Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ehre fürs starke Geschlecht

Alexander, Thursday, 28.08.2003, 16:32 (vor 8196 Tagen)

Ich will ja nicht noch mehr Werbung für die Nordwestschweiz machen (der FC Basel macht da schon genug :-) aber anbei wieder ein Text aus dem Baslerstab (Gratis Tageszeitung in der Schweiz). Link ist leider nur am aktuellen Tag gültig ... :-(

Internationaler Tag des Mannes
Ehre fürs starke Geschlecht

Cécile Uebelhart will am 31. August dem Mann ihre Achtung erweisen.

Es passiert nicht oft, dass man als Journalist mit einem Lied empfangen wird. Bei Cécile Uebelhart kann das vorkommen: «Der wirklich, wirksam, wirkende Journalist», singt sie, «wiedergibt, was wirklich, wirksam, wirkend jetzt da ist, gewesen, sein werdend und werden wird.»
Der Empfang mag auch damit zu tun haben, dass er sich an einen Mann richtet. Cécile Uebelhart hat nämlich vor, dem starken Geschlecht endlich die ihm zustehende Ehre zu erweisen: Den 31. August hat sie zum internationalen Tag des Mannes erklärt.
Liest man das E-Mail, das Cécile Uebelhart 450fach in alle Welt verschickt hat, glaubt man erst einmal, sie wolle einen veräppeln. «Es ist mir seit frühster Kindheit ein Anliegen», heisst es da, «dass der Mann an einem besonderen Tag die Achtung und Würde, Aufmerksamkeit und Ehre, im Bezug zu seiner Existenz und seinem Werken und Wirken in einem ganz besonders ausgeprägten Mass an Ausdruck erhält.»
Doch die Kulturbotin und Persönlichkeitsbilderin – wie sie sich selbst nennt – meint es ernst. Am Tisch der Bonanza-Finalis, einem raumumfassenden Kunstwerk am Bläsiring 86, legt sie ihre Motive dar: Während der Mann vor allem produziere, habe die Frau die Tendenz zu fragen: Was habe ich erhalten? Und was muss ich damit tun? «Für die Verwirklichung der Welt gibt der Mann sein Leben hin und wird doch für alles Übel verantwortlich gemacht», erklärt sie. Das beginne schon bei der Geburt: «Der Mann wird als potenzielles Kanonenfutter geboren.» Er gehört dem Staat, der ihn zum Krieg verpflichten kann.
Von ihren Geschlechtsgenossinnen erhält Cécile Uebelhart wenig Support. Die meisten Reaktionen von anderen Frauen seien «schlimm», sagt sie: «Es ist offenbar kaum vorstellbar, dass sich eine Frau politisch oder gesellschaftlich für den Mann engagiert.»

Welt in drei Räumen
Der Widerstand verwundert nicht – Cécile Uebelhart ist schwer fassbar. Sie zeichnet, schreibt, komponiert und gibt Kurse. In Basel hat sie mit dem Verein Pro Universitartis die Räume Liberta, Arca und Bonanza-Finalis eröffnet, die darstellen sollen, «was es alles auf der Welt gibt, das der Mensch verkörpert».
Und was passiert nun am 31. August? «Man soll einfach einmal Freude am Mann haben», fordert die Initiantin. Und was auch immer geschehen werde: Punkt 18 Uhr wird der Tag des Mannes offiziell aus der Taufe gehoben.
amz.

31. August, ab 10 Uhr, Bonanza-Finalis, Bläsiring 86, Basel.

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