Jetzt schlägt's 13
Moin zusammen,
gerade habe ich in der Post die monatliche ver.di Publikation gefunden...
Die Schlagzeile auf der Titelseite: Die Reform der Männer
Hartz-Gesetze und Agenda 2010 benachteiligen die Frauen. Gewerkschaftsfrauen fordern, daß die weiblichern Lebensverhältnisse und Interessen in die Reform unserer Gesellschaft eingehen.
Auf der Internetseite von ver.di ( [link=http://www.verdi.de" target="_top]http://www.verdi.de[/link] ) liegt der komplette Artikel leider nicht vor. Dort gibt es zu diesem Aufruf lediglich ein PDF-Pamphlet zum Download für eine Unterschriftenaktion, daß die Frauen mal wieder gräßlich benachteiligt werden...
Nach den Parteien sind also die Gewerkschaften jetzt auch von den Feministinnen unterwandert...
Wer noch keinen Grund hatte, den Gewerkschaften unter ver.di den Rücken zu kehren, hat jetzt einen guten Grund... Meine Kündigung geht noch heute raus...
Gruß
tervara
Re: Oooppss... Gerade gesehen, daß das Thema gestern schon stand...
Als Antwort auf: Jetzt schlägt's 13 von terVara am 26. August 2003 12:13:05:
...meine Verärgerung über die Schlagzeile mußte einfach spontan raus...
Sehr lobenswert!
Als Antwort auf: Jetzt schlägt's 13 von terVara am 26. August 2003 12:13:05:
Wer noch keinen Grund hatte, den Gewerkschaften unter ver.di den Rücken zu kehren, hat jetzt einen guten Grund... Meine Kündigung geht noch heute raus...
Zu diesem Entschluss kann ich dich nur beglückwünschen!
Frank
Re: Sehr lobenswert!
Als Antwort auf: Sehr lobenswert! von Frank am 27. August 2003 08:53:36:
Wer noch keinen Grund hatte, den Gewerkschaften unter ver.di den Rücken zu kehren, hat jetzt einen guten Grund... Meine Kündigung geht noch heute raus...
Zu diesem Entschluss kann ich dich nur beglückwünschen!
Gewerkschaften an sich sind eine gute Sache, wenngleich sie im Zeitalter
des Turbo-Kapitalismus und der Globalisierung leider immer weniger zu
melden haben. Ich glaube nicht, daß die Gewerkschaften in einem stärkeren
Maße feministisch verseucht sind, als dies bei anderen größeren
Organisationen der Fall ist. Es ist heute leider so, daß sich viele
Organisationen mit Unsinn feministischen Ursprungs zu schmücken versuchen.
Vergleiche z. B. die Aktionspartner des Girls' Day (ganz unten auf der
Startseite zu sehen).
Gruß, Jörg
Re: Jetzt schlägt's 13
Als Antwort auf: Jetzt schlägt's 13 von terVara am 26. August 2003 12:13:05:
Hallo tervara,
ich bekomme die ver.di-Publikation auch immer zugeschickt und habe mir
den besagten Artikel gerade mal angesehen.
Einige Aussagen sind allerdings schon etwas heftig und könnten so oder
so ähnlich geradewegs in einem Artikel der "Emma" stehen.
Hier mal ein Zitat aus der "Titelstory":
"Gisela Steineckert, Schriftstellerin: Es gibt keine den Frauen gemäße
Arbeitswelt. Noch immer versuchen wir in einer Welt eigenständig zu leben,
die nach den Maßen des Mannes eingerichtet ist. Es könnte eine Welt geben,
die der Frau gerecht würde: [...]. Aber natürlich ist es leichter, den
Mann etwas besser zu bezahlen, damit der Weib und Kind ernähren kann und
das Fehlen der Frauen in der Arbeitswelt die Zahlen schönt. Eine perfide
Anwendung der Macht gegen die Frauen. [...]"
Jetzt wissen wir's: Männer arbeiten also nur, um ihre Machtgeilheit zu
befriedigen. Schön, daß wir das direkt auf der Titelseite lesen dürfen.

Gruß, Jörg
Re: Sehr lobenswert!
Als Antwort auf: Re: Sehr lobenswert! von Jörg am 27. August 2003 10:24:17:
Hallo Jörg,
wer mitbekommt, wie Gewerkschaften mitunter mit ihren eigenen Mitarbeitern umgehen, hat schon mal Schwierigkeiten, ihr Engagement gegen den "Turbo-Kapitalismus" als glaubwürdig einzustufen.
Aber auch bei den Gewerkschaften gibt es solche und solche. So sexistisch wie ver.di sind bestimmt nicht alle.
Gruß
Frank
Re: Sehr lobenswert!
Als Antwort auf: Re: Sehr lobenswert! von Frank am 27. August 2003 19:23:26:
Hallo Frank!
wer mitbekommt, wie Gewerkschaften mitunter mit ihren eigenen Mitarbeitern umgehen, hat schon mal Schwierigkeiten, ihr Engagement gegen den "Turbo-Kapitalismus" als glaubwürdig einzustufen.
Das mag sein. Nur stelle ich mir die Frage, wie wohl die Arbeits-
bedingungen der meisten Menschen in Deutschland aussähen, wenn es
überhaupt keine Gewerkschaften gegeben hätte und geben würde.
Mir ging es hier also eher um das große Ganze.
Gruß, Jörg