Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Jede fünfte Frau...

Frank, Saturday, 13.09.2003, 13:27 (vor 8181 Tagen)

Frauen-Notruf: Hilfe bei Gewalt
Karte und Plakat-Aktion im Kreis Mainz-Bingen

Vom 13.09.2003

mpf/red. RHEINHESSEN - Sie ist so groß wie eine Scheckkarte und hilft Frauen in schlimmen Situationen: die Notrufkarte für die Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Bad Kreuznach sowie die Stadt Mainz. Vor allem Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, können hier wichtige Telefonnummern und Ansprechpartner ablesen, an die sie sich im Fall der Fälle wenden können.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Mainz-Bingen hat in Zusammenarbeit mit Kreistagsmitglied Ingeborg Rosemann-Kallweit, die die Idee nach dem Vorbild der Stadt Erfurt vorstellte, und in Absprache mit Kreistagsfraktionen, Ausländerbeirat, Sicherheitsbeirat, Frauenhäusern und Mädchenzuflucht Mainz die Karte konzipiert. Die Auflage beträgt 20000 Stück.

"Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter, verbale Angriffe, körperliche und sexuelle Übergriffe und seelische Misshandlungen. Gewalt betrifft Frauen, unabhängig von Alter, gesellschaftlicher Schicht und Lebenslage. Sie findet überall statt, sowohl in der Familie, im Bekanntenkreis, im Berufsleben oder in der Öffentlichkeit", weiß die Gleichstellungsbeauftragte Karin Diehl.

Gesponsert wird die Karte von der AOK Rheinland-Pfalz, auf der Vorderseite sind Notrufnummern beispielsweise der Frauenhäuser in der Region verzeichnet, die rund um die Uhr erreichbar sind.

Die Karte wird verteilt über Arztpraxen, Sozialämter, Pfarrämter, Beratungsstellen, Taxiunternehmen, Kindertagesstätten und Polizeireviere. Zudem ist sie in Rathäusern der Orts- und VG-Verwaltungen sowie in der Kreisverwaltung erhältlich. In Mainz wird die Karte über das Frauenbüro weiter gegeben.

Wer zur Zeit im ORN-Bus unterwegs ist, wird mit einer Plakat-Aktion des Frauen-Notrufs darauf aufmerksam gemacht, dass "jede fünfte Frau in Europa ein Opfer männlicher Gewalt ist". "Für die betroffenen Frauen und Mädchen erleichtern solche Informationen das Reden darüber und für die Entscheidungsträger heißt es, Verantwortung für eine Veränderung der Situation zu übernehmen", sagt Notruf-Mitarbeiterin Eva Jochmann.

http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=1237372

Re: Jede fünfte Frau...

Manfred, Saturday, 13.09.2003, 15:31 (vor 8180 Tagen) @ Frank

Als Antwort auf: Jede fünfte Frau... von Frank am 13. September 2003 10:27:58:

..."jede fünfte Frau in Europa ein Opfer männlicher Gewalt ist"

Je mehr man sich mit dem Feminismus beschäftigt (und mit Politik überhaupt) umso mehr muß man zu dem Schluß kommen, daß Gewalt nicht immer die schlimmste Methode ist, andere zu schädigen. Vielleicht aber eine der ehrlichsten.
Beinahe 100% aller Männer der westlichen Welt darf man demnach getrost als Opfer des sich epidemisch ausbreitenden weiblichen Parasitismus bezeichnen.

Wir müssen es schaffen, den (zunächst eher philosophischen) Mut aufzubringen, den ausufernden Feminismus als das zu sehen was er ist: den einzigartig schamlosen Versuch, weiblichen Parasitismus als Gesellschaftsform zu etablieren.

Schöne Grüße,
Manfred

Re: Jede fünfte Frau...

Arne Hoffmann, Saturday, 13.09.2003, 20:45 (vor 8180 Tagen) @ Frank

Als Antwort auf: Jede fünfte Frau... von Frank am 13. September 2003 10:27:58:

Danke, das ist eine hübsche Illustration wie dieser feministische Wahnwitz funktioniert.

"Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter, verbale Angriffe, körperliche und sexuelle Übergriffe und seelische Misshandlungen.

Wohingegen Männer ja bekanntlich niemals verbal angegriffen oder seelisch misshandelt werden.

Gewalt betrifft Frauen, unabhängig von Alter, gesellschaftlicher Schicht und Lebenslage. Sie findet überall statt, sowohl in der Familie, im Bekanntenkreis, im Berufsleben oder in der Öffentlichkeit", weiß die Gleichstellungsbeauftragte Karin Diehl.

Dito bei Männern. Selbst das höchste Einkommen schützt nicht vor verbalen Angriffen oder seelischer Misshandlung. Dass häusliche Gewalt in der Form körperlicher Prügel weit häufiger in den untren Schichten vorkommt, wäre eine hilfreiche Info, um solche Vorkommnisse zu bekämpfen, aber das passt der Gleichstellungsbeauftragten ja nun gar nicht in den Kram, denn ihr geht es nicht darum zu schauen, wo muss man eingreifen, an welchen Punkten lässt sich ansetzen, sondern um die vermeintliche Allgegenwart der männlichen Bedrohung. Bekommen wir irgendwann Fachleute statt Männerhasserinnen in der Gewaltbekämpfung?

Wer zur Zeit im ORN-Bus unterwegs ist, wird mit einer Plakat-Aktion des Frauen-Notrufs darauf aufmerksam gemacht, dass "jede fünfte Frau in Europa ein Opfer männlicher Gewalt ist".

Kann man ja mal einfach so behaupten, wird schon keiner nach der Quelle fragen. Wenn man verbale und seelische Angriffe mitrechnet, wundert mich, dass die Quote nicht viel höher ist. Natürlich dürfte es dann auch ebenso viele männliche Opfer weiblicher Gewalt gehen, aber um Männer geht es hier ja nicht. Außer als Feindbild im Rahmen einer perversen Panikmache.

Ich würde der Gleichstellungsbeauftragten Karin Diehl ja gern ein paar Zeilens chreiben, aber ich fürchte, das hätte den einzigen Effekt, dass ich als weiteres Beispiel für männliche Gewalt gegen Frauen in die Statistik eingehen würde. Wegen "verbale Angriffe" und so.

Re: Jede fünfte Frau...

Frank, Saturday, 13.09.2003, 21:06 (vor 8180 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Jede fünfte Frau... von Arne Hoffmann am 13. September 2003 17:45:18:

Hallo Arne,

Ich würde der Gleichstellungsbeauftragten Karin Diehl ja gern ein paar Zeilens chreiben, aber ich fürchte, das hätte den einzigen Effekt, dass ich als weiteres Beispiel für männliche Gewalt gegen Frauen in die Statistik eingehen würde. Wegen "verbale Angriffe" und so.

Das sollte uns doch nicht abhalten... Nur wenn möglichst viele bei ihr protestieren, haben wir überhaupt eine (minimale) Chance, dass sie zumindest mal nachdenkt.

Gruß
Frank

Re: Jede fünfte Frau...

Lars, Saturday, 13.09.2003, 22:51 (vor 8180 Tagen) @ Frank

Als Antwort auf: Re: Jede fünfte Frau... von Frank am 13. September 2003 18:06:16:

Das sollte uns doch nicht abhalten... Nur wenn möglichst viele bei ihr protestieren, haben wir überhaupt eine (minimale) Chance, dass sie zumindest mal nachdenkt.

Gruß
Frank

Nicht bei den Berufsfeministinnen beschweren, sondern bei den jeweils indirekt verantwortlichen männlichen Politikern, immer mit dem Hinweis, daß man NOCH zu den Stammwählern seiner Partei zählt! *g*

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