Frauenhäuser in Gefahr
Während man als Männerrechtler froh sein darf, wenn überhaupt mal eine Zeitung über die Benachteiligung von Männern schreibt, gibt so gut wie jedes Lokalblatt detailliert die Klagen der Mitarbeiterinnen örtlicher Frauenhäuser wider, die - etwa in Nordrhein-Westfalen und Hessen - unter den Sparprogrammen der Landesregierungen leiden.
So auch beim Frauenhaus in Witten, dem die WAZ einen Artikel mit dem reißerischen Titel "Beim Abbau von Hilfen sind Frauen erste Opfer" widmet (siehe Link).
Und warum schlägt der Verein "Frauen helfen Frauen" Alarm? Der Beitrag verrät es uns: "Aus dem NRW-Frauenministerium kam jetzt diese Einspar-Ankündigung: eine Stelle weniger im Frauenhaus (drei statt vier), eine halbe Personalstelle weniger für die Arbeit mit Frauen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, in der Wittener Beratung (1,5 statt zwei)."
Wegen anderthalb Personalstellen also solch ein Geschrei! Nicht zu fassen.
Inzwischen spricht es sich überall rum, dass Männer die Hauptbetroffenen von häuslicher Gewalt sind. Doch Hilfe und Beratung dürfen sie so gut wie nirgends erwarten, die Geldhähne von Ländern und Gemeinden, vom Bund ganz zu schweigen, sind niemals überhaupt aufgedreht worden für geprügelte Männer. Die müssen sich selber helfen - oder weiter leiden.
Wenn Frauen dagegen die Gefahr droht, sich selber helfen zu müssen, weil es nicht mehr so viele Beratungs- und Hilfsangebote gibt, jammert das wahrhaft schwache Geschlecht sogar schon dann, wenn gerade mal anderthalb Stellen abgebaut werden müssen, die Einrichtung als solches aber bestehen bleiben kann.
Es ist einfach nur unglaublich.
Re: Frauenhäuser in Gefahr
Als Antwort auf: Frauenhäuser in Gefahr von Frank am 10. Oktober 2003 18:27:24:
Der olle Kaiser Friedrich hat mal gesagt: Lerne leiden ohne zu klagen
In unseren feministischen Zeiten heißt es: Lerne klagen ohne zu leiden.
Re: Frauenhäuser in Gefahr und überall wird jetzt gejammert
Als Antwort auf: Frauenhäuser in Gefahr von Frank am 10. Oktober 2003 18:27:24:
Trotz Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes am 1. Januar 2001 ist angeblich die Zahl der Frauenhaus-Bewohnerinnen z.B. in Hamburg konstant geblieben! Entweder funktioniert das Gewaltschutzgesetz nicht oder die Frauenhäuser werden oder wurden schon immer auch für andere Interessen missbraucht?
meint Joachim
Hier wird gejammert...
http://www.ngz-online.de/ngz/news/neuss/2003-1011/frauenhaus.html
Re: Nachtrag!
Als Antwort auf: Re: Frauenhäuser in Gefahr und überall wird jetzt gejammert von Joachim am 11. Oktober 2003 08:31:10:
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass manche Frauen sich wünschen, dass das Gewaltschutzgesetz wieder verschwinden muss und die jährlichen Gelder für Frauenhäuser stabil oder weiter steigen soll.
fühlt Joachim
Re: Nachtrag!
Als Antwort auf: Re: Nachtrag! von Joachim am 11. Oktober 2003 08:58:00:
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass manche Frauen sich wünschen, dass das Gewaltschutzgesetz wieder verschwinden muss und die jährlichen Gelder für Frauenhäuser stabil oder weiter steigen soll.
Ich hab mir auch schon gedacht, daß die da ganz schön reingefallen sind. Vor dem Hintergrund leerer Kassen nimmt ihnen das Gewaltschutzgesetz ein großes und wichtiges Argument.
Vielleicht ist das Gewaltschutzgesetz aber auch eine Chance für Männer:
Verweisungen aus der Wohnung sind offiziell, d.h. auch verwiesene Frauen werden hier berücksichtigt und finden sich in Zahlen wieder.
Frauenhäuser konnten leerstehen und niemand hats gewußt. Betroffene Männer sitzen im Hotel, wenn sie aus der Wohnung flüchten mußten. Ihre Zahlen konnten gar nicht erfaßt werden.
Re: Nachtrag!
Als Antwort auf: Re: Nachtrag! von Odin am 11. Oktober 2003 11:49:10:
Stimmt, der Druck auf die Frauenhäuser wird immer größer, das neue Gewaltschutzgesetz wird ja nun zeigen ob jährlich 45000 Männer aus der gemeinsamen Wohnung rausgeworfen wurden, denn pauschal flüchten ja angeblich jährlich 45000 Frauen in die Frauenhäuser vor den bösen, bösen Männer und das dürfte ja mit dem neuen Gewaltschutzgesetz nicht mehr der Fall sein!
meint Joachim