Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Der Schoß des Weihnachtsmanns ist tabu

Maesi, Monday, 08.12.2003, 21:09 (vor 8095 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Der Schoß des Weihnachtsmanns ist tabu von Ferdi am 28. November 2003 10:01:24:

Hallo Ferdi

Sicher ist sicher: Um Missbrauchsvorwürfe gar nicht erst aufkommen zu lassen, greift eine neuseeländische Stadt zu einem bizarren Mittel. Kinder, die den Weihnachtsmann auf dem dortigen Weihnachtsmarkt besuchen, dürfen nicht auf dessen Schoß klettern.

Wobei aber dringend darauf hinzuweisen ist, dass der Schwachsinn die Ursache dieser wirklich bizarren Regelung ist: Missbrauchsvorwürfe werden heutzutage doch nicht mehr untersucht und ermittelt, sondern der Erheberin von solchen Vorwürfen wird ohne weitere Recherche einfach geglaubt.

Verzeihung, Ferdi. Aber ganz so ist es denn doch nicht. Wenn eine bestimmte Person solche Vorwuerfe erhebt, wird es nicht einfach geglaubt. Wenn es konkrete Anschuldigungen gibt, ist IMHO die Polizei verpflichtet zu ermitteln. Da es in solchen Faellen oftmals keine unabhaengigen Zeugen oder stichhaltige Indizien gibt, ist die Justiz haeufig auf Gutachten von Psychologen angewiesen, die die Glaubwuerdigkeit von mutmasslichen Opfern oder Taetern beurteilen sollen; und da bewegen wir uns dann halt auf sehr schwankendem Grund. IMHO sind (zumindest heutzutage) die Ermittler wesentlich kritischer eingestellt als die Anschuldigerinnen oder eine durch die Massenmedien gezielt aufgeputschte Oeffentlichkeit; die Wormser-Prozesse haben die Justiz vielleicht doch etwas aufgeruettelt.

Anders sieht es bei irgendwelchen zweideutigen Aeusserungen aus, die Muetter beispielsweise bei Sorge-/Umgangsrechtsstreitigkeiten fallen lassen. In solchen Faellen ist meist derart offensichtlich nichts dran, dass die Staatsgewalt gar nicht erst zu ermitteln beginnt. Leider hindert das solche Muetter oftmals nicht, den Umgang trotzdem zu vereiteln; entweder weil sie gezielt ein solches Geruecht einsetzen, um die Vater/Kind-Beziehung zu zerstoeren, oder weil sie einfach einer fixen Idee aufsitzen und sich so ihre (durchaus echte) Angst selber einreden. Wesentlich dazu beigetragen haben unserioese Opferschuetzerinnen, welche mit haltlosen Uebertreibungen und Pauschalverdaechtigungen die Angst vieler Frauen bewusst schueren.

Daher ist das für mich eine naheliegende und verständliche Vermeidungsstrategie. Die Atmosphäre ist schon so vergiftet, man kann heute keinem mehr einen Zentimeter über den Weg trauen.

Hier muss ich Dir bezueglich der vergifteten Atmosphaere zustimmen, leider.

Die oben beschriebene Regelung bezueglich der Weihnachtsmaenner ist in der Tat bizarr. Normalerweise klettern die Kinder ja in aller Oeffentlichkeit dem Weihnachtsmann auf den Schoss und sagen ihm dann ihre Weihnachtswuensche; es ist nahezu unmoeglich, dass ein Weihnachtsmann in einer solchen Situation irgendwelche sexuellen Handlungen vornehmen kann, ohne dass dies bemerkt wuerde, denn normalerweise sind die Eltern oder zumindest irgendwelche Aufsichtspersonen in der Naehe. Ganz bestimmt wird mit diesem Verbot kein Missbrauchsrisiko gesenkt. Was soll also dieser Unsinn bewirken? Antwort: Gar nichts! er ist vielmehr Ausdruck einer Hysterie, die schon laengst keine sachliche Grundlage mehr hat.

Um den Kindern aber dennoch dieses nette Vergnügen zu lassen, sollte man versuchsweise mal eine Frau als Weihnachtsmann verkleidet auftreten lassen. Wenn dann Missbrauchsvorwürfe kämen und man die wahre Identität des "Weihnachtsmannes" enthüllt - die dummen Gesichter möchte ich mal sehen.

IMHO gab es schon mal solche Vorschlaege, Frauen in Weihnachtsmaennerkostueme zu stecken.

Gruss

Maesi


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