Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Warum wir gegen das Patriarchat sind

Kassandra, Tuesday, 18.11.2003, 16:01 (vor 8115 Tagen)

Hallo!

Um zu wissen, warum wir gegen das Patriarchat kämpfen sind mitunter die folgenden Tatsachen interessant. Wahrscheinlich sind sie altbekannt. Trotzdem sollten wir sie im Augen behalten, damit wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Frauen sind die Hälfte der Bevölkerung.
Sie leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden.
Sie erhalten ein Zehntel des Welteinkommens.
Sie besitzen weniger als ein Hundertstel des Welteigentums.

Mädchen und Frauen werden aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit in ihrem Menschsein beschnitten:

- in ihrer persönlichen Freiheit, durch Vorschriften, Tabus, Schleier und die "guten" Sitten

- in ihrem Geist, durch Erziehung zur Unmündigkeit und Drill zur "Weiblichkeit"

- in ihrer körperlichen Integrität, durch die Verstümmelung ihrer Genitalien

- in ihrer Menschenwürde, durch sexistische Darstellungen in den Medien, in der Werbung und durch Pornographie

- Die Unterdrückung von Frauen gehört zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen dieser Zeit (Terres des Femmes).
Dieses Menschenrechtsverletzungen umfassen unter anderem:

- Handel mit Frauen auf der ganzen Welt als billige Arbeitskräfte, Katalogbräute und Zwangsprostituierte

- Nichtanerkennung der Verfolgung von Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit als Asygrund

- Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts von Frauen über ihren Körper (z.B. Zwangssterilitsationen und genitale Verstümmelung)

- sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen

- Abtreibung von weiblichen Föten

All das ist inakzeptabel und mit einem würdigen Dasein unvereinbar.
Deshalb werden wir mit allen Kräften gegen diese patriarchalen Zustände kämpfen.

Kassandra

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

gaehn, Tuesday, 18.11.2003, 16:12 (vor 8115 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Hallo!
Um zu wissen, warum wir gegen das Patriarchat kämpfen sind mitunter die folgenden Tatsachen interessant. Wahrscheinlich sind sie altbekannt. Trotzdem sollten wir sie im Augen behalten, damit wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren.
Frauen sind die Hälfte der Bevölkerung.

oh geniales argument, ich bin gegen das feminat weil die hälfte der menschen männer sind :) *taa taa*.

Sie leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden.

was leider eine lüge ist.

zum rest sollen sich andere äussern ;).

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Nick, Tuesday, 18.11.2003, 16:15 (vor 8115 Tagen) @ gaehn

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von gaehn am 18. November 2003 14:12:08:

zum rest sollen sich andere äussern ;).

Äussern? Wieso äussern? :-))

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Kurt Zimker, Tuesday, 18.11.2003, 16:17 (vor 8115 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Nick am 18. November 2003 14:15:22:

Jaja, die böse hodensackdominierte Welt...

meint uns Kurt

Lasst sie in Ruhe ...

Pioneer, Tuesday, 18.11.2003, 16:27 (vor 8115 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Nick am 18. November 2003 14:15:22:

... Mit Ideologen(innen ;-) kann man nicht reden. Das ist Zeitverschwendung - es macht keinen Unterschied, kostet aber Nerven und Lebensjahre. Die, die zuhören wollen, informiere ich immer sehr gerne: interessanter Weise intelligente, sensible, sachliche und herzliche Menschen. Nach radikalfeministischer Definition können das gar keine Männer sein, aber meistens ist das so. Ist das nicht erstaunlich? ;-)

Grüße

Pioneer

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Peter, Tuesday, 18.11.2003, 17:24 (vor 8115 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Frauen sind die Hälfte der Bevölkerung.

wie Männer

Sie leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden.

bloße Behauptung - Beweise?

Sie erhalten ein Zehntel des Welteinkommens.

werde selbstständig und reich - oder pleite

Sie besitzen weniger als ein Hundertstel des Welteigentums.

investiere und gehe nicht shoppen

Mädchen und Frauen werden aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit in ihrem Menschsein beschnitten:

wie Männer, die zum Wehrdienst eingezogen, bei Scheidung ihrer Kinder beraubt und allgemein vor Gericht schlechter behandelt werden

- in ihrer persönlichen Freiheit, durch Vorschriften, Tabus, Schleier und die "guten" Sitten

die vor allem von anderen Frauen vertreten werden

- in ihrem Geist, durch Erziehung zur Unmündigkeit

wo lebst du eigentlich?

- in ihrer körperlichen Integrität, durch die Verstümmelung ihrer Genitalien

die vor allem von anderen Frauen ausgeübt werden

- Die Unterdrückung von Frauen gehört zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen dieser Zeit (Terres des Femmes).

weil Unterdrückung von Männern leicht wiegt?

Dieses Menschenrechtsverletzungen umfassen unter anderem:
- Handel mit Frauen auf der ganzen Welt als billige Arbeitskräfte, Katalogbräute

Wanderarbeiter sind meistens männlich. Katalogbräute sind freiwillig im Katalog.

- Nichtanerkennung der Verfolgung von Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit als Asygrund

allen Frauen ein Recht auf Asyl? den Männern nicht? Gleichberechtigung?

- sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen

schlimmer als Gewalt an Männern, zu denen die meisten Gewaltopfer gehören?

- Abtreibung von weiblichen Föten

ist Abtreibung von männllichen Föten besser? Gleichberechtigung?

werden wir mit allen Kräften gegen diese patriarchalen Zustände kämpfen.

Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern: keine Benachteiligung von Männern.

Peter

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Odin, Tuesday, 18.11.2003, 18:06 (vor 8115 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

All das ist inakzeptabel und mit einem würdigen Dasein unvereinbar.

Also bis dahin konnte ich folgen :-)

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Odin, Tuesday, 18.11.2003, 18:16 (vor 8115 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Peter am 18. November 2003 15:24:58:

Sie leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden.

bloße Behauptung - Beweise?

Weil Du Dich auch wieder nicht informiert hast!
Beispiele?

Nägel feilen, Pralinenschachteln öffnen, Fernbedienung betätigen, Spülmaschine einschalten, Hund Gassi führen, Frauenkegeln besuchen, auf BrustOP sparen, Mann Geld abknöpfen, Mann zum Rasen mähen zwingen, Kühlschrank aufmachen, Kühlschrank wieder zu machen, Katze gefangene Maus abjagen, Computer des Mannes nach Porno durchforschen, Frauengruppe aufsuchen und über Benachteiligungen nachsinnen, Wasser holen (in Deutschland 2 Meter, in der Sahel Zone 5 Kilometer, im Schnitt fast 2,5 Kilometer für die Frauenwelt!), Lichtschalter betätigen bei Dunkelheit, Ehemann Einkaufstüten in die Hand drücken (er trägt, sie gibt = 50% der Arbeitsleistung am Einkauf! Oh Gott, sie sucht auch noch Waren aus? = 95% der Arbeitsleistung am Einkauf!), Toaster betätigen, Fingernägel lackieren, Schminken......
so, das nur als Vorgeschmack :-)

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Max, Tuesday, 18.11.2003, 19:03 (vor 8115 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Oh Gott! Jede Wette: Von allen Bescheuerten einer Klappsmühle wärst Du außerdem noch der am schlechtesten informierte. Oder war das ein "Glaubensbekenntnis"?

Da fragst di`- Max

gacker!

carlos, Tuesday, 18.11.2003, 19:19 (vor 8115 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Ein Huhn hat ein Ei gelegt, und ich zolle meinem Schoepfer ewige Dankbarkeit, dass er mich nicht als Weib zur Welt gebracht hat... lol. Ware ich kein Maskulinist, teuertste der teueren, dann waere ichs spaetestens jetzt.
Amuesierter Gruss,
carlos

Ist ein bisschen lang, der Witz (n/t)

reinecke54, Tuesday, 18.11.2003, 21:13 (vor 8115 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

OK, du hast recht, ich hatte mich nicht informiert (kein Text :-)

Peter, Tuesday, 18.11.2003, 22:45 (vor 8115 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Odin am 18. November 2003 16:16:23:


Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

XRay, Wednesday, 19.11.2003, 00:36 (vor 8115 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Ganz konkret....

Wo wurdest oder wirst Du in Deiner persönlichen Freiheit eingeschränkt, durch Vorschriften, Tabus, Schleier und die "guten" Sitten

Wo wurdest Du in Deinem Geist ..... ach ja, klar.. ich verstehe...

Und wenn DU 3mal soviel leistest wie jeder hier. Da must du aber ordentlich was auf dem Kasten haben.....dafür aber spricht dein Text nun wirklich nicht....

Was meintest Du HIER mit deiner - vermutlich irgendwo abgeschriebenen - Liste bewirken zu können?

Vielleicht versuchst du es mal mit eigenen Argumenten, die Du selbst durchdacht hast? Vielleicht kommt da etwas sinnvolleres zustande.

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Dirk, Wednesday, 19.11.2003, 01:08 (vor 8115 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Hallo,

zum größten Teil des Schwachsinnes hat sich ja schon Peter geäußert. Ich möchte hier nur noch auf

Sie leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden.

Der Witz an dieser Studie ist, daß frau immer nur den weltweiten Durchschnittswert zitiert. Nun gibt es ja tatsächlich Länder, in denen Hausarbeit noch schwere und zeitraubende Arbeit ist. Ich erinnere mich an eine US-Studie, die diese Untersuchung für Amerika gemacht hatte. Das Ergebnis? 53 zu 47 Prozent für die Männer und das dürfte inzwischen noch deutlicher zuungunsten der Frauen ausfallen. In Europa nicht anders. Es sein denn, es wird wieder einmal manipuliert. Beispielsweise indem der Arbeitsweg nicht zur Arbeit zählt, während der Weg zum Supermarkt, der Friseurtermin und das Kaffeekränzchen mit der Frauengruppe als Hausarbeit gewertet wird.

Sie erhalten ein Zehntel des Welteinkommens.
Sie besitzen weniger als ein Hundertstel des Welteigentums.

Damit kann femi toll die Benachteiligung der Frauen nachweisen! Einfach Klasse, aber leider nicht richtig. Wenn der Mann arbeitet bekommt er natürlich 100 Prozent des Einkommens. Das ist aber uninteressant. Entscheidend ist das VERFÜGBARE Einkommen bzw. Vermögen. Und gerade die Frauen entscheiden (häufig genug allein) wann, wo, wofür und wieviel Geld ausgegeben wird - insbesondere in Europa!

Alle anderen "Argumente" gelten partiell mal in der einen, mal in der anderen Ecke der Welt, nicht jedoch in Westeuropa oder Amerika. Kein Wunder. Da den Frauen hier vorn und hinten Zucker reingeblasen wird, fehlen die für weitere Bevorzugungen so wichtigen Benachteiligungs-Beispiele. Also weicht femi auf dritte Welt-Länder aus (natürlich ohne zu erwähnen, daß es dort auch beliebig viele Nachteile für Männer gibt). Dann kommt der logische Salto: Weil es den Frauen dort so schlecht geht, fordern wir hier für uns - quasi als Wiedergutmachung für nicht erlittenes Leid - diesen und jenen Ausgleich. Doch sich derartig Vorteile auf den Rücken anderer zu verschaffen ist SOZIAL-SCHMAROTZERTUM übelster Sorte!

Gruß Dirk

Lesetip

Mirko, Wednesday, 19.11.2003, 01:54 (vor 8115 Tagen) @ Pioneer

Als Antwort auf: Lasst sie in Ruhe ... von Pioneer am 18. November 2003 14:27:11:


[quote]... Mit Ideologen(innen ;-) kann man nicht reden. Das ist Zeitverschwendung - es macht keinen Unterschied, kostet aber Nerven und Lebensjahre. [/quote]

Wer die Zeit und das Geld übrig hat, dem kann ich folgenden Titel nur empfehlen:

Schleichert, Hubert - Wie man mit Fundamentalisten diskussiert, ohne den Verstand zu verlieren.

Der Philosoph behandelt das Thema "Ideologie" zwar (hauptsächlich) an dem Beispiel der katholischen Kirche, dennoch lassen sich interessante Parallelen zum Feminismus ziehen - für alle, die sich in radikal-feministischen Foren rumtreiben.

Grüße

Mirko.

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Garfield, Wednesday, 19.11.2003, 11:30 (vor 8114 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Hallo Kassandra!

Ja, es ist wirklich grauenvoll, wie schlimm Frauen hierzulande unterdrückt werden. Nicht nur, daß sie mehr als die Hälfte der Bevölkerung stellen und sogar noch länger in dieser schlechte Welt leben müssen als die Männer, die sich ihren Pflichten gern durch frühen Tod (manchmal sogar schon durch Selbstmord in jugendlichem Alter) entziehen, nein, man enthält ihnen auch noch die Wehrpflicht vor und entmündigt sie dadurch endgültig.

Einige Dinge, die du hier aufzählst, waren mir allerdings bisher noch gar nicht bekannt. Beispielsweise wußte ich noch gar nicht, daß die Wochenarbeitszeit für Frauen in Deutschland etwa bei 80 Stunden liegt, also doppelt so hoch wie die der Männer. Mir war bisher auch nicht bekannt, daß Männer grundsätzlich keine Arbeiten im Haushalt oder im Garten verrichten. Dann muß ich die Männer in dem 6-Familien-Haus, in dem ich wohne, doch nun mal fragen, was sie eigentlich immer unten im Waschraum zu suchen haben. Bisher dachte ich immer, sie würden dort - wie ich selbst zuweilen auch - Wäsche waschen. Auch wenn ein Mann mit dem Rasenmäher hinten auf dem Rasen herum lief oder mit einem Schrubber im Flur stand, dachte ich bisher immer, daß diese Männer dort Haus- und Gartenarbeiten verrichten würden. Nun, da habe ich dann wohl fälschlicherweise von mir auf andere geschlossen. Wahrscheinlich liefen die immer nur aus Langeweile dort herum.

Auch daß Frauen trotz ihrer doppelten Wochenarbeitszeit nur ein Zehntel des Einkommens der Männer haben, war mir bisher völlig unbekannt. Nun frage ich mich überhaupt auch, wieso meine Partnerin dann eigentlich auf die Stunde gerechnet etwa dasselbe verdient wie ich. Aber das wird dann wohl eine Ausnahme sein. Wahrscheinlich tarnt sie sich in ihrer Firma als Mann.

Und daß Frauen, trotzdem sie immerhin ein Zehntel des Einkommens der Männer bekommen, nur ein Hundertstel des Eigentums haben, war mir auch noch gar nicht bekannt. Dann nehmen die bösen Männer ihnen also auch noch einen großen Teil ihres Einkommens wieder weg! Und wenn man auch noch bedenkt, daß es viele reiche Witwen gibt, die diesen Durchschnittswert deutlich nach oben ziehen, dann wird einem erst klar, wie wenig eine normale Durchschnittsfrau haben muß. Dagegen muß natürlich sofort etwas unternommen werden, und ich finde, Männer sollten in Zukunft mindestens 200% ihres Einkommens als Ausgleich an ihre unterdrückten Frauen abführen.

Dann müssen die armen Frauen auch noch verschleiert herumlaufen. Wenn meine Nachbarin das doch nur mal täte...

Obendrein erziehen die bösen Männer sie auch noch zur Weiblichkeit, zwingen sie dazu, sich Brüste wachsen zu lassen und diese dann unter enger Kleidung deutlich sichtbar zur Schau zu stellen. Sie zwingen die armen Frauen in unbequeme Miniröcke und dann auch noch dazu, sich nur für Mode, Kosmetik und Diäten zu interessieren, während ihnen Themen wie Technik oder Politik, die sie beruflich weiter bringen könnten, niederträchtigerweise vorenthalten werden.

Und auch noch ihre Genitalien werden verstümmelt. Bisher dachte ich doch tatsächlich, daß das etwas wäre, das Frauen anderen Frauen antun. Daß auch das ein Werk übler patriarchalischer Männer ist, war mir gar nicht bekannt. Auch dachte ich Unwissender bisher, daß auch Jungen im Genitalbereich verstümmelt werden, und zwar nicht nur in Afrika oder bei primitiven Naturvölkern, sondern teilweise auch in der westlichen Welt. Aber selbstverständlich sollten sie das als zukünftige Männer ertragen können, also muß man darüber wohl nicht weiter nachdenken.

Unbekannt war mir auch, daß weltweit ausschließlich weibliche Föten abgetrieben werden. Mir ist bisher gar kein Gesetz bekannt, daß die Abtreibung männlicher Föten verbietet! Ja, ich muß noch viel lernen...

Auch daß ausschließlich Frauen von sexueller Gewalt betroffen sind, war mir bisher nicht bewußt. Ich dachte doch tatsächlich immer, daß auch Männer z.B. in Gefängnissen vergewaltigt werden. Immerhin haben Justizmitarbeiter in den USA das schon quasi als Teil der Bestrafung bezeichnet - das habe ich bisher als Eingeständnis der Tatsache, daß Männer in Gefängnissen recht häufig vergewaltigt werden, gewertet. Offenbar zu Unrecht, und auch das, was ich schon über sexuelle Übergriffe durch Frauen an Männern und vor allem an Jungen gehört habe, entsprang dann wohl nur männlichem Wunschdenken. Immerhin ist doch jeder Mann froh darüber, wenn eine Frau ganz von sich aus ihm gegenüber sexuell aktiv wird.

Und was Menschenhandel angeht: Ich dachte bisher immer, daß Frauen in armen Ländern sich freiwillig bei Partnervermittlungen anmelden, um durch Heirat mit einem Mann in einem westlichen Land ihrer Armut entgehen zu können. Auch habe ich gehört, daß so manche dieser Frauen sich prompt wieder scheiden läßt, sobald sie die volle Staatsbürgerschaft ihres neuen Heimatlandes hat und dann zuweilen von ihrem Ex-Mann auch noch gut abkassiert. Aber das waren dann wohl auch wieder nur patriarchale Lügenmärchen. Auch, daß ähnlicher Handel mit männlichen illegalen Arbeitskräften betrieben wird, ist dann wohl falsch.

Und dann werden die Frauen auch noch durch Pornographie, Striptease-Shows und ähnlichem nur zum Vergnügen der Männer ausgebeutet. Merkwürdig, ich erinnere mich schwach, ab und zu auch mal Plakate gesehen zu haben, auf denen halbnackte Männer abgebildet waren. Darauf stand dann etwas wie "Chippendales" oder "California Dream Men", und auch, daß nur Frauen Zutritt hätten. Ich glaube auch, vor kurzem irgendwo gelesen zu haben, daß in den USA mittlerweile schon etwa ein Drittel der Besucher von Pornoseiten im Internet Frauen sind. Auch in Vietnam soll man festgestellt haben, daß so manche Touristin aus reichen Ländern vor allem wegen der vietnamesischen Jungen ins Land kommt. Aber das waren wohl alles nur üble Gerüchte, um die reinen und edlen Frauen zu verleumden.

Aber wirklich geschockt hat mich ja die Information, daß Frauen nur aufgrund ihres Geschlechts verfolgt werden. Verstecken sie sich vielleicht deshalb in manchen Ländern unter Schleiern oder Burkas? Ich hatte bisher wirklich geglaubt, daß nur Männer aufgrund ihres Geschlechts z.B. zum Kriegsdienst gezwungen oder in Kriegen auch mal als Zivilisten erschossen werden. Aber wenn ein ähnliches Schicksal auch Frauen zuteil wird, ist das natürlich etwas, das man so nicht hinnehmen kann.

Kassandra, dein Beitrag war ein echter Augenöffner. Ich möchte dir dafür hiermit meinen tiefempfundenen Dank ausschreiben.

Amüsierte Grüße
von Garfield

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Pascha, Wednesday, 19.11.2003, 12:36 (vor 8114 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Hallo Kassandra,

Frauen sind die Hälfte der Bevölkerung.
Sie leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden.
Sie erhalten ein Zehntel des Welteinkommens.

Dafür hätte ich jetzt aber mal gern eine Quelle. Und zwar hoffentlich eine glaubwürdige *g*.

Pascha

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Martin, Wednesday, 19.11.2003, 13:24 (vor 8114 Tagen) @ Dirk

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Dirk am 18. November 2003 23:08:52:

Es sein denn, es wird wieder einmal manipuliert. Beispielsweise ...

... indem die häuslichen Tätigkeiten einer verheirateten Nur-Hausfrau ohne Kinder, die die Hälfte der Arbeit ja für sich selber erledigt, voll gezählt wird, die entsprechenden Tätigkeiten eines Single-Mannes aber nicht.

Re: Warum wir gegen das Matriarchat sind

Bruno, Wednesday, 19.11.2003, 13:48 (vor 8114 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Hallo!
Um zu wissen, warum wir gegen das Matriarchat kämpfen sind mitunter die folgenden Tatsachen interessant. Wahrscheinlich sind sie altbekannt. Trotzdem sollten wir sie im Augen behalten, damit wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren.

Männer sind die Hälfte der Bevölkerung.
Sie werden als Vollzeitmalocher missbraucht.
Sie werden von der Erziehungsarbeit ausgegrenzt.
Sie besitzen weniger Lebensrecht.

Jungen und Männer werden aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit in ihrem Menschsein beschnitten:

- in ihrer persönlichen Freiheit, durch Vorschriften, Tabus, Wehrpflicht und die Rolle als „Frauenbeschützer“

- in ihrem Geist, durch Erziehung zur Unterwerfung und Drill zur "Männlichkeit"

- in ihrer körperlichen Integrität, durch die Verstümmelung ihrer Genitalien

- in ihrer Menschenwürde, durch sexistische Darstellungen in den Medien, in der Werbung und durch pauschale Stigmatisierung als Gewaltverbrecher

- Die Unterdrückung von Männern gehört zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen dieser Zeit.

Dieses Menschenrechtsverletzungen umfassen unter anderem:

- Benutzen der Männer auf der ganzen Welt als billige Arbeitskräfte für gefährliche, gesundheitsruinierende Jobs

- Diskriminierung von Männern im Gleichtsellungsgesetz bei Einstellung und Beförderung aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit

- Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts von Männern über ihren Körper und ihren Lebensweg (z.B. Zwangsdienste und genitale Verstümmelung)

- Verharmlosung der Gewalt an Jungen und Männern

- Abtreibung von männlichen Föten

All das ist inakzeptabel und mit einem würdigen Dasein unvereinbar.
Deshalb werden wir mit allen Kräften gegen diese matriarchalen Zustände kämpfen.

Bruno

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Martin, Wednesday, 19.11.2003, 14:29 (vor 8114 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Sie leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden.
Sie erhalten ein Zehntel des Welteinkommens.

Das ist auch richtig so! Es fallen ja weltweit auch genau doppelt so viel Stunden Putzarbeit wie Erfindungsarbeit an. Und eine Stunde Erfinden ist genau 18 mal so viel wert wie eine Stunde Putzen (...)

Netter Hinweis - Danke (o.T.) (n/t)

Pioneer, Wednesday, 19.11.2003, 17:06 (vor 8114 Tagen) @ Mirko

Als Antwort auf: Lesetip von Mirko am 18. November 2003 23:54:30:

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Jolanda, Wednesday, 19.11.2003, 18:20 (vor 8114 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von XRay am 18. November 2003 22:36:35:

Hallo X-Ray

Diese Liste trifft eh kaum auf deutsche Frauen zu, aber das war schon immer eine ihrer Lieblingsmaschen.

Man beklagt das Leid von Frauen aus Drittweltländern und benutzt die, damit man auch weiterhin einen Grund hat um zu jammern.

Ich meine alleine diese Liste, sollte jedem einigermassen normal denkenden Menschen, vor allem etwas vor Augen führen, nämlich, dass die Frauen in Deutschland zu den priviligiertesten Frauen überhaupt gehören und das ganze Gejammere denen gegenüber, denen es viel schlechter geht eh unverschämt ist.

Aber was tun sie, sie benutzen sie weiterhin um rumzujammern, was sollen sie denn sonst für Argumente bringen, wenn sie keine gescheiten haben ;-)

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Nick, Wednesday, 19.11.2003, 22:53 (vor 8114 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Jolanda am 19. November 2003 16:20:15:

Liebe Jolanda,

v.a. eines wäre ja zwingend zu erwarten, falls diesen "Kämpferinnen für das Recht der Frau weltweit" das Unrecht, das sie anprangern, tatsächlich auf der Seele läge:

daß sie sich nämlich dagegen engagieren!

Ganz real und praktisch, für diese Frauen in den armen Ländern, meine ich... die beschnitten werden... die 5 km weit zum Brunnen laufen müssen... die als Fötus abgetrieben werden... die keine Bildung erhalten... usw. usf.

Allein: davon hat man noch niemals etwas gehört, daß nämlich so eine feministische Heulsuse real etwas gegen die Armut oder die Not anderer unternommen hätte: also, selbst dorthin fahren und was tun. Dazu sind diese weinerlichen lila Berufsopfer völlig unfähig.

Sie bekommen ja nichtmal ihr eigenes Leben selbständig auf die Beine gestellt. Schon dafür brauchen sie massenhaft "Hilfe" von allen Seiten: vom abgelegten Ex, von der Gesellschaft, von "Vater Staat", von zahllosen Beratungs-, Hilfs- und Unterstützungsstellen, von ganzen Armeen von "Frauenbeauftragten"... Immer neue Gesetze und Verordnungen müssen erlassen werden, um ihr überaus hartes Los zu mildern und das permanente Unrecht, das ihnen dauernd widerfährt, einzudämmen...

Schon daran ist das ewige Gejaule dieser lila Wohlstandsneurotikerinnen als schiere Heuchelei zu erkennen - und eben als unverschämten Zynismus dazu. Es ist ganz so, wie du sagst: sie benutzen lediglich das Leid anderer Frauen für ihren persönlichen, egoistischen Vorteil. Pfui Teufel!

Diejenigen, die wirklich etwas gegen die Not der Armut und der Unterentwicklung tun, das sind (wie immer) v.a. Männer, die z.B. in den Entwicklungsdienst gehen... sowie einige Frauen, die aber vom "Feminismus" genau garnichts wissen wollen, sondern ihr "Herz auf dem rechten Fleck" haben, zupacken, etwas leisten und nicht dauernd abgekränkelt über sich selber nachgrübeln und rumjammern.

Feministinnen haben nur Mitleid mit sich selbst. Und mit sonst niemandem.

Herzliche Grüße
in die Schweiz
vom Nick

Dir sei vergeben

Pater Pit b., Wednesday, 19.11.2003, 23:29 (vor 8114 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Bete drei Ave Maria und 12 Vater unser und deine Sünden seien dir vergeben.

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Jolanda, Thursday, 20.11.2003, 10:25 (vor 8113 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Garfield am 19. November 2003 09:30:42:

Einfach köstlich, genial ;-))

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Garfield, Thursday, 20.11.2003, 12:21 (vor 8113 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Jolanda am 20. November 2003 08:25:42:

Hallo Jolanda!

Danke! :-) Auf so ein Sammelsurium von abgedroschenen Phrasen fiel mir echt keine ernsthafte Antwort ein. Wahrsheinlich hat die Autorin aber auch gar keine erwartet und wollte sich einfach nur darüber amüsieren, wie die bösen "Maskulisten" hier alle im Dreieck springen, wenn sie diesen Unsinn hier abläßt. :-)

Herzliche Grüße
von Garfield

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Pater Pit b., Thursday, 20.11.2003, 22:07 (vor 8113 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Hab heute wärend des Zivildienstes im Altenheim
-den ich als Mann ja leisten muss wärend meine ehemaligen Mitschülerinnen mit ihrem Arsch in der Berufsausbildung sitzen-
mal etwas über deinen Austoß nach gedacht.

Du schreibst wie Frauen scheinbar Weltweit Benachteiligungen, Diskriminierungen oder schlicht Ungerechtigkeiten ausgesetzt sind.
Die Schuld dafür schiebst du dem Patriachat, also der Männerherrschaft, in die Schuhe wie du darauf kommst schreibst du nicht!
Und wie du die Ungerechtigeiten und das Patriachat bekämpfen willst, darüber verlierst du auch kein Wort.

Was soll uns das sagen?
Denkst du etwa das Rummotzen reicht?
Was tust du denn dagegen das Frauen im Islam Kopftücher tragen müssen zum Beispiel?

Reist du vielleicht nach Afganistan und treibst die Frauen zu einer Revolte?

Nee, du gehts ins Internet, oder gegebenenfaslls nach Amnestie International und motzt rum.
Die Arbeit sollen die Anderen machen.

Ist das die Arbeitsweise von Frauenrechtsorganisationen?
Sie motzen und Andere sollen sich einen Abrechen?

Oder willst du uns einfach nur ärgern?
Fällt nämlich auf, dass du kein Posting beantwortest.

Re: Warum wir gegen das Patriarchat sind

Aufklärer, Thursday, 20.11.2003, 22:37 (vor 8113 Tagen) @ Kassandra

Als Antwort auf: Warum wir gegen das Patriarchat sind von Kassandra am 18. November 2003 14:01:53:

Hallo!
Um zu wissen, warum wir gegen das Patriarchat kämpfen sind mitunter die folgenden Tatsachen interessant. Wahrscheinlich sind sie altbekannt. Trotzdem sollten wir sie im Augen behalten, damit wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren.
Frauen sind die Hälfte der Bevölkerung.
Sie leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden.
Sie erhalten ein Zehntel des Welteinkommens.
Sie besitzen weniger als ein Hundertstel des Welteigentums.
Mädchen und Frauen werden aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit in ihrem Menschsein beschnitten:
- in ihrer persönlichen Freiheit, durch Vorschriften, Tabus, Schleier und die "guten" Sitten
- in ihrem Geist, durch Erziehung zur Unmündigkeit und Drill zur "Weiblichkeit"
- in ihrer körperlichen Integrität, durch die Verstümmelung ihrer Genitalien
- in ihrer Menschenwürde, durch sexistische Darstellungen in den Medien, in der Werbung und durch Pornographie
- Die Unterdrückung von Frauen gehört zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen dieser Zeit (Terres des Femmes).
Dieses Menschenrechtsverletzungen umfassen unter anderem:
- Handel mit Frauen auf der ganzen Welt als billige Arbeitskräfte, Katalogbräute und Zwangsprostituierte
- Nichtanerkennung der Verfolgung von Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit als Asygrund
- Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts von Frauen über ihren Körper (z.B. Zwangssterilitsationen und genitale Verstümmelung)
- sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen
- Abtreibung von weiblichen Föten
All das ist inakzeptabel und mit einem würdigen Dasein unvereinbar.
Deshalb werden wir mit allen Kräften gegen diese patriarchalen Zustände kämpfen.

Kassandra

Habe irgendwie das Gefühl, den ganzen Stuss schon zu kennen, und zwar
von einem gewissen xxx, dessen Stil dem obigen sehr ähnlich ist:
Viel Gelaber, keine nachvollziehbaren Quellenangaben und immer schön den Zeigefinger Richtung Patriarchat.
btw: sonst seid ihr doch immer für Abtreibung, wenn es die Weibchen trifft plötzlich nicht mehr. Na da schau her.
Fazit: Der reinste Rassismus.

Der Aufklärer

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