Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kommentar zum Girls'Day

Der Eman(n)ze, Tuesday, 07.10.2003, 23:40 (vor 8156 Tagen)

Vorläufiger Höhepunkt in der praktizierten Männerdiskriminierung ist der Girls'Day.
Einer Apartheit gleich, werden hier junge Männer aufgrund ihres Geschlechtes von einem Förderprogramm ausgeschlossen, mit der fadenscheinigen Begründung, daß die Quoten in einigen (technischen) Berufen nicht stimmen.

Welche Quoten? Mit welchem Recht und mit welcher rationalen Begründung kann überhaupt irgendjemand eine geschlechstspezifische Quote festlegen? Heutzutage ist die berufliche Chancengleichheit doch längst Realität! Wenn in einigen technischen Berufen Frauen in der Minderheit sind, dann lag es an den freien Berufsentscheidungen der Frauen und nicht an irgendeiner Unterdrückung! Laßt die Frauen doch einfach das machen, wozu sie Lust haben! Wenn sich eine Frau für Maschinenbau interessiert, wird sie auch ohne Girl's Day dort einsteigen!

Wenn es wenigstens einen äquivalenten Boy's Day gäbe, der auch junge Männer den untypischen Berufsfeldern wie Heil-und Pflegeberufe näherbringt! Aber dann bitteschön sollen den Mädels auch "unbequeme/uncoole" Berufe wie "Müllfahrer" vorgestellt werden.

Wie dem auch sei, dieses ganze Quotengeplane halte ich für lächerlich. Es entstammt dem zutiefst feministisch-dogmatischen Gleichmacherprinzip und leugnet, daß es zwischen den Geschlechtern eben tendenzielle Interessenunterschiede aufgrund der genetischen Prägung gibt. Aufgrund dieser (verleugneten) Interessenunterschiede ist jedoch keines der beiden Geschlechter besser oder schlechter. Und es gibt auf beiden Seiten Leute, die _aus eigenem Interesse_ (ohne Day) einen geschlechts-untypischen Beruf wählen und dort erfolgreich sind.

Bezeichnend für die feministisch-dogmatische Verfilzung des ganzen Bildungs- und Erziehungswesens ist, daß heute immer mehr Fördermittel der seperaten Mädchenförderung zugute kommen. Eine äquivalente seperate Jungenförderung gibt es praktisch gar nicht.

Dies steht im krassen Gegensatz zur Realität, die auch die PISA-Studie zutage brachte: In den letzten Jahren wurden mehr und mehr die Jungen zum Schlußlicht der Nation. Die einseitige feninistisch-dogmatische Mädchenförderung hat dazu mit Sicherheit beigetragen.

Gruß

Der Maskulist


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