Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Toilettengleichstellung in New York

Andreas, Friday, 05.12.2003, 11:44 (vor 8098 Tagen)

Frauen werden in New York den Männern gegenüber zumindest beim Toiletten-Gang wohl bald nicht mehr benachteiligt sein. So nahm der Rat am Mittwoch Beratungen über eine Vorlage für ein Gesetz auf, wonach sich die Zahl der Damen-Toiletten in öffentlichen Gebäuden und größeren Einrichtungen künftig möglicherweise sogar verdoppeln wird. Die Vorschrift verlangt, dass die Damen-Toiletten im Verhältnis zu den Herren-Toiletten in Zukunft zahlenmäßig auf zwei zu eins aufgewertet werden.

Die Vorlage für das Gesetz, das die amtliche Bezeichnung "Restroom Equity Bill" (Toiletten-Gleichstellungsgesetz) trägt, war von der Stadtverordneten Yvette Clarke aus dem Stadtteil Brooklyn eingebracht worden. Die Politikerin der Demokratischen Partei hatte moniert, viel zu lange schon müssten New Yorks Frauen vor Toiletten Schlange stehen, während die Männer - ungerechterweise - überall relativ zügig ihre Bedürfnisse verrichten könnten, das sei ungerecht.

Die Vorschrift würde, wenn sie verabschiedet wird, nicht nur die großzügigere Ausstattung aller Neu- und Umbauten mit mehr Damen-Klos zur Pflicht machen. Sie ließe auch die Umwandlung bestehender Männer-Klos zu Damen-Bedürfnis-Anstalten als eine Möglichkeit offen. Die Gleichstellung würde übrigens doch auch den Männern zu Gute kommen, erklärte Clarke ihren Kampf für mehr Gleichheit vor Journalisten. Denn raschere Abwicklung im Damen-Klo bedeute für den mit den Päckchen seiner Frau draußen wartenden Mann ebenfalls flottere Entlastung.

http://www.n-tv.de/5197718.html

Re: Toilettengleichstellung in New York

Andi, Friday, 05.12.2003, 19:59 (vor 8098 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Toilettengleichstellung in New York von Andreas am 05. Dezember 2003 09:44:44:

Ah ja - die unterschiedliche Anatomie zwischen Männern und Frauen soll bei der Zahl der zur Verfügung stehenden Toiletten berücksichtigt werden. Bei festem Stuhlgang gibt es wohl keinen Unterschied. Bei der Blasenentleerung muss man aber den größeren Durchmesser und die verminderte Länge (=weniger Widerstand) der weiblichen Harnröhre berücksichtigen. Das führt dazu, dass Frauen ihre Blase sehr viel schneller entleeren können als Männer - auch wenns dabei mehr spritzt. Hm, dann muss doch die Zahl der Herren-Toiletten verdoppelt werden und nicht wie hier unsinnigerweise die Zahl der Damentoiletten?

Leide ich vielleicht an einer Wahrnehmungstörung, wenn ich trotzdem den Eindruck habe, dass Frauen für ihren Toilettengang durchschnittlich mehr Zeit benötigen als Männer? Falls es jedoch tatsächlich so sein sollte, welche Ursache könnte das haben? Die Anatomie jedenfalls scheidet aus. Falls der vermehrte Zeitbedarf verhaltensbedingt ist, verstehe ich nicht, wieso die Damen ihr Verhalten nicht ändern, wenn vor der Toilette sich eine Warteschlange gebildet hat. Auf asoziales Verhalten mit der Erhöhung des Toilettenangebots zu reagieren ist jedenfalls Blödsinn. Nun gut, jeder darf blödsinnig sein. Aber jeden Bürger durch eine staatliche Verordnung zu solchem widersinnigen Verhalten zu zwingen ist doch totalitär.

Grüße,
Andi

Re: Toilettengleichstellung in New York

Klo-Experte, Friday, 05.12.2003, 20:59 (vor 8098 Tagen) @ Andi

Als Antwort auf: Re: Toilettengleichstellung in New York von Andi am 05. Dezember 2003 17:59:14:

Bei der Blasenentleerung muss man aber den größeren Durchmesser und die verminderte Länge (=weniger Widerstand) der weiblichen Harnröhre berücksichtigen. Das führt dazu, dass Frauen ihre Blase sehr viel schneller entleeren können als Männer - auch wenns dabei mehr spritzt. Hm, dann muss doch die Zahl der Herren-Toiletten verdoppelt werden und nicht wie hier unsinnigerweise die Zahl der Damentoiletten?

Leide ich vielleicht an einer Wahrnehmungstörung, wenn ich trotzdem den Eindruck habe, dass Frauen für ihren Toilettengang durchschnittlich mehr Zeit benötigen als Männer? Falls es jedoch tatsächlich so sein sollte, welche Ursache könnte das haben? Die Anatomie jedenfalls scheidet aus.

Frauen brauchen für's kleine Geschäft länger, weil sie sich erst umständlich auspacken müssen. Ich wäre übrigens für die Einrichtung von sogenannten Frauen-Pissoirs. Da muß frau sich nicht umständlich halbentkleiden, um in die sanitäre Einrichtung zu entwässern.

Re: Toilettengleichstellung in New York

Der Aufklärer, Friday, 05.12.2003, 22:22 (vor 8098 Tagen) @ Klo-Experte

Als Antwort auf: Re: Toilettengleichstellung in New York von Klo-Experte am 05. Dezember 2003 18:59:00:

Bei der Blasenentleerung muss man aber den größeren Durchmesser und die verminderte Länge (=weniger Widerstand) der weiblichen Harnröhre berücksichtigen. Das führt dazu, dass Frauen ihre Blase sehr viel schneller entleeren können als Männer - auch wenns dabei mehr spritzt. Hm, dann muss doch die Zahl der Herren-Toiletten verdoppelt werden und nicht wie hier unsinnigerweise die Zahl der Damentoiletten?

Leide ich vielleicht an einer Wahrnehmungstörung, wenn ich trotzdem den Eindruck habe, dass Frauen für ihren Toilettengang durchschnittlich mehr Zeit benötigen als Männer? Falls es jedoch tatsächlich so sein sollte, welche Ursache könnte das haben? Die Anatomie jedenfalls scheidet aus.

Frauen brauchen für's kleine Geschäft länger, weil sie sich erst umständlich auspacken müssen. Ich wäre übrigens für die Einrichtung von sogenannten Frauen-Pissoirs. Da muß frau sich nicht umständlich halbentkleiden, um in die sanitäre Einrichtung zu entwässern.

Das ist doch ein Streit um des Kaisers Bart. Trotzdem oder gerade deswegen mische ich mich ein ;-) Dass Frauen mehr Zeit auf der Toilette verbrauchen ist doch klar. Ohne jetzt auf jedes Detail einzugehen, ist der männliche Ausscheidungsapparat einfach praktischer für eine schnelle Entledigung der Leibessäfte. Die zielgerichtete Motorik ist bei Männern eindeutig im Vorteil, was cp dazu führt, dass es zu weit weniger Streuungsverlusten kommt.
Was die Pissoirs angeht, die werden sich nicht durchsetzen, Erklärung siehe oben. Zum ist das Schamgefühl der Damen ist nunmal stärker ausgeprägt oder irre ich mich da? Jedenfalls soll niemand auf die Idee kommen zu behaupten, Frauen wären Säue...

Aufklärer

Re: Toilettengleichstellung in New York

Klo-Experte, Friday, 05.12.2003, 22:47 (vor 8098 Tagen) @ Der Aufklärer

Als Antwort auf: Re: Toilettengleichstellung in New York von Der Aufklärer am 05. Dezember 2003 20:22:46:

Das ist doch ein Streit um des Kaisers Bart. Trotzdem oder gerade deswegen mische ich mich ein ;-) Dass Frauen mehr Zeit auf der Toilette verbrauchen ist doch klar. Ohne jetzt auf jedes Detail einzugehen, ist der männliche Ausscheidungsapparat einfach praktischer für eine schnelle Entledigung der Leibessäfte. Die zielgerichtete Motorik ist bei Männern eindeutig im Vorteil, was cp dazu führt, dass es zu weit weniger Streuungsverlusten kommt.

Das kann kein Mensch bezweifeln. Der männliche Ausscheidungsapparat, er lebe hoch!

Was die Pissoirs angeht, die werden sich nicht durchsetzen, Erklärung siehe oben. Zum ist das Schamgefühl der Damen ist nunmal stärker ausgeprägt oder irre ich mich da? Jedenfalls soll niemand auf die Idee kommen zu behaupten, Frauen wären Säue...

Wie ich hörte bzw. laß, sollen die Lady-Urinale als Sichtschutz mit Schwingtüren ausgestattet werden, so wie im Western-Saloon zu sehen. Oder meinst Du vielleicht, daß bei dieser immer noch ein wenig Akrobatik ins Spiel bringende Variante das eine oder andere Tröpflein daneben geht? Dazu kann ich nichts berichten, eine wissenschaftlich-praktische Untersuchung meinerseits steht noch aus.

Re: Toilettengleichstellung in New York

Pascha, Saturday, 06.12.2003, 14:49 (vor 8097 Tagen) @ Andi

Als Antwort auf: Re: Toilettengleichstellung in New York von Andi am 05. Dezember 2003 17:59:14:

Wäre es nicht sinnvoller, einfach die Windelpflicht für Frauen einzuführen?

Ich meine, dann könnte doch man viel Geld sparen, indem man einfach auf Damen-WCs ganz verzichtet und dafür Mülltonnen aufstellt....

Re: Toilettengleichstellung in New York

MalSehen, Saturday, 06.12.2003, 17:13 (vor 8097 Tagen) @ Klo-Experte

Als Antwort auf: Re: Toilettengleichstellung in New York von Klo-Experte am 05. Dezember 2003 20:47:59:

Das ist doch ein Streit um des Kaisers Bart. Trotzdem oder gerade deswegen mische ich mich ein ;-) Dass Frauen mehr Zeit auf der Toilette verbrauchen ist doch klar. Ohne jetzt auf jedes Detail einzugehen, ist der männliche Ausscheidungsapparat einfach praktischer für eine schnelle Entledigung der Leibessäfte. Die zielgerichtete Motorik ist bei Männern eindeutig im Vorteil, was cp dazu führt, dass es zu weit weniger Streuungsverlusten kommt.

Das kann kein Mensch bezweifeln. Der männliche Ausscheidungsapparat, er lebe hoch!

Damit die Frauen nicht länger gegenübr den Männern benachteiligt sind, gibt es eine kostengünstige Alternative.
Da kann Frau strullern wie ein Mann.

Gleichberechtigtes urinieren

Re: Toilettengleichstellung in New York

Klo-Experte, Saturday, 06.12.2003, 21:47 (vor 8097 Tagen) @ Pascha

Als Antwort auf: Re: Toilettengleichstellung in New York von Pascha am 06. Dezember 2003 12:49:01:

Wäre es nicht sinnvoller, einfach die Windelpflicht für Frauen einzuführen?
Ich meine, dann könnte doch man viel Geld sparen, indem man einfach auf Damen-WCs ganz verzichtet und dafür Mülltonnen aufstellt....

Keine schlechte Idee, Pascha, sowas sollte man für alle Menschen einführen, so wie es beispielsweise bei Hunden zu sehen ist. Haltet unsere Städte sauber!

Re: Toilettengleichstellung in New York

Garfield, Tuesday, 09.12.2003, 17:31 (vor 8094 Tagen) @ Klo-Experte

Als Antwort auf: Re: Toilettengleichstellung in New York von Klo-Experte am 05. Dezember 2003 18:59:00:

Hallo Klo-Experte!

Früher trugen die Frauen auf dem Land lange, weite Röcke oder Kleider und nichts drunter. Wenn eine Frau dann mitten auf dem Feld ein dringendes Bedürfnis überkam und weit und breit kein Klo und vielleicht noch nichtmal ein Busch in Reichweite war, stellte die Frau sich einfach breitbeinig hin, hielt den Rock oder das Kleid etwas nach vorn und ließ fließen.

Im Winter wurde zwar üblicherweise Unterwäsche getragen, aber dann hielt man sich ja auch überwiegend im oder am Haus auf, wo man immer das Plumps-Klo in Reichweite hatte.

Ich denke, das Problem besteht einfach darin, daß es auf Damen-Toiletten in der Regel nur Kabinen gibt, während Herren-Toiletten zusätzlich noch mit Pinkel-Becken ausgestattet sind. Es soll zwar Frauen geben, die sich mit Freuden auf dem Klo aufhalten und dort so nebenbei noch lang und breit mit der Freundin in der Nebenkabine tratschen, aber die sind wohl eher selten. So manche öffentliche Toilette ist auch nicht gerade ein Ort, an dem man sich gern lange aufhält.

Damen-Pissoirs werden sich nicht durchsetzen. Ich hätte als Frau jedenfalls keine Lust darauf, mir womöglich Beine und Hose mit Urin zu imprägnieren, wenn ich versuche, solch ein Teil zu benutzen. Da würde ich lieber 10 min anstehen, um in eine Kabine zu kommen. Und wenn man schon Damen-Pissoirs mit Schwingtüren davor baut, kann man dafür auch gleich eine Klo-Kabine hinsetzen. Räumlich nimmt die dann wohl auch nicht viel mehr Platz weg.

Ich fände es schon okay, mehr Platz für Damen-Toiletten einzukalkulieren. Darin sehe ich keine Benachteiligung von Männern. Dafür aber Herren-Toiletten zu schließen, finde ich ungerecht. Denn wenn man(n) mangels Toiletten gegen irgendeine Wand pinkelt, blüht einem ein saftiges Bußgeld, sofern man sich dabei erwischen läßt.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: Toilettengleichstellung in New York

XRay, Tuesday, 09.12.2003, 20:47 (vor 8094 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Toilettengleichstellung in New York von Garfield am 09. Dezember 2003 15:31:27:

Hallo Klo-Experte!
Früher trugen die Frauen auf dem Land lange, weite Röcke oder Kleider und nichts drunter. Wenn eine Frau dann mitten auf dem Feld ein dringendes Bedürfnis überkam und weit und breit kein Klo und vielleicht noch nichtmal ein Busch in Reichweite war, stellte die Frau sich einfach breitbeinig hin, hielt den Rock oder das Kleid etwas nach vorn und ließ fließen.

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Früher ist noch nicht lange her, keine 50 Jahre.
Ich kannte noch eine alte Frau, die hatte diese besondere
Unterwäsche, die im fränkischen "Stehbrunshosen" genannt wurde.
(zu Deutsch evtl. Stehpinkelhose)
Diese Unterhose hatte einen langen Schlitz im Schritt. Darüber getragene weite Röcke erlaubten es, unbemerkt ein kleines Bedürfnis zu erledigen.
Von den gegebenen Möglichkeiten wurde nicht nur auf dem Feld
Gebrauch gemacht. Auch nach einem Plausch der Damen im Anschluss an einen
Kirchgang konnte man durchaus auf Gehwegen oder öffentlichen Plätzen die eine oder andere Lache vorfinden.

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