Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: OT - Meister Propper und die germanische Sprache

Manfred, Friday, 19.09.2003, 15:49 (vor 8174 Tagen) @ Anabasis

Als Antwort auf: OT - Meister Propper und die germanische Sprache von Anabasis am 18. September 2003 10:23:20:

Hallo!
Da gibt es aber noch einen weiteren -wie ich finde- sehr interessanten Aspekt des Sprachgefühls. Nimm mal die -wie Du sie nennst- Konstrukte unten

Nase - Gesichtserker
Fenster - Windauge
Vierzylindermotor - Viertopfzerknalltreibling

Wir sind uns vermutlich einig, dass die deutschen Begriffe hier lächerlich bis peinlich klingen. Nur woran liegt das? Ist es wirklich der objektive Wortklang? (Sofern es hier überhaupt ausreichend Objektivität geben kann)

Grade bei Fenster-Windauge fällt es mir schwer objektiv zu sagen was am Wort "Fenster" um soviel besser ist. Weil es einen Buchstaben kürzer ist? Kaum! Ich würde das Wort "Windauge" vom Klang her sogar als das harmonischere bezeichnen. Worauf ich hinaus will ist eigentlich, dass die Tatsache wie "etwas klingt" offensichtlich sehr stark von Assoziationen abhängt die wir insgesamt mit dem Klang/Wort verbinden.
Würden wir einer Band mit dem Namen "Rollende Steine" eine Karriere zutrauen? Im Gegensatz dazu haben es die "Rolling Stones" jedoch geschafft, und klint das wirklich um soviel anders, geschweige denn besser?

Ich hab keine Antwort dafür, aber warum bekommt der Engländer oder amerikaner beim Namen "Rolling Stones" keine Gänsehaut, warum findeter den Namen ok, wir aber umgekehrt schämen uns beinahe für das Pendant "Rollende Steine"?

Ok, das ist im Grunde kaum noch vom Gegenstand des Forums abgedeckt, deshalb lasse ich es dabei. Beispiele gäbe es noch genung. Trotzdem juckt mich diese Frage der Sprachkultur.

Schöne Grüße,
Manfred


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