Schwerpunktthema Männerdiskriminierung im Trierischen Volksfreund
Howdy 
Der "Trierische Volksfreund" behandelt in drei Artikeln das Schwerpunktthema Männerrechte, Männerdiskriminierung und Männerbewegung. Alle drei Artikel sind online einzusehen.
Unter http://www.intrinet.de/regionales/suedwest/806,245713.html findet man den Artikel "Hunde und Jungen müssen draußen bleiben. Warum Männer angeblich benachteiligt werden, aber nicht darüber reden dürfen". Darin werden Michael Sawakis und seine Mitstreiter von der "Netzgruppe Männerrechte" vorgestellt (samt URL ihrer Website) sowie erklärt, in welcher Hinsicht Männer Benachteiligungen erfahren: etwa beim Opferschutz, auf dem Arbeitsmarkt oder im Gesundheitswesen.
In dem Artikel heißt es unter anderem: "Sämtliche Argumente der Männerrechtler werden mit Statistiken und Quellenangaben genau unterfüttert - als wollten die Männer sich im Vorhinein davor schützen, als Spinner oder `Weicheier´ abgetan zu werden. (...) Argumente haben die Männerrechtler also zuhauf gesammelt - viel bewirkt haben sie seit ihrer Gründung im Sommer noch nicht. Per Brief haben sie nun dem rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung Jugend und Frauen diagnostiziert, die `Lebenswirklichkeit von Männern´ im Land zu ignorieren. Ähnliche Briefe haben auch schon das schleswig-holsteinische Frauenministerium, das Bundesforschungsministerium und der hessische Ministerpräsident Koch bekommen - mit wenig ermutigenden Ergebnissen, wie Michael Sawakis resümiert. Das Anliegen der Männerrechtler stoße auf Ablehnung, werde ins Lächerliche gezogen und nicht verstanden."
Der zweite Artikel steht unter http://www.intrinet.de/regionales/suedwest/806,245003.html im Web und ist überschreiben mit "Sind Frauen die wertvolleren Menschen? Männerrechtler kritisieren: Es gibt zwar Frauenpolitik, aber keine Angebote für die Männer". Er paraphrasiert im wesentlichen den Inhalt des ersten Artikels.
Schließlich gibt es unter http://www.intrinet.de/news/meinung/810,246040.html einen Kommentar von Michael Schmitz zu diesem Thema: "(...) Der Mann als Benachteiligter, der Mann als Opfer kommt in der öffentlichen Wahrnehmung so gut wie nicht vor - obwohl es ihn zweifelsohne gibt. (...) Dass in den letzten Jahren vielerorts aus `Frauenbeauftragten´ `Gleichstellungsbeauftrage´ wurden, war allerdings oft nur Namens-Kosmetik. Nur langsam setzt sich tatsächlich die Erkenntnis durch, dass es auch spezifische Probleme von Jungen und Männern gibt, dass auch sie gesellschaftlich benachteiligt sein können. (...) Wenn aber Männer so souverän wären und in der Gesellschaft so ungleich besser behandelt würden, wie es uns immer noch suggeriert wird, warum ist dann beim vermeintlich starken Geschlecht die Selbstmordrate zwei- bis dreimal höher als bei Frauen? Warum werden dann ungleich mehr Männer als Frauen süchtig nach Drogen und warum landen viel mehr Männer in der Obdachlosigkeit als Frauen? Offenbar doch, weil sie tatsächlich existenzbedrohende Probleme haben, mit denen sie nicht fertig werden. (...) Wenn sich daher nun `Männerrechtler´ zu Wort melden, dann haben sie mehr verdient als Hohn, Spott oder Ignoranz. Zumindest die Debatte über wahre Chancengleichheit der Geschlechter muss erlaubt sein."
Der Trierische Volksfreund ist per Mail für Rückmeldungen erreichbar, so etwa der erwähnte Kommentator Schmitz unter m.schmitz@volksfreund.de, ansonsten über Link auf der angegebenen Website.
Herzlicher Gruß
Arne
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- Schwerpunktthema Männerdiskriminierung im Trierischen Volksfreund -
Arne Hoffmann,
15.09.2003, 13:17
- Zur Ergänzung: Link zur Homepage des RLP-Frauenministeriums - Frank, 15.09.2003, 14:25
- Klasse Arne - MeckMax, 15.09.2003, 19:33