestellt (zB Entlohnung) - das sage ich als Mann!
Kannst Du mir zu dieser Behauptung eine seriöse Quelle nennen oder hast Du das einfach irgendwo in den Medien mal aufgeschnappt?
Andreas
Re: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden
Bruno, Monday, 15.12.2003, 14:38 (vor 8089 Tagen) @ zuiop
Als Antwort auf: Re: Männer in Deutschland schlechter gestellt als in Schweden von zuiop am 12. Dezember 2003 16:51:47:
Hallo,
wenn Du die Abschlussnoten der Jungs und Mädchen in den Vergleich mit einbeziehst, dann passt das schon so - leider.
Es ist in der Schule gerade unter den Jungs mehr denn je so, dass es cool ist schlechte Noten zu haben ...
...das ist richtig. Dennoch muss man tiefer gehen, wenn man die Ursachen ergründen will. Es ist eine bekannte Tatsache, dass der Schulbetrieb feminisiert ist. Und dies wird zunehmen. Man muss beachten, dass selbst in Grundschulen mit 85 bis 90% Frauenanteil in der Lehrerschaft Frauenvertreterinnen bzw. Gleichstellungsbeauftragte tummeln, die eine weitere Erhöhung des Frauenanteils vorantreiben. Ich denke in 15 Jahren (in den nächsten 15 Jahren wird die Hälfte des bestehenden Lehrerpersonals wegen Pensionierung ausscheiden) werden Lehrerinnen an allgemeinbildenden Schulen ca. 75% (bisher 65%) ausmachen, an Grundschulen sogar etwa 95%. Zudem bewirkt die väterfeindliche Politik in Deutschland eine zunehmende Vätereliminierung im privaten Erziehungsbereich. Somit werden immer mehr Jungen ohne Vaterfigur oder männliche Bezugsperson aufgezogen werden und immer öfter Schwierigkeiten bekommen, ihre Identität zu finden (die Biographien Adolf Hitlers und Saddam Husseins gleichen sich insofern, dass beide ohne Vater aufwuchsen und Schwierigkeiten mit ihrer Identitätsfindung als Mann hatten). Die Wissenschaftlerin Heike Diefenbach zeigte den Zusammenhang zwischen dem Anteil an männlichen Lehrern und dem Bildungsniveau der Jungen auf. Zudem werden entgegen der Empfehlung des Forum Bildung in Deutschland Jungen gleiche Bildungschancen verwehrt (z.B. Ausgrenzung am Zukunftstag). Deutschland betreibt IMHO eine Bildungspolitik, die eine Jungenverdummung vielleicht nicht zum Ziel hat, aber doch zumindest bewusst in Kauf nimmt.
Meiner Ansicht bekommen im Berufsalltag die Frauen den Männern immer noch nicht gleichgestellt (zB Entlohnung) - das sage ich als Mann!
...Die Durchschnittslöhne der Frauen sollen tatsächlich niedriger sein. Dennoch ist das, so paradox dies auch klingt, ein selbstgemachtes Problem der einseitigen, frauenspezifischen Geschlechterpolitik. Denn diese niedrigeren Durchschnittslöhne kommen durch den höheren Erziehungszeitenanteil der Frauen und den höheren Teilzeitarbeitsanteil der Frauen aufgrund der Erziehung zustande. Zwar jammern die Verantwortlichen über den Zustand immer, trotzdem wird den Männern der Zugang zur beruflichen wie privaten Erziehungsarbeit von den gleichen, die diese Zustände beklagen, massiv behindert. Beispiel kann Dir der VafK zur genüge nennen. Dass der erziehende Mann in Deutschland in Wirklichkeit gar nicht gewollt ist, habe ich schon einmal früher dargelegt.
Tja, so ist das halt mit dem Gender-Mainstreming in seiner rein frauenspezifsch ausgerichteten deutschen Variante. Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.
Gruß
Bruno