Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Es tut sich was

MeckMax, Sunday, 28.09.2003, 19:01 (vor 8166 Tagen)

Pisa hat es gezeigt, die Minister wollen handeln.

Kultusminister schlagen Alarm

Lehrerinnen machen Schüler dumm

Von BERNHARD KELLNER
Besorgt: Die CDU-Kultusminister Annette Schavan (48) ...
Erst die Pisa-Studie, jetzt der nächste Bildungs-Schock: Jungen schneiden in der Schule verglichen mit Mädchen immer schlechter ab. Grund laut Landeskultusministern: An deutschen Schulen unterrichten zu viele Lehrerinnen!

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Die Orginalmeldung dazu

Odin, Sunday, 28.09.2003, 20:02 (vor 8166 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Es tut sich was von MeckMax am 28. September 2003 16:01:50:

Sonntag 28. September 2003, 10:31 Uhr
Kultusminister beklagen Verweiblichung des Schulbetriebs
Hamburg (AP) Mehrere Kultusminister haben den hohen Anteil weiblicher
Lehrkräfte an den deutschen Schulen beklagt und sogar eine Männerquote ins
Gespräch gebracht. Jungen hätten es sehr viel schwerer, die
Lernanforderungen zu erfüllen, «weil sich der Schulbetrieb feminisiert hat»,
sagte der niedersächsische Schulminister Bernd Busemann der «Bild am
Sonntag». Nach den Worten des CDU-Politikers beträgt der Anteil von
Lehrerinnen mittlerweile 70 bis 80 Prozent. Dies führe dazu, dass Jungen
keine Chance Anzeige hätten, «sich an männlichen Rollenvorbildern zu
orientieren».

Auch die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan bezeichnete
die Verweiblichung des Bildungsbetriebs als Problem. Dies schade den Jungen,
weil sie es zu Hause mit der Mutter und in der Schule mit der Lehrerin zu
tun hätten. «Das wirkt sich negativ auf die Motivation der Jungen aus»,
zitierte das Blatt die CDU-Politikerin. Busemann und Schavan forderten
deshalb dringend eine Anhebung des Männeranteils an den Schulen. «Am besten
wäre eine Männerquote», sagte Busemann. Schavan regte an, dass an den
Grundschulen mindestens 30 Prozent der Lehrkräfte männlich sein sollten.

Ebenfalls in «Bild am Sonntag» verlangte die hessische Kultusministerin
Karin Wolff (CDU) sogar einen 50-prozentigen Anteil männlicher Kräfte im
Erzieherberuf und an den Grundschulen. Sie führte die schlechten Ergebnisse
der Pisa-Studie unter anderem darauf zurück, dass die Jungen wegen des
unausgewogenen Verhältnisses von weiblichen und männlichen Lehrkräften «in
der Schulbildung dramatisch hinter die Mädchen zurückfallen».

Re: Die Orginalmeldung dazu

Advocatus Feminae, Sunday, 28.09.2003, 21:04 (vor 8166 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Die Orginalmeldung dazu von Odin am 28. September 2003 17:02:52:

Dies führe dazu, dass Jungen
keine Chance Anzeige hätten, «sich an männlichen Rollenvorbildern zu
orientieren».

Richtig und hier auch schon diskutiert.

Von einer Quote halte ich aber nichts, das Umdenken muss bei den (männlichen) Lehramtsstudenten stattfinden. Wie viele von denen wären denn bereit, an eine Grundschule zu gehen ?

Es fängt schon im Kindergarten an. Da braucht man Erzieher und nicht nur Erzieherinnen.

Re: Die Orginalmeldung dazu

Odin, Monday, 29.09.2003, 00:04 (vor 8165 Tagen) @ Advocatus Feminae

Als Antwort auf: Re: Die Orginalmeldung dazu von Advocatus Feminae am 28. September 2003 18:04:06:

Dies führe dazu, dass Jungen
keine Chance Anzeige hätten, «sich an männlichen Rollenvorbildern zu
orientieren».

Richtig und hier auch schon diskutiert.

In dieser Deutlichkeit von Politikern angesprochen hat mich das doch ganz schön überrascht. Das wäre schon ein Grund zum feiern.

Von einer Quote halte ich aber nichts, das Umdenken muss bei den (männlichen) Lehramtsstudenten stattfinden. Wie viele von denen wären denn bereit, an eine Grundschule zu gehen ?

Ich bin kein so deutlicher Quotenfeind, wenn es nicht übertrieben wird, also z.B. dazu führt, daß ein schlechterer Bewerber einer guten Bewerberin vorgezogen wird. Auch von politisch verordneten Quoten halte ich überhaupt nichts. In kleineren Rahmen werden Quoten aber immer schon praktiziert. Du mußt ja in deinem Betrieb schauen, daß ein ausgewogenes Verhältnis untereinander besteht (nicht zuviele jüngere, nicht zuviele ältere, wieviele Behinderte verkraftet mein Betrieb, kein Mann in einem Frauenbüro, keine Frau in ein reines Männerbüro, dort nur ein Nichtraucher, da nur Raucher usw.)

Trotzdem wäre erstmal der wichtigste Schritt, Männer in diesem Bereich zu fördern und ein Bewußtsein zu schaffen, daß Männer auch (gute) Erzieher werden können. Dies könnte man durch einen boys-day z.B. gut erreichen. Man muß den Männern schon sagen, daß sie gebraucht werden, sonst kommen sie nämlich nicht. Das war schon immer so.

Re: Die Orginalmeldung dazu

Frank, Monday, 29.09.2003, 15:51 (vor 8165 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Die Orginalmeldung dazu von Odin am 28. September 2003 21:04:57:

Hallo Odin,

nichts gegen einen Boy's Day. Das Problem ist nur, dass mindestens 10 Jahre vergehen, bis die Boys mit Ausbildung/Studium fertig sind. Das Problem existiert aber schon jetzt, und wenn schon die Politiker gemerkt haben, was Sache ist, verdeutlicht das, wie dringend es mittlerweile ist.
Deswegen halte ich es für angebracht, darüber nachzudenken, wie man die heute schon erwachsenen Männer dazu bringen kann, sich auf Grundschullehrer oder Erzieher umschulen zu lassen. Arbeitslose gibt's genug. Hier in Nordrhein-Westfalen ist man auch schon dazu übergegangen, den Lehrermangel vor allem an Haupt- und Berufsschulen dadurch zu mildern, dass man Seiteneinsteigern ohne Pädagogikstudium, aber mit Praxis- und Lebenserfahrung die Lehrertätigkeit ermöglicht. Und das sogar mit einigem Erfolg.
Ich weiß allerdings nicht, ob die Stellenknappheit im Kindergarten- und Grundschulbereich ähnlich ausgeprägt ist wie bei den weiterführenden Schulen. Wahrscheinlich gibt es im Primärbereich kaum Nachwuchssorgen und daher genug Frauen, die die freiwerdenden Stellen besetzen können. Und wenn man dann ausgerechnet Männern den Vorzug gibt, wird es todsicher ein Riesengejammer von Berufs-Frauenförderinnen geben.
Es wird also alles nicht so einfach sein...

Gruß
Frank

Re: Es tut sich was

Norbert, Monday, 29.09.2003, 18:59 (vor 8165 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Es tut sich was von MeckMax am 28. September 2003 16:01:50:

Pisa hat es gezeigt, die Minister wollen handeln.
Kultusminister schlagen Alarm
Lehrerinnen machen Schüler dumm
Von BERNHARD KELLNER
Besorgt: Die CDU-Kultusminister Annette Schavan (48) ...
Erst die Pisa-Studie, jetzt der nächste Bildungs-Schock: Jungen schneiden in der Schule verglichen mit Mädchen immer schlechter ab. Grund laut Landeskultusministern: An deutschen Schulen unterrichten zu viele Lehrerinnen!
Der ganze Text unter:

Hi
Es ist aber auch schon bezeichnend, daß eine Fr. Schavan(CDU) eine Männerquote von 30% wünscht.
Nun, dies wäre mancherorts bei aktuell 20% immerhin die Hälfte mehr.

Allerdings wollen einige Minister schon die 50%.
Woher eine Verdopplung der männlichen Lehrer kommen soll?

Bezeichnend auch die Reaktion von GrünInnen, die es unverschämt finden, dass man nun die Anzahl der Lehrerinnen für PISA (mit)verantwortlich macht.
Nun, wenn den sonst?

Gruß
Norbert

der den Verrenkungen der GrünInnen bzgl. Männerquote belustigt zusieht.

Artikel dazu

Norbert, Monday, 29.09.2003, 19:24 (vor 8165 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Re: Es tut sich was von Norbert am 29. September 2003 15:59:37:

von http://www.spiegel.de/unispiegel

Hervorhebung durch mich.


WEIBLICHER LEHRKÖRPER

Minister fordert Männerquote an Schulen

Seit Jahrzehnten streiten Feministinnen für Frauenquoten, und nun das: Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann fordert feste Quoten für Männer - weil es an den Schulen kaum noch männliche Rollenvorbilder gebe und Mädchen die Jungen längst weit überholt hätten.


Bernd Busemann: "Feminisierter Schulbetrieb"
Mehrere Kultusminister haben den hohen Lehrerinnen-Anteil an den deutschen Schulen beklagt und eine Männerquote ins Gespräch gebracht. "Jungen haben es sehr viel schwerer als Mädchen, weil sich der Schulbetrieb feminisiert hat", sagte Bernd Busemann (CDU) gegenüber der "Bild am Sonntag". Nach Angaben des niedersächsischen Kultusministers liegt der Anteil weiblicher Pädagoginnen mittlerweile bei 70 bis 80 Prozent. Deshalb hätten "Jungen keine Chancen, sich an männlichen Rollenvorbildern zu orientieren".

Busemann forderte: "Wir müssen dringend mehr Männer in den Schuldienst bringen, am besten wäre eine Männerquote." Auch seine Kolleginnen reagierten durchaus nicht ablehnend. So bezeichnete Baden-Württembergs Kultusministerin Annette Schavan die Verweiblichung des Bildungsbetriebes als Problem. Weil kaum mehr ein Mann Grundschullehrer werden wolle, hätten Jungen im Alltag kaum noch männliche Vorbilder: "Zuhause haben sie mit der Mutter zu tun, in der Schule mit der Lehrerin. Das wirkt sich negativ auf die Motivation der Jungen aus." Die CDU-Politikerin hält einen Männeranteil von mindestens 30 Prozent für notwendig.

Die hessische Kultusministerin Karin Wolff plädierte sogar für eine Männerquote von 50 Prozent im Erzieherberuf wie an Grundschulen. Kopfzerbrechen bereiteten ihr die schlechten deutschen Pisa-Ergebnisse, bei denen Schüler klar schlechter abschnitten als Schülerinnen. Nach Auffassung der derzeitigen Präsidentin der Kultusministerkonferenz hat auch das ungleiche Verhältnis von weiblichen und männlichen Lehrkräften dazu geführt, dass Jungen "in der Schulbildung dramatisch hinter den Mädchen zurückfallen". Zudem verlassen sie die Schule deutlich seltener ohne Abschluss.

Auf Busemanns Forderung reagierten die niedersächsischen Grünen mit scharfem Protest. "Das schlechte Abschneiden der Jungen den Lehrerinnen in die Schuhe zu schieben, finde ich ungeheuer", sagte die Grünen-Landesvorsitzende Brigitte Pothmer. Auch sie teile die Ansicht, dass Jungen Vorbilder bräuchten - aber nicht nachvollziehbar sei die Forderung nach einer Quote, die die Union sonst bei Frauen stets ablehne: "Wenn es um eine Männerquote geht, dann spielt plötzlich die Qualifikation keine Rolle mehr", so Pothmer.

Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Baden-Württemberg hält die klare Frauen-Mehrheit an den Schulen für problematisch, eine Männerquote allerdings für realitätsfern. Für den Primarbereich gebe es schlicht nicht genügend männliche Bewerber, sagte VBE-Sprecher Michael Gomolzig am Montag in Stuttgart.

Nach Daten des Statistischen Landesamtes liege der Frauenanteil beim Lehrernachwuchs für Grund- und Hauptschulen bei 85 Prozent, für Sonderschulen bei 82 Prozent. Nach Auffassung Gomolzigs machen Männer um Berufe wie Lehramt an Grundschulen oder Kindergärtner auch deshalb einen großen Bogen, weil es an der Bezahlung und an Aufstiegsmöglichkeiten hapere.

Ich konnte eigentlich keinen Teil kürzen.
Toll, wie die GrünIn Pothmer nun auf einmal etwas von Qualifikation weiß, wenn es nur um Frauenförderung geht auch?
Ein süsser kleiner Stachel im Fleisch der Richtigen!

Als sehr wichtig betrachte ich aber, daß Fr. Wolff zugibt, dass das schlechte Abschneiden männlicher Schüler auf das Übergewicht von Lehrerinnen zurückzuführen ist!

Die Einwendungen von H. Gomolzig sind sicher nicht falsch.
Doch hier liegt es offenbar an den verkrusteten Strukturen.
Und auch dort kann und muß man etwas tun.
Wenn man will.

Gruß
Norbert

weitere Studien

Garp, Monday, 29.09.2003, 23:51 (vor 8165 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Es tut sich was von MeckMax am 28. September 2003 16:01:50:

Hab soeben weiteren Artikel zu der in der Bild am Sonntag zitierten Sozialwissenschaftlerin entdeckt:

"Wissenschaftler wären keine, würden sie sich nicht die Frage stellen: Warum haben Jungen im deutschen Bildungssystem im Vergleich zu Mädchen Nachteile? Eine Antwort lautet: Wegen der Grundschullehrerinnen. Grundschullehrer strukturieren durch Schulempfehlungen die Schullaufbahn ihrer Schüler. Insofern kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu. Je höher, so Dr. Diefenbach, der Anteil weiblicher Grundschullehrer in einem Bundesland sei, desto größer seien die Nachteile von Jungen. Bei einem Anteil von 66,7 Prozent weiblicher Grundschullehrer erreichen in Baden-Württemberg 3,7 Prozent mehr Jungen als Mädchen keinen Hauptschulabschluss und 3,5 Prozent weniger ein Abitur. In Brandenburg sind 93,3 Prozent der Grundschullehrer weiblich: 7,2 Prozent mehr Jungen als Mädchen erreichen keinen Hauptschulabschluss, 12,1 Prozent weniger ein Abitur."

"Das sind dramatische Ergebnisse, wie Dr. Heike Diefenbach, Soziologin von der Universität Leipzig und Autor des bereits zitierten Artikels, sagt: "Da in Deutschland der männliche Lebensverlauf stärker als der weibliche von der schulischen und beruflichen Bildung abhängt und die Möglichkeiten beruflicher Bildung in starkem Maße von der schulischen Bildung abhängen, ist es für Jungen besonders nachteilig, wenn sie keinen Hauptschulabschluss ... erwerben. Ihnen steht - anders als Mädchen - in der Realität kein sozial akzeptierter alternativer Lebensentwurf als ‘Vollzeit-Vater' oder Ehe- und Hausmann zur Verfügung, und selbst dann, wenn dies ein sozial akzeptierter Entwurf wäre, so wäre es in einer Gesellschaft wie der unseren mangels Partnerin unwahrscheinlich, dass er sich verwirklichen lassen würde." Für Jungen ohne Hauptschulabschluss bringt die Zukunft in vielen Fällen den Weg zum Sozialamt und in nicht wenigen den in die Obdachlosig- oder Nichtsesshaftigkeit."

"Ende der politischen Korrektheit

Die letzten Jahrzehnte galt in Deutschland der Gemeinplatz, dass Mädchen und Frauen gegenüber Jungen und Männern Nachteile haben, aber nicht umgekehrt. Nach den Ergebnissen der zitierten Untersuchung ist dieser Gemeinplatz passé. Vielleicht, so hofft Dr. Diefenbach, werde es in Zukunft möglich sein, soziale Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern zu betrachten, ohne dass von vornherein feststehe, welches die Nachteile und welches die Vorteile auf seiner Seite habe und außerdem Fragen zu beantworten, die bislang wegen ideologischer Vorgaben und den Regeln politischer Korrektheit nicht einmal gestellt wurden."

http://www.lans-online.de/jungs.htm

Schön, dass endlich jemand den Mut findet diese Problematik so fundiert und präzise anzusprechen! Und fast noch eindrucksvoller, dass eine Frau sich gegen die politische Korrektheit wendet und Denkverbote so klar artikuliert. Diesen Mut hätte ich mir von mehr männlichen Wissenschaftlern auch erhofft.


Re: Die Orginalmeldung dazu

Odin, Wednesday, 01.10.2003, 03:39 (vor 8163 Tagen) @ Frank

Als Antwort auf: Re: Die Orginalmeldung dazu von Frank am 29. September 2003 12:51:35:

Deswegen halte ich es für angebracht, darüber nachzudenken, wie man die heute schon erwachsenen Männer dazu bringen kann, sich auf Grundschullehrer oder Erzieher umschulen zu lassen. Arbeitslose gibt's genug. Hier in Nordrhein-Westfalen ist man auch schon dazu übergegangen, den Lehrermangel vor allem an Haupt- und Berufsschulen dadurch zu mildern, dass man Seiteneinsteigern ohne Pädagogikstudium, aber mit Praxis- und Lebenserfahrung die Lehrertätigkeit ermöglicht. Und das sogar mit einigem Erfolg.

Davon halte ich ueberhaupt nichts! Ich habe derlei Personen schon selbst genossen: Nicht ausgebildet, aber mit dem vermeintlich "guten Gespruer" fuer Paedagogik ("hab ja selber ein Kind"). Nein danke! Du kannst nicht einem Bauarbeiter ein Paedagogikbuch in die Hand druecken und ihn dann als Erzieher betrachten und auf Kinder loslassen.

Re: Artikel dazu

Odin, Wednesday, 01.10.2003, 15:54 (vor 8163 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Artikel dazu von Norbert am 29. September 2003 16:24:08:

Als sehr wichtig betrachte ich aber, daß Fr. Wolff zugibt, dass das schlechte Abschneiden männlicher Schüler auf das Übergewicht von Lehrerinnen zurückzuführen ist!

Dies liegt aber nicht nur daran, daß Jungs männliche Vorbilder brauchen, sondern IMO auch an der lange praktizierten Kuschelpädagogik. Gerade Jungs sind auf der Suche nach Ansporn und Wettkampf. Sie wollen sich mit anderen messen. Eine mündliche Bewertung der Leistung z.B. langweilt sie. In Zahlen ausgedrückt wissen sie, ob sie besser oder schlechter als der andere sind.
Ist zwar nur ein Teilaspekt, aber sicher ein wichtiger und viele kleine Puzzleteilchen ergeben dann das Ganze der Jungenbenachteiligung.

Re: Die Orginalmeldung dazu

Andi, Wednesday, 01.10.2003, 18:50 (vor 8163 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Die Orginalmeldung dazu von Odin am 01. Oktober 2003 00:39:55:

Na, schlechter als die ausgebildeten Pädogogen sind die aber vermutlich auch nicht.

Gruß, Andi

Re: Die Orginalmeldung dazu

Odin, Wednesday, 01.10.2003, 19:08 (vor 8163 Tagen) @ Andi

Als Antwort auf: Re: Die Orginalmeldung dazu von Andi am 01. Oktober 2003 15:50:14:

Na, schlechter als die ausgebildeten Pädogogen sind die aber vermutlich auch nicht.

Kann ich Dir wirklich bestätigen, da ich genügend Erfahrungen mit nicht ausgebildeten Personen gesammelt haben. Vor einigen Jahren gab es sie noch, die sogenannten "Erziehungshelfer". Mit denen hattest Du teilweise wirklich mehr Arbeit, als sie Dir abgenommen haben. Ebenso mit Praktikanten/innen, aber da ist es ja klar, daß die erst in der Ausbildung sind und da weiß man von vorneherein, daß man denen unter die Arme greifen muß.

Teilweise kannst Du mit denen im Team noch nicht mal richtig reden, weil ihnen auch noch die Fachbegriffe nicht geläufig sind. Eine Erziehungsplanung ist ein Fremdwort, erzogen wird "aus dem Bauch heraus" usw.

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