Re: frauengerechtes Wohnen (?)
Als Antwort auf: frauengerechtes Wohnen (?) von Der Eman(n)ze am 20. November 2003 19:48:18:
Auszug aus "Denkblockade Feminismus" von Paul-Hermann Gruner zu dem Thema:
es gibt das
«frauengerechte Haus» («von den Küchenzonen aus können
die Mütter spielende Kinder im Hof und in den anderen Räu-
men überblicken. Die Wohnungen sind so flexibel gestaltet,
dass Räume je nach Bedarf zusammengelegt oder abgetrennt
werden können. Alle Wohnungen sind dem Gemeinschafts-
raum zugeordnet, haben Terrasse, Balkon oder Loggia» - ganz
eindeutig und umfassend: nichts für Männer); es gibt «frau-
engerechte Wohnungen» («damit soll es Frauen erleichtert
werden, Familie und Beruf leichter zu verbinden», ganz klar
nur was für Frauen, Männer wollen nur arbeiten gehen, Fuß-
ball spielen, schlafen, arbeiten gehen, Fußball spielen, schlafen,
arbeiten gehen, Fußball spielen, schlafen ...); es gibt gar die
«frauengerechte Stadt» als Ziel «frauenpolitischer Leitbilder»
(die autogerechte Stadt ist männlich, die frauengerechte
menschlich, also Männer: Ab in die Autos, wo ihr hinge-
hört!) und - Finale der Zukunftsfreuden - die «Stadt der
Frauen», in der endlich alles gleichermaßen Machbare und
Wünschenswerte für die Besonderen und Bedürftigen, also
Mädchen und Frauen, reserviert bleibt (das «frauengerechte
Bauen» für die «Stadt der Frauen» wird werbetüchtig in Wien
umgesetzt. Der Stadtteil mit 360 Wohnungen wird ausschließ-
lich von Männern erstellt - Tiefbau, Hochbau, Straßenbau, In-
nenausbau, Gartenbau und alles Übrige. Garantiert ist jedoch,
dass sich diese Männer nach Fertigstellung der Arbeiten sofort
und unauffällig zurückziehen in ihre stinknormalen, männer-
tüchtigen Wohnlöcher im Silo).
Da Männer weiterhin die allermeisten Arbeitsplätze besetzen,
selbstverständlich auch die gut bezahlten, wird die oben skiz-
zierte, organisierte Rücksichtnahme auf «weibliche» Bedürf-
nisse hauptsächlich von Männern bezahlt. Ein Fakt, der nur
selten Erwähnung findet. Meist ist in diesbezüglichen Finan-
zierungsdiskussionen nur abstrahiert von «Steuergeldern» die
Rede und nicht vom Großteil «männlicher Steuergelder». Im-
merhin, denkt manche Frau - so machen sich Männer zumin-
dest über ihren Wertschöpfungsanteil und das von ihnen er-
brachte Steueraufkommen ein klein wenig nützlich. In Wien
betragen die Kosten für die «Stadt der Frauen» rund siebzig
Millionen Mark (aufgebracht von der Stadt Wien und einer
Wohnungsbaugenossenschaft).
usw. usf... Hier wird wird von oben eine neue Apartheit umgesetzt, so einfach ist das.
gesamter Thread:
- frauengerechtes Wohnen (?) -
Der Eman(n)ze,
20.11.2003, 21:48
- Re: frauengerechtes Wohnen (?) - Frank, 20.11.2003, 22:09
- Re: frauengerechtes Wohnen (?) - Andreas, 20.11.2003, 22:23
- Re: frauengerechtes Wohnen (?) - Odin, 21.11.2003, 13:29
- Re: frauengerechtes Wohnen (?) -
Mirko,
21.11.2003, 13:50
- Re: frauengerechtes Wohnen (?) -
Peter,
21.11.2003, 16:38
- Re: frauengerechtes Wohnen (?) - Mirko, 22.11.2003, 13:17
- Re: frauengerechtes Wohnen (?) -
Peter,
21.11.2003, 16:38