Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Scheidungsrekord in Deutschland

Joachim, Thursday, 06.11.2003, 21:30 (vor 8127 Tagen)

Scheidungen müssen wahrscheinlich so lukrativ sein, weil es von Jahr zu Jahr immer mehr werden und sich rumspricht? Wer heute noch heiratet in Deutschland muss wirklich lebensmüde sein, damit meine ich hauptsächlich die Arbeitnehmer, denn die werden ja fast immer nach einer Scheidung zur Kasse gebeten und mussen für die faulen arbeitsscheuen geschiedenen Ehepartner aufkommen wenn diese nicht im Arbeitsleben standen

meint Joachim

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Noch nie sind in Deutschland so viele Ehen geschieden worden wie 2002. Die Zahl der rechtskräftigen Trennungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 204.200, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete. Das waren 6716 Fälle oder 3,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Von jeder zweiten Scheidung waren auch Kinder unter 18 Jahren betroffen. Ihre Zahl stieg um 4,1 Prozent auf 160 095.

Die meisten Scheidungen in Thüringen
In den alten Bundesländern einschließlich Berlin stieg die Zahl der Scheidungen um vier Prozent auf über 175.200 Fälle. In den neuen Ländern verzeichnete die Statistik hingegen einen Rückgang der Scheidungen um 0,3 Prozent. Die deutlichste Zunahme an rechtskräftigen Scheidungsurteilen weist das Statistische Bundesamt mit einem Zuwachs von 11,6 Prozent für Thüringen aus, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit plus 8,6 Prozent und Niedersachsen mit plus 8 Prozent. Einen Rückgang um 12,8 Prozent gab es in Mecklenburg-Vorpommern. Ebenfalls rückläufige Scheidungszahlen verzeichneten Brandenburg, Bremen und das Saarland.

Einen Hauptgrund für die Entwicklung sieht der Oldenburger Familiensoziologe Dieter Brühl sowohl in der zunehmenden Individualisierung als auch in gesellschaftlichen Veränderungen. Seien früher unverheiratete Frauen "als alte Jungfer" schief angeguckt worden, "kann man heute aus einer Vielfalt verschiedener Lebensformen auswählen", sagte er. "Die Ansprüche an die Ehe sind gewaltig gestiegen." Heute planten viele Menschen individueller und entschieden sich sehr bewusst und zielgerichtet für eine eheliche Lebensgemeinschaft. Außerdem heirateten die meisten - auch aus Karrieregründen - mittlerweile deutlich später. 2001 waren Männer bei der Trauung durchschnittlich 31,6 und Frauen 28,8 Jahre alt.

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