Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen
Odin, Tuesday, 25.11.2003, 13:39 (vor 8108 Tagen)
Diese Nachricht leite ich mal weiter - für alle Bremer:
morgen ist der Tag "Gegen Gewalt der Frauen" oder "Frauen gegen Gewalt Tag".
Wie es genau heißt ist nicht ganz einfach zu verstehen.
Gerade lief im Bremer-Fernsehen die tägliche Nachrichtensendung "Buten und
Binnen" und berichtete darüber.
Anlässlich des morgigen Gedenktages hat sich die bremer Bäckerinnung in
Verbindung mit der Zentralstelle zur Verwirklichung der Gleichberechtigung
der Frau (ZGF) etwas einfallen lassen. Den ganzen Tag über werden in Bremen
und Bremerhaven Brötchen in Papiertüten mit aufrüttelnden Hinweis auf die
tabuisierte Thematik (ähnlich den neuen riesigen Morddrohungen auf
Zigarettenschachteln) verkauft.
Im Interview berichtete die landesbeauftragte Gleichstellerin Ulrike Hauffe
(ZGF) Zitat: "...Gewalt gegen Frauen ist so verbeitet wie das tägliche
Brötchenkaufen."
Der Bremer Polizeipräsident Mordhorst (der heisst wirklich so) begrüßte die
Kampagne mit Hinweis die häuslichen Gewalt.
Häusliche Gewalt ? Gewalt gegen Frauen ? ist wohl dasselbe.
Normal wie das tägliche Brötchenkaufen ? was für ein Tag ist das denn nun
morgen ?
Vielleicht hätte man das Motto einfach nennen können "Alle Männer sind
Schweine" aber wahrscheinlich hatten die Bedenken, weil es dem
urheberrechtlich geschützen Titel einer deutschen Rockband zu Nahe kommt.
Aber irgend etwas eindeutiges hätten die sich doch einfallen lassen können.
Ich bleibe morgen zu Hause, die Gefahr ist zu groß, daß ich beim Bäcker eine
Tüte mit Knüppelharten Brötchen von vorgestern, von der sonst so
freundlichen Verkäuferin über den Schädel gezogen kriege.
Gruß aus Bremen
Volker
Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen
Darki, Tuesday, 25.11.2003, 15:45 (vor 8108 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Odin am 25. November 2003 11:39:01:
Die Aktion gibt es nicht nur in Bremen:
Gewalt kommt nicht in die Tüte so heißt eine Aktion, die Dresden zum heutigen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen durchführt. Über 50 Bäckereien und Cafés beteiligen sich.
"Negergewalt gegen Weiße kommt nicht in die Tüte!"
Nick, Tuesday, 25.11.2003, 23:10 (vor 8108 Tagen) @ Darki
Als Antwort auf: Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Darki am 25. November 2003 13:45:56:
Wie wäre es, diese Parallele herzustellen und die jeweiligen Bäckerei-Filialen damit zu konfrontieren - verbunden mit dem Hinweis, daß man aufgrund einer solch rassistischen Kampagne von einem Einkauf in der betreffenden Filiale / Kette in Zukunft Abstand nehmen werde!
Sowas hat garantiert Wirkung! Die verkaufen nämlich nicht "Gesinnung", sondern Semmeln. Und wenn deren Absatz durch ihre schleimige Anbiederei in Frage steht, dann kommt das in Zukunft eben "nicht mehr in die Tüte". Der Schleim, meine ich.
- Am besten ein höflicher, unmißveständlicher Brief an Filialleitung - mit Betroffenheit wegen der pauschalen Verunglimpfung als Mann.
- Brief an die Innung und die IHK - mit geduldiger Darlegung der tatsächlichen Gegebenheiten bei "Partnergewalt".
- Ernste, ruhig-eindringliche Beschwerde beim Verkaufspersonal.
- Presseerklärung (z.B. durch MannDat?)!
Man kann ja mal sowieso allgemein fragen, was da eigentlich im Kopf vorgegangen ist:
Sollten Männer wirklich pauschal als Schläger gebranntmarkt werden?
Das kann ja eigentlich kein originäres Anliegen der Brötchen-Zunft sein, nicht wahr?
Wenn nicht: ist es dann "nur" als "Protestaktion der Bevölkerung gegen sich selbst" zu verstehen?
Oder wie war das genau gemeint? Wer protestiert da eigentlich genau gegen wen?
Mir fällt da gerade spontan eine Losung ein, die in den 60er Jahren beim Transit an Autobahnbrücken in der DDR zu lesen war: "Genossen! Senkt die Waldbrände um 50%!" Man muß sich die Idiotie langsam im Gehirn zergehen lassen... 
Für mich ist das die ultimative Veranschaulichung dessen, was "Ideologie" bedeutet - unbegrenzter Schwachsinn eben.
Diese Brötchennummer liegt auf ähnlich hohem Niveau. Wäre es nicht schön, wenn sich die betreffende Femokratin entsetzt eingestehen müßte, wie sehr ihr ihre "gute Idee" voll auf die Füße gefallen ist?
Semmelverkäufer sind nämlich hervorragende Bündnispartner - die haben was Reales zu verlieren - und werden nicht nach BAT besoldet.
Meint der
Nick
ein sinnvoller Vorschlag. Ich wär dabei.
Der Eman(n)ze, Wednesday, 26.11.2003, 11:51 (vor 8107 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: "Negergewalt gegen Weiße kommt nicht in die Tüte!" von Nick am 25. November 2003 21:10:30:
- Am besten ein höflicher, unmißveständlicher Brief an Filialleitung - mit Betroffenheit wegen der pauschalen Verunglimpfung als Mann.
- Brief an die Innung und die IHK - mit geduldiger Darlegung der tatsächlichen Gegebenheiten bei "Partnergewalt".
- Ernste, ruhig-eindringliche Beschwerde beim Verkaufspersonal.
- Presseerklärung (z.B. durch MannDat?)!
Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen
Martin, Tuesday, 25.11.2003, 16:02 (vor 8108 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Odin am 25. November 2003 11:39:01:
Volker: Du musst die Gelegenheit beim Schopfe packen, wenn du da unten in der Gegend wohnst! Für mich ist die Anreise aus Süddeutschland viel zu weit, sonst würde ich morgen demonstrativ nach Bremen fahren und bei diversen infizierten Bäckern je einen Einkauf im Großfamilien-Wochenbedarfs-Maßstab tätigen und beim Anblick des Verpackungsmaterials das Geschäft umgehend unter Protest rückgängig machen, nach dem Bezahlen, mit Geld-zurück-Effekt, versteht sich! Bei bockigem Verhalten hätte ich sicherlich die besseren Karten, wenn's hart auf hart käme! Nebeneffekt: Die bereits über die Verkaufstheke gegangenen Brote, Brezeln und Genossen würden jedenfalls von keinem anderen mehr genossen werden, da die m. W. nicht mehr verkauft werden dürften!
Bis dann,
Martin
... und in Krefeld
Frank, Wednesday, 26.11.2003, 17:01 (vor 8107 Tagen) @ Martin
Als Antwort auf: Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Martin am 25. November 2003 14:02:26:
Re: Mein Rezept
XRay, Tuesday, 25.11.2003, 21:16 (vor 8108 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Odin am 25. November 2003 11:39:01:
für Brötchen an alle die, die die Aktion nicht so toll finden und
dennoch frische (wenn auch einfache) Brötchen essen wollen....
Man nehme:
500 g Mehl
5 g Zucker (1 Teelöfel)
10 g Salz (2 Teelöfel)
1 Päckchen Trockenhefe
etwas Vitamin C Pulver (falls vorhanden)
und mische diese trockenen Zutaten in einer großen Schüssel
dann gebe man hinzu
300 ml warmes Wasser
5 g Butter oder Maragrine (warm!)
und knete die Masse zu einem Teig
Anschliessend lasse man den Teig in zugfreier, warmer Umgebung 20 Minuten ruhen.
Nun knete man den Teig erneut teile ihn dann in 10 gleiche Teile und
rolle diese Teile auf einer gemehlten Platte zu Brötchen (braucht ein bischen Übung). Falls der Teig zu weich geraten sein sollte, etwas Mehl hinzugeben.
Die Brötchen gebe man dann auf ein Backblech und lasse sie nochmals
für eine Stunde ruhen.
Dann die Brötchen für etwa 20 Minuten bei 180 °C (im Umluftherd) backen.
Dabei in die Röhre eine flache Form mit 300 ml Wasser stellen.
Nur durch den entstehenden Wasserdampf erhält man wirklich braune Brötchen.
Guten Appetit.
P.S.
Zur feministischen Probaganda siehe auch www.bremen.de
"..und das ganze giessen wir nun unter ständigem Rühren in den Ausguss.." ;)) nt
nu kuck, Tuesday, 25.11.2003, 23:07 (vor 8108 Tagen) @ XRay
Als Antwort auf: Re: Mein Rezept von XRay am 25. November 2003 19:16:11:
für Brötchen an alle die, die die Aktion nicht so toll finden und
dennoch frische (wenn auch einfache) Brötchen essen wollen....
Man nehme:
500 g Mehl
5 g Zucker (1 Teelöfel)
10 g Salz (2 Teelöfel)
1 Päckchen Trockenhefe
etwas Vitamin C Pulver (falls vorhanden)
und mische diese trockenen Zutaten in einer großen Schüssel
dann gebe man hinzu
300 ml warmes Wasser
5 g Butter oder Maragrine (warm!)
und knete die Masse zu einem Teig
Anschliessend lasse man den Teig in zugfreier, warmer Umgebung 20 Minuten ruhen.
Nun knete man den Teig erneut teile ihn dann in 10 gleiche Teile und
rolle diese Teile auf einer gemehlten Platte zu Brötchen (braucht ein bischen Übung). Falls der Teig zu weich geraten sein sollte, etwas Mehl hinzugeben.
Die Brötchen gebe man dann auf ein Backblech und lasse sie nochmals
für eine Stunde ruhen.
Dann die Brötchen für etwa 20 Minuten bei 180 °C (im Umluftherd) backen.
Dabei in die Röhre eine flache Form mit 300 ml Wasser stellen.
Nur durch den entstehenden Wasserdampf erhält man wirklich braune Brötchen.
Guten Appetit.
P.S.
Zur feministischen Probaganda siehe auch www.bremen.de
Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen
Rudi, Tuesday, 25.11.2003, 23:00 (vor 8108 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Odin am 25. November 2003 11:39:01:
Hallo Leute,
kein Grund sich aufzuregen sondern eine Chance auf die Sauerreien in diesem Lande hinzuweisen. Ich habe die Gelegenheit wahrgenommen und einen Leserbrief geschrieben:
Sehr geehrte Redaktion,
Die Aktion der Bäcker Gewalt kommt nicht in die Tüte kann man nur befürworten. Natürlich mußten die Frauen als besondere Opfer extra erwähnt werden. Schließlich ist ja Tag gegen Gewalt an Frauen. Gibt es eigentlich auch den Tag gegen Gewalt an Männern? Immerhin stellen Männer mehr als 2/3 aller Opfer von Gewalttaten. Trotzdem: Endlich wird sich einmal für alle Opfer häuslicher Gewalt eingesetzt.
Ich erinnere mich noch an die vor Jahren mit Millionen an Steuergeldern unterstützte Aktion Keine Männergewalt gegen Frauen und Mädchen. Was da gemacht wurde war schon unverschämt. Nicht nur, daß Männergewalt gegen Jungen offensichtlich halb so schlimm ist und Jungen damit zu Opfern zweiter Klasse gestempelt wurden. Auch Frauengewalt gegen Jungen und Mädchen schien da nicht so tragisch zu sein. Zwar entfallen 40 Prozent aller Verurteilungen wegen schwerer Kindesmißhandlung (Quelle Bundeskriminalamt) auf Frauen. Aber das stört offensichtlich niemanden, genauso wenig wie Frauengewalt gegen Männer. Insofern stellt die Aktion, die zumindest geschlechtsneutral daherkommt, schon einen großen Fortschritt dar. Bleibt zu hoffen, daß in Zukunft auch die männlichen Opfer mehr Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erhalten.
Gruß Rudi
Re:Satire?
XRay, Tuesday, 25.11.2003, 23:25 (vor 8108 Tagen) @ Rudi
Als Antwort auf: Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Rudi am 25. November 2003 21:00:37:
Kommt geschlechtsneutral daher?
Thema: Gesellschaft & Politik
Heiße Brötchen
Gewalt kommt nicht in die Tüte!
Zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November führt die Gleichstellungsstelle eine "gewaltige" Aktion durch.
"Wer schwach ist, schlägt; wer stark ist, redet!"
Dr. Henning Scherf, Präsident des Senats Bremen
Wenn Sie heute ihre Frühstücksbrötchen beim Bäcker holen, dann werden Sie vielleicht über das "neue" Design der Papiertüte stolpern. In 350 Bremer und Bremerhavener Bäckereinen und Konditoreien wird mit dem Aufdruck "Gewalt kommt nicht in die Tüte" auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht.
Durchgeführt wird diese Aktion von der Gleichstellungsstelle, unterstützt wird sie von Bäckereien, Senat, Polizei, Radio Bremen und bekannten Bremer Persönlichkeiten.
80.000 Brötchentüten wurden gedruckt, um am Dienstag unter die Leute gebracht zu werden.
"Wer liebt, schlägt nicht!"
Andreas Hoetzel, Journalist Radio Bremen
Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein Tabu-Thema. Durch die Aktion sollen Bremerinnen und Bremer auf Gewalt in der Nachbarschaft aufmerksam werden und Mut machen, sich an Polizei und Beratungsstellen zu wenden. "Zivilcourage" lautet das Zauberwort. Wer mitbekommt, dass in der Nachbarschaft geschlagen wird, der sollte nicht zögern, sondern die Polizei benachrichtigen. Wer nicht handelt, deckt höchstens die Täter.
"Gewalt betrifft uns alle! Wegsehen und schweigen heißt Täter schützen!"
Jörg Schulz, Oberbürgermeister Bremerhaven
In jeder dritten Beziehung in der Bundesrepublik wird Gewalt ausgeübt. Etwa jede fünfte Frau wird im Laufe ihres Lebens sexuell missbraucht, statistisch gesehen werden jährlich 4 Mio. Frauen in Deutschland mit körperlicher und sexueller Gewalt konfrontiert. Gewalt hinterlässt Schäden in Körper und Seele, die sich auf alle Familienmitglieder auswirken. In etwa 80 Prozent dieser Familien leben Kinder, deren Werte, Normen und Verhaltensweisen sich noch in der Entwicklungsphase befinden. Letztlich tragen sie die Gewalt, die sie in der eigenen Familie erlebt haben, in die Gesellschaft hinaus.
"Wir zeigen Gewalt die rote Karte!"
Dr. Franz Böhmert, Aufsichtsratsvoritzender SV Werder
Seit 1981 wird der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen.
Historischer Hintergrund für diesen Aktionstag war die Verschleppung, Vergewaltigung und Ermordung dreier Frauen in der Dominikanischen Republik. In Bremen und anderen Städten finden anlässlich des 25. November verschiedene Veranstaltungen statt.
"Gewalttätig? Wir sind gegen Gewalt tätig!"
Eckart Mordhorst, Polizeipräsident Bremen
Prügelnde Männer dürfen durch Polizeibeamte der Wohnung verwiesen werden. Dies ermöglicht Paragraph 14 a des Bremischen Polizeigesetzes. Seit dessen Inkrafttreten vor zwei Jahren wurden bereits in 166 Fällen "häuslicher Beziehungsgewalt" Männer durch das sogenannte "Wegweisungsrecht" der Wohnung verwiesen. In nur zwei Fällen waren Frauen der "schlagfertige" Partner in der Beziehung.
Die gesamte Aktion wurde von der Gleichstellungsstelle finanziert und dank viel Zuspruch und tatkräftiger Unterstützung wurden die Semmeltüten bedruckt und verteilt. Warum nun ausgerechnet beim Bäcker?
"Ganz platt gesagt ist Gewalt leider so normal, wie jeden Morgen Brötchen holen," erklärt Ulrike Hauffe, Bremer Landesbeauftragte für Frauen. Hoffentlich finden die Papiertüten eine weite Verbreitung, damit in Zukunft nicht mehr weggeschaut wird.
von Katja Messinger, 24.11.2003
Re:Satire?
Rudi, Tuesday, 25.11.2003, 23:38 (vor 8108 Tagen) @ XRay
Als Antwort auf: Re:Satire? von XRay am 25. November 2003 21:25:16:
Hallo XRay,
natürlich ist mir klar, daß es keine geschlechtsneutrale Aktion ist und erst recht nicht eine für männliche Opfer. Die Satiere ist wohl nicht besonders gut rübergekommen. Hoffentlich klappt wenigstens der Denkanstoß "Männer, hää wieso Männer?" Ich habe immer noch nicht die Hoffnung ausgegeben, daß es auch Menschen mit Hirn in den Redaktionsstuben gibt. Aber vielleicht habe ich da Illusionen.
Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen
Dirk, Tuesday, 25.11.2003, 23:29 (vor 8108 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Odin am 25. November 2003 11:39:01:
Auch ich habe mich gleich mal an den Rechner gesetzt und einen Liebesbrief geschrieben. Frei nach dem Motto: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.
Sehr geehrte Redaktion der SZ,
mit Begeisterung laß ich den bereits zweiten Artikel über Männergewalt an Frauen innerhalb weniger Tage in Ihrer Zeitung. Es ist schön, daß Sie sich so rührend um die weiblichen Opfer der Gewalt kümmern. Warum tun Sie es nicht mit gleicher Intensität auch für die von Gewalt betroffenen Männer? Ach richtig, das haben Sie ja schon getan! Ich erinnere mich noch gut an Ihren Beitrag in der Rubrik Auch das gibts als Sie sich unter der Überschrift Doppelt getroffen herzlich über den Mann amüsierten, der von seiner gewalttätigen Frau zwei mal so schwer verletzt wurde, daß er im Krankenhaus landete. Unvergessen bleibt auch der letzte Satz: Ob der Mann nach dem zweiten Arztbesuch wieder zur wurfstarken Gattin zurück ging, teilte die Polizei nicht mit.. Ja, wohin sollte er sonst gehen, auf den Bahnhof, ins Obdachlosenheim? Welche Möglichkeiten hat denn ein Mann, der Opfer häusdlicher Gewalt wurde? Die verantwortlichen Mitarbeiter Ihrer Zeitung sollten sich einmal ein Beispiel an der Berliner Zeitung (http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/magazin/295100.html) nehmen, die zeigt, daß man dieses Thema auch sachlich und einfühlsam angehen kann.
Und auch Gewalt gegen Kinder ist häusliche Gewalt und die wird ebenfalls zu einem guten Teil von Frauen ausgeübt. Aber auch das spielt offensichtlich keine nennenswerte Rolle.
Dirk
Heute gelesen
Odin, Friday, 28.11.2003, 00:16 (vor 8106 Tagen) @ Dirk
Als Antwort auf: Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Dirk am 25. November 2003 21:29:36:
In einem Buch, Thema: Briefe an die Mutter:
"Erst schlugst Du mich, dann weintest DU"
Re: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen
Frank, Wednesday, 26.11.2003, 18:30 (vor 8107 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Morgen Brötchenboykott für Männer in Bremen von Odin am 25. November 2003 11:39:01:
Hallo Volker,
an diesem einfachen Beispiel kann man wieder mal erkennen, wie grotesk einseitig diese Gutmenschen der Femi-, Alt-68-er- und Friedensbewegung stets argumentieren.
Gewalt gegen Frauen ist ächtenswert, aber wohlgemerkt nur Gewalt gegen Frauen (man kann also hieraus den Schluss ziehen, dass Gewalt gegen Männer offenbar in Ordnung geht).
Das Muster ist immer dasselbe. Vor 20 Jahren wurde von diesen Leuten gegen amerikanische Atomraketen protestiert, und zwar nur gegen amerikanische (die sowjetischen Kernwaffen gingen offenbar völlig in Ordnung).
Nach ausländerfeindlichen Anschlägen wie seinerzeit in Hoyerswerda, Mölln und Solingen gingen die Gutmenschen gegen rechte Gewalt auf die Straße, aber wohlgemerkt nur gegen rechte Gewalt (linke Gewalt geht offenbar völlig in Ordnung).
Und so weiter. Halten die die Leute wirklich für so dumm, dass die das nicht merken? Oder rechnen sie, wie alle wahren Diktatoren, die Neigung des Menschen mit ein, sich ohne großes Nachdenken und ohne sich der Widersprüche bewusst zu werden der großen Masse und ihrer Meinung anzuschließen?