Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Monitor

Andreas (der andere), Thursday, 20.11.2003, 23:17 (vor 8113 Tagen)

Hallo mal wieder - ein Fernseh-Hinweis: Monitor, heute 22 Uhr, ARD - Eins der angekündigten Themen soll sich damit beschäftigen, wie die Bundesregierung die Gleichstellung verhindere - vielleicht interessant?!

die "bösen" Versicherungen wurden angeprangert

Der Eman(n)ze, Friday, 21.11.2003, 00:42 (vor 8113 Tagen) @ Andreas (der andere)

Als Antwort auf: Monitor von Andreas (der andere) am 20. November 2003 21:17:23:

...und es wurde gleich eine Begründung geliefert, warum man Frauen aufgrund der durchschnittlich höheren Lebenserwartung nicht "benachteiligen" solle: Es gelten ja auch keine unterschiedlichen Beiträge für Gesunde und Schlaffe. (wobei dieses Beispiel schon wieder Schwachsinn ist, denn die Schlaffen sterben zwar eher, verursachen jedoch höhere Krankenkassenkosten durch längeres Siechtum. Bei Männern ist es eher umgekehrt: Sie siechen keinesfalls länger als Frauen, sondern scheiden vergleichsweise schnell dahin)

Ich bin ein wenig enttäuscht, daß sich "Monitor" derart vom Staatsfeminismus einspannen läßt. Wenn man konsequenterweise wenigstens mal auf Ungleichbehandlungen der Männer aufmerksam machen würde...

Re: Mal langsam....

terVara, Friday, 21.11.2003, 00:59 (vor 8113 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: die "bösen" Versicherungen wurden angeprangert von Der Eman(n)ze am 20. November 2003 22:42:50:

...die "bösen" Versicherungen wurden keineswegs angeprangert... Im Gegenteil: Sie wurden durch Familienministerin Schmid gestützt (was ansich schon erstaunlich ist)...

Eine andere Kiste waren die halbseidenen Argumente der Frauenbeuaftragten, daß Männer ja bei Schwangerschaften die Mitverantwortung an den Kosten tragen... Und das hat hat ja wohl mit den korrekten Argumenten der Versicherer nichts zu tun...

Abgesehen davon: Die PKV setzt auf Eigenverantwortung... Wer die nicht tragen kann oder will fliegt, oder zahlt...

Gruß

tervara

Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

Der Eman(n)ze, Friday, 21.11.2003, 01:19 (vor 8113 Tagen) @ terVara

Als Antwort auf: Re: Mal langsam.... von terVara am 20. November 2003 22:59:43:

Die Moderatorin bzw. die Redaktion schlug sich eindeutig auf die Seite der "Frauenbeauftragten" und diagnostizierte ein "frauenfeindliches" Familienministerium.

Daß die Mehrkosten überwiegend durch Schwangerschaft zustandekommen, halte ich für eine geschickt konstruierte Mär dieser "Frauenbeauftragten" - bei 1,2 Kinder pro Frau in Deutschland!

Leider haben die ihre super schönen computeranimierten Rechengrafiken nicht genutzt, um mal eine tatsächliche Kostenaufstellung vorzurechnen. Stattdessen wurde nur die böse, diskriminierte Beitragsdifferenz in riesigen roten Zahlen hervorgehoben. Kein Wort davon, daß Frauen diese Differenz an ihrem längeren Lebensabend mehr als zurückbekommen.

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

terVara, Friday, 21.11.2003, 01:43 (vor 8113 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von Der Eman(n)ze am 20. November 2003 23:19:40:

Die Moderatorin bzw. die Redaktion schlug sich eindeutig auf die Seite der "Frauenbeauftragten" und diagnostizierte ein "frauenfeindliches" Familienministerium.

Unmaßgeblich... Mikich erzählt viel, wenn der Tag lang ist... Entscheindend sind die gezeigten Beiträge... Soviel Grips sollte jeder Zuschauer mitbringen um selber eigene Schlüsse zu ziehen...

Daß die Mehrkosten überwiegend durch Schwangerschaft zustandekommen, halte ich für eine geschickt konstruierte Mär dieser "Frauenbeauftragten" - bei 1,2 Kinder pro Frau in Deutschland!

Ist keine Mär der "Frauenbeauftragten" sondern neben der längeren Lebensdauer der Frauen auch ein Argument der Versicherer... Maßgeblich sind nicht allein die Mutterschaftgelder, sondern auch die ständigen Besuche im Rahmen der Schwangerschaft beim Arzt... Schließlich muß alle drei Tage per Ultraschall überprüft werden, ob's dem Nachswuchs auch gut geht... Und zur Geburt rennen denn alle ins Krankenhaus, damit es ordentlich teuer wird... Als ob eine Hausgeburt ein nennenswertes Risiko wäre... Da stecken die Kosten...

Stattdessen wurde nur die böse, diskriminierte Beitragsdifferenz in riesigen roten Zahlen hervorgehoben.

Normal... Das findest du in jeder nicht selber gefälschten Statistik...

Störend daran ist, daß die Gesamtsumme bezogen auf die Lebeszeit angegeben wird, aber ohne auf den Bezug der dafür erhaltenen Leistungen... Das macht diese Angabe zur reinen Makulatur...

Kein Wort davon, daß Frauen diese Differenz an ihrem längeren Lebensabend mehr als zurückbekommen.

Was hast du erwartet? Das wird geflissentlich unter den Tisch gekehrt und ist auch ohne Monitor nichts Neues...

Gruß

tervara

WDR und HR

Ein Zeitungsleser, Friday, 21.11.2003, 12:03 (vor 8112 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: die "bösen" Versicherungen wurden angeprangert von Der Eman(n)ze am 20. November 2003 22:42:50:

Ich bin ein wenig enttäuscht, daß sich "Monitor" derart vom Staatsfeminismus einspannen läßt. Wenn man konsequenterweise wenigstens mal auf Ungleichbehandlungen der Männer aufmerksam machen würde...

Monitor ist eben nicht das, was es einmal war. Im WDR werden jetzt offenbar grundsätzlich Frauen befördert, mit Segen des Intendanten Fritz Pleitgen. Als die noch recht junge M.v.Haren Chefredakteurin wurde, hieß es, "der Chef wollte eben eine Frau". (SZ) Später gab es dann Zoff mit dem Sport, weil dort die neue Chefredakteurin auf einen höheren Frauenanteil bei der Olympia-Berichterstattung pochte. (SZ) Und dann wurde S.Mikich Monitor-Moderatorin (und ich glaube auch Chefin).

Letztere schrieb nach dem Afghanistan-Krieg (noch als WDR-Paris-Korrespondetin) einen grunzdummen Taz-Kommentar, der sie als beschränkte feministische Hardlinerin offenbarte. Sinngemäß: Wie die Männer Bush und Blair über Menschenrechte reden könnten, wenn es doch viel dringender um Frauenrechte gehe. Nun berichtet Monitor regelmäßig, wie die böse Männerseilschaft Koch-Merz die grundgute Merkel ausbremst. So freundlich war Monitor zur CDU-Spitze noch nie.

Ähnliches tut sich schon lange beim HR. Dort wurde in den 90ern eine Frau an die Spize gehievt, die nicht gerade brilliante Luc Jochimsen. Später schied dann einer ihrer Stellvertreter aus, weil er "sexuelle Belästigung" in seiner Redaktion zu verantworten habe. Eine Redakteuse hatte sich beklagt, daß ein halbes Jahr zuvor auf seinem Handy ein anderer, nicht mehr zu identifizierender Kollege sie aus einer Kneipe angerufen hatte, und dabei auch "anzügliche Bemerkungen" gemacht habe. (FAZ)

Seinen Platz nahm ein gewisser Manfred Krupp ein. Heute ist er Nachfolger Jochimsens. Er hat die feministische Ideologie entweder voll intus, oder aber er verhält sich entsprechend, weil er aufgrund einer entsprechenden Seilschaft auf seinen Posten gekommen ist. Auch das merkt man im Programm. Z.B. erläuterte einmal neben ihm in einer Wahlsendung ein Kollege das neue Kommunalwahlsystem: Man kann in Hessen jetzt "panaschieren", also einzelne Listenkandidaten auf dem Stimmzettel gezielt wichten, so daß diese eventuell auf der Liste nach oben rücken. Die Baden-Würtemberger kennen das schon lange. Der Kollege wies aber live auf einen Unterschied hin: In BaWü wird auch der Beruf des Kandidaten auf dem Stimmzettel angegeben, in Hessen nicht. Dafür wird in Hessen der Vornahme ausgeschrieben, so daß das Geschlecht erkennbar bleibt. Obwohl dafür kein zwinger Grund wäre, hätte man anschließen können. Das tat der Kollege aber nicht, weil er den strengen Blick seines Chefredakteurs auffing. Statt dessen stotterte er urplötzlich ein feministisches Bekenntnis zusammen. Das ist wirklich so passiert!

Nach dieser Kommunalwahlen waren die Lokalteile voll mit Artikeln wie: "Die Gewinner der Wahl sind die Frauen!" Tatsächlich waren einige Frauen nach oben gerutscht - aber so viele auch wieder nicht. Konzertierte Aktion nennt man sowas. Aber wo ist die Dirigentin?

Zuschauerproteste an diese Adressen kann man sich also sparen.

Re: WDR und HR

Ferdi, Friday, 21.11.2003, 13:20 (vor 8112 Tagen) @ Ein Zeitungsleser

Als Antwort auf: WDR und HR von Ein Zeitungsleser am 21. November 2003 10:03:26:

Hallo Zeitungsleser!

Ich bin auch ein intensiver Zeitungsleser, weil ich das Glück habe, eine der wenigen seriösen und unparteiischen Zeitungen auf den Frühstückstisch zu bekommen. Deshalb hat mein Fernseher auch nur noch 1 bis 2 Stunden Betriebszeit pro Monat, wenn's hoch kommt. Aber um so mehr lese und schreibe ich im Internet.

Es muss doch auffallen, dass die erste zaghafte Wahrnehmung einer "Männerbewegung" und deren berechtigte Interessen in dieser Zeit stattfindet, in der das Internet rasant wächst. Das bedeutet doch, dass die Männer insgesamt daran gehindert wurden, ihre Argumente zu veröffentlichen.

Da drängen sich Parallelen zu den Verhältnissen in Diktaturen auf. Der Rundfunk und das Fernsehen der DDR zum Beispiel hat doch nur das gesendet, was linientreu auf den Kurs der immer Recht habenden Partei eingenordet war. Andere Stimmen hatten nur die Möglichkeit, sich über Geheimsender auf Kurzwelle (Clandestine-Radios) oder über Medien im Ausland zu artikulieren, wobei es den Regierenden leicht fiel, diese Gruppen als "Konterrevolutionäre" und "Staatsfeinde" hinzustellen.

Heute ist es in der BRD soweit, dass die Organisationen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von feministischen Quotenfrauen durchsetzt sind, die dafür sorgen, das kein Wort der Kritik an der bestehenden Frauenförderung mehr gesendet wird. Also eine gewisse Parallele zum Rundfunk der DDR. Aber zum Unterschied von damals haben wir heute das rasant wachsende Internet, dass auch technisch immer neue und bessere Instrumente der Kommunikation bereitstellt und dessen Nutzung auch Normalbürgern ohne technische Kenntnisse in zunehmenden Maße möglich wird. Auch wenn immer behauptet wird, auch das Internet könne wie der Rundfunk kontrolliert werden, so ist das m. E. nicht möglich. Man kann femi-staatlicherseits den Informationsfluss zwar noch erschweren aber nicht mehr verhindern und schon garnicht - wie früher im Äther - stören. Werden Provider mit nackter staatlicher Gewalt daran gehindert, unliebsame Webseiten zu hosten, dann werden diese Webseiten eben auf amerikanische Server gelegt und so dem Zugriff der Femokratur entzogen. Ein weitere Vorteil des Internets ist die Zwei-Richtungs-Kommunikation. Hier kann jeder getreu dem Grundgesetz seine Meinung frei in Wort, Schrift und Bild äussern. Rundfunk ist nur eine Einweg-Kommunikation: Ein gut Kontrollierbarer spricht an viele.

In der DDR wurden kritische Stimmen als "Staatsfeinde" und "Hochverräter" hingestellt. Heutzutage, im Zeitalter des Internets, werden Männerrechtler, die die bestehenden gesellschaftspolitischen Verhältnisse kritisieren und auf Veränderungen drängen, als "frauenfeindlich" hingestellt. Wie sich doch die Verhaltensweisen gleichen. Etwaige Ähnlichkeiten mit dem Verhalten von Diktaturen sind rein zufällig.

Einigen Mitschreibern, wie Garfield, Odin und Manfred und vielen anderen hier im Forum möchte ich an dieser Stelle mal für ihre hervorragenden Beiträge danken, die sicher bei der Gegenseite ihre Wirkung haben.

Schöne Grüsse,
Ferdi

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

Bruno, Friday, 21.11.2003, 15:09 (vor 8112 Tagen) @ terVara

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von terVara am 20. November 2003 23:43:12:

Hallo tervara,

>Die Moderatorin bzw. die Redaktion schlug sich eindeutig auf die Seite der "Frauenbeauftragten" und diagnostizierte ein "frauenfeindliches" Familienministerium.
Unmaßgeblich... Mikich erzählt viel, wenn der Tag lang ist... Entscheindend sind die gezeigten Beiträge... Soviel Grips sollte jeder Zuschauer mitbringen um selber eigene Schlüsse zu ziehen...

...aber die Subjektivität ist zu kritisieren. Nicht erwähnt wurden z.B. die höheren Versicherungsbeiträge bei Lebensversicherungen oder zum Teil bei Kfz-versicherungen für Männer. Durch die einseitige Reportage wurde so bewusst ein verzerrtes Bild gegeben.

>Daß die Mehrkosten überwiegend durch Schwangerschaft zustandekommen, halte ich für eine geschickt konstruierte Mär dieser "Frauenbeauftragten" - bei 1,2 Kinder pro Frau in Deutschland!
Ist keine Mär der "Frauenbeauftragten" sondern neben der längeren Lebensdauer der Frauen auch ein Argument der Versicherer... Maßgeblich sind nicht allein die Mutterschaftgelder, sondern auch die ständigen Besuche im Rahmen der Schwangerschaft beim Arzt... Schließlich muß alle drei Tage per Ultraschall überprüft werden, ob's dem Nachswuchs auch gut geht... Und zur Geburt rennen denn alle ins Krankenhaus, damit es ordentlich teuer wird... Als ob eine Hausgeburt ein nennenswertes Risiko wäre... Da stecken die Kosten...

...ein Ausgleich für Mehrkosten für die Schwangerschaft und Geburt kann ich noch verstehen. Dass aber die Männer die gleiche Rente bezahlen sollen, obwohl Frauen durchschnittlich 6,5 Jahre länger leben, finde ich nicht richtig. Hier wird eine Benachteiligung der Männer (kürzere Lebenszeit) durch gleiche Beträge zur Doppelten Benachteiligung für Männer.

> Stattdessen wurde nur die böse, diskriminierte Beitragsdifferenz in riesigen roten Zahlen hervorgehoben.
Normal... Das findest du in jeder nicht selber gefälschten Statistik...
Störend daran ist, daß die Gesamtsumme bezogen auf die Lebeszeit angegeben wird, aber ohne auf den Bezug der dafür erhaltenen Leistungen... Das macht diese Angabe zur reinen Makulatur...
>Kein Wort davon, daß Frauen diese Differenz an ihrem längeren Lebensabend mehr als zurückbekommen.
Was hast du erwartet? Das wird geflissentlich unter den Tisch gekehrt und ist auch ohne Monitor nichts Neues...

...Monitor hatte ich bisher als seriöses Magazin eingestuft. Aber so kann man sich täuschen.

Gruß
tervara

Gruß

Bruno

Ach was

Aufklärer, Friday, 21.11.2003, 15:34 (vor 8112 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von Bruno am 21. November 2003 13:09:47:

...Monitor hatte ich bisher als seriöses Magazin eingestuft. Aber so kann man sich täuschen.

Soso. Hattest Du das wirklich? Monitor ist doch seit Jahren für seine tendenziöse Berichterstattung bekannt. Insofern sind diese neuesten Labereinheiten keine Überraschung.

Der Aufklärer

Re: WDR und HR

Ein Zeitungsleser, Friday, 21.11.2003, 23:14 (vor 8112 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: WDR und HR von Ferdi am 21. November 2003 11:20:31:

Hallo Ferdi!

Da drängen sich Parallelen zu den Verhältnissen in Diktaturen auf.
Heute ist es in der BRD soweit, dass die Organisationen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von feministischen Quotenfrauen durchsetzt sind, die dafür sorgen, das kein Wort der Kritik an der bestehenden Frauenförderung mehr gesendet wird.

So weit würde ich nicht gehen. Jeder Journalist weiß, daß er nicht überall alles veröffentlichen kann, und daß das schon immer so war. Auch in einer Demokratie muß Pluralismus immer wieder erstritten werden. In den privaten Medien regieren Besitzer und Konsumenten gleichermaßen; letztere ziehen das Medium vor, das ihnen erzählt, was sie hören wollen. In öffentlich-rechtlichen herrschen eben politisch organisierte Verbindungen vor, jedenfalls in den Top-Etagen. Die Feministinnen haben nur das getan, was andere politische Gruppen auch tun; sie haben von ihnen gelernt und ernten jetzt die Früchte.

Der wesentliche Unterschied ist der: Wenn ich in meinem persönlichen Umfeld von parteipolitischen Seilschaften oder US-Propaganda oder was weiß ich rede, dann wird mir geglaubt. Wenn ich dasselbe über Feministen sage, gelte ich als paranoid. Deshalb habe ich hier einmal ein paar Beispiele zusammengetragen. Damit man zeigen kann: Das gibt es, das ist real, und das ist mit folgenden Zielen (1.2.3.) verknüpft.

Die Einseitigkeit ist nicht nur das Ergebnis feministischen Lobbyings in den Medien, sondern in weit größerem Maße eine Folge der allgemeinen Tabuisierung des Themas für bzw. unter Männern.

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

Silke, Saturday, 22.11.2003, 11:21 (vor 8111 Tagen) @ terVara

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von terVara am 20. November 2003 23:43:12:

Ich habe diese Sendung nicht gesehen und möglicherweise verstehe ich dich deswegen falsch ... aber sprichst du dich hier gerade gegen Geburten im Krankenhaus zugunsten von Hausgeburten aus? Wenn ja, dann bezweifle ich, dass du selbst schon ein Kind zur Welt gebracht hast. Es gibt eine Reihe von Frauen, die z.B. völlig alternativ "drauf" sind und sich eine Hebamme unter den Arm klemmen, um in völliger Abgeschiedenheit der häusliche Höhle das Baby aus sich rauszupressen. Mir geht hierbei der Respekt für diese Leistung völlig ab - der Quatsch mit den Hausgeburten hat für mich etwas mit absolutem Egoismus zu tun. Keine der Frauen tut es um die Krankenkassen zu entlasten - sie tun es um sich und ihrer Umwelt zu beweisen, wie tough, reif und spirituell sie sind.
Geht bei der Geburt etwas schief, wird im Gegensatz zur KH-Geburt automatisch wertvolle Zeit verschenkt, bis notwendige Maßnahmen ergriffen werden können. Ich frage mich wirklich, ob man in unserer Zeit dieses (nicht nennenswerte?) Risiko tatsächlich eingehen muss.

Ich mag keine Stistik suchen oder erfinden; klar ist, dass die meisten Geburten normal verlaufen und es Kind und Mutter hinterher prima geht. Fakt ist aber auch, dass es trotzdem zahlreiche Komplikationen und Katastrophen gibt - eine habe ich selbst erlebt.

Die meisten von uns schnallen sich täglich beim Autofahren an, obwohl sie sicher nicht jeden Tag einen Unfall haben, oder? Wir kaufen uns Autos mit Airbags - aber die Dinger blasen sich nur in dem seltenen Fall eines realen Unfalls auf. Wir wollen ESP und ABS ... wozu?

Bloß weil der Aufenthalt im Krankenhaus mehr kostet, darf er also nicht gewünscht werden? Leben ist also doch mit Geld aufzuwiegen, wie es scheint.

Was den Verlauf der "Wochenbett"-Zeit angeht, kann man über deren Notwendigkeit gerne diskutieren. Den Ort der Geburt selbst empfinde ich als indiskutabel.

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

AJM, Sunday, 23.11.2003, 00:10 (vor 8111 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von Silke am 22. November 2003 09:21:22:

Hallo,

es sind meiner Erfahrung nach nicht die spirituell-veranlagten Esoterik-Freaks, die Hausgeburten durchführen, um sich tough, reif, etc. zu präsentieren. Es sind vielmehr ganz normale Frauen, die die Athmosphäre und der umgang im Krankenhaus nicht gefällt, bzw. die davon teilweise abgestoßen werden. Warum lungern teilweise fünf (und mehr) fremde Menschen in dem Raum herum, in welchem die kreißende Frau in einer zumeist unnatürlichen, aber für Hebamme, Arzt, Zuschauer bequemen Lage unter höchter Anstrengung ihr Kind zu Welt bringen möchte/will? Es sind wirklich nicht nur "Spinnerinnen", sondern auch Frauen, die sich durch die klinische Kälte abgestoßen fühlen.

Im Übrigen sind meines Wissen die Kosten für Schwangerschaften incl. der zum größten Teil überflüssigen Untersuchungen, nur ein Bruchteil der Mehrkosten, welche bei einer PKV bei Frauen anfällt. Das Gros der Kosten entsteht erst in einem Alter, in dem Frauen gar nicht mehr in der Lage sind, Kinder zu bekommen. Und das eben auch noch ein paar Jahre länger als bei Männern.

Gruß

Andreas

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

terVara, Sunday, 23.11.2003, 00:29 (vor 8111 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von Silke am 22. November 2003 09:21:22:

Wenn ja, dann bezweifle ich, dass du selbst schon ein Kind zur Welt gebracht hast.

Das wäre von der Anatomie sensationell... Muß ich glatt mal Arnold Schwarzenegger fragen, wie das damals im Film war... *sfg*

Es gibt eine Reihe von Frauen, die z.B. völlig alternativ "drauf" sind und sich eine Hebamme unter den Arm klemmen, um in völliger Abgeschiedenheit der häusliche Höhle das Baby aus sich rauszupressen. Mir geht hierbei der Respekt für diese Leistung völlig ab - der Quatsch mit den Hausgeburten hat für mich etwas mit absolutem Egoismus zu tun.

Mag sein... War nur nicht das Thema...

Geht bei der Geburt etwas schief, wird im Gegensatz zur KH-Geburt

automatisch wertvolle Zeit verschenkt, bis notwendige Maßnahmen ergriffen werden können.[/i]

Völliger Quatsch... Wenn es Komplikationen geben könnte, weiß man das i.d.R. schon im Vorfeld... Oder wozu rennt ihr sonst alle drei Tage zum Gynäkologen? Zum Kaffee trinken?

Ich frage mich wirklich, ob man in unserer Zeit dieses (nicht nennenswerte?) Risiko tatsächlich eingehen muss.

Klaro... Die Vollkasko-Sicherheitsmentalität... Kinners... Lernt endlich mal, daß es keine Sicherheit gibt... Und das ist das einzige, was wirklich sicher ist...

Ich mag keine Stistik suchen oder erfinden; klar ist, dass die meisten Geburten normal verlaufen und es Kind und Mutter hinterher prima geht.

Na also...

Fakt ist aber auch, dass es trotzdem zahlreiche Komplikationen und Katastrophen gibt - eine habe ich selbst erlebt.

In Bezug worauf genau? Was ist zahlreich bezogen auf alle Geburten genau? Und weil du zufällig eine Komplikation erlebt hast ist das jetzt ein allgemeingültiges Faktum?

Die meisten von uns schnallen sich täglich beim Autofahren an, obwohl sie sicher nicht jeden Tag einen Unfall haben, oder?

Steht so in der StVO... Und was hat das jetzt mit einer Haugeburt zu tun? Gibt es da etwas ein Sozialgesetz zu, was den Kreißsaal vorschreibt?

Wir kaufen uns Autos mit Airbags - aber die Dinger blasen sich nur in dem seltenen Fall eines realen Unfalls auf. Wir wollen ESP und ABS ... wozu?

Sicherheit und Garantien kosten halt Geld... Auch wenn sie möglicherweise unnötig sind... Die Werbung bläut es ja aller Welt ein...

Bloß weil der Aufenthalt im Krankenhaus mehr kostet, darf er also nicht gewünscht werden? Leben ist also doch mit Geld aufzuwiegen, wie es scheint.

Richtig Texte lesen und zu verstehen ist nicht so ganz deine Stärke, gelle...

Das Thema hieß: Warum sind die Krankenkassenkosten in der PKV bei Frauen höher als beim Mann...

Es war absolut nicht die Rede davon, daß Frauen nicht in den Kreißsaal dürfen... Sicherheit kostet Geld, und dann sollen Frauen dafür gefälligst auch extra bezahlen...

Den Ort der Geburt selbst empfinde ich als indiskutabel.

Dein Problem...

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

terVara, Sunday, 23.11.2003, 00:45 (vor 8111 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von Bruno am 21. November 2003 13:09:47:

Moin Bruno,

...aber die Subjektivität ist zu kritisieren.

seit wann gibt es in den Medien Objektivität?

Nicht erwähnt wurden z.B. die höheren Versicherungsbeiträge bei Lebensversicherungen oder zum Teil bei Kfz-versicherungen für Männer.

Weils nicht das Reportage-Thema war...

Die höheren LV-Prämien hängen letztendlich auch damit zusammen, daß Männe halt die riskanteren Jobs ausübt, welche Kantinka geflissentlich meidet... Man könnte ja vorher berufsunfähig werden oder verrecken...

Den KfZ-Bereich lassen wir am besten mal beseite... Ist das komplizierteste Thema in der Versicherungsbranche... Da gibts noch ganz andere Dinge...

...ein Ausgleich für Mehrkosten für die Schwangerschaft und Geburt kann ich noch verstehen. Dass aber die Männer die gleiche Rente bezahlen sollen, obwohl Frauen durchschnittlich 6,5 Jahre länger leben, finde ich nicht richtig. Hier wird eine Benachteiligung der Männer (kürzere Lebenszeit) durch gleiche Beträge zur Doppelten Benachteiligung für Männer.

Uno momento... Was hat die Krankenversicherung mit der Rente zu tun? Zumal von der privaten Vorsorge die Rede ist...

Abgesehen davon steht es dir frei, eine alternative Altersvorsorge aufzubauen, wo es definitiv keine Geschlechterdiskriminierung gibt...

Gruß

tervara

Re: WDR und HR

carlos, Sunday, 23.11.2003, 17:17 (vor 8110 Tagen) @ Ein Zeitungsleser

Als Antwort auf: Re: WDR und HR von Ein Zeitungsleser am 21. November 2003 21:14:10:

Die penetrant grienende Sonia Mikich vergass selbstredend zu erwaehnen den Vorteil, den Frauen bei de Tarifen der Kfz=Versicherung haben; abgesehen von der Ungerechtigkeit, die da drin liegt, ist er wahrscheinlich von irgendwelchen talentfreien, weil zu doof fuer die Grundrechenarten seienden Schnepfen forciert worden. Anders kann ich mir das nicht erklaeren: Gemessen in absoluten Zahlen moegen Maenner ja immerhin mehr Unfaelle bauen als Frauen, aber in direkte Relation gesetzt zu den gefahrenen Kilometern, sieht es doch glatt so aus, als ob man fuer Schnepfe, kaum im Auto zu sitzen kommend, an allen vier Kotfluegeln Kissen anbringen moechte, damit sie sich und anderen nicht unnoetig wehtut auf der Piste.
Ein homerisches Gelaechter anstimmend,
carlos

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

Bruno, Sunday, 23.11.2003, 23:17 (vor 8110 Tagen) @ terVara

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von terVara am 22. November 2003 22:45:10:

Hallo tervara,

Nicht erwähnt wurden z.B. die höheren Versicherungsbeiträge bei Lebensversicherungen oder zum Teil bei Kfz-versicherungen für Männer.

Weils nicht das Reportage-Thema war...

....eben deshalb ist die Reportage subjektiv gewesen.

Die höheren LV-Prämien hängen letztendlich auch damit zusammen, daß Männe halt die riskanteren Jobs ausübt, welche Kantinka geflissentlich meidet... Man könnte ja vorher berufsunfähig werden oder verrecken...

...der Grund bei Abschluss war nach Info des Versicherungsvertreters die niedrigere Lebenserwartung.

Den KfZ-Bereich lassen wir am besten mal beseite... Ist das komplizierteste Thema in der Versicherungsbranche... Da gibts noch ganz andere Dinge...

....spielt überhaupt keine Rolle. Unisex ist unisex.

Uno momento... Was hat die Krankenversicherung mit der Rente zu tun?

....beides soll angeglichen werden.

Zumal von der privaten Vorsorge die Rede ist...

...auch die Riester-Rente soll angeglichen werden.

Abgesehen davon steht es dir frei, eine alternative Altersvorsorge aufzubauen, wo es definitiv keine Geschlechterdiskriminierung gibt...

....völlig egal. Es geht um Gleichberechtigung. Du findest höhere Versicherungsbeiträge für Frauen ungerecht, aber höhere Versicherungsbeiträge für gerecht? Ich nicht.

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Gruß
Bruno

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

terVara, Monday, 24.11.2003, 17:18 (vor 8109 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von Bruno am 23. November 2003 21:17:00:

Moin Bruno,

>Weils nicht das Reportage-Thema war...
....eben deshalb ist die Reportage subjektiv gewesen.

axo... Sehe ich nicht so...

>Die höheren LV-Prämien hängen letztendlich auch damit zusammen, daß Männe halt die riskanteren Jobs ausübt, welche Kantinka geflissentlich meidet... Man könnte ja vorher berufsunfähig werden oder verrecken...
...der Grund bei Abschluss war nach Info des Versicherungsvertreters die niedrigere Lebenserwartung.

Nichts anderes habe ich geschrieben...

>Den KfZ-Bereich lassen wir am besten mal beseite... Ist das komplizierteste Thema in der Versicherungsbranche... Da gibts noch ganz andere Dinge...
....spielt überhaupt keine Rolle. Unisex ist unisex.

Laß die Brechstange mal zu Hause...

Btw: Frauentarife spielen nur bei wenigen Versicherern eine Rolle... Und die muß man(n) ja nicht nehmen...

>Uno momento... Was hat die Krankenversicherung mit der Rente zu tun?
....beides soll angeglichen werden.

Nun mal langsam... Irgendwie hast du ein Problem damit, zwischen Pflichtversicherung und Privatversicherung zu differenzieren...

Abgesehen davon ist es noch lange nicht beschlossen, ob es im Privatbereich eine Tarifanpassung geben wird. Es handelt sich um eine EU-Vorlage und das kann dauern...

>Zumal von der privaten Vorsorge die Rede ist...
...auch die Riester-Rente soll angeglichen werden.

Das ist keine Privatvorsorge sondern ein schlechter Witz... Und was als "Angleich" im Gespräch ist, ist die Überführung von freiwillig in die Pflichtversicherung. Den Punkt sehe ich als wesentlich gravierenderen Eingriff als eine Debatte über Gleichberechtigung...

>Abgesehen davon steht es dir frei, eine alternative Altersvorsorge aufzubauen, wo es definitiv keine Geschlechterdiskriminierung gibt...
....völlig egal. Es geht um Gleichberechtigung.

Nein... Es geht dir wieder um die Brechstange...

Wenn es geschlechtneutrale Alternativen gibt, interessiert mich eine Gleichberechtigungsdiskussion nicht die Bohne.

Du findest höhere Versicherungsbeiträge für Frauen ungerecht,...

Wo habe ich das bitte genau geschrieben? Das Gegenteil ist der Fall... Das solltest du spätestens bei der Lektüre meiner Antwort an Silke gemerkt haben... Dort steht klipp und klar, daß Frauen aufgrund des höheren Gesundheitsrisikos und des Sicherheitsdenkens gefälligst höhere Prämien abdrücken sollen...

Ich schlage vor, daß du den Thread noch mal genauer durchliest... Und Brille nicht vergessen...

Gruß

tervara

Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an.

Bruno, Wednesday, 26.11.2003, 01:19 (vor 8108 Tagen) @ terVara

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von terVara am 24. November 2003 15:18:22:

Ich schlage vor, daß du den Thread noch mal genauer durchliest... Und Brille nicht vergessen...

...Hallo tervara,

war mir klar, dass da nichts anderes bei rauskommt. Wir sind da halt anderer Ansicht. Ich finde höhere Versicherungsbeiträge für Männer ebenso ungerecht wie höhere Versicherungebeiträge für Frauen. Ich weiß, dass die Forderung nach Gleichberechtigung auch für Männer als brutale Gewalt gesehen wird. Ich habe da einen Leitspruch. Ich weiß nicht, ob ich den hier im Forum schon gesagt habe:

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Gruß

Bruno

Lösungsvorschlag

Mirko, Wednesday, 26.11.2003, 14:15 (vor 8107 Tagen) @ Silke

Als Antwort auf: Re: Doch! Monitor prangerte mit erhobenen Zeigefinger an. von Silke am 22. November 2003 09:21:22:

Bloß weil der Aufenthalt im Krankenhaus mehr kostet, darf er also nicht gewünscht werden? Leben ist also doch mit Geld aufzuwiegen, wie es scheint.
Was den Verlauf der "Wochenbett"-Zeit angeht, kann man über deren Notwendigkeit gerne diskutieren. Den Ort der Geburt selbst empfinde ich als indiskutabel.

Hallo!

Das eine schließt das andere nicht aus. In den Niederlanden steht während einer häuslichen Geburt ein Krankenwagen mit einem speziellen Team vor der Tür, das sofort eingreifen kann, wenn es zu Komplikationen kommt - ist billiger und kommt denen entgegen, die nicht im Krankenhaus entbinden wollen. Wurde meines Wissens sogar gesetzlich festgelegt, Mütter die auf diesen "Service" verzichten, machen sich strafbar - ganz sicher bin ich mir da aber nicht.

Grüße Mirko

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