Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Rote Männer Info Nr.57

Odin, Tuesday, 14.10.2003, 19:42 (vor 8150 Tagen)

RoteMänner!
Preisträger! Preistreiber! Preisboxer!

Welch eine Woche: Eine Frau kriegt den Friedensnobelpreis, eine andere
den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, und unsere
Fußballspielerinnen werden Weltmeister. Nun war auch uns Schirin Ebadi
lieber als der Papst, Susan Sonntag viel sympathischer als Martin
Walser, und die deutschen Mädels noch lieber als die schwedischen. Also
was? Alles in Ordnung. Brauchen wir jetzt eine Männerförderung?
Männerprojekte? Männerbuchläden? Männergesangsvereine? Eine Männerquote
gar? In der Tat, nein, in der "taz" wurde so spekuliert. (Wir verhandlen
weiter unten darüber.) Dort bejubelten sie auch "die elfte Frau". Das
ist nicht der neueste Krimi von Mankell, sondern besagte, elfte
weibliche Empfängerin des Friedensnobelpreises. Und mit dieser können
wir deswegen gut leben, weil im Iran die Frauen genauso mies behandelt
werden, wie in Deutschland die Männer - wie wir im RoteMännerInfo 54
nachweisen konnten, das dieser Preisverleihung eindeutig den Weg geebnet
hat. Und Susan Sontag hatte es in den 40 Minuten ihrer Frankfurter Rede
nicht nötig, darauf hinzuweisen, dass sie eine Frau ist. Ihr ging es um
die Kritik der Feindbilder, nicht deren künstliche Beatmung.

Der "Spiegel" war's, der jüngst mit einer wirklich saudoofen Titelstory
die Männer zu Feinden und Losern erklärte. Das war uns nur eine
Registriernummer wert. Aufgescheucht durch heftigen männlichen
Leserprotest, versuchte er ein wenig Wiedergutmachung und erklärte den
Kulturherbst der Männer für eröffnet:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,267506-2,00.html "Nach dem
Wehgeschrei über zu viel Fräuleinwunder und Frauenpower folgen nun
Taten: In diesem Herbst treten erstaunlich viele Männer mit Filmen,
TV-Produktionen und Büchern hervor, in denen sie voller Gefühl und
überraschend selbstbewusst von sich und ihrer Welt erzählen."

Hätt's der "Spiegel" nicht deklamiert, das hätte wieder keiner gemerkt:
Nur weil ein paar alte Mythen entstaubt werden, Johnny Depp (zugegeben
genial!) den Piraten und Heino Ferch den Helden von Bern oder Lengede
gibt, soll wieder alles eitel Sonnenschein sein. Die Gründerjahre des
Patriarchats als flügellahmer Phönix aus der Asche! Nee, nee, ihr
Spiegel-Männer, da hat uns schon eher Banderas als Killer-Mariachi
gefallen, der indessen bei aller Ironie an einigen Stellen zu sehr der
Jugendeignung entbehrte und deshalb hoffentlich nicht stilbildend wirkt,
bevor irre Psychopathen anfangen, wahllos Küchenchefs umzunieten.

"Die Hälfte junger Frauen entscheidet sich immer noch für die zehn
klassischen Frauenberufe. Arzthelferin gehört dazu, Frisörin sowieso.
Und was sagt die DGB-Vize Ursula Engelen-Kefer über ihre
Geschlechtsgenossinnen? ,Vielleicht sind sie gar nicht so dumm. Weil sie
ahnen könnten, wie schwierig es ist, in klassischen Männerdomänen Fuß zu
fassen.'" http://www.taz.de/pt/2003/10/01/a0074.nf/text Vielleicht ist
das vielmehr deshalb gar nicht so dumm, weil sie ahnen, welche Arbeit
sie dort erwarten würde. Was sind eigentlich die "klassischen
Männerdomänen"? Nach der speziellen Auffassung von Frau Engelen-Kefer
vermutlich die Jobs, wo man wenig arbeiten muss, "Honörchens" machen
darf und dabei viel Kohle scheffelt - so wie auf Frau Engelen-Kefers
eigenem Arbeitsplatz. Frauen in die Produktion? Fehlanzeige: Von den
insgesamt 20,3 Millionen erwerbstätigen Männern sind 38,1 Prozent im
produzierenden Gewerbe tätig - bei den Frauen betrug der Anteil nur 15,0
Prozent. http://www.n-tv.de/3186569.html Eine Quote fordert hier
keiner.

Ach herrje, ein Kopftuch! Auch Alice Schwarzer hat es sich zum
dringlichen Anliegen gemacht, muslimische Lehrerinnen mit Kopftuch aus
den Schulen zu verbannen, weil sie "islamistisch" und
"fundamentalistisch" seien. "Dumm und töricht" könnte man in der Diktion
von Drei-Zentner-Helmut, dem Altbundeskanzler, dergleichen nennen.
Schwarzer, die sicher auch gerne ihrem Namensvetter Alice Cooper
("School's Out"!) die Kopftücher runterreißen würde, streitet
unermüdlich selbst gegen Frauen, wenn diese ihrer eigenen religiösen -
statt Schwarzers ideologischer - Verbohrtheit frönen. Gottlob, eine
Stimme der Vernunft in der Süddeutschen: "...ob eine Frau Demokratin
ist, das beweist sich nicht außen am Kopf, sondern innen im Kopf: Eine
Muslimin, die Mädchen vom Sportunterricht ausschließen will oder Männern
nicht die Hand gibt, ist ungeeignet für den Schuldienst - mit oder ohne
Kopftuch."
http://www.sueddeutsche.de/sz/meinungsseite/red-artikel2490/ Aber
nicht nur eine Muslimin. Dass es selbst unter aufgeklärten Muslimen
mindestens so großkalibrige Idioten gibt wie im deutschen Feminismus,
beweist ein gewisser Namo Aziz in der "Zeit": "Kopftücher für
Lehrerinnen? Warum nicht gleich die Scharia einführen?"
http://www.zeit.de/2003/41/TR_Kopftuch Was, wenn diese Argumentation
Schule macht? "Kruzifix im Klassenzimmer? Warum nicht gleich Hexen
verbrennen?" Hysterisch, das! Egal wie man sonst zur "Kruzifix"- und
"Kopftuchfrage" stehen mag. Insofern nur soviel an Herrn Aziz und Frau
Schwarzer: "Hammse't nich' ne Nummer kleiner?"

Auf dem diesjährigen Oktoberfest gab es wegen der angeblich zahlreichen
Vergewaltigungen bei diesem Event in diesem Jahr erstmals einen
"Secutity Point" für Frauen. Die "Süddeutsche" fragte im Anschluss an
die zweiwöchige Fete mal nach:
"SZ: Wie groß war der Ansturm auf den Security Point?
Güntner: Wir haben 15 Frauen und sechs Mädchen versorgt. Überwiegend
waren die Frauen verunsichert, sexuelle Belästigungen waren sehr wenig.
Eine war völlig niedergeschmettert, weil sie in eine
Bierzeltauseinandersetzung verwickelt wurde - kurz vor der
Körperverletzung. Eine Touristin hatte ihre Gruppe verloren und wusste
nicht mehr, wohin. Eine junge Frau war nach einem Diebstahl sehr
verwirrt." http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/9/18990/
Soweit die schockierenden Tatsachen - über den "Ansturm"! "Verunsichert"
ist wahrscheinlich bajuwarische Höflichkeit für stinkbesoffen. (Mein
Gott, waren wir nach der letzten Redaktionssitzung wieder verunsichert!)
Die Enttäuschung der Verantwortlichen bei so wenig männlicher Gewalt war
nur schwer zu verbergen, da muss man schon Verständnis haben.

"Zweierlei Maß für Nigerias Tote" registrierte Hakeem Jimo in einem
interessanten "taz"-Beitrag.
http://www.taz.de/pt/2003/09/30/a0098.nf/text Über die Bewertung der
mittelalterlichen Strafmaßnahmen der Scharia muss man nicht diskutieren.
Das westliche Bemühen um das Leben der von einer Steinigung bedrohten
Amina Lawal hat nämlich viel mit einfacher Zivilisiertheit zu tun.
Ebenso wie die Empörung angesichts der Situation der Menschenrechte in
Ländern wie China und Tschetschenien. Aber schon das interessiert viele
von denen nicht mehr, die am Schicksal von Frau Lawal so engagiert
Anteil nahmen. Man darf guten Gewissens davon ausgehen, dass ein Mann,
dem die Steinigung droht - und dergleichen wurde etwa im Iran schon viel
zu oft vollstreckt seit den revolutionären Segnungen des Ayatollah
Chomeini - nicht annähernd so viel Emphase auslöst. Ebenso wenig wie die
Ermordung eines nigerianischen Oppositionspolitikers, von der nur die
"taz" berichtete.

Es war wieder Buchmesse. Wir möchten aus diesem Anlass gerne das
folgende Zitat des leider schon verblichenen Thomas Bernhard beisteuern:
»Die Deutschen haben einen Mutterkomplex, sagte ich, wie die
Österreicher, an den Müttern darf nicht gerüttelt werden, sagte ich zu
Gambetti, die Mütter sind in diesen Ländern heilig, aber in Wahrheit
sind die meisten von ihnen perverse Puppenmütter, die an ihren Kindern
und an ihrer Familie ziehen wie an Puppen, so lange daran ziehen, bis
sie diese Kinder zutode gezogen haben, genauso zutode gezogen wie ihre
Männer.« (Auslöschung. Ein Zerfall. Frankfurt/Main, 1986., S. 124 f. -
mit Dank an Jutta aus der friesischen Provinz für den Hinweis und unsere
nette Verlinkung, die ihr im "Restmüll" findet - was bösen Zungen sicher
Auftrieb geben wird:
http://www.kompost-verlag.de/Zeitschrift/Restmuell/restmuell.html Wer
schon immer ein Foto der RoteMännerRedaktion haben wollte, hier gibt's
eins.)

Ein paar Interna: Ein paar regelmäßige Empfänger sind im Sommer auf der
Strecke geblieben. Die technischen Ursachen oder menschlichen
Fehlleistungen, die dem zugrundeliegen, kennen wir nicht. Sagt uns
einfach Bescheid, wenn euch das RoteMännerInfo nicht erreicht, es aber
dennoch auf unserer Homepage [www.rotemaenner.de] erscheint. Überdies
bekommen wir von ein paar Adressen immer wieder Fehlermeldungen. Die
fliegen dann natürlich raus. Wir bitten um Verständnis, dass unsere
Adressverwaltung bei inzwischen einigen Hundert Empfängern nicht immer
ganz fehlerfrei funktioniert. Schließlich bitten wir wegen einer
einschlägigen Beschwerde für gelegentliche orthografische Fehler um
Nachsicht: Unsere Schlussredaktion tagt zwar meistens schon
Samstagsmittags in der Hoffnung, dass irgendeiner da nochmal gründlich
drüberschaut; aber ein paar Klopper bleiben. Menschliches,
allzumenschliches! Unangenehm für Männer, die beim "Gebähren" Blähungen
kriegen. Natürlich heißt es richtig "Gebären". Wieder gut, ja?

Dann noch dieser Linktipp für einen Männerrundbrief, der uns den Rang
ablaufen könnte:
http://www.telepolis.de/deutsch/inhalt/glosse/15294/1.html Sehr schön!
Konkurrenz belebt das Geschäft. Und das kommunale Ausgangsverbot für
spanische Männer irgendwo in Andalusien können wir nicht schöner
kommentieren. Der Autor sieht daran das Positive. DAS ist der richtige
Geist.

Wir widmen uns heute in einem Schwerpunkt dem Verein alleinerziehender
Mütter- und Väterdarsteller (VAMV). Tja, Freunde, wir können nicht immer
nur euere Lieblingsfächer anbieten. Der VAMV ist in Deutschland die
Kernzelle des Alleinerziehenden-Feminismus, ein Lobbyist in Sachen
Kindesentzug und Ausplünderung von Scheidungsvätern. An solche Figuren
muss Jacques Brel gedacht haben, als es vor vielen Jahren sang: "Les
bourgeois, c'est comme les cochons, plus ça devient vieux, plus ça
devient bête..." (Excusez, aber mit dieser Ausgabe wollen wir uns um den
deutsch-französischen Kulturpreis bewerben...)

1. Über "verwöhnte Väter", denen das geltende Unterhaltsrecht viel zu
hohe Selbstbehalte (in der Regel 840 Euro) lässt, lamentierte jüngst im
VAMV-Info Frau Prof. Breithaupt von der FH Landshut. Das Existenzminimum
liege bei 619 Euro. Das müsse reichen. Par bleu!
2. Der VAMV Rheinland-Pfalz findet, dass Frauen "wichtige und ernste
Gründe" haben, wenn sie ihren Kindern den Umgang mit ihren Vätern
verweigern. Darum soll man falsche Verdächtigungen in Sachen sexuellen
Missbrauchs doch bitte nicht dramatisieren. Mon dieu!
3. Wegen des Mangels an männlichen Lehrern an Grundschulen trällert Frau
Oestreich in der "taz" schon von wegen einer Männerquote. Feministische
Hinterlist: Gäbe es auch nur EINE Quote für Männer, wären alle
Frauenquoten moralisch legitimiert. Enfin!
4. Die Einrichtung von "Männergärten", wo konsumwütige Hausfrauen
samstags ihre unselbständigen Gatten abgeben können, hat viele Leser
entrüstet. Dabei wird hier endlich mal was für Männer getan: WDR 2
berichtete sogar, dass die Ersten jetzt freiwillig jeden
Samstagnachmittag dort verbringen wollen. Pauvres diables!

***********************************************************

"619 EURO SELBSTBEHALT FÜR UNTERHALTSPFLICHTIGE SIND GENUG":
VAMV WILL ÜBER HÖHERE UNTERHALTSPFLICHT DAS UMGANGSRECHT AUSHEBELN

Der VAMV, steter Vorkämpfer für "Einelternfamilien" (und neuerdings auch
"Einelternteil-Familien") geht unterhaltspolitisch in die Offensive.
Objekt seines Zorns ist die Düsseldorfer Tabelle und das ganze
Unterhaltsrecht sowieso, dass die Väter in der Diktion der
hauptberuflichen Alleinerzieherinnen viel zu sehr schont. Von
"verwöhnten Vätern" ist die Rede im jüngsten "Info für
Einelternfamilien", als pdf-Datei erhältlich bei [www.vamv.de] . Eine
gewisse Marianne Breithaupt, Professorin für Sozialwesen an der FH
Landshut, rechnet uns allerhand vor. Ein Schelm, wer behaupten wollte,
er habe Frau Breithaupts mathematische Künste bis zum bitteren Ende
ihres Beitrags durchschaut - zumal die Berechnungen der Unterhaltsschuld
je nach OLG-Bezirk unterschiedlich sind. Frau Breithaupts Versuch, uns
mit Zahlen zu erschlagen, wird flankiert von Tatarenmeldungen in
Zwischenüberschriften wie "Armut verschärft sich", "Weniger als
Sozialhilfe", "Gestiegener Selbstbehalt", "Am Rande des
Existenzminimums" und eben "Verwöhnte Väter". Die ideologisch in der
Regel bestens geeichten VAMV-Mamis brauchen also den schwierigen Text
mit dem ebenso unverständlichen wie substanzlosen Zahlenmüll gar nicht
zu lesen, um zu wissen: Sie sind mal wieder die armen Opfer! Okay, das
wussten sie vorher schon, aber es ist doch immer wieder gut, jeden
Anflug von eventuellem Zweifel im Keim zu ersticken, und auf die alte
Mähre ein neues politisches Ziel draufzusatteln.

Also werden die Alleinerziehenden wieder vermehrt im Bundestag
vorstellig um zu greinen, wie schlecht es ihnen geht. Schließlich steht
das Unterhaltsrecht, wie neulich erst der "Focus" berichtete, auf dem
Prüfstand. Und im Hohen Haus traut sich schwerlich jemand, den
Alleinerziehenden grundsätzlich mal die Aufnahme einer Erwerbsarbeit
nahezulegen. (Wir HABEN aber auch manchmal Vorstellungen!)

Zentrales Argument des VAMV: "Ursache für ihre Armut ist aber nicht das
Alleinerziehen, sondern die Art und Weise, wie das für den Unterhalt zur
Verfügung stehende Einkommen zwischen Mutterfamilie und Vater verteilt
wird." Womit vor allem die klare Aufgabenverteilung zwischen Mann
(Arbeit) und Frau (Familie) einmal mehr sauber und nachvollziehbar
dargelegt worden ist. Und genau daran darf, wenn es nach dem VAMV geht,
niemand rütteln: Wenn dem Vater familiäre Aufgaben jenseits all der
Sonntagsreden auch in der Realität zugebilligt würden, könnte dies so
manche Mutter am Ende entlasten, so dass sie keine Entschuldigung mehr
dafür hätte, dass sie nicht selbst Geld verdient.

Insofern ist die Ursache für die Armut sehr wohl das Alleinerziehen,
ganz entgegen Professor Breithaupts Behauptung. Sie aber, wie auch der
gesamte VAMV, klammert sich an das Betreuungsmonopol der Mütter, um nur
ja das Risiko, einer Erwerbsarbeit nachgehen zu können, auf ein Minimum
zu reduzieren. Vor allem aber: Dem Ex soll die Hose gleich derartig
ausgezogen werden, dass jeder Sinn, ihm noch einen Umgang mit den
Kindern zu gestatten, jede Möglichkeit eines Scheidungsvaters, seinen
Kindern selbst und aus freien Stücken noch etwas zukommen zu lassen,
obsolet ist. Ziel des VAMV ist bekannter- und erklärtermaßen, jeden
Umgang zwischen Kindern und ihren Vätern von der Willkür der Mütter
abhängig zu machen. (Davon mehr im nächsten Beitrag!) Auf diesem Weg
wäre die vollständige finanzielle Entmündigung der Männer ein
Meilenstein!

Viel bequemer ist da die Erkenntnis, "dass die Düsseldorfer Tabelle die
barunterhaltspflichtigen Väter bevorteilt und das Existenzminimum der
Einelternteil-Familie nicht sichert." Von wenig Kenntnis getrübt ist
dieser Satz schon deswegen, weil die DT nicht das Auskommen der
"Familie" zu sichern hat, sondern allein das der Kinder. So doof sind
VAMV-Professoren. Und da WUNDERN wir uns über PISA!

Weil der Kindesunterhalt vorrangig ist, stößt bei Normalverdienern
spätestens der Ehegatten- oder Betreuungsunterhalt an den Selbstbehalt
des Zahlungspflichtigen. Zum guten Schluss sitzen dann meistens beide
Seiten, Mutter und Vater samt Kindern, in der Armutsfalle. Mit einem
kleinen Unterschied: Der Unterhaltspflichtige, also in Breithaupts
Diktion immer der Vater, ARBEITET für seine Armut. Von der Finanzierung
des Mangels aufgrund der Betreuung seiner Kinder kann ER nur träumen.

Breithaupt präsentiert uns eine Modellfamilie (getrennt lebend,
selbstverständlich!) aus Vater, Mutter und zwei Kindern, mit einem
Netto-Einkommen von 2.141 Euro (die nach einer Scheidung übrigens wegen
Steuerklasse 1 nicht mal mehr annähernd da sein werden!):

"Die Tabelle verwöhnt die Väter. Sie belässt ihnen als Regel von einem
Einkommen von 2.141 ? mit 1.100 ? mehr als die Hälfte oder 178 % des
Existenzminimums für sich und verpflichtet sie nur zu 1.041 ? Unterhalt
für Frau und Kinder... Demgegenüber dürften sie bei einer Verteilung
nach dem Existenzminimum von einem Einkommen von 2.141 ? mit nur 619 ?
weniger als drei Zehntel oder 100 % des Existenzminimums für sich
behalten und müssten 1.522 ? Unterhalt für Frau und Kinder ... zahlen."

Alles klar? Der Lohnsklave hat MEHR ALS DAS EXISTENZMINIMUM von 619 Euro
zur Verfügung, das ist bei Frau Professor Breithaupt von der
Fachhochschule Landshut der SKANDAL! Dieses Schwein von einem Mann zahlt
zwar das Existenzminimum für seine Kinder - dafür sorgt längst ergänzend
zur Düsseldorfer Tabelle das Bürgerliche Gesetzbuch im § 1612b (5). Aber
die Frau, die Frau! Soll die verhungern? Mitnichten, denn sie bekommt
ja (ergänzend) Sozialhilfe, weil sie von Staats wegen nicht arbeiten
muss. Doch selbst das ist eine unerträgliche Zumutung, wenn eine ehrbare
Frau "Stütze" beanspruchen muss. Die Konsequenz des VAMV: Man empfiehlt
ihr nicht etwa eine ebenso ehrbare Arbeit und fordert nicht entsprechend
die stärkere Beteiligung der Trennungsväter an der Betreuung, sondern
fordert die Legalisierung einer noch weiter gehenden Ausplünderung des
Ehegatten, der dämlich genug war, so einen fauligen Stinksocken zu
ehelichen und zu schwängern.

Übrigens hat die Uni Bielefeld im Auftrag des Bundesfamilienministeriums
eine differenziertere Erkenntnis zutage gefördert: "Alle Unkenrufe
bestätigt: Die Folgen von Scheidungen sind für Männer wie für Frauen
ungefähr so schlecht, wie sie jeweils behaupten."
http://www.taz.de/pt/2003/09/30/a0074.nf/text Und siehe da, auch das
erfahren wir bei der Gelegenheit: "Den wenigen unterhaltsberechtigten
Männern geht es noch schlechter: 90 Prozent der Exgattinnen zahlt
nicht." Und was sich der VAMV mal hinter die Ohren schreiben sollte:
"Väter, denen der Umgang mit den Kindern verwehrt wird, zahlen schlecht.
Wer mehr Unterhalt will, muss dem Partner Zugang zum Kind gewähren." Wen
wundert's?

Vermutlich weiß auch dieser Breitkopf, dass kaum irgendwo in Deutschland
ein Mensch von 619 Euro leben muss - es sei denn er verfügt über
Wohneigentum. (Aber auch das hat sich im Zweifel die ewigliebende Gattin
unter den Nagel gerissen.) Frau Professor verlangt obendrein, dass
derjenige, dem sie dieses Rest-Einkommen immerhin zubilligt, dafür noch
arbeiten geht. Sie weiß offenbar nicht, dass der Selbstbehalt von nicht
erwerbstätigen Männern noch geringer ist als der von Beschäftigten: Ein
paar Euro, die die Motivation heben sollen. Es würde ihren Groll
zweifellos fördern, dass der Zahlvater damit immer noch über 619 Euro
liegt. Wer bisher dachte, die Agenda 2010 der Bundesregierung gehe an
die Substanz, der sollte mal bei Frau Prof. Breithaupt nachlesen!
(...die ihrerseits wahrscheinlich nicht müde wird zu erklären, wie
"frauenfeindlich" die Auswirkungen der Agenda sind.)

Übrigens stößt man auch hier - wie häufig bei solchen Gynäkokratinnen -
auf eine Sprachfertigkeit, die einem das Kreuz lähmt: "Ein ganz anderes
Verhalten zeigt die Tabelle beim Selbstbehalt des Vaters." Eindeutig ein
Anwärter auf die ranzige Zwetschge, die wir ab diesem Monat für
literarische Verdienste verleihen wollen. Prof. Grzimek ewigen
Angedenkens wäre begeistert gewesen von dieser possierlichen kleinen
Tabelle und ihrem drolligen "Verhalten" in freier Wildbahn.

***********************************************************

VAMV RHEINLAND-PFALZ:
MISSBRAUCH MIT DEM MISSBRAUCH VÖLLIG LEGITIM

Man muss sie nur reden lassen - und ihnen aufmerksam zuhören. Die
Publikationen des VAMV und die Einlassungen seiner Funktionäre machen
hinreichend deutlich, was dieser Verein wirklich will: Noch mehr Kohle
für die Mütter - und im Gegenzug kein Umgangsrecht für die Väter. (Denn
wozu sollte das noch gut sein, wenn er finanziell sowieso nichts weiter
mehr zu leisten imstande ist? In vielen Fällen haben wir diesen Zustand
schon heute erreicht.)

In einer großen Broschüre des VAMV Rheinland-Pfalz vom Juni 2003 mit dem
Titel "Kindschaftsrecht aktuell" spricht die Landesgeschäftsführerin
Monika Wilwerding Tacheles. Mitten in einem Besinnungsaufsatz über eine
Talkrunde des "Nachtcafés" in S3, in der sie den wenig diplomatischen
Matthias Matussek sowie den umso sachlicheren Peter Walcher (vom VAfK)
ganz unerträglich fand (weil vor allem Matussek es wagte, der
VAMV-Bundesvorsitzenden Edith Schwab ständig zu widersprechen), sprudelt
es aus ihr heraus. Walcher hatte gerade von seinen eigenen Erfahrungen
mit dem Vorwurf des sexuellen Kindesmissbrauchs berichtet:

"Das völlig undifferenzierte Aufbauschen dieser Fälle mit der
Unterstellung, die ehemalige Partnerin habe aus Rache vorsätzlich
falsche Anschuldigungen erhoben, vernebelt den Blick und lenkt ihn weg
von den tatsächlich begründeten Vorwürfen. Dadurch wird auch völlig
verschleiert, dass oftmals sexualisiertes auffälliges Verhalten von
Kindern den Missbrauchsverdacht nahe legt! Zudem wird außer Acht
gelassen, dass Frauen in der Regel wichtige und ernst zu nehmende Gründe
haben, wenn sie den Umgang der Väter mit den Kindern verweigern. Und
nicht umsonst gibt es ein Gewaltschutzgesetz. (...) Letztendlich blieb
Herr Walcher auch eine Antwort auf die Frage nach seiner Verantwortung
am Scheitern der Beziehung und der Eskalation des Konflikts schuldig!"

Mit anderen Worten: Walcher, dem mit Hilfe des Missbrauchsvorwurfes der
Umgang mit seinen Kindern über viele Monate hinweg auf bösartige Weise
verstellt wurde, ist selber schuld! Und je weniger er seine Untaten
eingesteht, umso schuldiger wird er. Das Prinzip kennen wir von der
Heiligen Inquisition. Nicht mal beim Zeigen der Folterinstrumente wollte
Walcher gestehen - welch ein verdammenswertes Subjekt! Und haben nicht
"oftmals" die Kinder durch "sexualisiertes Verhalten" den Schluss
nahegelegt, dass da was war - auch wenn gar nichts war? Kommt, Leute,
was soll der Scheiß, der Typ ist ein Mann! Da muss man doch nicht lange
überlegen, ob mehr oder weniger Schuld vorliegt. Oder?!

Und ganz nebenbei werden "in der Regel wichtige und ernst zu nehmende
Gründe" für die Umgangsverweigerung als ausreichende Legitimation
angesehen, um gegenüber einem Vater den Vorwurf des sexuellen
Missbrauchs an den eigenen Kindern zu erheben - auch wenn sie nicht
zutreffen! Die übelste und verkommenste Denunziation, die irgend denkbar
ist, ist in VAMV-Kreisen moralisch in Ordnung, wenn eine Mutter ihr
privates Verständnis von Gerechtigkeit partout durchsetzen will.

Schließlich wird die Tatsache, dass es das Gewaltschutzgesetz GIBT, zum
Beleg dafür, dass es in jedem konfliktorischen Einzelfall seine
unmittelbare Anwendbarkeit findet. Liebe Freunde, dies ist keine normale
Dummheit mehr. Man kann sich irren, man kann auch tumber Ideologie zum
Opfer fallen. Was uns Frau Wilwerding aber zumutet, ist ein Stadium der
Intelligenz, über das unsere Vorfahren aus dem Neandertal abends beim
Feuer vor der Höhle schon in schallendes Gelächter ausgebrochen sind.
Möglicherweise entstanden damals die ersten frauenfeindlichen Witze...
Und so trägt vermutlich auch unsere Frau Wilwerding handgestrickte
Pullover, die durch die Bank einen weitaus höheren IQ haben als sie
selber und regelmäßig verfilzen - aber nicht wegen falscher Waschmittel.

Wo Dummheit und Selbstgerechtigkeit mit einem gewissen
gesellschaftlichen Einfluss (und staatlicher Förderung!) so zusammen
treffen wie beim VAMV, entsteht Gemeingefährlichkeit. Man wähnt sich
beinah' schon in einer intellektuellen Notwehrsituation. Für die, die
bereits Opfer dieser schweinischen Praxis falscher Verdächtigungen
geworden sind, ist diese Situation ausgesprochen akut. Da wundert man
sich manchmal nur über deren Friedfertigkeit.

P.S.: Linktipp zum Thema "Missbrauch mir dem Missbrauch" mit einem
Infoblatt von Joachim Müller:
http://www.vafk.de/gewaltschutz/Dokumente/Missbrauchsvorwurf.pdf

***********************************************************

WO'S KONVENIERT, WIRD QUOTIERT:
WARUM DIE "TAZ" EINE MÄNNERQUOTE TOLL FÄNDE

Habt ihr sicher längst mitbekommen: "Mehrere Kultusminister haben den
hohen Anteil weiblicher Lehrkräfte an den Schulen beklagt und eine
Männerquote ins Gespräch gebracht. Jungen hätten es sehr viel schwerer,
die Lernanforderungen zu erfüllen, ,weil sich der Schulbetrieb
feminisiert hat', sagte Niedersachsens Schulminister Bernd Busemann
(CDU) der BamS. Nach seinen Worten beträgt der Anteil von Lehrerinnen 70
bis 80 Prozent. Auch Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan
(CDU) problematisierte die Verweiblichung des Schulbetriebs. Dies schade
den Jungen, weil sie es zu Hause mit der Mutter und in der Schule mit
der Lehrerin zu tun hätten. ,Das wirkt sich negativ auf die Motivation
der Jungen aus', zitierte das Blatt Schavan. Sie regte an, dass an
Grundschulen mindestens 30 Prozent der Lehrkräfte Männer sein sollten."
http://www.taz.de/pt/2003/09/29/a0059.nf/text

Das ließ Heide Oestreich jubeln: "Willkommen im Quotenklub".
http://www.taz.de/pt/2003/09/29/a0139.nf/text Das Dasein unter dem
ewigen Ruch, selbst eine Quotilde zu sein, muss wahrlich bedrücken, wenn
Frau Oestreich an diesem Thema ausgerechnet diesen Punkt
schlagzeilenträchtig findet. Passend zu der glucksenden Kompensation
passt ihre Wahrnehmung einer "allgemeinen Alarmstimmung, was den
Untergang des Mannes betrifft." Spiegel-Leser wissen mehr, gell, Frau
Oestreich?

Interessant ist, wo die Gender-Beauftragte der "taz" des Pudels Kern
sieht: "Schließlich fehlen nicht nur Grundschullehrer als
Rollenvorbilder. Es existiert gesellschaftlich nicht mal mehr ein
mittelmäßig machohaftes Männerbild. Wir leben in einer Welt der
verunsicherten Männer. Wer schrödermäßig den leicht autoritären
Frauenbelächler macht, wird zwar noch irgendwie bewundert, aber als
vorbildhaft mag man seine Methoden in der Schule sicher nicht
propagieren. Zerfallsprodukte kaputter Männlichkeit bevölkern die
Medien: Rambos und Rapper, Gewalt in allen Varianten. Nur wenn Jungen
Glück haben, haben sie eine Vater oder eine väterliche Figur in der
Nähe, die ihnen eine andere Art Männlichkeit nahe bringt."

Donnerwetter! "Nicht mal mehr ein mittelmäßig machohaftes Männerbild!"
Welch wunderbare Alliteration, welche hellsichtige Analyse, welch
unerwartetes Bedauern: Ausgerechnet Heide Oestreich vermisst die Machos
- natürlich nur die "richtigen Machos", nicht die Versandhauskopien mit
Honda Civic oder die gegelten Goldkettchen-Prallos. Wer ist also ein
richtiger Macho? "Schrödermäßig" bringt's auch nicht mehr, weil nicht
"vorbildhaft": Himmel, was schreibt diese Frau für ein Deutsch!
Wahrscheinlich soll das trendy und cool sein, dabei bleibt's aber pupsig
und flach. Also welchen Macho will Frau Oestreich? Jedenfalls keine
"Gewalt in allen Varianten", auch das ist klar. Ebenso klar ist damit,
dass genau das das gemeine Mannsbild heute kennzeichnet, oder?
Wahrscheinlich ist für Oetzi, Verzeihung: Oesty schon unsere polemische
Form der Auseinandersetzung nichts als schiere Gewalt. Wir reihen uns
gerne neben den Rappern ein (was auch immer diese Frau O. angetan haben
mögen...) Nur ein Junge, der Glück hat, hat den richtigen Vater. Und
wenn die Mutter kein Arschloch ist, darf er diesen Vater auch sehen -
oder wie war das "in der Nähe" im letzten Satz gemeint?

"Dass man mit einer Quote komplexe gesellschaftliche Probleme nicht
löst, kann man an diversen Frauenquoten in Parteien und anderen Ämtern
sehen." Schau einer an. Da haben wir jetzt jede Menge Mandatsträgerinnen
- etwa in der SPD und bei den Grünen - und die Politik bleibt im Großen
und Ganzen S.O.B. (=same old bullshit). Manche meinen sogar, sie wäre
noch schlechter geworden. Das "moderne" Scheidungsrecht, das aus Männern
endgültig Wirtstiere machte, wurde von der sozialliberalen Koalition
schließlich lange vor dem ersten Auftreten der Quotentussi
verabschiedet. Tatsächlich, da hat Frau Oestreich mal Recht: Die Quote
hat kein einziges Problem gelöst!

Trotzdem fände Oesty es gar nicht sooo schlecht, wenn es jetzt auch
wenigstens an EINER Stelle eine Männerquote gäbe: "Nebenbei würde die
Männerquote Schluss machen mit dem Mythos von der Quote als
Frauenprivileg: Mit den ersten Quotenmännern würde das Weinen über
Quotenfrauen, die einem die Stelle wegschnappen, wohl ziemlich schnell
enden." Na das könnte den Damen so passen, wie? Ihr selektives
Quotenverständnis kennen wir inzwischen zur Genüge: Wo's konveniert,
wird quotiert. Aber wo die Arbeit unangenehm ist, haben sie von einer
Quote noch nie was gehört. Und wieso das ein Mythos sein soll, lässt
sich auch schwer begreifen, denn das wäre die Frauenquote eigentlich nur
dann, wenn es längst, aber unbemerkt auch eine für Männer gäbe. Was
Oesty sicherlich nicht lange anstehen wird zu behaupten!

Übrigens: In Bild am Sonntag verlangte die hessische Kultusministerin
Karin Wolff (CDU) sogar einen 50-prozentigen Anteil männlicher Kräfte im
Erzieherberuf und an den Grundschulen. Sie führte die schlechten
Ergebnisse der Pisa-Studie unter anderem darauf zurück, dass die Jungen
wegen des unausgewogenen Verhältnisses von weiblichen und männlichen
Lehrkräften "in der Schulbildung dramatisch hinter die Mädchen
zurückfallen".
http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/berufstudium/artikel/772/18754/

In Hamburg wurden schon nach wenigen Tagen erste Konsequenzen
diskutiert, die - endlich, endlich - mal in eine richtige Richtung
weisen: "Hamburgs Bildungssenator Rudolf Lange (FDP) will Jungen in den
Schulen noch stärker fördern. Vor allem an Haupt- und Grundschulen
sollen die Inhalte des Unterrichts deutlicher deren Interessen
berücksichtigen.(...) ,Wir legen Wert darauf, dass sich die Qualität des
Unterrichts von Lehrerinnen und Lehrern so entwickelt, dass die Jungen
mit ihren Problemen besonders unterstützt und ernst genommen werden',
sagte Lange." http://www.abendblatt.de./daten/2003/09/30/213736.html
Das "besonders" braucht's gar nicht, man sollte ihnen einfach nur
Aufmerksamkeit widmen und von ihnen nicht erwarten, dass sie immer so
"artig" und liebreizend sind wie (ohne jeden Zweifel) die Mädels.
(Vielleicht erklärt die Tatsache, dass 75 Prozent der
RoteMännerRedaktion Väter von Töchtern sind, diesen Satz...)

In Erinnerung an unsere eigene Kindheit kamen wir in der Redaktion
übrigens überein, dass unsere Grund- (damals "Volks";-) schullehrerinnen
zwar nicht gerade zum Verlieben waren. Aber diesem Kommentar von "n-tv"
konnten wir dennoch nur bedauernd zustimmen: "Wenn ich an meine
männlichen Lehrer denke, würde ich nicht wollen, dass sich mein Sohn an
auch nur einem dieser alten Knochen orientiert."
http://www.n-tv.de/3186222.html Wir immerhin hoffen, dass die
seltsamen männlichen Rollenfixierungen der 60er Jahre auch bei den
Lehrern - und hoffentlich gerade da! - heute keine Chancen mehr haben.
Das ist doch klar, kämpft doch das RoteMännerInfo an der intellektuellen
Satirefront schon seit zwei Jahren darum, dass auch die letzten
Dinosaurietten ihre kruden Fixierungen aus dieser Zeit endlich mal ad
acta legen und lernen, finanziell für sich selbst zu sorgen.

Wir bringen dann auch gerne den Müll runter.

***********************************************************

Richtig Wellen geschlagen hat in den letzten Wochen die Meldung, dass
man in Hamburg und Köln "Männergärten" eingerichtet hat, in denen
einkauftswütige Frauen am Samstag ihre quengeligen Männer abgeben
können. Diese werden mit einer warmen Malzeit, zwei Bier, jeder Menge
Spielen, Herrenzeitschriften und freundlichen Betreuerinnen versorgt.
Und weil das Ganze nur 10 Euro kostet, haben die Männergärtnerinnen
vermutlich wirklich nur seriöse erwachsenenpädagogische Aufgaben zu
erfüllen. Neben "Spiegel", "n-tv", "Hamburger Abendblatt" und vielen
anderen berichtete darüber am witzigsten die "Süddeutsche":
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/128/19109/
Aufregen mochten wir uns über diese Idee eigentlich nicht. Nur wundern.
Warum können diese Tussies ihre Mackers nicht einfach zuhause und in
Frieden lassen, wenn sie ohnehin nichts mit ihnen anfangen können,
während sie ihr Geld ausgeben? Vielleicht würden ihnen die Jungs zuhause
endlich mal den Kleiderschrank ausmisten.

Eigentlich eher seltsam, dass innerstädtische Kneipenpächter noch nicht
von sich aus offensiv auf diese Kundengruppe der genervten
Einkaufsbegleiter zugegangen sind: Eine Kneipe, ein bisschen Animation,
ein paar gute Ideen, und plötzlich brummt der ehedem dümpelnde Laden.
Hat hier etwa das Konzept der "Ich-AG" erste Früchte getragen?

Allerdings werdet ihr im Männergarten auch in Zukunft vergeblich nach
RotenMänner suchen, weil bei uns am Sonnabend die Redaktionssitzung fast
nahtlos in die Bundesliga übergeht. Samstags gehört Papi sich selbst!

Au reservoir!
Euer RedManAlex
(14.10.03)

________________________________________________

Wenn du das RoteMännerInfo nicht mehr beziehen willst, reicht eine kurze
Mitteilung an [redaktion@rotemaenner.de] Wenn du es über Dritte
kennengelernt hast und direkt beziehen möchtest, ebenfalls. Die
Mitteilung sollte so unzweideutig sein wie die Positionen der
RotenMänner und ihrer Unterstützer/innen! Wir sind politisch links und
liberal, wir stehen für eine soziale und ökologische Politik und kämpfen
dafür, dass diese nicht durch einen Vulgärfeminismus diskreditiert und
beeinträchtigt wird, wie er in allen relevanten linken Parteien
inzwischen starke Positionen erobert hat. Beiträge, Anregungen, Hinweise
und Feedback zu bzw. auf die RoteMännerInfos sind willkommen. Die
Weitergabe dieses Infos an Interessierte ist erlaubt und erwünscht unter
Angabe der Quelle. Lest auch das RoteMännerManifest, das ihr - ebenso
wie die Infos - unter http://www.rotemaenner.de findet! Schließlich
findet ihr die Infos regelmäßig auch in Monis Forum
http://www.f27.parsimony.net/forum66387/ sowie in Tommys Forum
http://f27.parsimony.net/forum66375/


gesamter Thread:

 

powered by my little forum