Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Alter Schwede!

Odin, Thursday, 04.09.2003, 21:07 (vor 8189 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Alter Schwede! von Simon am 04. September 2003 14:43:41:

Gleichzeitig stieg die Zahl der Vergewaltigungen in Schweden drastisch an – ob als Folge des Gesetzes, ist strittig. In diesem Sommer machten jedenfalls gleich mehrere brutale Fälle Schlagzeilen, und entsprechend empfindlich reagierte die Öffentlichkeit nun auf den Fall der Berliner Eishockeyprofis. Vergewaltigung wird nämlich nicht nur vom schwedischen Gesetzgeber definitiv als schweres Verbrechen betrachtet.

Vielleicht sollte man da mal einen Blick ins - doch nicht so ganz finstere - Mittelalter werfen. Dort ging man m.E. mit derlei Dingen noch ganz vernünftig um - auch mit Sexualität, auch wenn dies so gar nicht dem Klischee entspricht.

Augustinus (ja, ja, der Kirchenvater) sagte: "Unterdrückt die öffentlichen Dirnen, und die Gewalt der Leidenschaften wird alles über den Haufen werfen."

Aus einem Text aus dem 13. Jh:
"Die Prostitution bedeutet für die Gesellschaft das, was der Ballastraum für das Schiff auf dem Meer und was die Kloake für den Palast ist. Entferne die Kloake und der ganze Palast wird von Krankheiten befallen."

Thomas von Aquin sagte:
"Der Mensch kann nicht alle zügellosen Antriebe vermeiden, die aus der Verderbtheit und Sinnlichkeit herrühren"
"Gott läßt zu, daß der Welt Böses geschieht, aus Angst davor, daß, wenn das Böse unterdrückt würde, dies dem Guten ebenso widerfahren könnte, oder daß noch schlimmeres Übel folgen könnte."

Zu allen Zeiten wurde schon versucht, den Sexualtrieb zu unterdrücken und hat sich hinterher über die Folgen gewundert. Es ist nett, daß nun auch Frauen die Welt entdecken und ihre Erfahrungen mit der Normalität machen :-)

Aus der "Hausordnung" eines Frauenhauses (Bordell) aus dem 13. Jh. kann man entnehmen, daß Priestern und verheirateten Männern der Zutritt verboten war. Es war alleine eine Sache für die jungen und ledigen Männern - und auch für die Frauen, denn viele bürgerliche Frauen hatten dies damals als Nebenerwerb für sich entdeckt.


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