Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Immer mehr Frauen sind in Not

AJM, Friday, 03.10.2003, 12:05 (vor 8161 Tagen)

Headline des Weser-Reports vom 01.10.2003:

Immer mehr Frauen sind in Not
Diakonie erkennt wachsende Armut auf Bremens Straßen/Neuer Zufluchtsort entsteht

Hinter weißen Mauern entsteht in einer Nebenstraße in der Innenstadt ein Zufluchtsort namens "Frauenzimmer". Das 26.000 Euro teure Projekt ist eine Antwort der Diakonie auf die steigende Zahl hilfebedürftiger Frauen, die obadachlos sind, in Billighotels oder Notunterkünften schlafen. Laut Sozialressort gibt es in Bremen etwa 300 Obdachlose, Tendenz steigend. Wie viele davon Frauen sind, konnte ein Ressortsprecher gestern nicht sagen. Diese Zahl benötigen die Initiatoren nicht, um den Ernst der Lage zu erkennen. (........) Das Problem sei der Gesellschaft kaum bekannt, so Heidi Mergner, Hausleiterin für Frauenwohnangebote. Berthold Reetz, Bereichsleiter des Sozialtentrums: "Weil Frauen offenbar keine Lobby haben. Sie gehen selten betteln. Ihre Not erschließt sich deshalb nicht den Außenstehenden." Beide sehen das Frauenzimmer als Ergänzung zum Angebot sowohl zum Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt. "Zu uns kommen diejenigen, die nicht primär von ihrem Mann geschlagen werden", beschreibt Heidi Mergner. Zur Zielgruppe zählen Alkohol- und Drogensüchtige ebenso wie Menschen mit psychischen Problemen. Sie sollen dort tagsüber Duschen, Essen, Fernsehen und Telefonieren können, Beratung und Kleidung erhalten, eine Postadresse udn Scjließfächer bekommen und ein eigenes Konto nutzen können. (.....)

Soweit das Gröbste aus dem Artikel. Der Brüller schlechthin ist ja wohl der Satz, daß Frauen keine Lobby hätten. Ich weiß ja nicht, wie über ein solches Projekt in der Öffentlichkeit berichtet werden würde, wenn es um ein Männerzimmer gehen würde? Und unterschwellig wird wieder berichtet, daß Frauen von Männern geschlagen werden. Den umgekehrten Fall gibt es laut PC nicht. Auch eine genau Zahl wirklich hilfebedürftiger Frauen ist nicht notwendig, das klischeebehaftete Vorurteil, daß Frauen immer Opfer sind, reicht aus, € 26.000,-- zu verpulvern (welche übrigens noch nicht zusammen sind. Es werden noch € 12.000,-- an Spenden erhofft. Die bbisherige Resonanz war aber dürftig)

Über das Stadium des Kopfschüttelns bin ich bei solchen Artikeln längst hinaus.

Gruß

Andreas


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