frauengerechtes Wohnen (?)
---------------------------------------------------------------------------
Frauen bauen
"Als sachverständige Beraterin für frauengerechtes Wohnen wird Christine Gröger in die Jury aufgenommen."
Das beschloss der Stadtrat im Zusammenhang mit den Planungsarbeiten für das neue Stadtviertel am Ackermannbogen.
Er folgte damit einem Antrag der SPD-Stadtratsfraktion und einem Vorschlag aus dem Frauenbüro
---------------------------------------------------------------------------
Gefunden bei:
http://www.muenchen.de/gstfrau/fiff29/29aufges.htm
Was ist "frauengerechtes Wohnen"
Daß Anzeigen für zu vermietende Wohnungen z.T. Frauen bevorzugen oder sogar Männer ausgrenzen, ist mir ja schon aus eigener Erfahrung bekannt. Aber daß jetzt ganze Stadtviertel "frauengerecht" gestaltet werden...
Mich würde mal interessieren, welche Kriterien Wohnung oder ein Stadtviertel erfüllen muß, um als "frauengerecht" zu gelten. Falls es darauf beruht, daß Frauen grundsätzlich andere Bedürfnisse bzgl. Wohnumfeld haben, fehlen eigentlich nur noch "männergerechte" Stadtviertel, um dem Himmelreich wieder ein Stück näher zu kommen.
Re: frauengerechtes Wohnen (?)
Als Antwort auf: frauengerechtes Wohnen (?) von Der Eman(n)ze am 20. November 2003 19:48:18:
"Als sachverständige Beraterin für frauengerechtes Wohnen wird Christine Gröger in die Jury aufgenommen."
Warum nicht "frauengerechtes Wohnen"? Es gibt ja auch behindertengerechtes Wohnen. Und gewinnen wir nicht oft genug den Eindruck, dass Frausein von manchen Betroffenen als Behinderung angesehen wird?
So ist frauengerechtes Wohnen nichts Anderes als der logische Endpunkt einer Entwicklung, die uns Frauenparkplätze/Behindertenparkplätze, Frauenquote/Behindertenquote sowie Frauenbeauftragte/Behindertenbeauftragte beschert hat.
Ein Schuft, wer Schlechtes dabei denkt.
Re: frauengerechtes Wohnen (?)
Als Antwort auf: frauengerechtes Wohnen (?) von Der Eman(n)ze am 20. November 2003 19:48:18:
Ja und was bedeutet dieser Quatsch nun konkret? Muß ich jetzt die örtliche Frauenbeauftragte um Genehmigung bitten, wenn ich bauen will? In diesem Land ist der Wahnsinn wirklich zum dominierenden Kulturprinzip erhoben worden. Ich kann nur jedem raten, langsam mal ans Auswandern zu denken. Sollen die Frauen sich ihre Stadtviertel selbst bauen.
Gruß
Andreas
Re: frauengerechtes Wohnen (?)
Als Antwort auf: frauengerechtes Wohnen (?) von Der Eman(n)ze am 20. November 2003 19:48:18:
Mich würde mal interessieren, welche Kriterien Wohnung oder ein Stadtviertel erfüllen muß, um als "frauengerecht" zu gelten. Falls es darauf beruht, daß Frauen grundsätzlich andere Bedürfnisse bzgl. Wohnumfeld haben, fehlen eigentlich nur noch "männergerechte" Stadtviertel, um dem Himmelreich wieder ein Stück näher zu kommen.
Pinkfarbene Straßenschilder, große Parkbuchten mit meterweitem Abstand zum Nebenmann, abgesenkte Bordsteinkanten für Einkaufswägen, Scheidungsanwälte in greifbarer Nähe, Abtreibungsklinik in der Nebenstraße, 20 Friseur und Manikürläden in unmittelbarer Nachbarschaft, Schönheitschirurg zwei Häuser weiter, Kinderläden mit Öffnungszeiten von 6.00 - 22.00 Uhr (mit direkter Abbuchungsmöglichkeit der Kosten vom Konto des Ex), Spezielle Selbstverteidigungsschule mit Schulung von Hodentritten, Zeitschriftenläden in Hülle und Fülle.... an was man nicht alles denken muß!
Re: frauengerechtes Wohnen (?)
Als Antwort auf: frauengerechtes Wohnen (?) von Der Eman(n)ze am 20. November 2003 19:48:18:
Auszug aus "Denkblockade Feminismus" von Paul-Hermann Gruner zu dem Thema:
es gibt das
«frauengerechte Haus» («von den Küchenzonen aus können
die Mütter spielende Kinder im Hof und in den anderen Räu-
men überblicken. Die Wohnungen sind so flexibel gestaltet,
dass Räume je nach Bedarf zusammengelegt oder abgetrennt
werden können. Alle Wohnungen sind dem Gemeinschafts-
raum zugeordnet, haben Terrasse, Balkon oder Loggia» - ganz
eindeutig und umfassend: nichts für Männer); es gibt «frau-
engerechte Wohnungen» («damit soll es Frauen erleichtert
werden, Familie und Beruf leichter zu verbinden», ganz klar
nur was für Frauen, Männer wollen nur arbeiten gehen, Fuß-
ball spielen, schlafen, arbeiten gehen, Fußball spielen, schlafen,
arbeiten gehen, Fußball spielen, schlafen ...); es gibt gar die
«frauengerechte Stadt» als Ziel «frauenpolitischer Leitbilder»
(die autogerechte Stadt ist männlich, die frauengerechte
menschlich, also Männer: Ab in die Autos, wo ihr hinge-
hört!) und - Finale der Zukunftsfreuden - die «Stadt der
Frauen», in der endlich alles gleichermaßen Machbare und
Wünschenswerte für die Besonderen und Bedürftigen, also
Mädchen und Frauen, reserviert bleibt (das «frauengerechte
Bauen» für die «Stadt der Frauen» wird werbetüchtig in Wien
umgesetzt. Der Stadtteil mit 360 Wohnungen wird ausschließ-
lich von Männern erstellt - Tiefbau, Hochbau, Straßenbau, In-
nenausbau, Gartenbau und alles Übrige. Garantiert ist jedoch,
dass sich diese Männer nach Fertigstellung der Arbeiten sofort
und unauffällig zurückziehen in ihre stinknormalen, männer-
tüchtigen Wohnlöcher im Silo).
Da Männer weiterhin die allermeisten Arbeitsplätze besetzen,
selbstverständlich auch die gut bezahlten, wird die oben skiz-
zierte, organisierte Rücksichtnahme auf «weibliche» Bedürf-
nisse hauptsächlich von Männern bezahlt. Ein Fakt, der nur
selten Erwähnung findet. Meist ist in diesbezüglichen Finan-
zierungsdiskussionen nur abstrahiert von «Steuergeldern» die
Rede und nicht vom Großteil «männlicher Steuergelder». Im-
merhin, denkt manche Frau - so machen sich Männer zumin-
dest über ihren Wertschöpfungsanteil und das von ihnen er-
brachte Steueraufkommen ein klein wenig nützlich. In Wien
betragen die Kosten für die «Stadt der Frauen» rund siebzig
Millionen Mark (aufgebracht von der Stadt Wien und einer
Wohnungsbaugenossenschaft).
usw. usf... Hier wird wird von oben eine neue Apartheit umgesetzt, so einfach ist das.
Re: frauengerechtes Wohnen (?)
Als Antwort auf: Re: frauengerechtes Wohnen (?) von Mirko am 21. November 2003 11:50:42:
die «Stadt der
Frauen», in der endlich alles gleichermaßen Machbare und
Wünschenswerte für die Besonderen und Bedürftigen, also
Mädchen und Frauen, reserviert bleibt (das «frauengerechte
Bauen» für die «Stadt der Frauen» wird werbetüchtig in Wien
umgesetzt. Der Stadtteil mit 360 Wohnungen wird ausschließ-
lich von Männern erstellt - Tiefbau, Hochbau, Straßenbau, In-
nenausbau, Gartenbau und alles Übrige. Garantiert ist jedoch,
dass sich diese Männer nach Fertigstellung der Arbeiten sofort
und unauffällig zurückziehen in ihre stinknormalen, männer-
tüchtigen Wohnlöcher im Silo).
(...) In Wien
betragen die Kosten für die «Stadt der Frauen» rund siebzig
Millionen Mark (aufgebracht von der Stadt Wien und einer
Wohnungsbaugenossenschaft).
usw. usf... Hier wird wird von oben eine neue Apartheit umgesetzt, so einfach ist das.
Hallo Mirko,
weißt du mehr über dieses Projekt in Wien? Ich meine, gibt es da wirklich Regeln, dass keine Männer in die erstellten Wohnungen einziehen dürfen? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Gruß,
Peter
Re: frauengerechtes Wohnen (?)
Als Antwort auf: Re: frauengerechtes Wohnen (?) von Peter am 21. November 2003 14:38:01:
weißt du mehr über dieses Projekt in Wien? Ich meine, gibt es da wirklich Regeln, dass keine Männer in die erstellten Wohnungen einziehen dürfen? Das kann ich mir nicht vorstellen.
Leider nein, die Quellenangabe lautet auf Darmstädter Echo vom 1.9.1997 - und das hilf ja nicht wirklich weiter. Auf der Homepage der Stadt Wien (www.wien.at) habe ich dazu auch nichts gefunden.
Grüße Mirko.