Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne

Arne Hoffmann, Thursday, 04.09.2003, 11:21 (vor 8190 Tagen)

Darüber berichtet Leah McLaren für "The Globe and Mail":

--> (...) Confronted with the term "sex tourist," most people automatically visualize a bald, corpulent, middle-aged American guzzling Mai Tai cocktails in a Bangkok strip club. It goes without saying that this imagined sex tourist is a man, and probably not a very nice one at that. But at many resorts and holiday destinations around the world, sex tourism is an equal-opportunity pastime these days. European and North American cities are burgeoning with single (heck, married), professional women with money, and libidinous urges, to burn.
(...)
Like some resorts in the Dominican Republic and Cuba, Negril is renowned as a place where white, middle-aged Western women come in search of what is nicknamed "the big bamboo." According to the Guardian story, U.K. researchers Jacqueline Sanchez and Jila O'Connell Davidson found that the usual analysis of sex tourism "does not allow for the possibility of women as buyers of sexual services, because prostitute-users are, by definition, male, and this assumption is shared by many researchers and theorists."
The researchers interviewed 240 women on holiday in Negril and did two similar reports on the Dominican Republic. In the course of their holiday, almost a third of the interviewees had engaged in sexual relationships with local men. Though 60 per cent admitted to "economic elements to their liaisons, they did not perceive the sexual encounters as prostitute-client transactions, nor did they view their sexual partners as prostitutes." (...) <--

Nein, natürlich nicht. Sie bezahlen dafür, um Sex zu bekommen, aber selbstverständlich ist das keine Prostitution. Prostitution ist etwas, was die bösen MÄNNER machen, weil diese Unholde im Partriarchat gelernt haben, Frauen als Ware zu betrachten. Frauen würden dasselbe niemals tun, sobald sie die Gelegenheit dazu hätten ... :-/

Den kompletten Artikel findet man unter http://64.4.22.250/cgi-bin/linkrd?_lang=DE&lah=b5834b572cfa831f583910863613df67&...

Herzlicher Gruß

Arne

Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne

reinecke54, Thursday, 04.09.2003, 12:48 (vor 8190 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne von Arne Hoffmann am 04. September 2003 08:21:42:

Ist das konsistent zum n-tv-Artikel "Trendwende? Frauen denken nur an Sex"?

[link=http://www.n-tv.de/3181956.htm" target="_top]http://www.n-tv.de/3181956.htm[/link]

Link scheint nicht zu funktionieren (n/t)

., Thursday, 04.09.2003, 13:33 (vor 8190 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne von Arne Hoffmann am 04. September 2003 08:21:42:

Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne

Garfield, Thursday, 04.09.2003, 13:54 (vor 8190 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne von reinecke54 am 04. September 2003 09:48:08:

Hallo Reinecke!

Ich denke, es hatte schon seinen Grund, daß Frauen früher als das sinnlichere und lustbetontere Geschlecht galten.

Da Männer großes Interesse am Anblick nackter oder halbnackter Frauen zeigen, erscheint es heute oft so, als würden sie öfter an Sex denken als Frauen.

Tatsächlich ist das aber gar nicht so. Männer können sich mit dem Playboy in der Hand einen runterholen und sind dann einigermaßen zufrieden. Die meisten Männer empfinden das zwar nicht als Idealzustand, aber wenn sie halt gerade keine Partnerin haben und ein Besuch im Bordell für sie nicht in Frage kommt, dann betrachten sie das als ausreichende Ersatzbefriedigung.

Bei Frauen tritt das eher selten auf. Da onanieren bestenfalls noch junge Mädels im Teenager-Alter vor einem Poster ihres Lieblingsstars, und das wohl auch nicht so häufig.

Ich hab von Frauen schon oft die Aussage gehört, daß sie es zwar schon interessant finden, sich Fotos von nackten Männern anzusehen, daß sie das aber nicht wirklich sexuell erregt. Um sexuell erregt zu werden, müssen sie den Mann wirklich real bei sich haben und anfassen können, sagten sie.

Oberflächlich betrachtet wirkt das relative Desinteresse vieler Frauen an erotischen Fotos so als hätten sie weniger Interesse an Sex. Unter dieser Oberfläche stößt man dann aber eher auf das Gegenteil. Während es vielen Männern ausreicht, sich einfach nur ein Foto einer Frau anzusehen, reicht vielen Frauen das offenbar nicht. Sie wollen von einem Mann nicht nur träumen, sondern wirklich ganz konkret Sex mit ihm haben.

Ich denke, daß das der wahre Grund dafür ist, daß viele Frauen sich weniger für erotische Zeitschriften oder Pornographie interessieren. Es ist nicht so, daß ihnen sowas zuwider ist - nein, es reicht ihnen einfach nur nicht und ist deshalb für sie uninteressant.

Wahrscheinlich spielt da auch die unterschiedliche Erziehung von Männern und Frauen eine Rolle. Männer bekommen immer wieder eingetrichtert, daß sie auf keinen Fall eine Frau zum Sex zwingen dürfen. Somit lernen sie schon früh, daß manche Frauen für sie eben unerreichbar sind und begnügen sich dann vielleicht auch deshalb eher damit, von einer Frau einfach nur zu träumen.

Frauen bekommen keine vergleichbare Erziehung. Sie kriegen zwar auch nicht unbedingt jeden Mann, den sie wollen, aber ihnen verbietet niemand, das mit allen Mitteln zu versuchen. Selbst wenn sie dabei extrem aufdringlich werden, müssen sie schlimmstenfalls eine deutliche Abfuhr befürchten, aber kaum die juristischen Folgen, die ein Mann in dem Fall zu befürchten hat.

So kann eine halbwegs attraktive Frau davon ausgehen, daß sie viele Männer, die ihr gefallen, auch bekommen kann. Warum soll sie sich dann also mit Fotos dieser Männer begnügen?

Freundliche Grüße
von Garfield

Link

Arne Hoffmann, Thursday, 04.09.2003, 15:18 (vor 8189 Tagen) @ .

Als Antwort auf: Link scheint nicht zu funktionieren (n/t) von . am 04. September 2003 10:33:40:

Gnäch, da war bei dem Link noch mein Mailserver dazwischengeschaltet. Kein Wunder, dass die URL so lang war. Da die Mail inzwischen nicht mehr bei mir existiert, kann ich auch nur googlen, indem ich die genannten Namen eingebe.

Das hier müsste der Artikel sein:
http://www.globeandmail.com/servlet/ArticleNews/TPPrint/LAC/20030830/SINGLESEX30/TPTravel/

In einem passagenweise identischen Artikel unter http://www.smh.com.au/articles/2003/07/11/1057783358449.html heißt es übrigens abschließend:

--- Ms Sanchez Taylor and Ms O'Connell Davidson suggest that the reason many female tourists are able to delude themselves into believing they are not prostitute users lies in their racialised power over the men: "Racist ideas about black men being hypersexual and unable to control their sexuality enable them to explain to themselves why such young and desirable men would be eager for sex with older and/or overweight women, without having to think that their partners are interested in them only for economic reasons." ---

Sind es wirklich nur rassistische Vorstellungen, oder vielleicht nicht auch sexistische?

Arne

Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne

Lars, Thursday, 04.09.2003, 15:28 (vor 8189 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne von Garfield am 04. September 2003 10:54:44:

Ich denke, daß das der wahre Grund dafür ist, daß viele Frauen sich weniger für erotische Zeitschriften oder Pornographie interessieren. Es ist nicht so, daß ihnen sowas zuwider ist - nein, es reicht ihnen einfach nur nicht und ist deshalb für sie uninteressant.

Hallo Garfield,

dieser Kernthese stimme ich zu. Allerdings denke, da spielt noch tetwas anderes mit rein: Ich hab die Erfahrung gemacht, daß selbst Frauen, die sexuell super-emanzipiert rüberkommen, beim Thema Selbstbefriedigung auf einmal völlig verklemmt reagieren d. h. ausweichen, prinzipiell Abscheu äußern und für sich selbst allenfalls einräumen, es "auch schon mal probiert" zu haben und vehement betonen, daß ihnen das "überhaupt nichts gibt". Mir scheint, dahinter steckt im Grunde immer noch die Brave-Mädchen-Vorstellung, Sex müsse bei Frauen etwas mit Verlieben zu tun haben, zumindest eben irgendwie mit einer zweiten Person, Frauen müßten also das edlere Geschlecht sein. Hier greifen der "Frauen-sind-da-gaaanz-anders"-Dünkel und eine noch aus dem sexuellen Biedermeier herrührende, im Grunde völlig unemanzipierte Verklemmtheit ineinander.

In einem Punkt muß ich dann noch widersprechen:

Frauen bekommen keine vergleichbare Erziehung. Sie kriegen zwar auch nicht unbedingt jeden Mann, den sie wollen, aber ihnen verbietet niemand, das mit allen Mitteln zu versuchen. Selbst wenn sie dabei extrem aufdringlich werden, müssen sie schlimmstenfalls eine deutliche Abfuhr befürchten, aber kaum die juristischen Folgen, die ein Mann in dem Fall zu befürchten hat.

Das ist wirklich erst seit 10, 15 Jahren so! Davor war Frauen das aufdringliche Anbaggern vieler Männer zwar auch nicht "verboten", aber eine solche Frau hatte schnell den Ruf einer "Schlampe" oder eines "Flittchens" weg. Das männliche Pendent des "Schwerenöters" oder "Frauenhelden" wog als Stigma (bei unverheirateten Männern) vergleichsweise weniger schwer, und wurde in den 70ern bereits augenzwinkernd akzeptiert (wie gesagt bei jungen, unverheirateten Männern). Bei Frauen hat die sexuelle Liberalisierung in diesem Punkt etwas länger gedauert und kam wohl erst Anfang der 90er richtig zum Durchbruch.

Gruß
Lars

Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne

Lars, Thursday, 04.09.2003, 15:49 (vor 8189 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne von Arne Hoffmann am 04. September 2003 08:21:42:

Ich hab auch schon mal mitbekommen, wie sich zwei Frauen erheitert darüber unterhalten haben, daß eine Freundin von ihnen sich einen Marokkaner aus dem Urlaub mit nach hause genommen und geheiratet hatte, daß der betreffende im Falle eines Scheiterns der Ehe vor Ablauf einer gewissen Frist natürlich wieder seine Aufenthaltsgenehmigung verliehrt, und sie dementsprechend "die Hosen anhat".

Die beiden lachten und meinten wie in Selbstironie, daß sei ja fast wie mit den Katalog-Ehefrauen aus der Ukraine. Ich mußte auch erst schmuntzeln, aber wenn mal mal nachdenkt: Nein, es ist ganz UNironisch GENAU das gleiche.

Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne

Garfield, Thursday, 04.09.2003, 16:49 (vor 8189 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne von Lars am 04. September 2003 12:28:14:

Hallo Lars!

Stimmt - dieser "Frauen-sind-besser"-Dünkel wirkt da auch noch mit rein. Da zeigt sich dann ein ähnliches Phänomen wie auch bei der Sache mit Nackt-Fotos, Pornographie usw.:

Erstmal klingt es natürlich positiv, wenn eine Frau sagt, daß sie ja nur mit jemandem schlafen kann, den sie wirklich liebt. Tatsächlich geht das aber oft voll nach hinten los.

Natürlich werden Frauen diesen hohen moralischen Ansprüchen, die sie an sich stellen, nicht immer gerecht. Ihnen passiert es genau wie Männern, daß sie eben aus einer momentanen Stimmung heraus auch mal fremdgehen. Wenn das Männern passiert, dann buchen diese das oft als angenehme Erfahrung ab, haben ein mehr oder weniger schlechtes Gewissen, und oft ist die Sache damit erledigt. Manchmal wird aus dem Seitensprung vielleicht ein Verhältnis, aber auch dann wird die bestehende Beziehung oder Ehe nicht unbedingt in Frage gestellt, sondern das Verhältnis wird oft als Ergänzung betrachtet. Bei Männern wirkt da auch noch die Gewißheit, daß sie nach einer Scheidung häufig unterhaltspflichtig sind und eventuell ihre Kinder kaum noch oder gar nicht mehr sehen können. Da ist man(n) dann eben eher bereit, eine Beziehung oder Ehe nicht zu gefährden.

Wenn nun aber Frauen fremdgehen, bringen ihre vorgeblichen hohen Ideale sie in einen Gewissenskonflikt. Da ist dann vor allem die These, daß eine Frau nur mit einem Mann schläft, den sie liebt. Nun hat sie aber mit einem anderen Mann geschlafen, also ist ihr damit klar, daß sie ihn natürlich lieben muß. Natürlich ist dann mit dem Liebhaber auch alles neu, spannend und aufregend, während beim Partner alles alltäglich und langweilig erscheint. Diese positiven Empfindungen werden dann mit Liebe verwechselt, und damit ist dann natürlich klar, was zu tun ist: Der Partner muß für den Liebhaber verlassen werden. Allein schon, weil frau sich bei einem Verhältnis neben einer Beziehung oder Ehe nicht mehr so einfach selbst davon überzeugen kann, moralisch absolut integer zu sein.

So bewirkt dieser "Frauen-sind-besser"-Dünkel dann nicht etwa, daß Frauen treuer sind, sondern er bewirkt ganz im Gegenteil, daß Frauen sich heute eher von ihren Partnern trennen als in früheren Zeiten. Das wird noch dadurch gefördert, daß Frauen nach einer Scheidung häufig unterhaltsberechtigt sind. Wenn sie einen neuen Partner haben, können sie also damit rechnen, noch Unterhalt vom Ex zu kriegen und obendrein noch finanzielle Unterstützung vom neuen Partner. Das senkt die Hemmungen vor einer Scheidung natürlich noch weiter.

Ja, und die Tatsache, daß die Mehrheit der Scheidungen von Frauen eingereicht wird, beweist deutlich genug, daß sie eben leider nicht besser sind.

Das mit der Erziehung meinte ich auch bezogen auf die heutige Zeit. Daß das früher noch etwas anders aussah, ist mir schon klar.

Freundliche Grüße
von Garfield

weibliche Selbstbefriedigung: Tante xenia klärt auf

Xenia, Thursday, 04.09.2003, 16:52 (vor 8189 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne von Garfield am 04. September 2003 10:54:44:

Hallo Reinecke!
Ich denke, es hatte schon seinen Grund, daß Frauen früher als das sinnlichere und lustbetontere Geschlecht galten.
Da Männer großes Interesse am Anblick nackter oder halbnackter Frauen zeigen, erscheint es heute oft so, als würden sie öfter an Sex denken als Frauen.
Tatsächlich ist das aber gar nicht so. Männer können sich mit dem Playboy in der Hand einen runterholen und sind dann einigermaßen zufrieden. Die meisten Männer empfinden das zwar nicht als Idealzustand, aber wenn sie halt gerade keine Partnerin haben und ein Besuch im Bordell für sie nicht in Frage kommt, dann betrachten sie das als ausreichende Ersatzbefriedigung.
Bei Frauen tritt das eher selten auf. Da onanieren bestenfalls noch junge Mädels im Teenager-Alter vor einem Poster ihres Lieblingsstars, und das wohl auch nicht so häufig.
Ich hab von Frauen schon oft die Aussage gehört, daß sie es zwar schon interessant finden, sich Fotos von nackten Männern anzusehen, daß sie das aber nicht wirklich sexuell erregt. Um sexuell erregt zu werden, müssen sie den Mann wirklich real bei sich haben und anfassen können, sagten sie.
Oberflächlich betrachtet wirkt das relative Desinteresse vieler Frauen an erotischen Fotos so als hätten sie weniger Interesse an Sex. Unter dieser Oberfläche stößt man dann aber eher auf das Gegenteil. Während es vielen Männern ausreicht, sich einfach nur ein Foto einer Frau anzusehen, reicht vielen Frauen das offenbar nicht. Sie wollen von einem Mann nicht nur träumen, sondern wirklich ganz konkret Sex mit ihm haben.
Ich denke, daß das der wahre Grund dafür ist, daß viele Frauen sich weniger für erotische Zeitschriften oder Pornographie interessieren. Es ist nicht so, daß ihnen sowas zuwider ist - nein, es reicht ihnen einfach nur nicht und ist deshalb für sie uninteressant.
Wahrscheinlich spielt da auch die unterschiedliche Erziehung von Männern und Frauen eine Rolle. Männer bekommen immer wieder eingetrichtert, daß sie auf keinen Fall eine Frau zum Sex zwingen dürfen. Somit lernen sie schon früh, daß manche Frauen für sie eben unerreichbar sind und begnügen sich dann vielleicht auch deshalb eher damit, von einer Frau einfach nur zu träumen.
Frauen bekommen keine vergleichbare Erziehung. Sie kriegen zwar auch nicht unbedingt jeden Mann, den sie wollen, aber ihnen verbietet niemand, das mit allen Mitteln zu versuchen. Selbst wenn sie dabei extrem aufdringlich werden, müssen sie schlimmstenfalls eine deutliche Abfuhr befürchten, aber kaum die juristischen Folgen, die ein Mann in dem Fall zu befürchten hat.
So kann eine halbwegs attraktive Frau davon ausgehen, daß sie viele Männer, die ihr gefallen, auch bekommen kann. Warum soll sie sich dann also mit Fotos dieser Männer begnügen?
Freundliche Grüße
von Garfield

weibliche Selbstbefriedigung: Tante xenia klärt auf (mit Text)

Xenia, Thursday, 04.09.2003, 16:59 (vor 8189 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Sextourismus immer mehr auch Frauendomäne von Garfield am 04. September 2003 10:54:44:

Weibliche Selbstbefriedigung läuft nicht nur im Teenie.Alter ab, und schon gar nicht vor dem Poster des Lieblingsstars (auch wenn es Frauen geben soll, die das tun). Ich spreche jetzt mal aus meiner Erahrung und aus den Gesprächen mit anderen Frauen, aber es stimmt schon, ein Bild ist nicht direkt nötig dafür - weil man bzw frau ja ihr Vorstellungsvermögen hat. jam, so ein Bild kann manchmal nachhelfen, aber ein Bild von einem nackten Mann bringt meistens nur wenig. Fast immer stellt frau sich für Selbstbefriedigung einen Ablauf vor, einen Akt, mit irgendeinem Mann, und zwar fast immer mit einem, den sie nicht persönlich kennt, also auch niemals mit dem Lover oder Ehemann. Zur Selbstbefriedigung der Frau, gehört aber nicht nur die Vorstellung von einem anderen Mann (oder einer Frau je nach der sexuellen Präferenz), sondern auch eine gehörige Portion Eigenliebe bzw Autoerotik. Meiner Erfahrung nach haben Frauen, die sich in ihrem Körper sehr unwohl fühlen, kein besonders gutes oder ausgeprägtes Verhältnis zur Masturbation. Andere wiederum brauchen nur ihren eigenen körper im Spiegel zu sehen, und dies erregt sie - wozu man dann auch keinen Mann braucht.
Zusammengefasst: ja, weibliche Selbstbefriedigung mag anders sein als männliche, aber es gibt sie, allen gerüchten zum Trotz, dennoch, nicht nur in der Jugend (fängt so mit zehn Jahren an), auch im Erwachsenenalter. Und es macht verdammt viel Spaß ;-)

Best wishes, Tante Xenia

Re: weibliche Selbstbefriedigung: Tante xenia klärt auf (mit Text)

Garfield, Thursday, 04.09.2003, 17:10 (vor 8189 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: weibliche Selbstbefriedigung: Tante xenia klärt auf (mit Text) von Xenia am 04. September 2003 13:59:05:

Hallo Xenia!

Ich habe nicht behauptet, daß Frauen sich nicht selbst befriedigen! Es ging mir nur darum, daß sie das eben anders tun als Männer.

Wie du hier ja auch schreibst, stellen sich viele Frauen dabei direkt sexuelle Handlungen vor. Und du erwähnst sogar, daß Frauen durch den Anblick ihres eigenen Körpers in Erregung versetzt werden können. Dafür wiederum gibt es zwei mögliche Motivationen: Erstens bisexuelle Neigungen und zweitens die Vorstellung, was ein Mann wohl beim Anblick dieses Körpers empfinden und tun würde.

Die Vorstellungen der Frauen drehen sich also beim Masturbieren sehr oft direkt um Sex.

Bei Männern ist das nicht unbedingt so. Natürlich stellen sich Männer zuweilen durchaus auch sexuelle Handlungen mit einer Frau auf einem Foto oder einfach nur in der Fantasie vor. Aber sie brauchen das nicht unbedingt. Männern reicht es auch schon, sich einfach nur eine schöne Frau anzusehen. Allein die Ästhetik des weiblichen Körpers kann für einen Mann erotisch genug sein, er muß sich dabei also gar nicht unbedingt sexuelle Handlungen mit dieser Frau vorstellen.

Männer sind da weit mehr auf Ästhetik geeicht als Frauen. Für Frauen ist Ästhetik sicher auch nicht unwichtig. Kaum eine Frau findet die Vorstellung anregend, mit einem fetten, schrumpeligen Glatzkopf Sex zu haben. Aber Frauen ist der Sexualakt oft wichtiger als die Ästhetik.

Und das ist bei Männern eben anders. Ihnen ist die Ästhetik mindestens genauso wichtig wie der Sexualakt. Es soll sogar Männer geben, denen die Ästhetik noch viel wichtiger ist. Die mit einer Frau, die ihnen gefällt und die sie lieben, gar nicht schlafen möchten, weil sie sie als so eine Art Göttin betrachten. Ist natürlich selten, aber sowas soll es geben.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: weibliche Selbstbefriedigung: Tante xenia klärt auf (mit Text)

Jolanda, Thursday, 04.09.2003, 18:08 (vor 8189 Tagen) @ Xenia

Als Antwort auf: weibliche Selbstbefriedigung: Tante xenia klärt auf (mit Text) von Xenia am 04. September 2003 13:59:05:

Hallo Xenia

Schmunzelt...richtig, weibliche Selbstbefriedigung beschränkt sich keinesfalls auf die Jugend ...grinst breit, nein Männer, das ist ein Ammenmärchen, echt nun.

Also bei mir fing das schon früher an, nicht erst mit 10 Jahren...schmunzelt und je älter ich wurde, desto natürlicher erschien mir das auch. Eben ein Teil meiner Sexualität. Zudem wie soll ich wissen, was mir gefällt, wenn ich meinen eigenen Körper nie erforsche :-)

Zu einem guten lockeren und erfüllten Sexualleben gehört auch die Selbstbefriedigung. Ich weiss gar nicht, warum da immer so um den heissen Brei geredet wird. Ist doch etwas absolut Natürliches :-)

Einen lieben Gruss
schickt dir
Jolanda

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