S T E U E R F A H N D U N G
S T E U E R F A H N D U N G
Der Raubzug des Steuerstaats
Von Jonas Hetzer und Dietmar Palan
Neue Abgaben, schärfere Kontrollen, härtere Strafen - der Feldzug der staatlichen Geldeintreiber eskaliert. manager magazin zeigt, wie Finanzbeamte, behördliche Hilfspolizisten und Steuerfahnder den Bürgern nachstellen.
Hier klicken! Es ist ungefähr zwölf Jahre her, dass Manfred Martens* den Schritt vollzog, über den viele Steuerzahler jetzt verschärft nachdenken: Der Unternehmer verkaufte seine Firma, transferierte das Vermögen auf eine Züricher Bank und zog in die Schweiz. Mit der deutschen Finanzbürokratie, so viel stand für ihn fest, würde er künftig nichts mehr zu tun haben.
Da hatte Martens geirrt. Nach seinem Wegzug verfing sich der Pensionär heillos im Netz von Finanzbeamten und Fahndern.
Zunächst entdeckten Steuerpolizisten bei der Durchsuchung von Martens' ehemaliger Bank, dass der Pensionär zu einer Zeit, als er längst weggezogen war, Anleihen im Wert von 7500 Euro gekauft hatte. Anschließend machten die Beamten ein Haus in den bayerischen Alpen ausfindig, das Martens weiterhin gehörte. Das Chalet hatte der Ex-Unternehmer zwar den Kindern überlassen, bei Besuchen in Deutschland aber selbst bewohnt. Ein schwerer Fehler, denn für die Beamten war er mit der Nutzung der Immobilie hier zu Lande weiter steuerpflichtig.
Nach diesen Zufallsfunden lief die Steuermaschine zu Hochform auf.
Anhand des Wertpapiergeschäfts rechnete das Finanzamt das Vermögen des heute 70-Jährigen hoch. Einfach so. Eine halbe Million Euro soll Martens im Depot haben, befand der Fiskus. Die Zinsen auf diese Summe muss er nun nachversteuern - und zwar für zehn Jahre. Macht inklusive Zinsen und Strafzinsen rund eine halbe Million, den Wert des angeblichen Vermögens. Martens wird wohl nie zahlen - in der Schweiz ist er vor den Nachstellungen des deutschen Fiskus sicher.
Bürger auf der Flucht - vor einem Staat, dessen Steuer-Häscher keinen Winkel des Privatlebens aussparen; vor einem Fiskus, der ungebremst dabei ist, das Land mit einem nahezu lückenlosen Kontrollsystem zu überziehen; vor einer Obrigkeit, die jede Hemmung verloren hat, die Steuerzahler auszuplündern.
Wer privat fürs Alter vorsorgen muss, hatte bisher schon Probleme, sein Gespartes vor Geldentwertung und dem konfiskatorischen Zugriff des Finanzamts zu schützen. Nun aber, mit ihren Plänen, die Gewinne aus dem Verkauf von Mietimmobilien und Wertpapieren abzuschöpfen, dreht die Regierung erst richtig auf.
Hier geht es weiter:
Re: S T E U E R F A H N D U N G
Als Antwort auf: S T E U E R F A H N D U N G von MeckMax am 25. November 2003 18:52:17:
Wer privat fürs Alter vorsorgen muss, hatte bisher schon Probleme, sein Gespartes vor Geldentwertung und dem konfiskatorischen Zugriff des Finanzamts zu schützen.
Keineswegs...
Es gibt immer noch genug lukrative Anlage, wo der Fiskus leider nichts abbekommt...
Stichwort: Überall da, wo es Doppelbesteuerungsabkommen gibt bei niedrigen Quellensteuern im Ausgabeland (z.B. US-Funds) oder Containerschiffe mit Gewinnbesteuerung nach EU-Tonnagesteuer, die von der Höhe ein Witz ist...
Bringt immerhin noch Rendite von 8-10% nach Steuern... Bei guter Wirtschaftlage auch mehr...
Re: S T E U E R F A H N D U N G
Als Antwort auf: S T E U E R F A H N D U N G von MeckMax am 25. November 2003 18:52:17:
Und ich mit meinen BAT IVb soll jetzt mit so einem Millionär Mitleid haben? Tut mir leid, das hält sich in argen Grenzen!
Erst mit Steuermittel und Subventionen Geld scheffeln und dann ins Steuerparadies flüchten. Diese Alternative hat unsereins nicht!
Re: S T E U E R F A H N D U N G
Als Antwort auf: Re: S T E U E R F A H N D U N G von terVara am 25. November 2003 19:19:01:
>Wer privat fürs Alter vorsorgen muss, hatte bisher schon Probleme, sein Gespartes vor Geldentwertung und dem konfiskatorischen Zugriff des Finanzamts zu schützen.
Keineswegs...
Es gibt immer noch genug lukrative Anlage, wo der Fiskus leider nichts abbekommt...
Stichwort: Überall da, wo es Doppelbesteuerungsabkommen gibt bei niedrigen Quellensteuern im Ausgabeland (z.B. US-Funds) oder Containerschiffe mit Gewinnbesteuerung nach EU-Tonnagesteuer, die von der Höhe ein Witz ist...
Bringt immerhin noch Rendite von 8-10% nach Steuern... Bei guter Wirtschaftlage auch mehr...
Etwas Philosophisches:
Unser Staat ist mehr als pleite und überschuldet und wird und muß trotzdem weiterhin riesige Summen ins Ausland überweisen. Jede Möglichkeit den Bürger zu schröpfen wird genuzt und für den kleinen Mann gibt es kein entrinnen.
Überall, wo Steuervergünstigungen gewährt werden lauern Fallen und große finanzielle Risiken; Beispiel Ehe!
An lukrativen Anlagen beteiligt sich schon der Staat oder beansprucht ein Monopol (Glücksspiel).
Deshalb Vorsicht bei Steuervergünstigungen oder Steuerfreiheit!
MfG
Realist