Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauenfussball

MalSehen, Friday, 14.11.2003, 00:48 (vor 8120 Tagen)

Roland Koch hatte gefordert, die Frauen sollten mit den Männer zusammen in der Bundesliga spielen. Frau Schwarzer mutierte zur Fachfrau für Frauenfussball und sah belegt, wie viel besser Frauen doch seien.

Heute kam die ernüchternde Meldung:

B-Jugend des VfB zu stark
Einen Vorgeschmack auf das, was passieren könnte lieferte jetzt ein sportlicher Vergleich zwischen der B-Jugend des VfB Stuttgarts und der Frauen-Nationalmannschaft. Der endete mit einer Ernüchterung für das weibliche Geschlecht und alle die, die auf einen Trikot-Tausch nach den Bundesliga-Begegnungen gehofft hatten. Denn die Mannschaft von Bundestrainerin Tina Theune-Meyer unterlag in einem Trainingsspiel über dreimal 15 Minuten in der Sportschule Ruit dem deutschen B-Jugend-Vizemeister mit 0:3. Vor 400 Zuschauern waren die 14- bis 16-Jährigen eindeutig überlegen und trafen durch Martin Hess, Dirk Prediger und Frederico Decortes. Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt) nahm die Niederlage in dem ungewöhnlichen Test vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Portugal in Reutlingen gelassen: "Ein 17-Jähriger sprintet ja auch schneller als die Frauen bei der Leichtathletik."
(Quelle: http://onsport.t-online.de/c/12/11/91/1211910.html)

Manchen, der noch nicht in sexistischen Kategorien denk, war klar, das es nicht für die Bundesliga reichen würde. Das es nichtmal für die B-Jugend reicht, zeigt die Unterscheide allerdings viel deutlicher als Gedacht.
Frauen spielen eben Frauenfussball und das ist auch ansehnlich. Wenn man sie eben nicht zwangsweise in den Vergelich mit den Herren drängt, dann kann man sie sehen als das was sie sind, Fußball spielende Frauen.
Und als solche wurden sie Weltmeister. Das sie nicht den Herren mithalten können schmälert in meinen Augen die Leistung nicht.

MalSehen

Re: Frauenfussball

hotstepper, Friday, 14.11.2003, 00:59 (vor 8120 Tagen) @ MalSehen

Als Antwort auf: Frauenfussball von MalSehen am 13. November 2003 22:48:20:

bei aller liebe.

im moment findet die planung für die weihnachtsfeier unserer jungs statt. e-jugend (jahrgang 1993/94) favorisiert eine weihnachtsfeier in soccerworld mit einem einlagespiel gegen die spieler-mamas.

doch die wollen nicht. die väter wollen schon. was gibt es schöneres, als das geeiere der mamas gegen die jungs.

na gut, ich fand frauenfußball schon immer langweilig, weil lahmarschig und die torfrauen können auch nicht richtig springen.

grüße,

hotstepper

Re: Frauenfussball

Michael, Friday, 14.11.2003, 15:14 (vor 8119 Tagen) @ MalSehen

Als Antwort auf: Frauenfussball von MalSehen am 13. November 2003 22:48:20:

Roland Koch hatte gefordert, die Frauen sollten mit den Männer zusammen in der Bundesliga spielen. Frau Schwarzer mutierte zur Fachfrau für Frauenfussball und sah belegt, wie viel besser Frauen doch seien.
Heute kam die ernüchternde Meldung:
B-Jugend des VfB zu stark
Einen Vorgeschmack auf das, was passieren könnte lieferte jetzt ein sportlicher Vergleich zwischen der B-Jugend des VfB Stuttgarts und der Frauen-Nationalmannschaft. Der endete mit einer Ernüchterung für das weibliche Geschlecht und alle die, die auf einen Trikot-Tausch nach den Bundesliga-Begegnungen gehofft hatten. Denn die Mannschaft von Bundestrainerin Tina Theune-Meyer unterlag in einem Trainingsspiel über dreimal 15 Minuten in der Sportschule Ruit dem deutschen B-Jugend-Vizemeister mit 0:3. Vor 400 Zuschauern waren die 14- bis 16-Jährigen eindeutig überlegen und trafen durch Martin Hess, Dirk Prediger und Frederico Decortes. Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt) nahm die Niederlage in dem ungewöhnlichen Test vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Portugal in Reutlingen gelassen: "Ein 17-Jähriger sprintet ja auch schneller als die Frauen bei der Leichtathletik."
(Quelle: http://onsport.t-online.de/c/12/11/91/1211910.html)
Manchen, der noch nicht in sexistischen Kategorien denk, war klar, das es nicht für die Bundesliga reichen würde. Das es nichtmal für die B-Jugend reicht, zeigt die Unterscheide allerdings viel deutlicher als Gedacht.
Frauen spielen eben Frauenfussball und das ist auch ansehnlich. Wenn man sie eben nicht zwangsweise in den Vergelich mit den Herren drängt, dann kann man sie sehen als das was sie sind, Fußball spielende Frauen.
Und als solche wurden sie Weltmeister. Das sie nicht den Herren mithalten können schmälert in meinen Augen die Leistung nicht.
MalSehen

Besser kann man es nicht sagen. Auch lesen macht spaß.

Michael

Re: Frauenfussball

Peter, Friday, 14.11.2003, 16:48 (vor 8119 Tagen) @ MalSehen

Als Antwort auf: Frauenfussball von MalSehen am 13. November 2003 22:48:20:

Roland Koch hatte gefordert, die Frauen sollten mit den Männer zusammen in der Bundesliga spielen. Frau Schwarzer mutierte zur Fachfrau für Frauenfussball und sah belegt, wie viel besser Frauen doch seien.

Beides wohl keine Fußballexperten sondern Aufmerksamkeitsheischer.

Frauen spielen eben Frauenfussball und das ist auch ansehnlich. Wenn man sie eben nicht zwangsweise in den Vergelich mit den Herren drängt, dann kann man sie sehen als das was sie sind, Fußball spielende Frauen.
Und als solche wurden sie Weltmeister. Das sie nicht den Herren mithalten können schmälert in meinen Augen die Leistung nicht.

Zustimmung. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass der Abstand so groß bleiben wird, wie es die Niederlage gegen die B-Jugend andeutet - der Männerfußball ist schließlich immer atletischer geworden, und die Vizeweltmeister von 2002 hätten die Weltmeister von 1974 vom Platz gefegt. Der Frauenfußball, wenn er denn populär bleibt, wird sich auch dahin weiter entwickeln.

Gruß,

Peter

Re: Frauenfussball

Odin, Friday, 14.11.2003, 22:47 (vor 8119 Tagen) @ MalSehen

Als Antwort auf: Frauenfussball von MalSehen am 13. November 2003 22:48:20:

So ein Mist!
Wenn man das Emma-Forum mal braucht, ist es nicht da :-)

Re: Frauenfussball

Odin, Friday, 14.11.2003, 22:50 (vor 8119 Tagen) @ Peter

Als Antwort auf: Re: Frauenfussball von Peter am 14. November 2003 14:48:09:

Zustimmung. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass der Abstand so groß bleiben wird, wie es die Niederlage gegen die B-Jugend andeutet - der Männerfußball ist schließlich immer atletischer geworden, und die Vizeweltmeister von 2002 hätten die Weltmeister von 1974 vom Platz gefegt. Der Frauenfußball, wenn er denn populär bleibt, wird sich auch dahin weiter entwickeln.

Nanana, aber doch nur, wenn die Weltmeister von 1974 heute antreten müßten :-)

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