Tabuzone häusliche Gewalt
Hallo zusammen,
Hier ein Bericht aus einer regionalen Zeitung hier bei uns :
von Dany Kammüller/Salome Kehrli
Quellennachweis: www.novo-magazin.de und Stadtpolizei Zürich
Häusliche Gewalt
Will man diversen Studien Glauben schenken, finden praktisch in jedem dritten Schweizer Haushalt Gewaltdelikte statt. Besonders tragisch sind Kindesmisshandlungen, denn Kinder sind einerseits die schwächsten- und andererseits die hilflosesten Glieder unserer Gesellschaft.
Statistiken belegen, dass jedes dritte Mädchen und jeder fünfter Knabe von sexueller Gewalt betroffen ist. Aber auch Schläge gehören in vielen Familien/Partnerschaften auch noch heute zur Tagesordnung. Der Ehemann schlägt seine Frau, sie schlägt ihn und beide zusammen schlagen die Kinder. Diese treten in der Rangordnung nach unten die Katze oder zerren dem Teddy oder der Puppe den Kopf ab etc.
Die brutalen Männer?
Ist von häuslicher Gewalt die Rede ist für viele klar, dass es sich beim Täter um einen Mann handeln muss, der entweder die Kinder verdrischt und/oder die Mutter/Tochter vergewaltigt, etc. Aber auch das sollte man gleichfalls viel differenzierter betrachten. 95 wissenschaftliche Forschungsberichte, 79 empirische Studien und 16 vergleichende Analysen in kriminologischen, soziologischen, psychologischen und medizinischen Fachzeitschriften aus den USA, Kanada, England, Dänemark, Neuseeland und Südafrika zeigen auf, dass Gewalt in Beziehungen überwiegend zu gleichen Teilen von beiden Partnern oder aber hauptsächlich von der Frau ausging.
Frauen im Vorteil
Trotz diesen genannten Studien haben Frauen vor dem Gesetz die besseren Karten, denn welcher Mann gibt schon zu, dass er von seiner Angetrauten verprügelt und/oder misshandelt wurde. Die Angst als Waschlappen und Taugenichts hingestllt zu werden ist bei den meisten Männern viel zu gross. Ein Mann muss stark sein, denn schon als Junge lernte er keine Gefühle zu zeigen. Daher kann das "vermeintlich schwache Geschlecht" weiterhin munter drauf los prügeln, mit Gegenständen um sich werfen, beissen, Gift ins Essen mischen und treten was das Zeug hält, etc. In den meisten Fällen werden die Männer verurteilt, aus der eigenen Wohnung verwiesen und/oder ins Gefängnis gesteckt, nach dem Motto: Ein gewalttätiger Mann ist kriminell, hingegen eine Frau die das gleiche tut, ist psychisch krank.
Gleiche Rechte für Mann und Frau?
Grundsätzlich hätten Männer in Sachen häuslicher Gewalt die gleichen Rechte wie Frauen, nur haben Letztgenannte in der heutigen Zeit die grössere Lobby. Im Zuge des Geschlechterkampfes wurde die männliche Domäne, wie sie dereinst vorherrschte in ihre Einzelteile zerlegt; das ist stellenweise auch gut so. Aber die Männer haben es verpasst, sich gleichfalls für ihre Rechte einzusetzen. Sicher, es ist erwiesen, dass das "Starke Geschlecht" ganz allgemein mehr Gewalt ausübt als das "Schwache", das heisst aber nicht, dass es unter den Männern keine Opfer gibt.
Gerechte Gesetze?
In einer von den Vereinten Nationen verabschiedeten Erklärung heisst es ; "Jede geschlechtsbezogene gewalttätige Handlung, die einer Frau Schaden oder Leid körperlicher, sexueller oder seelischer Art zufügt oder wahrscheinlich zufügen wird, einschliesslich der Androhung socher Handlungen, der Nötigung oder der willkürlichen Freiheitsberaubung im öffentlichen oder privaten Leben, wird als Menschenrechtsverletzung definiert."
Vom Mann ist darin keine Rede, soviel zum Thema Gleichberechtigung.
Das war ein Auszug aus dem Artikel, der heute bei uns in dieser Regionalzeitung erschienen ist, man scheint sich doch langsam so seine Gedanken zu machen. Wenn sogar kleine Zeitungen sich dieses Themas annehmen und dafür recherchieren.
Wer sich dazu äussern möchte:
www.noz.ch
info@noz.ch
Es grüsst euch alle
Jolanda