Gleichheit und Gleichwertigkeit
Frauen und Männer sind nicht gleich - aber gleichwertig.
Diese These als Paraphrase wird natürlich (noch) von allen unterschrieben. Selbst ärgste Feministinnen widersprechen nicht, denn als Worthülse kann sie inhaltlich beliebig weiterentwickelt werden.
Gutmenschen werden die Gleichwertigkeit in Hinsicht der gemeinhin unterstellten Ungleichbehandlung der Frau dahingehend interpretieren, daß diese eben noch nicht hergestellt sei und somit mehr Förderung etc. etc.
Bis vor kurzem glaubte ich, daß Themen, richtig diskutiert und argumentativ beleuchtet ein Einsehen der Mehrheit beteiligter Personen hervorruft.
Ein allgemeines Gerechtigkeitsempfinden schien mir die Ursache. So konnte Frau durchaus der Meinung sein, Männer seien eher gewalttätig oder tendenziell böse und dennoch im Fall eines Bekannten, welcher von seiner Ex betrogen und schändlich abgezogen wurde, Partei für diesen ergreifen.
In gebildeteren Kreisen galt unausgesprochen die Regel, bei Diskussionen trotz aller Vorbehalte obige These als korrektives Feigenblatt zu gebrauchen.
Dies war ein wichtiges Feigenblatt. Denn es zeigte, daß die über Jahrhunderte in Kämpfen gegen viele Widerstände errungenen Werte (alle Menschen sind gleich(wertig)) als Grundkonsens einer pluralen Gesellschaft Eingang in das kollektive Über-Ich gefunden hatten.
Das in letzter Zeit mehr und mehr aufkeimende Pflänzchen sich wieder manifestierenden Männerbewußtseins als kaum erkennbares Korrektiv überbordender feministischer Opferrethorik war für mich eine sehr wünschenswerte Entwicklung, die meiner Überzeugung entsprach: "Langfristig duldet keine Entwicklung Exponentialverläufe". Ist es nun Zufall oder nicht - aber damit korreliert in auffälliger Weise ein Umstoßen letzter verbaler GLEICHbewertungsrhetorik.
Seit geraumer Zeit ist es doch tatsächlich en vogue, den Mann als per se schwachgeistig, gewaltbereit und von Natur aus minder ausgestattet darzustellen.
Kulturelle Hemmungen verschwinden mehr und mehr. Und ich bin vorsichtiger geworden...
Klar der Wertekonsens in DEM zentralen Punkt der Aufklärung ist noch ziemlich jung und
klar ist ein solcher Prozess nicht zwingend und das Ergebnis äußerst fragil.
Trotzdem verwundert es stark, daß bei derart unverblümten Schmähungen eines Geschlechts nicht auch von anderswo die sonst immer bereiten Alarmglocken läuten.
Wo sind die (wünschenswerten) Stellungnahmen des Zentralrates der Juden in Deutschland, die sonst doch immer (und durchaus berechtigt) die kleinsten Untertöne vielleicht auch nur einer vermuteten Ausländerfeindlichkeit aufspüren.
Sind sie taub gegenüber den lauten Tönen? Die Hälfte der jüdischen Deutschen sind auch Männer! Es geht hier nicht um Vergleiche zu den kollekiven Höllenerlebnissen dieser Gruppe. Aber genau diese Erlebnisse hat diese so sensibel gemacht - warum merken sie nicht, was hier vorgeht?
Wo ist der medienstarke Aufschrei von Verfassungsrechtlern, Historikern und Ethikern, die sich von berufswegen und dennoch frei im Geiste gerade mit tendenziell gefährlichen Entwicklungen auseinandersetzen, auseinandersetzen müssen?
Bin ich wirklich so daneben? Merke nur ich was - oder nur die wenigen im Forum? Sehe ich Gespenster? Bin ich paranoid?
Nein, nein, nein - unterstellt mir nicht die Angst vor Gaskammern und KZ's für Männer! Ich weiß Unterschiede zu separieren.
Nein Leute, ich möchte warnen vor einem Mainstream des Grauens, vor einer Zeit, in der sich eine Familie schämt, Jungen großzuziehen; eine Frau schämt, einen Mann zu lieben; in der Ärztinnen Frauen zur Abtreibung eines Kindes mit Y-Chromosom-Fehler raten und stattdessen besser einen Clon zu implantieren; in der Männer prophylaktisch Gehirnoperationen erdulden oder mit Medikamenten zur Dämpfung männlichen Verhaltens lebenslang therapiert werden;
einer Zeit der maternalistischen Fürsorge für das arme maskuline Evolutionsappendix; der Geringschätzung geistiger Leistung und der Überschätzung "vernetzten" Denkens; einer Zeit marginaler Wertschöpfung und ohne Fehlentwicklungen - weil niemand mehr entwickelt; einer Zeit alleinregierender "weiblicher" Werte, die zum Dogma erhoben menschenverachtende, brutale Zustände zeitigen und in deren Konsequenz dann irgendwann FRAUEN gequält und geschunden sagen werden "Wir haben davon nichts gewußt".
hquer (der erschrocken ist - auch über den Spiegel-Artikel und der vielleicht übertrieben hat - aber was, wenn nicht...)
Re: Gleichheit und Gleichwertigkeit
Als Antwort auf: Gleichheit und Gleichwertigkeit von hquer am 16. September 2003 17:46:32:
Frauen und Männer sind nicht gleich - aber gleichwertig.
Diese These als Paraphrase wird natürlich (noch) von allen unterschrieben. Selbst ärgste Feministinnen widersprechen nicht, denn als Worthülse kann sie inhaltlich beliebig weiterentwickelt werden.
Gutmenschen werden die Gleichwertigkeit in Hinsicht der gemeinhin unterstellten Ungleichbehandlung der Frau dahingehend interpretieren, daß diese eben noch nicht hergestellt sei und somit mehr Förderung etc. etc.
Bis vor kurzem glaubte ich, daß Themen, richtig diskutiert und argumentativ beleuchtet ein Einsehen der Mehrheit beteiligter Personen hervorruft.
Ein allgemeines Gerechtigkeitsempfinden schien mir die Ursache. So konnte Frau durchaus der Meinung sein, Männer seien eher gewalttätig oder tendenziell böse und dennoch im Fall eines Bekannten, welcher von seiner Ex betrogen und schändlich abgezogen wurde, Partei für diesen ergreifen.
In gebildeteren Kreisen galt unausgesprochen die Regel, bei Diskussionen trotz aller Vorbehalte obige These als korrektives Feigenblatt zu gebrauchen.
Dies war ein wichtiges Feigenblatt. Denn es zeigte, daß die über Jahrhunderte in Kämpfen gegen viele Widerstände errungenen Werte (alle Menschen sind gleich(wertig)) als Grundkonsens einer pluralen Gesellschaft Eingang in das kollektive Über-Ich gefunden hatten.
Das in letzter Zeit mehr und mehr aufkeimende Pflänzchen sich wieder manifestierenden Männerbewußtseins als kaum erkennbares Korrektiv überbordender feministischer Opferrethorik war für mich eine sehr wünschenswerte Entwicklung, die meiner Überzeugung entsprach: "Langfristig duldet keine Entwicklung Exponentialverläufe". Ist es nun Zufall oder nicht - aber damit korreliert in auffälliger Weise ein Umstoßen letzter verbaler GLEICHbewertungsrhetorik.
Seit geraumer Zeit ist es doch tatsächlich en vogue, den Mann als per se schwachgeistig, gewaltbereit und von Natur aus minder ausgestattet darzustellen.
Kulturelle Hemmungen verschwinden mehr und mehr. Und ich bin vorsichtiger geworden...
Klar der Wertekonsens in DEM zentralen Punkt der Aufklärung ist noch ziemlich jung und
klar ist ein solcher Prozess nicht zwingend und das Ergebnis äußerst fragil.
Trotzdem verwundert es stark, daß bei derart unverblümten Schmähungen eines Geschlechts nicht auch von anderswo die sonst immer bereiten Alarmglocken läuten.
Wo sind die (wünschenswerten) Stellungnahmen des Zentralrates der Juden in Deutschland, die sonst doch immer (und durchaus berechtigt) die kleinsten Untertöne vielleicht auch nur einer vermuteten Ausländerfeindlichkeit aufspüren.
Sind sie taub gegenüber den lauten Tönen? Die Hälfte der jüdischen Deutschen sind auch Männer! Es geht hier nicht um Vergleiche zu den kollekiven Höllenerlebnissen dieser Gruppe. Aber genau diese Erlebnisse hat diese so sensibel gemacht - warum merken sie nicht, was hier vorgeht?
Wo ist der medienstarke Aufschrei von Verfassungsrechtlern, Historikern und Ethikern, die sich von berufswegen und dennoch frei im Geiste gerade mit tendenziell gefährlichen Entwicklungen auseinandersetzen, auseinandersetzen müssen?
Bin ich wirklich so daneben? Merke nur ich was - oder nur die wenigen im Forum? Sehe ich Gespenster? Bin ich paranoid?
Nein, nein, nein - unterstellt mir nicht die Angst vor Gaskammern und KZ's für Männer! Ich weiß Unterschiede zu separieren.
Nein Leute, ich möchte warnen vor einem Mainstream des Grauens, vor einer Zeit, in der sich eine Familie schämt, Jungen großzuziehen; eine Frau schämt, einen Mann zu lieben; in der Ärztinnen Frauen zur Abtreibung eines Kindes mit Y-Chromosom-Fehler raten und stattdessen besser einen Clon zu implantieren; in der Männer prophylaktisch Gehirnoperationen erdulden oder mit Medikamenten zur Dämpfung männlichen Verhaltens lebenslang therapiert werden;
einer Zeit der maternalistischen Fürsorge für das arme maskuline Evolutionsappendix; der Geringschätzung geistiger Leistung und der Überschätzung "vernetzten" Denkens; einer Zeit marginaler Wertschöpfung und ohne Fehlentwicklungen - weil niemand mehr entwickelt; einer Zeit alleinregierender "weiblicher" Werte, die zum Dogma erhoben menschenverachtende, brutale Zustände zeitigen und in deren Konsequenz dann irgendwann FRAUEN gequält und geschunden sagen werden "Wir haben davon nichts gewußt".
hquer (der erschrocken ist - auch über den Spiegel-Artikel und der vielleicht übertrieben hat - aber was, wenn nicht...)
Soweit ich dich verstanden habe, kann ich deine Gedanken nachvollziehen und es gibt eindeutige Beweise dafür, daß die "Guten" mittlerweile so gut sind, daß sie guten Gewissens die Öffentlichkeit manipulieren und täuschen können. Es ist eine fast perfekte Täuschung, indem Wert und Wichtigkeit einer Maßnahme hochgepuscht werden, Sinn bzw. Nachteile derselben, werden nicht hinterfragt. Dies erlebt jeder beim Auftritt einer Ulla Schmidt, die gerade wieder betonte, wie notwendig Ihre Vewahrpolitik für Kinder sei. Ulla Schmidt betrügt Hand in Hand mit den Medien die Menschen, die einer solchen mutterlosen Gesellschaft kritisch gegenüberstehen. So sorgt diese Spezies systematisch dafür, daß jegliche Kritik die sie enttarnen könnte unterbleibt, Themen wie Gewalt, Wehrpflicht, Ganztagsverwahrung für Kinder, sind die besten Beispiele.
Beim Thema Wehrpflicht konnte beobachtet werden, daß selbst der Gedanke diese könnte ungerecht sein, gar nicht erst aufkam. Ich verachte vor allem diese männlichen Polit Clowns, die echte Werte (zb.Mutter fürs Kind)durch eine Null Diskusion einfach hergeben.
Michael