Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Lafontaine als Sympathisant der Männerbewegung?

Lars, Wednesday, 17.09.2003, 00:17 (vor 8177 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Lafontaine als Sympathisant der Männerbewegung? von Garp am 16. September 2003 17:03:26:

Soeben auf n-tv.
Lafontaines Rede zu seinem 60. Geburtstag
Als einen seiner Gäste begrüßt er ausdrücklich Esther Villar.
Er sagt sinngemäß als Saarländer habe er oftmals die Erfahrung gemacht, dass die Frauen im Haus das sagen haben. Daher seien im Theorien über die Unterdrückung der Frau eher fremd gewesen. Natürlich bekommt er keinen Applaus für seine Aussage. Aber immerhin so eine Aussage als Linker und trotz aller politischen Korrektheit – obwohl ich Lafontaine politisch nicht so sehr schätze - Respekt!

Das ist glaube ich auch eine Generations-Frage. Lafontaines politische Orientierungsphase düfrten die (auch schon mittleren) 60er jahre gewesen sein, der Feminismus kam aber 1968/69 gerade erst auf und da auch zunächst in vehementer Abgrenzung zur StudentEN-Bewegung.

Eine der Parolen der Feministinnen 1968/69 lautete: "Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!" In den Augen der linken Studenten wiederum war dieser neue Feminismus "kleinbürgerlich" (= böse). Der Konflikt dauerte bis in die Mitte der 70er Jahre an, dann setzten sich die Feministinnen in der "Szene" durch, anscheinend auf dem Wege des Beischlafs-Streiks: Die linken Männer hatten wohl gemerkt, daß Kritik am Feminismus ihren szene-internen Flirt-Chancen sehr abträglich war. In der Folge griffen anscheinend Mechanismen der Sozialdisziplinierung, wovon die Redewendung "5 Mark in die Chauvi-Kasse für den Spruch!" zeugt! LOL

Und noch heute kann man immer wieder erleben, wie 68er-Professoren bei Nachfragen von feministischen Studentinnen erst leicht geqält die Augenbrauen verziehen, sich dann aber am Riemen reißen, und den üblichen Gender-Kram nachbeten. *g*


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