Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Mirko, Wednesday, 05.11.2003, 17:34 (vor 8128 Tagen)
Hi,
In der Heute-Sendung (ZDF) um 15.00 Uhr kam ein kurze Meldung, dass ein Väterrechtler heute seine Aktion beendete, in der er ein Baukran seit Montag besetzt hielt. Der Mann gehört zur Organisation "Fathers 4 Justice" (http://www.fathers-4-justice.org/).
Eine deutsche Seite dazu konnte ich nicht finden, hier ein BBC-Link:
Ups...
Mirko, Wednesday, 05.11.2003, 17:36 (vor 8128 Tagen) @ Mirko
Als Antwort auf: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Mirko am 05. November 2003 15:34:32:
BBC-Link:
Hier ein dt. Link
Pioneer, Wednesday, 05.11.2003, 18:16 (vor 8128 Tagen) @ Mirko
Als Antwort auf: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Mirko am 05. November 2003 15:34:32:
Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Odin, Wednesday, 05.11.2003, 20:02 (vor 8128 Tagen) @ Mirko
Als Antwort auf: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Mirko am 05. November 2003 15:34:32:
Hi,
In der Heute-Sendung (ZDF) um 15.00 Uhr kam ein kurze Meldung, dass ein Väterrechtler heute seine Aktion beendete, in der er ein Baukran seit Montag besetzt hielt. Der Mann gehört zur Organisation "Fathers 4 Justice" (http://www.fathers-4-justice.org/).
Eine deutsche Seite dazu konnte ich nicht finden, hier ein BBC-Link:
Ich habe gerade eine Mail an die ARD geschrieben. In "Brisant" kam ein Bericht über den Mann, in dem der Vater mit so netten Vokabeln wie "Trottel", "Egoist" oder "Spinner" lächerlich gemacht wurde.
"Brisant" wird am DO um 10.03 wiederholt (n/t)
Martin, Wednesday, 05.11.2003, 22:36 (vor 8128 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Odin am 05. November 2003 18:02:37:
Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Marie Juana, Thursday, 06.11.2003, 01:14 (vor 8128 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Odin am 05. November 2003 18:02:37:
Ich habe gerade eine Mail an die ARD geschrieben. In "Brisant" kam ein Bericht über den Mann, in dem der Vater mit so netten Vokabeln wie "Trottel", "Egoist" oder "Spinner" lächerlich gemacht wurde.
****
was wollte er auf den kran? kann es sein, dass er seine *bauklötze* dabei hatte?
freundlichst
marie juana
Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Nick, Thursday, 06.11.2003, 13:07 (vor 8127 Tagen) @ Marie Juana
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Marie Juana am 05. November 2003 23:14:32:
was wollte er auf den kran? kann es sein, dass er seine *bauklötze* dabei hatte?
Die Ex-Freundin dieses Mannnes und Mutter der gemeinsamen Tochter, Joanna Gowens, soll nur zynisch gefragt haben: "Ist er schon runtergefallen?"
Du bist zwar unbeteiligt, aber du übst dich mit deiner unsäglichen Bemerkung in ähnlichem Hohn und Zynismus über einen nachfühlbar verzweifelten Vater. Das disqualifiziert dich als männerhassende Rassistin und Charakterkrüppel.
Neulich wunderte ich mich noch, warum Carlos bei M&M so wütend auf dich war.
Ich kannte dich da noch nicht, hatte dich bisher nicht besonders beachtet.
Jetzt verstehe ich ihn: du bist wirklich widerlich!
Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Marie Juana, Thursday, 06.11.2003, 15:33 (vor 8127 Tagen) @ Nick
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Nick am 06. November 2003 11:07:42:
lieber nick,
der philosophierende kommissar stefan derrick hätte die *kran-szene* so kommentiert:
*(mit zusammengepressten Lippen, jedoch laut und ungläubig)PROTESTIERT? Aber was hat er da auf dem Kran gemacht?
und Harry: Die Kollegen haben Bauklötze bei ihm gefunden*.
nein, nick, ich mag es nur nicht, wenn jedes zwischenmenschliches problem instrumentalisiert wird (gilt auch für feministische haltungen).
für den einzelnen habe ich jedoch verständnis.
freundlichst
marie juana
Re: Laecherlichmachen als Form von verbaler Gewalt
Maesi, Friday, 07.11.2003, 20:12 (vor 8126 Tagen) @ Marie Juana
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Marie Juana am 06. November 2003 13:33:37:
Hallo Marie Juana
der philosophierende kommissar stefan derrick hätte die *kran-szene* so kommentiert:
*(mit zusammengepressten Lippen, jedoch laut und ungläubig)PROTESTIERT? Aber was hat er da auf dem Kran gemacht?
und Harry: Die Kollegen haben Bauklötze bei ihm gefunden*.
Kommissar Derrick war bei der Mordkommission; da hier kein Mord vorliegt, waere er gar nicht erst hinzugezogen worden. Die Baukloetze hast Du kurzerhand hinzuerfunden, offensichtlich um der Aktion einen komischen Effekt zu verpassen und sie damit besser ins Laecherliche ziehen zu koennen. Im uebrigen glaube ich, dass Du Derrick unterschaetzt. Er haette bestimmt nicht bloss gefragt, was der Mann da auf dem Kran macht, sondern auch weshalb er sowas tut. Da waere er schnell auf die renitente Ex-Freundin des Mannes gestossen, die einen gueltigen Gerichtsbeschluss ignoriert. Und dieses Verhalten haette Derrick als aufrechter, gesetzestreuer Polizist wohl kaum akzeptieren koennen.
nein, nick, ich mag es nur nicht, wenn jedes zwischenmenschliches problem instrumentalisiert wird (gilt auch für feministische haltungen).
Dave Chick machte ganz konkret auf seinen Fall von Umgangsvereitelung aufmerksam. Er steht jedoch auch stellvertretend fuer viele andere Faelle von Umgangsvereitelungen, denn hier handelt es sich um ein soziales Problem. Nun ist es ueblich, soziale Probleme anhand von Einzelfaellen aufzuzeigen; die meisten Menschen koennen sich offenbar besser in die emotionale Lage eines einzelnen Betroffenen hineinversetzen und so das thematisierte Problem in all seinen Dimensionen erfassen als anhand nackter Zahlen, so diese denn ueberhaupt vorhanden sind. Es werden also nahezu immer Einzelfaelle instrumentalisiert - egal, ob es sich um Hungersnoete, Kriegsfolgen, Arbeitslosigkeit, Folgen von Invaliditaet oder schwerer Krankheit (z.B. AIDS), Kindesmisshandlungen, Beschneidungen, Haeusliche Gewalt oder halt eben auch Umgangsvereitelungen handelt.
Natuerlich verfolgte dieser Mann ein bestimmtes Ziel mit seiner Aktion: er wollte durch oeffentlichen Druck das seinem Kind und ihm zustehende Recht auf Umgang miteinander durchsetzen, da die Exekutive dazu offensichtlich nicht in der Lage ist. Dass er mit dieser Aktion in seinem eigenen Fall kaum oder bestenfalls voruebergehend Erfolg haben wuerde, war ihm wahrscheinlich verstandesmaessig klar. Er klammerte sich aber in seiner Not halt an jeden Strohhalm, der sich ihm bot; und sei es auch nur durch das (an sich absurde) Besetzen eines Krans in einem Spiderman-Kostuem. Seine Tat geschah aus einer Situation der Schwaeche heraus - einer Schwaeche gegenueber einer institutionalisierten Gewalt, die Umgangsvereitlerinnen meist sekundiert von Justiz, Exekutive, Amtsstellen und Anwaelten auch heute noch viel zu haeufig gegenueber Kinder und deren umgangsverpflichteten Vaetern ausueben duerfen.
Ich bin sicher, viele 'gute' Ratgeber hatten diesem Vater geraten, das 'Kind loszulassen'. 'Lassen Sie das Kind erst mal zur Ruhe kommen', lautet der tausendfach wiederholte Ratschlag von Jugendaemtern, Anwaelten, Richtern etc. Befolgte er solche Ratschlaege, ginge er in die Statistik als 'interesseloser Vater' ein, der sich 'nie um sein Kind kuemmert' und dem somit von Gesetzes wegen der Umgang mit dem Kind eingeschraenkt oder gar verboten wird. So gilt er aber als Querulant, als Egoist und Spinner, als renitenter Stoerenfried, der lediglich die harmonische Mutter-Kind-Beziehung stoeren will, was wiederum ebenfalls ein Grund darstellt, die Besuchskontakte per Gerichtsbeschluss zu verbieten; mal schauen, ob es soweit kommt.
Wie ein Vater sich heutzutage auch verhaelt, er kann sich niemals richtig verhalten. Kein Wunder, dass viele Vaeter sich tatsaechlich von ihren Kindern abwenden; das wirkliche 'Warum' kuemmert fast niemanden oder hoechstens die Verfasser von exotischen Studien wie 'Die psychosoziale Situation nichtsorgerechtigter Vaeter' oder der kuerzlich publizierten Vaeterstudie. Die Gesellschaft, insbesondere die Frauen, geben sich mit dem pauschalen Attribut 'desinteressiert' zufrieden, weil es bequem ist, und sie damit elegant einer (selbst-)kritischen Beurteilung des eigenen Tuns und der eigenen Motive aus dem Weg gehen koennen. Sie wollen naemlich den sich um seine Kinder kuemmernden Vater im Grunde genommen gar nicht; da koennen auch die haeufig abgelegten Lippenbekenntnisse nicht darueber hinwegtaeuschen, wenn wieder einmal medientraechtig ueber die abwesenden Vaeter geklagt wird (insbesondere von feministischen Frauen) - natuerlich jeweils mit den obligaten alleinigen Schuldzuweisungen an die Adresse der 'desinteressierten' Vaeter. Wenn die Gesellschaft den kinderbetreuenden Vater wirklich wollte, haetten wir vielleicht keine grundlegend andere Gesetze; die bestehenden Gesetze wuerden jedoch wesentlich anders ausgelegt und die darauf fussenden Richtersprueche auch konsequent vollzogen.
für den einzelnen habe ich jedoch verständnis.
Trotzdem hat Dich das nicht davon abgehalten, Dave Chick mit seiner Aktion laecherlich zu machen; Deine Worte les' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube...
Gruss
Maesi
Re: Maesi
Marie Juana, Sunday, 09.11.2003, 12:44 (vor 8124 Tagen) @ Maesi
Als Antwort auf: Re: Laecherlichmachen als Form von verbaler Gewalt von Maesi am 07. November 2003 18:12:13:
Er klammerte sich aber in seiner Not halt an jeden Strohhalm, der sich ihm bot; und sei es auch nur durch das (an sich absurde) Besetzen eines Krans in einem Spiderman-Kostuem. Seine Tat geschah aus einer Situation der Schwaeche heraus - einer Schwaeche gegenueber einer institutionalisierten Gewalt,
*****
hallo Maesi,
nun, du scheinst derrick zu mögen, ich auch-aber als satire-pur.
es gibt ein altes kinderspiel: *ich sehe was, was du nicht siehst* und dein posting hat das uralte *macht-und ohnmachtsgefühl* durchaus im blick.
nur, und da gehe ich einen schritt weiter, ist diese aktion eine szene aus einer tragischen komödie, die das elend eines *ohnmächtigen* spiegelt.
eigentlich ist es zum heulen und nicht zum *beifall-klatschen*, wie hier der mann sein *ohnmachtsgefühl* in *macht* verwandelt.
ich denke nicht, dass er in dieser situation an sein kind dachte, wahrscheinlich nur an sich selbst, seine wunden und seine ohnmacht. aber das ist legitim und menschlich verständlich.
nur jetzt beginnt die *instrumentalisierung*, denn das persönliche problem (es gibt auch fälle, wo das umgangsrecht ohne probleme verläuft)wird ihm aus der hand genommen und wird gegenstand einer auseinandersetzung, in der auch extreme positionen laut werden.
solche instrumentalisierungen können doppelt problematisch werden; auf der einen seite, weil auf der handlungsebene der individuelle spielraum enger wird-auf der anderen seite, weil sich das ohnmachtsgefühl verstärken kann.
aber man stand ja wie prometheus auf und kämpfte gegen die götter,man kraxelte in windiger höhe auf einen kran und zeigte sich der welt als spiderman.
das ist tragisch, denn die welt wird ihn kreuzigen und diejenigen, die laut beifall-klatschen werden sein problem zerfleddern, entindividualisieren und somit in den mülleimer gängiger phrasen werfen.
ich bin nicht so skeptisch wie du, wenn es um die `guten ratgeber´geht, denn es wäre besser gewesen, ruhig und beharrlich auf dieses gerichtlich zugestandene umgangsrecht zu bestehen und zu vesuchen, es zu ermöglichen.
was sich jetzt abzeichnet, ist gerade das gegenteil. man hört stimmen von renomierten anwälten, die seine chancen auf ein umgangsrecht negativ sehen, da er ja zu *extremen positionen* neigt.
im übrigen freut es mich, dass du mich nicht gleich als *charakterkrüppel* bezeichnet hast.
marie juana
Re: Maesi
Odin, Sunday, 09.11.2003, 16:50 (vor 8124 Tagen) @ Marie Juana
Als Antwort auf: Re: Maesi von Marie Juana am 09. November 2003 10:44:22:
ich bin nicht so skeptisch wie du, wenn es um die `guten ratgeber´geht, denn es wäre besser gewesen, ruhig und beharrlich auf dieses gerichtlich zugestandene umgangsrecht zu bestehen und zu vesuchen, es zu ermöglichen.
was sich jetzt abzeichnet, ist gerade das gegenteil. man hört stimmen von renomierten anwälten, die seine chancen auf ein umgangsrecht negativ sehen, da er ja zu *extremen positionen* neigt.
Auch wenn Skylla für manche Frauen vielleicht das liebere Monster wäre, kannst Du es einem Vater nicht verübeln, wenn er mal aus Protest Charybdis wählt. Ich denke wie Du, daß er sich damit eher geschadet, wenn auch der Väterbewegung einen großen Dienst erwiesen hat.
Wie groß der Schaden ist, kann man aber erst beurteilen, wenn Du genau klarlegst, wie groß der Unterschied bei den Anwälten ist, wenn sie sagen "Du kriegst Dein Kind nicht" oder "Jetzt kriegst Du Dein Kind erst recht nicht".
Re: Maesi
Maesi, Thursday, 20.11.2003, 20:17 (vor 8113 Tagen) @ Marie Juana
Als Antwort auf: Re: Maesi von Marie Juana am 09. November 2003 10:44:22:
Hallo marie juana
eigentlich ist es zum heulen und nicht zum *beifall-klatschen*, wie hier der mann sein *ohnmachtsgefühl* in *macht* verwandelt.
Hat er sein Ohnmachtsgefuehl tatsaechlich in Macht verwandelt? Wie Du selbst bestaetigst, hat er im Grunde genommen auch die letzte winzige Chance sein Kind noch zu sehen verspielt. Er wird weitherum als nicht ernstzunehmender Spinner angesehen. Worin besteht also seine durch die Aktion hinzugewonnene 'Macht'? Waere Dir fuer eine Erlaeuterung dankbar.
ich denke nicht, dass er in dieser situation an sein kind dachte, wahrscheinlich nur an sich selbst, seine wunden und seine ohnmacht. aber das ist legitim und menschlich verständlich.
Woran er dachte, wissen wir im Grunde genommen beide nicht, wir koennen nur Vermutungen anstellen...
nur jetzt beginnt die *instrumentalisierung*, denn das persönliche problem (es gibt auch fälle, wo das umgangsrecht ohne probleme verläuft)wird ihm aus der hand genommen und wird gegenstand einer auseinandersetzung, in der auch extreme positionen laut werden.
Sein persoenliches 'Problem' war ihm schon laengst aus der Hand genommen worden; er wurde durch seine Ex-Freundin, Gerichte, Anwaelte, Verwaltungsbeamte und moeglicherweise auch noch Psychologen in der Rolle von Gutachtern fremdbestimmt. Daran hat sich durch seine Tat ueberhaupt nichts geaendert. Er hoffte wohl, dass die Oeffentlichkeit sich fuer ihn einsetzen oder zumindest sein Umgangsproblem zur Kenntnis nehmen wuerde. Auch das hat (zumindest bisher) nicht geklappt. Er war voellig fremdbestimmt, was die Umgangsvereitelung angeht, und wird es bleiben.
Und die extremen Positionen, wie Du sie nennst, die gibt es ohnehin. Vertreter derselben werden sich auf alles stuerzen, das ihnen Munition liefert. In der vorliegenden Situation hatte sich im uebrigen schon laengst eine extreme Position durchgesetzt: naemlich jene, die dem Vater verbietet, sein Kind noch zu sehen.
solche instrumentalisierungen können doppelt problematisch werden; auf der einen seite, weil auf der handlungsebene der individuelle spielraum enger wird-auf der anderen seite, weil sich das ohnmachtsgefühl verstärken kann.
Du verwechselst Ursache und Wirkung. Chicks Aktion entsprang gerade aus der Tatsache, dass sein individueller Spielraum unertraeglich eng und das Ohnmachtsgefuehl uebergross geworden war; die Mutter hatte das wahre Opfer, das Kind, schon laengst instrumentalisiert. Letzten Endes muss dieser gescheiterte Vater selber mit seiner Situation fertig werden und wird die Konsequenzen fuer sein Tun tragen muessen; die Tatsache bleibt jedoch bestehen, dass seine Ex-Freundin mit Hilfe des Staates ihn in die Enge getrieben hat.
ich bin nicht so skeptisch wie du, wenn es um die `guten ratgeber´geht, denn es wäre besser gewesen, ruhig und beharrlich auf dieses gerichtlich zugestandene umgangsrecht zu bestehen und zu vesuchen, es zu ermöglichen.
Es waere besser gewesen, auf die 'guten Ratgeber' zu hoeren, die sich der Stumpfheit ihrer eigenen Argumente angesichts immer wieder festzustellender Umgangsvereitelung sehr wohl bewusst sind. Es waere besser gewesen, das muetterliche Kontaktverbot nicht in Frage zu stellen. Es waere besser gewesen, mit dieser Frau kein Kind zu zeugen, dann haette er jetzt das Umgangsproblem nicht. Vieles waere besser gewesen, anders anzupacken. Nur eines bleibt momentan immer gleich: wenn die Mutter nicht will, koennen weder Gerichte noch Ratgeber etwas dagegen tun - im Falle von unehelichen Kindern offensichtlich auch in GB.
was sich jetzt abzeichnet, ist gerade das gegenteil. man hört stimmen von renomierten anwälten, die seine chancen auf ein umgangsrecht negativ sehen, da er ja zu *extremen positionen* neigt.
Diese renommierten Anwaelte wissen selber ganz genau, dass Dave Chicks lediglich von 'nahezu unmoeglich, sein Kind zu sehen' auf 'voellig unmoeglich, sein Kind zu sehen' abgerutscht ist. Wie Chicks selber auch, klammern sie sich an jeden Strohhalm des Rechts, dessen Durchsetzung durch eine uneinsichtige Mutter ohne nennenswerte Probleme sabotiert werden kann. Objektiv gesehen, hat der Mann wenig verloren, wenn man mal von der drohenden Verurteilung wegen Stoerung der oeffentlichen Ordnung absieht. Seine Chancen waren einfach zu schlecht, als dass man sie noch 'realistisch' haette nennen koennen.
Einem jedoch bist Du geschickt ausgewichen, naemlich der Problematik der Umgangsvereitelung selber. Wieviele Vaeter bei notorischer Umgangsvereitelung oder -behinderung nach einer Weile den Schlussstrich ziehen, und das Kind von sich aus nicht mehr sehen wollen, wissen wir nicht. Das aendert nichts daran, dass ihnen das dann als Desinteresse ausgelegt und zum Vorwurf gemacht wird. Es aendert auch nichts daran, dass eigentlich Gesetze vorhanden sind, die den Kontakt zwischen Umgangsverpflichtetem und Kind garantieren, diese aber nicht durchgesetzt werden koennen; der Rechtsstaat also vor der Muttermacht kapituliert. Es aendert v.a. nichts daran, dass Vaeter der zweite, mindere Elternteil sind, und das auf absehbare Zeit auch bleiben werden.
Es nuetzt da auch nichts, darauf hinzuweisen, dass es in vielen Scheidungsfamilien zu keinen wesentlichen Problemen komme; eigentlich wissen wir noch nicht einmal, in wievielen Scheidungsfamilien es aus Sicht der Maenner tatsaechlich einigermassen reibungslos ablaeuft, weil der Forschungsstand in dieser Beziehung beklagenswert schlecht ist. Maenner werden seit jeher darauf gedrillt, Unbill fuer die eigene Person einfach klaglos zu akzeptieren; sie haben weder Gleichstellungsfunktionaere noch irgendwelche gesellschaftspolitische Fuersprecher, die ihnen helfend zur Seite springen und ihr Leid medientraechtig in die Welt hinausposaunen. Ihnen wird vielmehr eingebleut, dass die Kinder zur Mutter gehoeren, und das war's dann. Deshalb bleiben viele Vaeter fuer die Gesellschaft als negativ Betroffene unsichtbar, auch wenn sie Probleme mit dem Umgang haben. Und als Untersuchungsobjekte sind geschiedene Vaeter sowie Vaeter allgemein nur in wenigen Studien praesent. Zumindest hier koennte der Staat einiges aendern durch eine bessere Vergabe von Forschungsauftraegen. Dann muessten aber wahrscheinlich eine ganze Reihe von liebgewonnenen Vorurteilen ueber Vaeter ueber Bord geworfen werden, was insbesondere nicht im Sinne der professionellen 'Gleichstellerinnen' ist, die wiederum ein ernstes Woertchen mitzureden haben bei der Vergabe von Forschungsauftraegen bzw. Finanzierung derselben.
Wie aus der Diplomarbeit 'Die psychosoziale Situation nichtsorgeberechtigter Vaeter' herauszulesen ist, sind v.a. jene Vaeter schlimm dran, die sich intensiv um ihre Kinder kuemmern wollen aber wegen Umgangsbehinderungen und -vereitelungen nicht koennen. Der sogenannte 'traditionelle Vater' findet sich in solchen Faellen viel eher mit der Situation ab und zieht sich einfach zurueck (sogenannter 'interesselose Vater'). Letzterer taucht in der Statistik dann auch eher als Scheidungsvater ohne Probleme auf.
Wenn also wieder mal irgendein sich besonders sozial gebender Politiker oder irgendeine feministische Funktionaerin von den Maennern einfordert, sie sollten sich mehr um ihre Kinder kuemmern, damit die Mutter sich staerker im Berufsleben engagieren koenne, dann kann ich nur noch muede laecheln. Solange naemlich die Strukturen nicht geaendert werden, dann sind das nicht weiter ernstzunehmende Statements, die man(n) getrost und ohne jegliches schlechte Gewissen ignorieren kann.
im übrigen freut es mich, dass du mich nicht gleich als *charakterkrüppel* bezeichnet hast.
?
Gruss
Maesi
Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Bruno, Thursday, 06.11.2003, 14:48 (vor 8127 Tagen) @ Marie Juana
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Marie Juana am 05. November 2003 23:14:32:
was wollte er auf den kran? kann es sein, dass er seine *bauklötze* dabei hatte?
freundlichst
marie juana
Liebe Marie,
solche geschmackvollen Kommentare lassen mich immer wieder fragen, ob Feministinnen wirklich alle nur Männerhasserinnen sind oder ob doch welche dabei sind, die Frauen helfen wollen.
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade dass sie nur für Frauen gilt.
Gruß
Bruno
Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Odin, Friday, 07.11.2003, 01:28 (vor 8127 Tagen) @ Marie Juana
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Marie Juana am 05. November 2003 23:14:32:
Ich habe gerade eine Mail an die ARD geschrieben. In "Brisant" kam ein Bericht über den Mann, in dem der Vater mit so netten Vokabeln wie "Trottel", "Egoist" oder "Spinner" lächerlich gemacht wurde.
****
was wollte er auf den kran? kann es sein, dass er seine *bauklötze* dabei hatte?
freundlichst
marie juana
Nein, ich glaub nicht *gähn*
Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Martin, Thursday, 06.11.2003, 19:12 (vor 8127 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Odin am 05. November 2003 18:02:37:
... In "Brisant" kam ein Bericht über den Mann, in dem der Vater mit so netten Vokabeln wie "Trottel", "Egoist" oder "Spinner" lächerlich gemacht wurde.
Das sind aber Zitate von befragten Passanten und keine Wertungen des Sprechers.
Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF
Michael, Thursday, 06.11.2003, 22:20 (vor 8127 Tagen) @ Martin
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Martin am 06. November 2003 17:12:44:
... In "Brisant" kam ein Bericht über den Mann, in dem der Vater mit so netten Vokabeln wie "Trottel", "Egoist" oder "Spinner" lächerlich gemacht wurde.
Das sind aber Zitate von befragten Passanten und keine Wertungen des Sprechers.
Es macht keinen großen Unterschied, negativ wertende Passanten kommen bewußt zu Wort und beeinflußen dei Zuschauer.
Michael
Re: Hat 'Brisant' manipuliert?
Peter, Friday, 07.11.2003, 16:34 (vor 8126 Tagen) @ Michael
Als Antwort auf: Re: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Michael am 06. November 2003 20:20:41:
Martin:
Das sind aber Zitate von befragten Passanten und keine Wertungen des Sprechers.
Michael:
Es macht keinen großen Unterschied, negativ wertende Passanten kommen bewußt zu Wort und beeinflußen dei Zuschauer.
Wieviel Aeußerungen von Passanten in der Sendung waren negativ und wieviele positiv? Die Sendung sollte beide Seiten bringen, von der überwiegenden Seite ein bischen mehr. Solange man nicht gezeigt hat, dass die Sendung solche journalistische Sorgfalt verletzt, kann man ihr kaum Manipulation vorwerfen.
Gruß,
Peter
Re: Hat 'Brisant' manipuliert?
Michael, Friday, 07.11.2003, 17:11 (vor 8126 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Hat 'Brisant' manipuliert? von Peter am 07. November 2003 14:34:17:
Martin:
Das sind aber Zitate von befragten Passanten und keine Wertungen des Sprechers.
Michael:
Es macht keinen großen Unterschied, negativ wertende Passanten kommen bewußt zu Wort und beeinflußen dei Zuschauer.
Wieviel Aeußerungen von Passanten in der Sendung waren negativ und wieviele positiv? Die Sendung sollte beide Seiten bringen, von der überwiegenden Seite ein bischen mehr. Solange man nicht gezeigt hat, dass die Sendung solche journalistische Sorgfalt verletzt, kann man ihr kaum Manipulation vorwerfen.
Gruß,
Peter
Völig richtig, deshalb sollte man künftig drauf achten ob das so ist.
Diese Sendung habe ich nicht gesehen, weiß aber daß die Manipulanten sehr geschickt sind, denn das sollte niemals rauskommen.
Michael
Re: Hat 'Brisant' manipuliert?
Odin, Friday, 07.11.2003, 20:27 (vor 8126 Tagen) @ Peter
Als Antwort auf: Re: Hat 'Brisant' manipuliert? von Peter am 07. November 2003 14:34:17:
Wieviel Aeußerungen von Passanten in der Sendung waren negativ und wieviele positiv? Die Sendung sollte beide Seiten bringen, von der überwiegenden Seite ein bischen mehr. Solange man nicht gezeigt hat, dass die Sendung solche journalistische Sorgfalt verletzt, kann man ihr kaum Manipulation vorwerfen.
Wenn man die Taxifahrer interviewt, die wegen der Verkehrsumleitung im Stau standen, sind die Antworten wohl klar.
Lediglich ein Passant kam zu Wort, der die Polizeiaktionen übertrieben fand.
Und Äußerungen wie "Trottel" oder dergleichen kann man als Kommentator auch abmildern, wenn man objektiv berichtet, warum Spiderman diese Aktion macht.
KORREKTUR
Mirko, Wednesday, 05.11.2003, 20:22 (vor 8128 Tagen) @ Mirko
Als Antwort auf: Pro-Väter Aktion in London medienwirksam im ZDF von Mirko am 05. November 2003 15:34:32:
Den Artikel den ich bei BBC gefunden habe, ist vom 17 Juni 2003!
Also schon die zweite Kran-Besetzungs-Aktion!
Entschuldigt die Verwirrung und hier die Korrektur der falsch genannten Informationen:
1. Die gegenwärtige Aktion läuft noch.
2. Sie läuft nicht seit 3 sondern schon seit 6 Tagen.
(Danke an Pioneer)