Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Männerrechte in Deutschland?

Andreas, Monday, 03.11.2003, 18:40 (vor 8130 Tagen)

Interessant ist folgender Artikel aus tagesschau.de über die diesjährige Friedensnobelpreisträgerin. Besonders bemerkenswert ist dieser Abschnitt:

"Wie die Frauen in anderen moslemischen Ländern haben auch wir ganz besondere Probleme. Einige meinen, das läge am Islam, aber tatsächlich ist der Grund die patriarchale Gesellschaft in den moslemischen Ländern. 66 Prozent der Studierenden in Iran sind Frauen. In so einer Gesellschaft können die Frauen nicht ignoriert, nicht beiseite geschoben werden. Dann allerdings ist die Zahl der arbeitenden Frauen wieder weit geringer als die der Männer. Das Blutgeld, das für eine Frau im Iran gezahlt werden muss, ist halb so viel wie für einen Mann. (Anmerkung der Redaktion: Blutgeld entspricht dem islamischen Recht, der Scharia. Es wird gezahlt, wenn eine Person gewaltsam ums Leben kommt. Der Betrag ändert sich fast jährlich. Zuletzt betrug es für einen Mann etwa 8000 Euro, für eine Frau die Hälfte.) Ein Mann ist also doppelt so viel wert wie eine Frau. Das verträgt sich weder mit den Menschenrechten noch mit dem internationalen Recht. Für die Frauen von heute in Iran müssen wir viele Gesetze ändern. Nach einer Scheidung bekommt zum Beispiel noch immer der Vater das Pflegerecht für die Kinder. Auch das muss sich ändern."

Hey, Leute - wo bleibt denn der Friedensnobelpreisträger, der für sein Eintreten in Sachen Männerechte geehrt wird?

In Deutschland

- wird das Pflegerecht generell der Mutter zugesprochen, auch gegen den Willen des Kindes.

- werden nur Männer zwangsrekrutiert, d.h. das Leben eines Mannes wird als geringer eingestuft als das Leben einer Frau.

- werden Männer vor Gericht für eine Straftat schwerer bestraft als eine Frau, die eine Straftat vergleichbarer Schwere begeht.

Für die Männer in Deutschland müssen wir noch viele Gesetze ändern!

schöne Grüße
Andreas

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2543218_TYP6_THE_NAVSPM1_REF1_BAB,00.html

Re: Männerrechte in Deutschland?

Christoph, Monday, 03.11.2003, 20:20 (vor 8130 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Männerrechte in Deutschland? von Andreas am 03. November 2003 16:40:30:

Hey, Leute - wo bleibt denn der Friedensnobelpreisträger, der für sein Eintreten in Sachen Männerechte geehrt wird?
In Deutschland
- wird das Pflegerecht generell der Mutter zugesprochen, auch gegen den Willen des Kindes.
- werden nur Männer zwangsrekrutiert, d.h. das Leben eines Mannes wird als geringer eingestuft als das Leben einer Frau.
- werden Männer vor Gericht für eine Straftat schwerer bestraft als eine Frau, die eine Straftat vergleichbarer Schwere begeht.
Für die Männer in Deutschland müssen wir noch viele Gesetze ändern!
schöne Grüße
Andreas

Und nicht zu vergessen, daß es in Deutschland völlig legal ist, haßerfüllte, faschistoide Propaganda zu verbreiten, die den Mann als biologische Fehlkonstruktion und fast schon als "lebensunwertes Leben" abstempelt (oftmals sogar wider bessere wissenschaftliche Erkenntnisse, das kommt ja außerdem noch dazu). Artikel, bei denen man sich oft nicht sicher ist, ob man da gerade eine Art Reprint des "Völkischen Beobachters" oder ein völlig seriöses Medium am Beginn des 21.Jahrhunderts in den Händen hält. Ich nenne nur mal die Schlagworte "Y-Chromosom" und "vernetztes Denken" (Das alles haben wir hier ja erst vor kurzem im Zusammenhang mit der Blamage des Spiegels Länge mal Breite durchgekaut; ich will den ganzen Scheißdreck nicht schon wieder aufwühlen.)

Auch in Bezug auf diesen Fall kann ich nur in die Kerbe von Andreas schlagen und fragen: Wo bleiben die Vertreter der Öffentlichkeit, die gegen dieses Dreckszeug und aufstehen und sagen: Stop! (Von Leuten wie Arne mal abgesehen.)

Christoph

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