Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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typisches Jammern einer Frau

Der Eman(n)ze, Friday, 10.10.2003, 15:09 (vor 8154 Tagen)

Bei http://f50.parsimony.net/forum202605/ antwortete mir eine Frau nach folgendem bewährten Jammer-Schema:

"die Mißstände und Unterschiede könnten wir hier bis ins Unendliche ausbauen...

Zum Beispiel war ich 10 Jahre lang alleinerziehend mit 30 Stunden-Job und täglich dem Spagat zwischen berufstätigkeit und Kindererziehung. Karriere zu machen, war da nicht drin (obwohl mir das angetragen wurde), weil das Kind wichtiger war. Soweit so gut. Der Vater hat Karriere gemacht und allein das doppelte Nett-Gehalt zur Verfügung (nach Abzug des Kindesunterhalts!), als ich zu zweit mit meinem Kind. Diese Umstände wirken sich auch ganz drastisch auf die spätere Rente aus.

Und nicht nur das. Der Vater beschloß, das fast erwachsene Kind zu sich zu nehmen, um sich den Unterhalt zu sparen UND DARÜBERHINAUS! von MIR Unterhalt zu kassieren. Hätte ich den vollen Mindestsatz begleichen müssen, wäre ich UNTER Sozialhilfe-Niveau gesunken, obwohl immer beruftstätig und doppelt belastet. Das ist unsere Deutsche Gesetzsprechung (von Männern gemacht).

Kindererziehung hat in Deutschland einen äußerst geringen Stellenwert, da nicht als Beruf anerkannt.

Viele Grüße"

...von mir kommentiert

Der Eman(n)ze, Friday, 10.10.2003, 16:03 (vor 8154 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: typisches Jammern einer Frau von Der Eman(n)ze am 10. Oktober 2003 12:09:11:

Zum Beispiel war ich 10 Jahre lang alleinerziehend mit 30 Stunden-Job und täglich dem Spagat zwischen berufstätigkeit und Kindererziehung. Karriere zu machen, war da nicht drin (obwohl mir das angetragen wurde), weil das Kind wichtiger war.

Über was beschwerst Du Dich eigentlich? Das Sorgerecht zu bekommen (mit all den Konsequenzen) war höchstwahrscheinlich DEINE Entscheidung. Mütter haben ja in Deutschland ein nahezu unantastbares Entscheidungsmonopol bzgl. Sorgerecht.
Wenn Du mit Kindergeld + Unterhalt nicht zurechtgekommen bist, hättest Du wohl mal Deinen Lebensstandard überprüfen müssen.
Falls Du auf einen hohen Lebensstandard nicht hättest verzichten können, hätte die Möglichkeit eine Ganztagsbetreuung für Dein Kind bestanden. So hättest Du trotzdem Karriere machen können.

Soweit so gut. Der Vater hat Karriere gemacht und allein das doppelte Nett-Gehalt zur Verfügung (nach Abzug des Kindesunterhalts!), als ich zu zweit mit meinem Kind. Diese Umstände wirken sich auch ganz drastisch auf die spätere Rente aus.

Wo ist Dein Problem? Soll der Mann die Hälfte seines Einkommens abgeben? Oder 3/4? Laut GG hat jeder das Recht auf freie Entfaltung. Wer das Sorgerecht hat, hat jedoch auch direkte Pflichten gegenüber dem Kind. Daß diese Pflichten Deinem Karrierestreben im Wege stehen, hättest Du Dir eher überlegen müssen.
Warum wirfst Du dem Mann vor, Karriere gemacht zu haben? Bist Du schon mal auf die Idee gekommen, daß es für den Mann auch ein Leben NACH Eurer Beziehung gibt? Daß es nicht seine moralische Lebensaufgabe ist, für DEIN Wohl zu sorgen, sondern ausschließlich für das Wohl des KINDES?
Außerdem hättest Du Dir auch eine/n neue/n Lebenspartner/in suchen können, die entweder neuer Hauptverdiener gewesen wäre oder die Betreuung des Kindes übernommen hätte. So hättest Du auch Deinen persönlichen Lebensstandard erhöhen können. Den Ex-Partner für den persönlichen Lebensstandard verantwortlich zu machen, halte ich für absurd! Menschen, die KEINE Lebenszeit miteinander verbringen, können sich auch nicht den Lebensstandard teilen!

Und nicht nur das. Der Vater beschloß, das fast erwachsene Kind zu sich zu nehmen,

Du redest hier von einem fast erwachsenen Kind, nicht von einem Möbelstück! Der freie Wille des Kindes spielt ja wohl auch eine Rolle! Das Kind WOLLTE höchstwahrscheinlich auch zu ihm.

um sich den Unterhalt zu sparen UND DARÜBERHINAUS! von MIR Unterhalt zu kassieren.

Was soll diese absurde Unterstellung? Genauso, wie DU vorher von IHM kassiert hast, kassiert ER jetzt von DIR. Der Unterhalt dient dem Wohl des Kindes - nicht mehr und nicht weniger. Was willst Du damit also sagen? ER hat jetzt die Belastung durch das Kind, er muß es versorgen, er hat die Verantwortung. Gestehst Du Deinem Kind jetzt keinen Unterhalt mehr zu, weil es bei seinem Vater lebt? Oder unterstellt Du dem Vater, daß er sich den Unterhalt in die eigene Tasche steckt?

Hätte ich den vollen Mindestsatz begleichen müssen, wäre ich UNTER Sozialhilfe-Niveau gesunken, obwohl immer beruftstätig und doppelt belastet.

HÄTTE. In der Praxis also nicht möglich.

Das ist unsere Deutsche Gesetzsprechung (von Männern gemacht).

Ist der Posten des Familienministers von einem Mann besetzt? Kein weiterer Kommentar.

Kindererziehung hat in Deutschland einen äußerst geringen Stellenwert, da nicht als Beruf anerkannt.

Warum hast Du nicht vom gemeinsamen Sorgerecht Gebrauch gemacht? Falls er das Kind genommen hätte, hättest Du auch ihm das Sorgerecht übertragen können. Dann hätte Deiner Karriere nichts mehr im Wege gestanden.

Und noch eine Anmerkung: Kindererziehung darf man nicht nur vom finanziellen Aspekt her sehen! Von seien Kindern bekommt man als Elternteil später auch immer etwas zurück. Ich rede vom ideellen Wert, nicht vom materialistischen.

Ich stimme Dir dahingehend zu, daß man "Kindererziehung" auch als eine Art Einzahlung in die Rentenkasse berücksichtigen sollte, wenn im Gegenzug die finanzielle Einzahlung relativ gering war. Daß dies nicht so ist, ist jedoch kein Verschulden deines Ex!

Viele Grüße

Re: ...von mir kommentiert

Odin, Friday, 10.10.2003, 23:34 (vor 8153 Tagen) @ Der Eman(n)ze

Als Antwort auf: ...von mir kommentiert von Der Eman(n)ze am 10. Oktober 2003 13:03:25:

Kindererziehung hat in Deutschland einen äußerst geringen Stellenwert, da nicht als Beruf anerkannt.

Kindererziehung IST als Beruf anerkannt, sag ihr mal das :-)
Ich lebe schließlich davon.

Alles in allem scheint die Dame jetzt mitzukriegen, daß man ganz schön löhnen muß, wenn das Kind beim Partner lebt. Du hättest sie auch fragen können, ob sie überhaupt Unterhalt ZAHLT. Das klang nämlich ziemlich vage und ich würde eher vermuten (und die Statistik spricht da eine klare Sprache), daß sie zu den Müttern gehört, die zwar gerne kassieren und für alles mutmaßlich schlechte einen Schuldigen suchen und einen, der ihre Lasten trägt, aber keineswegs bereit sind zu zahlen. Eigentlich hat nur noch eins bei ihr gefehlt: Der Verweis auf die armen Frauen in Afghanistan und wie sehr die deutschen Männer für deren Elend stellvertretend an deutsche Frauen zahlen müßten :-)

Jammerfrau schlug zurück ;-) siehe...

Der Eman(n)ze, Monday, 13.10.2003, 20:14 (vor 8151 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: ...von mir kommentiert von Odin am 10. Oktober 2003 20:34:27:

http://f50.parsimony.net/forum202605/

(Ich hab grad kein Bock, da weiterzumachen...sorry. Also für alle, die Lust haben, sich zu streiten ;-)

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