Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Wenn Mütter Monster werden

Odin, Wednesday, 12.11.2003, 20:03 (vor 8121 Tagen)

Das Wort zum Sonntag - oder wenn Mütter Monster werden
ein Kommentar von Bernd Stawiarski

entnommen dem Blickpunkt am Samstag aus Rosenheim

"Die Erde ist eine Scheibe und Gewalt ist männlich". An Ersterem sind Zweifel definitiv ausgeschlossen. Doch Letzteres ist aus den Köpfen unserer Gesellschaft fast nicht weg zu kriegen, Wie oft wurde den von ihren Müttern gequälten Kindern nicht geglaubt?
Die feministische Ignoranz des von manchen Müttern verursachten Kinderleids bedeutet bitterstes Unrecht an den betroffenen Kindern und zugleich einen gleichermaßen gefährlichen wie absurden Schutz für Täterinnen. Unter dem Deckmantel "Gewalt ist männlich" agieren sie völlig ungeniert in einem Dunkelfeld, dessen Ausmaß nicht interessiert, weil angeblich gar nicht vorhanden. Die latente Mutter-Kind-Gewalt, ein gesellschaftlich toleriertes Phänomen gemessen mit zweierlei Maß an Männern und Frauen.
Die Frau von Welt möge mir verzeihen, aber der Fall Nathalie hinterlässt doch deutlich seine Spuren in diesem Genre. Unfassbar traurig; die Liste der Opfer in diesem Fall scheint irgendwie endlos. Für mich nicht begreifbar: Der FamiIienterror, der von Birgit B. ausging, war schon längst bekannt. Kindergarten, Jugendamt, Familienmitglieder, schließlich der eigene Vater von Natalie. Beklemmendes Schweigen. Nun wird Tätertherapie betrieben und die Opfer sind wiedereinmal die Dummen. Frau B. bekommt zehn Jahre Haft und innerhalb der Haftzeit eine Aggressionstherapie. Wohl der juristische Minimalpreis für ein Kinderleben. Was hier unerträgliche Milde ist, erwägt sich an anderer Stelle zur offenen Härte. Der 17-jährige Sohn muss sich nämlich wegen Falschaussage verantworten.
Eine Falschaussage, die nur zustande gekommen ist, weil der Jugendliche in ständiger Angst sein musste, dass seine Mutter hätte frei kommen können. Also nahm die Qual zwischen Gewissen und Angst vor Gewalt seinen Lauf .
Die Angst vor der grausamen Mutter war verständlicherweise stärker. Strafverfolgung um jeden Preis? Natürlich ist Falschaussage in dieser Form eine strafbare Handlung und natürlich hat Staatsanwalt Bauer ein Interesse. Von "Berufs" wegen. Aber hat die Öffentlichkeit in deren Namen er sich stellt, dieses Interesse auch?
Will unsere Gesellschaft wirklich einen ohnehin durch Terror und Muttergewalt gequälten Jugendlichen auf eine Art seelisches Schaffott fuhren, dessen einzige Wahl in diesem Verfahren darin bestand, mit der Angst "danach" umgehen zu müssen. Wäre die Mutter frei gekommen und der Sohn hätte gegen sie im Prozess ausgesagt; hätte er nicht sogar selbst um sein Leben fürchten müssen? Nach den Prügelorgien der Mutter wird er jetzt einer neuen Gewalt ausgesetzt: Der Staatsgewalt.

Natalies Vater nämlich, bleibt mit seiner "Märchenstunde" vor Gericht dein Zugriff der Strafverfolgungsbehörde verschont. Völlig gewaltfrei versteht sich. Der Vorhang senkt sich langsam in dieser bitteren Geschichte. Nach sechs Jahren guter Führung kann Frau B. wieder frei ihren Mann in die Arme schließen.
Die schrecklichen Schreie von Natalies Todeskampf werden dann verhallt sein. Im Kopf und im Gewissen von Frau B. bleibt nur zu hoffen, dass der Schaden an den armen zurückgebliebenen Kinderseelen irgendwie verarbeitet werden kann, damit die Opfer nicht auf ewig Opfer bleiben.

Nachtrag: Den Prozeß habe ich wochenlang verfolgt. Birgit B. wurde erst lange nach der Tat verhaftet und bestritt die Vorwürfe bis zum vorletzten Prozeßtag. Die blauen Flecke am Opfer schob sie dem 11jährigen Stiefbruder in die Schuhe, der 17jährige mußte als Zeuge herhalten, daß Birgit B. während des "Unglücks" schlief.
Wie sich herausstellte, wurde der 17jährige selbst als Kind schwer mißhandelt. Von einem Oberschenkelhalsbruch und einer Gabel, die im Handrücken steckte wurde berichtet. Was für ein Terrorregime ist hier aufgedeckt worden.
Ich wäre mal dafür, alle gewalttätigen und vergewaltigenden Männer mal daraufhin zu überprüfen, wie ihr Mutterverhältnis war, weil mir schon einige Male aufgefallen ist, daß da häufig mißhandelnde Mütter in der Kindheit zu finden sind - dies NUR um die Ursachen festzustellen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, NICHT um Taten zu rechtfertigen.

Alleine die heutigen Nachrichten: Christian Slater wird ins Krankenhaus eingeliefert, weil ihn ein "Wurfgeschoß" seiner Frau getroffen hat - der Vorgang wird von beiden inzwischen bagatellisiert.
Boris Becker beschreibt in seinem Buch, wie seine Barbara mit Fäusten auf ihn losgegangen sind - und schreibt, daß sie in seinem Buch noch ganz gut wegkommt, weil er nicht alles geschrieben hat.

Re: Wenn Mütter Monster werden

Michael, Wednesday, 12.11.2003, 22:13 (vor 8121 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Wenn Mütter Monster werden von Odin am 12. November 2003 18:03:44:

Das Wort zum Sonntag - oder wenn Mütter Monster werden
ein Kommentar von Bernd Stawiarski
entnommen dem Blickpunkt am Samstag aus Rosenheim
"Die Erde ist eine Scheibe und Gewalt ist männlich". An Ersterem sind Zweifel definitiv ausgeschlossen. Doch Letzteres ist aus den Köpfen unserer Gesellschaft fast nicht weg zu kriegen, Wie oft wurde den von ihren Müttern gequälten Kindern nicht geglaubt?
Die feministische Ignoranz des von manchen Müttern verursachten Kinderleids bedeutet bitterstes Unrecht an den betroffenen Kindern und zugleich einen gleichermaßen gefährlichen wie absurden Schutz für Täterinnen. Unter dem Deckmantel "Gewalt ist männlich" agieren sie völlig ungeniert in einem Dunkelfeld, dessen Ausmaß nicht interessiert, weil angeblich gar nicht vorhanden. Die latente Mutter-Kind-Gewalt, ein gesellschaftlich toleriertes Phänomen gemessen mit zweierlei Maß an Männern und Frauen.
Die Frau von Welt möge mir verzeihen, aber der Fall Nathalie hinterlässt doch deutlich seine Spuren in diesem Genre. Unfassbar traurig; die Liste der Opfer in diesem Fall scheint irgendwie endlos. Für mich nicht begreifbar: Der FamiIienterror, der von Birgit B. ausging, war schon längst bekannt. Kindergarten, Jugendamt, Familienmitglieder, schließlich der eigene Vater von Natalie. Beklemmendes Schweigen. Nun wird Tätertherapie betrieben und die Opfer sind wiedereinmal die Dummen. Frau B. bekommt zehn Jahre Haft und innerhalb der Haftzeit eine Aggressionstherapie. Wohl der juristische Minimalpreis für ein Kinderleben. Was hier unerträgliche Milde ist, erwägt sich an anderer Stelle zur offenen Härte. Der 17-jährige Sohn muss sich nämlich wegen Falschaussage verantworten.
Eine Falschaussage, die nur zustande gekommen ist, weil der Jugendliche in ständiger Angst sein musste, dass seine Mutter hätte frei kommen können. Also nahm die Qual zwischen Gewissen und Angst vor Gewalt seinen Lauf .
Die Angst vor der grausamen Mutter war verständlicherweise stärker. Strafverfolgung um jeden Preis? Natürlich ist Falschaussage in dieser Form eine strafbare Handlung und natürlich hat Staatsanwalt Bauer ein Interesse. Von "Berufs" wegen. Aber hat die Öffentlichkeit in deren Namen er sich stellt, dieses Interesse auch?
Will unsere Gesellschaft wirklich einen ohnehin durch Terror und Muttergewalt gequälten Jugendlichen auf eine Art seelisches Schaffott fuhren, dessen einzige Wahl in diesem Verfahren darin bestand, mit der Angst "danach" umgehen zu müssen. Wäre die Mutter frei gekommen und der Sohn hätte gegen sie im Prozess ausgesagt; hätte er nicht sogar selbst um sein Leben fürchten müssen? Nach den Prügelorgien der Mutter wird er jetzt einer neuen Gewalt ausgesetzt: Der Staatsgewalt.
Natalies Vater nämlich, bleibt mit seiner "Märchenstunde" vor Gericht dein Zugriff der Strafverfolgungsbehörde verschont. Völlig gewaltfrei versteht sich. Der Vorhang senkt sich langsam in dieser bitteren Geschichte. Nach sechs Jahren guter Führung kann Frau B. wieder frei ihren Mann in die Arme schließen.
Die schrecklichen Schreie von Natalies Todeskampf werden dann verhallt sein. Im Kopf und im Gewissen von Frau B. bleibt nur zu hoffen, dass der Schaden an den armen zurückgebliebenen Kinderseelen irgendwie verarbeitet werden kann, damit die Opfer nicht auf ewig Opfer bleiben.
Nachtrag: Den Prozeß habe ich wochenlang verfolgt. Birgit B. wurde erst lange nach der Tat verhaftet und bestritt die Vorwürfe bis zum vorletzten Prozeßtag. Die blauen Flecke am Opfer schob sie dem 11jährigen Stiefbruder in die Schuhe, der 17jährige mußte als Zeuge herhalten, daß Birgit B. während des "Unglücks" schlief.
Wie sich herausstellte, wurde der 17jährige selbst als Kind schwer mißhandelt. Von einem Oberschenkelhalsbruch und einer Gabel, die im Handrücken steckte wurde berichtet. Was für ein Terrorregime ist hier aufgedeckt worden.
Ich wäre mal dafür, alle gewalttätigen und vergewaltigenden Männer mal daraufhin zu überprüfen, wie ihr Mutterverhältnis war, weil mir schon einige Male aufgefallen ist, daß da häufig mißhandelnde Mütter in der Kindheit zu finden sind - dies NUR um die Ursachen festzustellen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, NICHT um Taten zu rechtfertigen.
Alleine die heutigen Nachrichten: Christian Slater wird ins Krankenhaus eingeliefert, weil ihn ein "Wurfgeschoß" seiner Frau getroffen hat - der Vorgang wird von beiden inzwischen bagatellisiert.
Boris Becker beschreibt in seinem Buch, wie seine Barbara mit Fäusten auf ihn losgegangen sind - und schreibt, daß sie in seinem Buch noch ganz gut wegkommt, weil er nicht alles geschrieben hat.

Leider fällt den Gewaltschützern nichts besseres ein, als fast ausschließlich sexuelle Gewalt und Nötigung zu thematisieren. Sie behindern in Warheit nicht nur die Emanzipation von Jungen, sondern auch von Mädchen. Um die zu ermöglichen wäre es nämlich nötig, die ganze Bandbreite der Verletzungen zur Sprache zu bringen. Man ist wohl schon fast ein Ketzer wenn man behauptet, daß viele Verletzungen gleich oder schwerer wiegen können als sexueller Mißbrauch. Jungen würde schon helfen, ohne das Bild des bösen Mannes aufwachsen zu dürfen. Wir sollten Sie stark únd selbstbewußt machen und sie werden das Schwache beschützen, einfach so. Wenn Alize S. meint, die Ursache allen Übels, so auch die weibliche Gewalt liege im Patriachat, dann meine ich: Die Hauptursache männlicher Gewalt liegt an dem Unvermögen von Frauen, mit kleinen Männern artgerecht umzugehen.

Michael

Non scholae sed vitae discimus

reinecke54, Thursday, 13.11.2003, 11:05 (vor 8120 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Wenn Mütter Monster werden von Odin am 12. November 2003 18:03:44:

Was hier unerträgliche Milde ist, erwägt sich an anderer Stelle zur offenen Härte. Der 17-jährige Sohn muss sich nämlich wegen Falschaussage verantworten.

...

Nach den Prügelorgien der Mutter wird er jetzt einer neuen Gewalt ausgesetzt: Der Staatsgewalt.

Ich weiss gar nicht warum sich Herr Stawiarski so darueber aufregt,
dass der 17-jaehrige Sohn strafverfolgt wird. Dann lernt er doch schon,
wie man im Leben mit Maennern umspringt. Und die Staatsgewalt wird er ja
ohnehin noch sehr bald bei der Musterung erleben. Der lernt doch fuers Leben.
Der soll dankbar sein.

Re: Wenn Mütter Monster werden

MeckMax, Friday, 14.11.2003, 17:19 (vor 8119 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Wenn Mütter Monster werden von Odin am 12. November 2003 18:03:44:

Wie sich herausstellte, wurde der 17jährige selbst als Kind schwer mißhandelt. Von einem Oberschenkelhalsbruch und einer Gabel, die im Handrücken steckte wurde berichtet. Was für ein Terrorregime ist hier aufgedeckt worden.

Ich wäre mal dafür, alle gewalttätigen und vergewaltigenden Männer mal daraufhin zu überprüfen, wie ihr Mutterverhältnis war, weil mir schon einige Male aufgefallen ist, daß da häufig mißhandelnde Mütter in der Kindheit zu finden sind - dies NUR um die Ursachen festzustellen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, NICHT um Taten zu rechtfertigen.<<<

Hi Odin

Ja, auch ich denke, das genau an dieser Stelle der "Casus knacktus" zu finden ist. Es hat sich schon lange erwiesen, das Erwachsene, die auffällig wurden (in welcher Form auch immer) aus ihrer Kindheit einiges an Problemen ungelöst mitgebracht haben. Ob das nun Muttersöhnchen waren, oder eben auch Menschen, die Kinder geblieben sind, trotz ihres alters, ist immer in der Kindheit angelegt worden.
Hab grad auch wieder so einen Fall im Bekanntenkreis erlebt. Der Mann und Vater, ein fleissiger Mensch, mit guter Bildung und dessen Frau, ohne praktische Berufsausbildung, bis auf eben den der Tochter, haben sich ziemlich zerstritten. Das an dieser Stelle bei der Frau auffallend wenig Ratio (wenn überhaupt vorhanden) zur Schau getragen wird, ist verdächtig. Statt dessen gibt es Drohungen, die mit normalen Denken nicht mehr erfasst werden können. Das ganze krieselt z.Zt. vor sich hin. Der Abnabelungsprozess von den Eltern ist an dieser Frau vorbei gegangen.
Diese ganze Gewaltdiskusion "pro Frau - kontra Mann" ist insgesamt für die Bevölkerung mehr als schädlich.
Ich hab im hiesigen Kreisblättchen (hier wird grad mal wieder öffentlich auf der Schiene "Frau ist Opfer" versucht, für unsere Gendertussis Punkte einzufahren...) einen entsprechende Leserbrief geschrieben. Darin klar der Verweis auf die Web "Vorsicht Ehe" vom vafk, weil ich daraus einige Passagen zitieren musste. Bin jetzt nur mal gespannt auf die nächste Ausgabe, ob es da Reaktionen gibt.
Ich bin auf dem Weg, hier per Zeitungsanzeige mit geschiedenen Vätern Kontakt aufzunehmen. Je nach dem, welche Qualität das ganze bekommt, kann ich darüber ja berichten.

Gruß back

MeckMax

Re: Wenn Mütter Monster werden

Odin, Friday, 14.11.2003, 22:33 (vor 8119 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Re: Wenn Mütter Monster werden von MeckMax am 14. November 2003 15:19:08:

Ich bin auf dem Weg, hier per Zeitungsanzeige mit geschiedenen Vätern Kontakt aufzunehmen. Je nach dem, welche Qualität das ganze bekommt, kann ich darüber ja berichten.
Gruß back
MeckMax

Sehr gute Idee. Ich denke, es wird einige Mühe kosten, aber die Zeit ist reif und einige Männer warten nur darauf, daß sich endlich mal was rührt.

powered by my little forum