Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Testballon

Pioneer, Saturday, 04.10.2003, 18:02 (vor 8160 Tagen) @ Pioneer

Als Antwort auf: Das hätte ich nicht erwartet! (Telepolisartikel) von Pioneer am 04. Oktober 2003 13:48:15:

Ich habe einen Beitrag auf den Artikel gepostet. Vielleicht gibt es ja Reaktionen, aus denen geschlossen werden kann, wie geeignet diese Plattform für unsere Anliegen ist.

Grüße

Pioneer
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Hier der Beitrag:

Erschreckend einseitig oder "Sind Frauen bessere Menschen?"

Dieser Artikel macht eines sehr deutlich: dass Frauen in unseren Medien und in unserer Gesellschaft bereits eine sehr große Lobby besitzen. Sie ist so groß, dass reale Bezüge bei der Beurteilung eines Sachverhaltes verloren gehen.

Wer die Dinge in einen realen Kontext zu stellen weiß, wird sehr schnell feststellen, dass die größte Gruppe der Leidtragenden in Afghanistan diejenigen sind, die nicht nur unterdrückt oder misshandelt werden, sondern ganz einfach in kriegerischen Auseinandersetzungen zu tausenden ihr Leben verlieren.

Keine Frau wird dazu gezwungen, mit dem Gewehr in der Hand einem teilweise übermächtigen Feind gegenüberzutreten und in den Tod zu laufen. Männer tun dies sicher nicht alle freiwillig und haben wohl kaum Spaß daran. Sie haben auch keine andere Wahl in einem totalitären System, dass alle Menschen - also Frauen und MÄNNER unterdrückt.

Was für einen Schluss sollte Mann aus so einem Artikel/Buch ziehen?

Wenn es selbstverständlich erscheint, dass Männer im Krieg zu sterben haben, dass Männer von einer kleinen herrschenden Riege (zugeben: vorwiegend Männer) unterdrückt und ihrer Freiheit beraubt werden, wenn also die Not und der Tod von tausenden so belanglos ist, dass das nicht erwähnt werden muss, was kann das anderes aussagen, als dass Frauen wertvollere Menschen sind als Männer? Auf eine Vertiefung dieses Gedanken möchte ich bewusst verzichten.

Leid lässt sich nicht gegeneinander aufrechnen. Da wo es besteht, kann es durch keinen Vergleich und keine Argumentation gemindert werden. Es ist und bleibt Leid, das ganz unabhängig vom Geschlecht zu bedauern ist. Insofern sollte das Schicksal aller Leidtragenden, besonders derer, die nicht mehr gehört werden können, weil sie tot sind, auf faire Weise Erwähnung finden. Es darf nicht sein, dass das Leid einer Gruppe aus welchen Gründen auch immer höher gewichtet wird als das einer anderen.

Arguson

Nachtrag:

Wem die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema „Mann und Frau“ nicht zu riskant ist, und wer vor einer offenen, umfangreichen, aber auch sehr erschreckenden Beweisschrift über die reale Situationen von Mann und Frau interessiert ist, sollte sich über dieses Buch näher informieren: „Sind Frauen bessere Menschen? Plädoyer für einen selbstbewussten Mann.“ Arne Hoffmann


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