Rivalität
Noch einige Abschnitte aus der Psychologie heute über Rivalität. Vorgestellt wird ein Buch von K.T. Oehler: Rivalität und wie man richtig damit umgeht:
"Das Arbeitsleben scheint vor allem vom männlichen Konkurrenzverhalten geprägt zu sein. Schon kleine Jungs wollen in der Sandkiste die höchste Burg bauen und das tiefste Loch graben, während Mädchen offenes Rivalisieren möglichst vermeiden und eher kooperativ spielen....
Offensichtlich sind Frauen der Meinung, daß Rivalität die Beziehung zu anderen Menschen und die gesellschaftliche Solidarität insgesamt zerstören kann. Die weibliche Haltung zum täglichen Konkurrenzkamp faßt Oehler so zusammen: 'Im Berufsleben resignieren Frauen schneller und geben den Kampf leichter auf. Sie scheinen eine Niederlage mehr zu fürchten, als sich von vorneherein sozial unterzuordnen.'
Dagegen sehen Männer das Thema offenbar sehr viel unverkrampfter....
'Das weibliche Kampffeld scheinen eher die zwischenmenschlichen Beziehungen zu sein. Männer kämpfen in erster Linie um den Erfolg, die Anerkennung des Chefs ist für sie sekundär. Sie rivalisieren offener und unverkrampfter als Frauen, die mehr einem Muster folgen, das ihnen vorschreibt, sich anzupassen und sich auf keinen Fall unbeliebt zu machen.'.....
Die völlige Vermeidung von Konkurrenz ist auch für den Psychotherapeuten Oehler ein wenig erstrebenswertes Ziel: 'Man stelle sich einmal vor, daß niemand rivalisiert, weder Kinder noch die Mitarbeiter oder Chefs, dass niemand sich anstrengt, besser zu sein als die anderen, dass niemand nach besseren Lösungen sucht. Man stelle sich einmal vor, was es bedeutet, wenn niemand die Forschung vorantreibt, die Industrie ankurbelt, niemand um die Wette läuft, dichtet, schreibt oder komponiert.'"