Sogenannte Frauenzeitschriften
Xenia, Tuesday, 19.08.2003, 20:40 (vor 8205 Tagen)
Amica, Young Miss, Brigitte, Petra und weiß die Teufelin, wie sie alle heißen....
Die sogenannten Frauenzeitschriften - geben sie die Wirklichkeit wieder? Zeigen sie die Frauen, wie sie sind - oder nur, wie sie seien sollten?
Der Inhalt dieser Banalblättchen ist leider oftmals mager, viel zu mager. Saison-Diäten in jedem zweiten Heft, immer wieder pressure: DU MUSST ABNEHMEN UND ZWAR JETZT SOFORT!, andernfalls passt man ja nicht in die dort abgebildete Mode für Girlies/Schlampen/Flittchen/Langeweilerinnen/angepasste Zumpfen... Hinzukommen Tips für das perfekte Makeup, damit man bloß nicht sein wahres gesicht zeigen muss, sondern sich schön fein hinter den Saisonfarben, also fett den Mascara raufklatschen und den Mund überzeichnen, dann klappt's auch mit dem Nachbarn - denn ja, dies ist doch das Ziel, eigentlich sind diese Heftchen nur Balztppverbreiter und eine einzige Huldigung an die Männerzentriertheit, die wir niemals wollten. Wie flirte ich am besten oder wie gebe ich perfekt einen Korb? Wie bereite ich meinem Hanswurst von Ehemann ein perfektes Zuhause und vor allem und am wichtigsten: Wie zur Hölle bereite ich eigentlich einen Festtagsbraten zu!
Das haben wir nie gewollt und diese Zeitschriften mögen sich im Fahrwasser der Emanzipation aufgebläht haben, indem sie angefangen haben, ihre Schmalspurinhalte feministisch zu verbrämen, nach dem Motto: Frau supertollles Hascherl.
Und jetzt steht in diesen kleinkarierten Hefterln was zur Männlichkeit (Wieso eigentlich, solln doch Frauenzeitschriften sein) und sofort nehmen das die Herren dieses Forums als Vorlage, um gegen den Feminismus zu wettern. Sorry, Leutz, aber das ist Schattenboxen, was in diesen Heften steht, das ist gequeirlte Mäusekacke - und die meisten Frauen wissen das auch. Warum kaufen Frauen diese Zeitschriften? Eigentlich nur für Makeup- und Modetipps. Die Artikel darin werden zwar das eine oder andere Mal überflogen - geglaubt wird der Schmarrn noch lange nicht, ausser von ein paar Dumpfbacken. Die meisten Frauen sind durchaus in der Lage von einer Zeitschrift auf die Wirklichkeit zu abstrahieren - und nehmen also nicht jeden Mist für voll, der da drinsteht.
Aber nein, es steht in einer Frauenzeitschrift, und die werden en masse gekauft, und sie werden von Frauen für Frauen hergestellt, also muss das ja jetzt echt wiedergeben, was die Wirklichkeit ist. Ich werde mir demnächst mal Men's Health, die Brigitte der Männer zulegen, und da mal reinschauen. UND WEHE IHR SEID NICHT SO; WIE ES DA DRINSTEHT!
Xenia
PS: Für die üblichen Rechtschreibfehler entschuldige ich mich. Dapis....
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Simon, Tuesday, 19.08.2003, 21:34 (vor 8205 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 17:40:19:
Schön. Und wen oder was genau wolltest Du jetzt eigentlich damit kritisieren?
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Xenia, Tuesday, 19.08.2003, 23:30 (vor 8205 Tagen) @ Simon
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Simon am 19. August 2003 18:34:39:
Schön. Und wen oder was genau wolltest Du jetzt eigentlich damit kritisieren?
Verzeihung, aber bist du in der letzten Woche hier anwesend gewesen und hast mitgelesen?
Xenia
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Simon, Tuesday, 19.08.2003, 23:51 (vor 8205 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 20:30:39:
Verzeihung, aber bist du in der letzten Woche hier anwesend gewesen und hast mitgelesen?
Xenia
Brauchst nicht um Verzeihung zu bitten.
Ja, ich habe alles mitgelesen und weiß auch so ungefähr, worauf Du hinauswillst, daher ist meine Frage selbst schon als Kritik gemeint, wie Du Dir sicherlich schon gedacht haben wirst, was nicht bedeutet, daß Du nicht ruhig darauf antworten kannst.
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Xenia, Wednesday, 20.08.2003, 20:50 (vor 8204 Tagen) @ Simon
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Simon am 19. August 2003 20:51:08:
Verzeihung, aber bist du in der letzten Woche hier anwesend gewesen und hast mitgelesen?
Xenia
Brauchst nicht um Verzeihung zu bitten.
Keine Sorge, das war nur Ironie
Ja, ich habe alles mitgelesen und weiß auch so ungefähr, worauf Du hinauswillst, daher ist meine Frage selbst schon als Kritik gemeint, wie Du Dir sicherlich schon gedacht haben wirst, was nicht bedeutet, daß Du nicht ruhig darauf antworten kannst.
Wenn ich darauf antworte, kann ich ja den ganzen Text, den ich als Ausgangsposting geschrieben habe, nochmal hierherposten. Sag doch einfach, was du gerne sagen oder kritisieren möchtest, wenn du eh weißt, worauf ich hinaus will. Danke.
Xenia
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Garfield, Tuesday, 19.08.2003, 21:38 (vor 8205 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 17:40:19:
Hallo Xenia!
Also, wenn Frauen diese Käseblättchen wirklich so langweilig und uninteressant finden würden, dann würde es sie nicht geben. Ihr Inhalt spiegelt exakt die Interessen der deutschen Durchschnittsfrau wider, für die sie ja auch gedruckt werden.
Auf die Frage, wer eigentlich die Horoskope, die man ja auch in solchen Zeitschriften immer wieder findet, bräuchte, sagte eine Redakteurin einer Frauenzeitschrift mal, daß sie schon mal versucht haben, den Unsinn wegzulassen. Aber es gab dann so viele Briefe von Leserinnen, die die Horoskope zurück haben wollten, daß man sie wieder einführen mußte.
Analog sieht das mit den anderen seichten Themen aus, die in diesen Blättchen bis zum Erbrechen ausgewalzt werden. Natürlich betreiben die Macherinnen dieser Zeitschriften (denn meist sind es Frauen) ständig Marktforschung und versuchen, den Interessen ihrer Leserinnen möglichst gerecht zu werden.
Und deshalb gibt es dort eben auch immer wieder Artikel darüber, wie toll Frauen doch im Vergleich zu Männern wären und wie frau sich ihren Partner perfekt erziehen könne. Der deutschen Durchschnittsfrau scheint es enorm wichtig zu sein, immer wieder bestätigt zu bekommen, wie überlegen sie doch sei. Wahrscheinlich ganz besonders dann, wenn sie es im realen Leben eben kaum ist.
Vielleicht wird es bald auch Männerzeitschriften geben, die Männern immer wieder bestätigen, daß sie die Größten sind. Ich kann mir gut vorstellen, daß manche Männer das auch toll fänden. Momentan ist das aber eben auch ein Privileg, das so nur Frauen zuteil wird. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob es sich dabei wirklich um ein Privileg handelt...
Und ich kann dir versichern, daß auch der platteste Schwachsinn seine Wirkung tut. Wenn Stadtkinder im Werbefernsehen immer wieder lila Kühe sehen, dann denken sie eben, daß Kühe grundsätzlich lila sind, was sich bei Umfragen auch schon ergeben hat.
Ja, und wenn frau überall liest, wie schrecklich rückständig und unterlegen Männer doch wären, dann glaubt sie das natürlich auch. Wenn sie nur Männer kennt, auf die das ganz und gar nicht zutfrifft, dann sind das eben Ausnahmen. Das hat sich bei Umfragen auch schon gezeigt. Fragte man Frauen, ob sie der Meinung sind, daß Männer grundsätzlich gewalttätiger, unsensibler usw. sind als Frauen, antwortete die Mehrheit mit "ja". Fragte man sie dann, wie viele Männer sie denn kennen würden, die diesen Klischees wirklich entsprechen, kam oft Schweigen im Walde.
Ganz offensichtlich beziehen Frauen diese Weisheiten also nicht aus dem realen Leben, sondern aus den Medien. Eben auch aus solchen albernen Käseblättchen, die oft nicht mal von ihren Macherinnen ernst genommen werden.
Interessanterweise haben Männer laut diversen Umfragen weit weniger negative Vorurteile gegenüber Frauen. Könnte das vielleicht damit zusammen hängen, daß es eben keine Männerzeitschriften gibt, die Frauen als rückständige Neandertalerinnen darstellen, die nur durch die führende Hand des Mannes zu einigermaßen akzeptablen Menschen geformt werden könnten? Oder daß es von Werbefilmern und Drehbuchautoren nicht als urkomisch angesehen wird, wenn ein Mann eine Frau verpürgelt? Und daß auch sonst im Fernsehen oder in Werbespots niemals ausschließlich über Frauen hergezogen wird? Jemand hat Werbespots tatsächlich mal daraufhin analysiert. Dabei fand er heraus, daß, wenn nur ein Mensch eines bestimmten Geschlechts als Trottel dargestellt wurde, das Geschlecht dieses Menschen in 100% aller Fälle männlich war. Hältst du das für Zufall?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Martin, Tuesday, 19.08.2003, 22:35 (vor 8205 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Garfield am 19. August 2003 18:38:55:
Hallo Garfield.
Wenn Stadtkinder im Werbefernsehen immer wieder lila Kühe sehen, dann denken sie eben, daß Kühe grundsätzlich lila sind, was sich bei Umfragen auch schon ergeben hat.
Glaube ich so nicht. Erstens gibt es auch andere Milchprodukte, die mit (z. T. sprechenden, singenden oder springenden) Rindern beworben werden, die nicht lila sind. Das neutralisiert die Milka-Kuh. Zweitens sehen Kinder, die Werbung sehen, auch andere Programme und stoßen da früher oder später auch auf (normale) Rinder. Speziell in Kindersendungen, Tierfilmen, Dokumentationen (BSE!) und Western (gibt's bis zum Erbrechen). Drittens braucht man auch in Großstädten oder Industrieregionen nur zwei, drei Kilometer mit dem Auto, dem Zug oder dem Fahrrad raus fahren, schon begegnen einem Rinder, Gäule, Ziegen et. al. Viertens geht jedes Kind in den Kindergarten und in die Schule, wo es unweigerlich mit der grausamen (schwarz- oder braun-weiß gefleckten) Wirklichkeit konfrontiert wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Kind so einsiedlerisch lebt, dass es an lila Kühe glaubt. Das zeigt mal wieder die Qualität von Umfragen...
Jemand hat Werbespots tatsächlich mal daraufhin analysiert. Dabei fand er heraus, daß, wenn nur ein Mensch eines bestimmten Geschlechts als Trottel dargestellt wurde, das Geschlecht dieses Menschen in 100% aller Fälle männlich war.
Ist seit der Bahn-Werbung für Umsteigeverbindungen überholt, in der ein Mann, der mit einer Frau zusammen flaniert, zu einem anderen, einzelnen, Mann überwechselt und die Frau konsterniert zurück lässt. Ich habe auch schon andere Beispiele gesehen (sind aber Ausnahmen, klar...)
Martin
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Garfield, Wednesday, 20.08.2003, 12:55 (vor 8204 Tagen) @ Martin
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Martin am 19. August 2003 19:35:43:
Hallo Martin!
Gut - ich weiß nicht, wie alt diese befragten Kinder waren. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um sehr kleine Kinder, die eben noch nicht viel vom realen Leben mitbekommen haben. Ich hatte das ja auch nur als Beispiel dafür erwähnt, wie die Medien selbst offensichtlichen Unsinn in die Hirne reinbekommen können.
Bei der Geschlechterproblematik ist vieles leider nicht so offensichtlich wie bei lila Kühen. Früher haben sich die Menschen ihr Weltbild vor allem aufgrund ihrer näheren Umgebung geschaffen. Fernsehen und Radio gab es noch nicht, lesen konnten viele Menschen nicht, und so bekamen sie nur über Erzählungen von Durchreisenden oder über irgendwelche Geschichtenerzähler was von der Außenwelt mit. Deshalb war ihr Weltbild viel realer, weil es eben sehr stark vom realen Leben geprägt war.
Heute werden wir täglich stundenlang durch die modernen Medien berieselt. Und oft werden da Scheinwelten vorgegaukelt. Da sich viele Medien vor allem als Werbeplattform betrachten, richten sie sich natürlich auf die Bedürfnisse ihrer bevorzugten Zielgruppen aus. Das sind oft Frauen, da Frauen das meiste Geld ausgeben. Das läßt diversen radikalfeministischen Dogmen in den Medien natürlich freie Bahn. Deshalb ist es so modern geworden, immer wieder zu betonen, wie überlegen Frauen doch wären. Man will sie damit bauchpinseln und so dazu bringen, eine Fernsehsendung mit Werbeblocks zu sehen oder eben eine Frauenzeitschrift mit Werbeseiten zu lesen.
Die Medien greifen also alles auf, was sie gerade für "in" halten und verstärken es dadurch noch.
"Ist seit der Bahn-Werbung für Umsteigeverbindungen überholt, in der ein Mann, der mit einer Frau zusammen flaniert, zu einem anderen, einzelnen, Mann überwechselt und die Frau konsterniert zurück lässt."
Na ja, aber da wird die Frau nicht direkt als Trottel dargestellt! Mir sind auch schon Werbespots aufgefallen, in denen Männer positiv dargestellt werden. Z.B. eine Handy-Werbung, in der ein Ingenieur oder Architekt auf einer Baustelle gezeigt wird. Seine Frau und seine Tochter schicken ihm von zu Hause aus per Handy ein Foto von ihnen beiden, und die Tochter sagt dazu irgendsowas wie: "Papa ist der Beste. Er arbeitet so hart für uns..." Oder die Touareg-Werbung von VW: "Wer auch immer Flüsse geschaffen hat, die 50 cm tief sind ... wer auch immer Straßen geschaffen hat, auf denen man mit 200 km/h fahren kann ... Danke, Mann!" Erstaunlich finde ich auch die Werbung mit Franz Beckenbauer, wo er locker mit zwei Frauen anmarschiert kommt und dann begeistert erklärt, daß er mit seinem Handyvertrag zwischen irgendwelchen Tarifen oder sonstigen Möglichkeiten jederzeit frei hin und her springen kann.
Alle diese Werbespots haben eines gemeinsam: Es werden Produkte beworben, die weit überwiegend von Männern gekauft werden. Die die meisten Produkte aber entweder überwiegend von Frauen gekauft werden oder aber von Frauen und Männern etwa gleichermaßen, sind die meisten Werbespots und damit auch die Fernsehserien und Filme drumherum auf Frauen ausgerichtet. Und da ist es dann eben modern, die Überlegenheit der Frau zu demonstrieren, was impliziert, daß der Mann mehr oder weniger negativ dargestellt werden muß.
Dazu kommen noch diverse Filmchen und Serien, in denen ständig fremdgehende und gewalttätige Männer gezeigt werden. Zwar kommen immer wieder auch gewalttätige oder fremdgehende Frauen vor, aber dann wird es interessanterweise meist so dargestellt, daß die dafür auch einen plausiblen Grund haben. Die wehren sich dann meist gegen männliche Gewalt oder revanchieren sich für einen Seitensprung des Partners. Filme, in denen Frauen gezeigt werden, die von Natur aus gewalttätig sind, sind eher selten. Es kam auch schon vor, daß so ein Film keinen Verleih gefunden hat und deshalb zunächst gar nicht in die Kinos kam. Weil sämtliche Verleih-Unternehmen der Meinung waren, daß es ein Flop werden würde, weil die weibliche Akteurin zu gewalttätig dargestellt werden würde. Man konnte den Film zunächst nur über Videotheken verleihen, und erst, als er dort gut lief, hat man sich dazu bequemt, ihn auch in die Kinos zu bringen. (Ich glaube, Arne hat das in seinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" erwähnt.)
Wenn Männer also häufig negativ dargestellt werden, Frauen dagegen häufig positiv, dann wirkt sich das schon auf die öffentliche Meinung aus, was Umfragen ja auch immer wieder bestätigen. Das hat auch mal jemand in einer Studie untersucht. Dieser Wissenschaftler war keineswegs ein Maskulist, und er hat sich noch nicht einmal getraut, die Ergebnisse seiner Studie so zu formulieren, wie sie nun einmal waren. Da er es nicht für zeitgemäß hielt, festzustellen, daß Frauen Vorurteile gegenüber Männern haben, kreierte er dafür einen neuen Begriff: "Negative Fernbilder". Er hat mit seiner Studie eben auch festgestellt, daß Frauen Männern zwar einerseits diverse negative Eigenschaften zuschreiben, andererseits aber nur wenige oder gar keine Männer aus ihrem Bekanntenkreis nennen können, auf die das wirklich zutrifft.
Wenn du das nicht glaubst, dann mach doch mal deine eigene Umfrage. Frag einfach mal Frauen in deinem Bekanntenkreis, ob sie Männer grundsätzlich für gewalttätiger oder unsensibler als Frauen halten!
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Maesi, Thursday, 21.08.2003, 23:35 (vor 8203 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Garfield am 20. August 2003 09:55:24:
Hallo Garfield
Bei der Geschlechterproblematik ist vieles leider nicht so offensichtlich wie bei lila Kühen.
Zustimmung
Früher haben sich die Menschen ihr Weltbild vor allem aufgrund ihrer näheren Umgebung geschaffen. Fernsehen und Radio gab es noch nicht, lesen konnten viele Menschen nicht, und so bekamen sie nur über Erzählungen von Durchreisenden oder über irgendwelche Geschichtenerzähler was von der Außenwelt mit. Deshalb war ihr Weltbild viel realer, weil es eben sehr stark vom realen Leben geprägt war.
Heute werden wir täglich stundenlang durch die modernen Medien berieselt. Und oft werden da Scheinwelten vorgegaukelt.
Jein. Mangelnde Bildung foerderte natuerlich den Aberglauben. Aber eine solche Scheinwirklichkeit, wie die Medien heute glaubhaft aufbauen koennen, gab es damals tatsaechlich nicht; die Menschen vertrauten sicher staerker ihren eigenen subjektiven Eindruecken, die sich aber halt auch als falshc entpuppen konnten.
Die Medien greifen also alles auf, was sie gerade für "in" halten und verstärken es dadurch noch.
Zweifellos. Wer am schnellsten einen Trend erkennt, hat in der Werbung einen Wettbewerbsvorteil; und Werbeeinnahmen sind ein wesentlicher Teil der Existenzgrundlage von kommerziellen Medien. Noch besser ist es, selber den Trend mitzubestimmen.
Wenn Männer also häufig negativ dargestellt werden, Frauen dagegen häufig positiv, dann wirkt sich das schon auf die öffentliche Meinung aus, was Umfragen ja auch immer wieder bestätigen. Das hat auch mal jemand in einer Studie untersucht. Dieser Wissenschaftler war keineswegs ein Maskulist, und er hat sich noch nicht einmal getraut, die Ergebnisse seiner Studie so zu formulieren, wie sie nun einmal waren. Da er es nicht für zeitgemäß hielt, festzustellen, daß Frauen Vorurteile gegenüber Männern haben, kreierte er dafür einen neuen Begriff: "Negative Fernbilder". Er hat mit seiner Studie eben auch festgestellt, daß Frauen Männern zwar einerseits diverse negative Eigenschaften zuschreiben, andererseits aber nur wenige oder gar keine Männer aus ihrem Bekanntenkreis nennen können, auf die das wirklich zutrifft.
Zustimmung. Frauenzeitschriften vermitteln nicht nur Trends sondern sind IMHO auch Trendsetter; sie vermitteln Frauen eine Realitaet, wie sie sich nach Meinung der Redaktorinnen praesentiert. Und die von Dir erwaehnte Durchschnittsfrau glaubt das durchaus, schliesslich hat sie es schwarz auf weiss gelesen. Die vermittelte Realitaet zieht aber noch weitere Kreise. Auch jene Frauen, die sich keine Frauenzeitschriften kaufen, koennen mitbeeinflusst werden. Sie erfahren sie von Frauen, die regelmaessig solche Magazine lesen und ihnen erzaehlen, was sie letzthin in der 'Brigitte', 'Annabelle' usw. gelesen haetten.
Gruss
Maesi
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Garfield, Friday, 22.08.2003, 20:45 (vor 8202 Tagen) @ Maesi
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Maesi am 21. August 2003 20:35:11:
Hallo maesi!
"Jein. Mangelnde Bildung foerderte natuerlich den Aberglauben. Aber eine solche Scheinwirklichkeit, wie die Medien heute glaubhaft aufbauen koennen, gab es damals tatsaechlich nicht; die Menschen vertrauten sicher staerker ihren eigenen subjektiven Eindruecken, die sich aber halt auch als falshc entpuppen konnten."
Klar, letztendlich hat jeder sein eigenes, subjektives Weltbild.
Und was Aberglauben angeht: Sowas entstand nicht nur durch mangelnde Bildung. Viele Sachen wußten die Menschen damals einfach noch nicht besser, auch nicht, wenn sie wirklich gebildet waren. Oftmals wurde Aberglauben auch von Geschäftemachern ganz bewußt in die Welt gesetzt. So verdienten sich Henker beispielsweise ein kleines Zubrot dadurch, daß sie Taschentücher von Interessenten in das Blut Hingerichteter tauchten oder sogar Körperteile der Hingerichteten verkauften. Diese galten als Wundermittel gegen diverse Krankheiten. Mit Sicherheit haben die Henker selbst diese Märchen in Umlauf gebracht, um damit gut verdienen zu können. Noch zu Anfang des 20 Jahrhunderts wurde in Deutschland in einer Apotheke nach solchen "Wundermitteln" gefragt.
Heute läuft das immer noch genauso, nur in größerem Maßstab. Deshalb wurden beispielsweise die Begriffe ArbeitGEBER und ArbeitNEHMER eingeführt. Das soll suggerieren, daß nicht etwa der Unternehmer die Arbeit von seinen Mitarbeitern nimmt, sondern daß er ihnen großzügigerweise als so eine Art Wohltäter der Menschheit die Arbeit gibt. Das war letztendlich die Reaktion auf die Arbeiterbewegung des 19./20. Jahrhunderts, die ja sehr durch die kommunistische Ideologie geprägt war und Unternehmer grundsätzlich als Ausbeuter betrachtete, die wie Blutegal an den Arbeitern hängen. Solche Anschauungen waren den Unternehmern nicht genehm, da sie ihnen wenig öffentliche Sympathie einbrachten und es ihnen so erschwerten, finanzielle Zuwendungen und sonstige Unterstützung von der Regierung zu bekommen.
So mußten sie etwas unternehmen, um ihr Image wieder aufzupolieren. Übrigens hat sich das auch auf die Frauenbewegung ausgewirkt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein galt Arbeit nämlich allgemein nur als notwendiges Übel, vor dem sich jede(r) möglichst gut zu drücken suchte. Wer es nicht nötig hatte, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten, zeigte das gern und wurde dafür beneidet und bewundert. Blässe galt als vornehm, da sie bewies, daß man es nicht nötig hatte, unter freiem Himmel bzw. überhaupt zu arbeiten.
Die kommunistische Ideologie gab der Arbeit einen ganz neuen Stellenwert. Sie ging davon aus, daß der Mensch erst durch die Arbeit zum Menschen wurde. Wer nicht arbeitete, galt als Schmarotzer und nur wer arbeitete, sollte auch die Früchte der Arbeit ernten.
Aufgrund der schlechten Lage der arbeitenden Bevölkerung verbreiteten sich die kommunistischen Lehren sehr schnell. Die Frauenbewegung tangierte das allerdings zunächst kaum. Es gab zwar immer auch kommunistisch geprägte Teile der Frauenbewegung, aber ein großer Teil der frühen Frauenrechtlerinnen stammte aus dem mittleren Bürgertum und hatte mit Kommunismus nichts am Hut. Diese Feministinnen sahen es dann auch folgerichtig als Fortschritt an, als immer mehr Frauen durch die Entwicklung des Kapitalismus in die Situation versetzt wurden, nicht mehr in Fabriken oder auf Feldern arbeiten zu müssen, sondern sich voll und ganz auf Familie und Haushalt konzentrieren konnten. Das blieb so noch bis zum Ende der Nazizeit.
Als dann nach Kriegsende der Ost-West-Konflikt aufkam, sahen sich Unternehmer zunehmend in die Defensive gedrängt. Die Ostblockländer hatten zunächst auch beachtliche wirtschaftliche und technologische Erfolge vorzuweisen. Es war gar nicht so sicher, welches System den Wettkampf um die Gunst der Menschheit gewinnen würde. So kamen die Unternehmer eben auf den Gedanken, daß man das Image des Kapitalismus aufpolieren müsse. Es kam zur Einführung bestimmter Begriffe, die den Unternehmern besser gefielen als die bislang verwendeten.
Schon zu Anfang des 20. Jahrhunderts war es nicht mehr so modern gewesen, offen zuzugeben, daß man nicht für sein Einkommen arbeitete. Das lag zum einen daran, daß man nicht gern in den Ruf eines Schmarotzers und Ausbeuters kommen wollte, zum anderen aber auch daran, daß es nun tatsächlich Leute gab, die auch durch eigene Arbeit reich geworden waren. Je mehr reiche Selfmade-Unternehmer die etablierten adeligen Nichtstuer verdrängten, umso mehr wurde es salonfähig, mit der eigenen Arbeit Geld zu verdienen.
Daran knüpfte man nun nach dem Zweiten Weltkrieg an und betonte bei jeder Gelegenheit, daß ja jeder seines Glückes Schmied wäre und daß reiche Leute ihren Reichtum ja nur ihrer unermüdlichen Arbeit zu verdanken hätten. Obwohl das so auch wieder nicht stimmte. Das Märchen vom Tellerwäscher, der zum Millionär wurde, wurde gern erzählt, und man wollte den Menschen damit einerseits die Perspektive geben, im Kapitalismus selbst durch ihre Arbeit reich werden zu können und gleichzeitig auch das von der kommunistischen Ideologie gemalte Feindbild des kapitalistischen Ausbeuters übertünchen. Um eben die Menschen vom Kapitalismus zu überzeugen.
Als dann auch noch die Löhne und Gehälter stiegen, sprangen auch Feministinnen auf diesen Zug auf. Bisher hatten sie Arbeit noch wie in früheren Zeiten als für sie möglichst zu überwindendes Übel betrachtet. Jetzt aber galt Arbeit plötzlich als positiv und gar nicht mehr als verpönt. Obendrein konnte man damit auch immer mehr verdienen. Also wollte frau nun auf einmal doch wieder arbeiten.
Und so kam es, daß sich das Märchen etablierte, daß Arbeit eine Gnade wäre, die die bösen Männer den Frauen vorenthalten würden. Und natürlich auch eine Gnade, die die Unternehmer ihren Arbeitern und Angestellten gewähren. Auch wieder so ein moderner Aberglauben.
Auch sonst stößt man auch heute immer wieder auf Märchen, die teilweise sogar von amtlicher Seite verbreitet werden und nur den Zweck haben, die Öffentlichkeit irrezuführen oder von wirklichen Problemen abzulenken. Beispielsweise das Märchen, daß wir die Renten allein durch eine Erhöhung der Geburtenzahlen oder auch durch mehr Einwanderung sichern könnten. Oder auch die vielen radikalfeministischen Märchen, die hier im Forum schon ausführlich entlarvt wurden. Das alles ist quasi heute das, was früher Aberglauben war.
Der Unterschied zu früher besteht nur darin, daß die Menschen es heute eigentlich besser wissen müßten. Daß sie es trotzdem nicht besser wissen, liegt einfach daran, daß über die Medien dieser ganze Unsinn immer wieder auf sie herabrieselt. Und was man immer wieder hört, das wird eben irgendwann als Wahrheit betrachtet...
Obendrein ist der eigentliche Aberglaube auch heute noch keineswegs ausgestorben. Viele Leute lesen Horoskope, und manche von ihnen glauben wirklich daran. Ich kenne auch Leute, die zu Wahrsagern gehen und behaupten, daß diese ihnen wirklich alles korrekt vorausgesagt hätten. Mein Vater hat früher in der DDR in der Baubrigade einer LPG gearbeitet. Wenn sie da mal einen Graben baggern mußten und wußten, daß dort irgendwo eine Wasserleitung war, aber die genaue Lage der Leitung nicht kannten, dann haben sie sich mit zwei Schweiß-Drähten so eine Art Wünschelrute gebastelt, und einer ist dann damit herumgelaufen, bis er glaubte, die Wasserleitung durch Ausschlag der Wünschelrute gefunden zu haben. Das ist kein Witz! Zufällig hat das wohl immer geklappt, denn mein Vater war fest davon überzeugt, daß das funktioniert.
Auch Umfragen bestätigen immer wieder, daß viele Menschen heute noch an solche Dinge glauben, z.B. auch an Glücks- oder Unglücks-Zeichen. Und das, obwohl die Menschen heute im Durchschnitt viel gebildeter sind als im Mittelalter.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Xenia, Wednesday, 20.08.2003, 20:56 (vor 8204 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Garfield am 19. August 2003 18:38:55:
Hallo Garfield!
Also, wenn Frauen diese Käseblättchen wirklich so langweilig und uninteressant finden würden, dann würde es sie nicht geben. Ihr Inhalt spiegelt exakt die Interessen der deutschen Durchschnittsfrau wider, für die sie ja auch gedruckt werden.
ich habe ja nicht gesagt, dass sich die Frauen für den Inhalt nicht interessieren würden, natürlich tun sie das (leider). Aber ich behaupte, sie lesen nicht jeden Artikel oder glauben gar, was da drinsteht.
Auf die Frage, wer eigentlich die Horoskope, die man ja auch in solchen Zeitschriften immer wieder findet, bräuchte, sagte eine Redakteurin einer Frauenzeitschrift mal, daß sie schon mal versucht haben, den Unsinn wegzulassen. Aber es gab dann so viele Briefe von Leserinnen, die die Horoskope zurück haben wollten, daß man sie wieder einführen mußte.
Was noch immer nicht bedeutet, dass Frauen auch glauben, was drinsteht.
Analog sieht das mit den anderen seichten Themen aus, die in diesen Blättchen bis zum Erbrechen ausgewalzt werden. Natürlich betreiben die Macherinnen dieser Zeitschriften (denn meist sind es Frauen) ständig Marktforschung und versuchen, den Interessen ihrer Leserinnen möglichst gerecht zu werden.
ja eben, deswegen gibt es ja auch soviele Diät, makeup oder Modetipps da drin.
Und deshalb gibt es dort eben auch immer wieder Artikel darüber, wie toll Frauen doch im Vergleich zu Männern wären und wie frau sich ihren Partner perfekt erziehen könne. Der deutschen Durchschnittsfrau scheint es enorm wichtig zu sein, immer wieder bestätigt zu bekommen, wie überlegen sie doch sei. Wahrscheinlich ganz besonders dann, wenn sie es im realen Leben eben kaum ist.
Ich behaupte mal, die glaub das nicht alle, die das lesen. Die Macherinnen der zeitschriften wollen doch nur versuchen, das Ego ihrer Leserinnen zu streicheln
Vielleicht wird es bald auch Männerzeitschriften geben, die Männern immer wieder bestätigen, daß sie die Größten sind.
Gibt's das icht schon?
Ich kann mir gut vorstellen, daß manche Männer das auch toll fänden. Momentan ist das aber eben auch ein Privileg, das so nur Frauen zuteil wird. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob es sich dabei wirklich um ein Privileg handelt...
Naja, diese ganzen Zeitschriften sind eigentlich fürn A****
Und ich kann dir versichern, daß auch der platteste Schwachsinn seine Wirkung tut. Wenn Stadtkinder im Werbefernsehen immer wieder lila Kühe sehen, dann denken sie eben, daß Kühe grundsätzlich lila sind, was sich bei Umfragen auch schon ergeben hat.
Ja, und wenn frau überall liest, wie schrecklich rückständig und unterlegen Männer doch wären, dann glaubt sie das natürlich auch. Wenn sie nur Männer kennt, auf die das ganz und gar nicht zutfrifft, dann sind das eben Ausnahmen. Das hat sich bei Umfragen auch schon gezeigt. Fragte man Frauen, ob sie der Meinung sind, daß Männer grundsätzlich gewalttätiger, unsensibler usw. sind als Frauen, antwortete die Mehrheit mit "ja". Fragte man sie dann, wie viele Männer sie denn kennen würden, die diesen Klischees wirklich entsprechen, kam oft Schweigen im Walde.
Und wie kommst du da drauf, dass sie dies aus Frauenzeitschriften haben?
Ganz offensichtlich beziehen Frauen diese Weisheiten also nicht aus dem realen Leben, sondern aus den Medien. Eben auch aus solchen albernen Käseblättchen, die oft nicht mal von ihren Macherinnen ernst genommen werden.
Nein, sowas nicht.
Interessanterweise haben Männer laut diversen Umfragen weit weniger negative Vorurteile gegenüber Frauen.
Ach, die hätten mal in diesem Forum hier nachfragen sollen.....
Könnte das vielleicht damit zusammen hängen, daß es eben keine Männerzeitschriften gibt, die Frauen als rückständige Neandertalerinnen darstellen, die nur durch die führende Hand des Mannes zu einigermaßen akzeptablen Menschen geformt werden könnten? Oder daß es von Werbefilmern und Drehbuchautoren nicht als urkomisch angesehen wird, wenn ein Mann eine Frau verpürgelt? Und daß auch sonst im Fernsehen oder in Werbespots niemals ausschließlich über Frauen hergezogen wird? Jemand hat Werbespots tatsächlich mal daraufhin analysiert. Dabei fand er heraus, daß, wenn nur ein Mensch eines bestimmten Geschlechts als Trottel dargestellt wurde, das Geschlecht dieses Menschen in 100% aller Fälle männlich war. Hältst du das für Zufall?
Nein aber auch nicht für das Ergebis der Existenz von Frauenzeitschriften
Best wishes, xenia
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Garfield, Thursday, 21.08.2003, 18:44 (vor 8203 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 20. August 2003 17:56:59:
Hallo Xenia!
"...ich habe ja nicht gesagt, dass sich die Frauen für den Inhalt nicht interessieren würden, natürlich tun sie das (leider). Aber ich behaupte, sie lesen nicht jeden Artikel oder glauben gar, was da drinsteht."
Mag ja sein, daß nicht jede Frau wirklich jeden Artikel liest. Aber jeder Artikel wird von einer mehr oder weniger großen Zahl von Frauen gelesen. Und tut damit ganz automatisch seine Wirkung, auch wenn das nicht immer bewußt wahrgenommen wird.
"Was noch immer nicht bedeutet, dass Frauen auch glauben, was drinsteht."
Sicher glauben sie nicht alles. Aber einiges eben doch.
"Die Macherinnen der zeitschriften wollen doch nur versuchen, das Ego ihrer Leserinnen zu streicheln"
Ja, genau! Und genau den Effekt hat das dann auch. Oft geht das auf Kosten der Männer. Es ist nämlich einfacher, das eigene Ego zu verbessern, indem man andere niedermacht als dadurch, daß man irgendwo überdurchschnittliche Leistungen erbringt.
"Vielleicht wird es bald auch Männerzeitschriften geben, die Männern immer wieder bestätigen, daß sie die Größten sind."
"Gibt's das icht schon?"
Welche?
"Und wie kommst du da drauf, dass sie dies aus Frauenzeitschriften haben?"
Sie haben das nicht nur aus Frauenzeitschriften. Sie haben es auch aus manchen Werbespots, aus manchen Fernsehserien, aus manchen Filmen, aus manchen Büchern... Geh mal in einen Buchladen. Du wirst immer zumindest ein paar Bücher finden, die nur davon handeln, was Frauen Männern voraus hätten und wie sie ihre Männer zu vollwertigen Menschen erziehen könnten. Dann wirst du noch ein paar weniger Bücher finden, in denen Stärken und Schwächen von Männern und Frauen gleichermalen dargestellt werden. Aber Bücher, in denen Männer als überlegenes Geschlecht präsentiert werden, wirst du wohl nirgends finden. Ich halte solche Bücher keineswegs für nötig, aber ich frage mich, wieso Frauen Bücher für nötig halten, in denen ihre Überlegenheit bewiesen werden soll. Und wieso es solche Bücher für Frauen gibt, nicht aber ähnliche Bücher für Männer.
"Ach, die hätten mal in diesem Forum hier nachfragen sollen....."
Du mußt bedenken, daß sich hier natürlich wie in der Männerrechtsbewegung überhaupt auch viele Männer sammeln, die eben schon schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht haben. Die eben für Kinder zahlen dürfen, die sie kaum sehen können oder die noch nicht einmal von ihnen sind. Die von ihren Ex-Frauen nach Strich und Faden verarscht und betrogen wurden und ihnen dafür dann nach der von ihren Frauen eingereichten Scheidung auch noch Unterhalt zahlen dürfen, nachdem sie sie schon während der ganzen Ehe ernährt haben.
In meinem Bekanntenkreis höre ich immer wieder von Fällen wie diesem: Ein Mann lebte glücklich mit seiner Frau zusammen. Sie bauten gemeinsam ein Haus und hatten ihre heile Welt. Bis die Frau dann meinte, fremdgehen zu müssen. Das reichte ihr aber noch nicht - nein, sie reichte dann auch gleich noch die Scheidung ein. Das Haus stand natürlich auch auf ihren Namen, und obwohl er weitaus mehr Geld und Arbeitskraft hinein investiert hatte als sie, stand ihr nun die Hälfte des Wertes zu. Er buckelte sich ab und schaffte es tatsächlich, ihr das Geld auszuzahlen, ohne das Haus verkaufen zu müssen. Sie verlebte das Geld mit ihrem Neuen, bis sie dann irgendwann von dem auch gelangweilt war. Nun kehrte sie plötzlich wieder zu ihrem Ex-Mann zurück. Der war naiv genug, sie wieder zu heiraten und das Haus wieder auch auf ihren Namen zu schreiben. Es kam, wie es kommen mußte: Sie ging wieder fremd, ließ sich wieder scheiden - und wollte dann noch einmal den halben Wert des Hauses ausgezahlt haben. Damit bekommt sie nun also schon ein ganzes Haus ausgezahlt.
Ich habe auch schon von einem Fall gehört, in dem eher sie das Scheidungsopfer war: Er war Unternehmer, und eines Tages stellte er plötzlich eine Sekretärin ein, die ihn fortan überallhin begleitete. Bald war allen klar, was da lief, nur seine Frau wollte es nicht wahrhaben. Als es in seinem Unternehmen immer mehr kriselte, machte sie sogar den Fehler, für einen Kredit zu bürgen. Auch da kam es, wie es kommen mußte: Es kam zur Scheidung, die Firma ging pleite, er brachte das letzte Geld auf irgendein geheimes Konto, vielleicht in der Schweiz, und war seitdem offiziell mittellos. Sie hatten ein Kind, für das er nun auch keine Alimente zahlte, er hatte aber noch genügend Geld, um ein großes Auto zu fahren, Urlaubsreisen innerhalb Deutschlands zu machen und mit seiner "Sekretärin" in teuren Restaurants essen zu gehen. Da bei ihm nichts zu holen war, griff nun die Bürgschaft seiner Ex-Frau. Sie hat jetzt seine Schulden am Hals und kann deshalb nur halbtags arbeiten, weil sie sonst von ihrem Verdienst seine Schulden abzahlen müßte.
Das ist aber der einzige Fall, der mir persönlich aus meinem Umfeld bekannt geworden ist, in dem die Frau nach einer Scheidung die A-Karte gezogen hat. Ansonsten waren immer die Männer die Gearschten. Und selbst in diesem Fall kriegt er kein Geld von ihr.
Und oft haben Männer dabei auch das Gesetz gegen sich, in dem sich wie schon vor Jahrtausenden immer noch vieles vor allem darum dreht, Frauen in jeder denkbaren Lage von Männern unterhalten zu lassen. Deshalb darf ein Vater eben auch 12 Jahre für sein Kind zahlen, ohne daß die Mutter ernsthaft dazu gedrängt wird, sich selbst darum zu kümmern, Geld zu verdienen, während bei Zahlungen durch das Jugendamt auf einmal 4 Jahre ausreichend sind.
Lies dir mal "Das bevorzugte Geschlecht" von van Creveld durch. Früher war es für Männer oftmals auch nicht einfach, aber damals hatten sie als Trost wenigstens noch ein paar Privilegien. Heute haben die Frauen dieselben Privilegien wie die Männer, aber die Privilegien der Frauen gelten für Männer deshalb noch lange nicht.
Ist es da so verwunderlich, daß bei manchen Männer mittlerweile echter Frust aufkommt? Und daß viele Männer sich auch einfach nur verarscht fühlen, wenn die Gesellschaft einerseits von ihnen verlangt, wie anno dazumal brav den Großteil oder das gesamte Geld für die Familie zu verdienen, andererseits aber auch die Hälfte der Hausarbeit zu erledigen, genauso viel Zeit mit ihren Kindern zu verbringen wie die Mütter (die häufig nur auf Teilzeit oder überhaupt nicht arbeiten), aber dann nach einer Scheidung natürlich auch wie anno dazumal der Ex brav Unterhalt zahlen (ich meine auch für sie, nicht nur für eventuelle Kinder), wobei es dann plötzlich gar keine Rolle mehr spielt, wenn der Mann immer auch im Haushalt mitgeholfen hat und wie anno dazumal einfach davon ausgegangen wird, daß die Frau ihm ja den Haushalt geführt und die Kinder versorgt hätte und deshalb nicht arbeiten konnte...
Ist es angesichts dessen so erstaunlich, daß immer mehr Männer diesen Unsinn satt haben?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Maesi, Thursday, 21.08.2003, 23:40 (vor 8203 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 20. August 2003 17:56:59:
Hallo Xenia
Also, wenn Frauen diese Käseblättchen wirklich so langweilig und uninteressant finden würden, dann würde es sie nicht geben. Ihr Inhalt spiegelt exakt die Interessen der deutschen Durchschnittsfrau wider, für die sie ja auch gedruckt werden.
ich habe ja nicht gesagt, dass sich die Frauen für den Inhalt nicht interessieren würden, natürlich tun sie das (leider). Aber ich behaupte, sie lesen nicht jeden Artikel oder glauben gar, was da drinsteht.
Es hat ja auch niemand behauptet, dass alle Frauen alle Artikel interessant finden. Aber wenn irgendwelche Themen fuer nur ganz wenige Frauen interessant sind, dann wird das durch die Marktforschung entdeckt, und die Themen werden rausgekippt. Man kann davon ausgehen, dass fuer die weitaus meisten Artikel genuegend grosse Zielgruppen bestehen, die diese interessant finden.
Auf die Frage, wer eigentlich die Horoskope, die man ja auch in solchen Zeitschriften immer wieder findet, bräuchte, sagte eine Redakteurin einer Frauenzeitschrift mal, daß sie schon mal versucht haben, den Unsinn wegzulassen. Aber es gab dann so viele Briefe von Leserinnen, die die Horoskope zurück haben wollten, daß man sie wieder einführen mußte.
Was noch immer nicht bedeutet, dass Frauen auch glauben, was drinsteht.
Dem Maennerrechtler ist es wahrscheinlich ziemlich egal, ob Frauen sich fuer Horoskope interessieren.
Analog sieht das mit den anderen seichten Themen aus, die in diesen Blättchen bis zum Erbrechen ausgewalzt werden. Natürlich betreiben die Macherinnen dieser Zeitschriften (denn meist sind es Frauen) ständig Marktforschung und versuchen, den Interessen ihrer Leserinnen möglichst gerecht zu werden.
ja eben, deswegen gibt es ja auch soviele Diät, makeup oder Modetipps da drin.
Auch das sind Themen, die in einer Gleichberechtigungsdebatte wohl ziemlich deplaziert sind.
Und deshalb gibt es dort eben auch immer wieder Artikel darüber, wie toll Frauen doch im Vergleich zu Männern wären und wie frau sich ihren Partner perfekt erziehen könne. Der deutschen Durchschnittsfrau scheint es enorm wichtig zu sein, immer wieder bestätigt zu bekommen, wie überlegen sie doch sei. Wahrscheinlich ganz besonders dann, wenn sie es im realen Leben eben kaum ist.
Ich behaupte mal, die glaub das nicht alle, die das lesen. Die Macherinnen der zeitschriften wollen doch nur versuchen, das Ego ihrer Leserinnen zu streicheln
Dies ist jetzt ein Thema, das auch fuer den Maennerrechtler interessant ist, denn nicht wenige weibliche Vorurteile gegenueber Maennern, pardon 'Fernbilder', gruenden auf der 'Frauen-sind-die-edleren-Wesen'-Ideologie. Bezueglich den Maennerumerziehungstips reicht auch der Hinweis auf entsprechende Bestseller auf dem Buechermarkt, um das offenbar doch weitverbreitete Interesse von Frauen daran aufzuzeigen. Es geht doch nicht darum, ob alle Frauen diese Tips ernstnehmen oder gar keine, es geht vielmehr darum, dass es offensichtlich viele tun.
Ja, und wenn frau überall liest, wie schrecklich rückständig und unterlegen Männer doch wären, dann glaubt sie das natürlich auch. Wenn sie nur Männer kennt, auf die das ganz und gar nicht zutfrifft, dann sind das eben Ausnahmen. Das hat sich bei Umfragen auch schon gezeigt. Fragte man Frauen, ob sie der Meinung sind, daß Männer grundsätzlich gewalttätiger, unsensibler usw. sind als Frauen, antwortete die Mehrheit mit "ja". Fragte man sie dann, wie viele Männer sie denn kennen würden, die diesen Klischees wirklich entsprechen, kam oft Schweigen im Walde.
Und wie kommst du da drauf, dass sie dies aus Frauenzeitschriften haben?
Garfield hat ja geschrieben: 'wenn frau überall liest, wie schrecklich rueckstaendig und unterlegen Männer doch waeren...'. Und genau das ist doch die Crux: Frauen haben das eben nicht nur aus Frauenzeitschriften sondern aus vielen verschiedenen Medien und Plattformen, wie z.B. aus dem Fernsehen, Internet, Tageszeitungen, Buechern und sonstigen Printmagazinen, aus Schulen, Frauenseminaren und teilweise sogar Universitaeten, Broschueren von Gleichstellungsaemtern, feministischen Interessenverbaenden und teilweise auch von politischen Parteien, Bundestags- und anderen politischen Debatten, von selbsternannten Experten und feministischen Pseudowissenschaftlerinnen usw. usf.
Zu glauben, diese geballte Ladung haette keinerlei Auswirkung auf Frauen und Maenner, kann ich nur noch als naiv bezeichnen.
Und dass wir uns in diesem Faden auf Frauenzeitschriften konzentrieren, liegt daran, dass Du selber diese zum Thema gemacht hast, als Du den Thread losgetreten hast.
Interessanterweise haben Männer laut diversen Umfragen weit weniger negative Vorurteile gegenüber Frauen.
Ach, die hätten mal in diesem Forum hier nachfragen sollen.....
Ziemlich schwach, diese Polemik. Try it again...
Gruss
Maesi
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Xenia, Friday, 22.08.2003, 02:23 (vor 8203 Tagen) @ Maesi
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Maesi am 21. August 2003 20:40:48:
Hallo Xenia
Also, wenn Frauen diese Käseblättchen wirklich so langweilig und uninteressant finden würden, dann würde es sie nicht geben. Ihr Inhalt spiegelt exakt die Interessen der deutschen Durchschnittsfrau wider, für die sie ja auch gedruckt werden.
ich habe ja nicht gesagt, dass sich die Frauen für den Inhalt nicht interessieren würden, natürlich tun sie das (leider). Aber ich behaupte, sie lesen nicht jeden Artikel oder glauben gar, was da drinsteht.
Es hat ja auch niemand behauptet, dass alle Frauen alle Artikel interessant finden. Aber wenn irgendwelche Themen fuer nur ganz wenige Frauen interessant sind, dann wird das durch die Marktforschung entdeckt, und die Themen werden rausgekippt. Man kann davon ausgehen, dass fuer die weitaus meisten Artikel genuegend grosse Zielgruppen bestehen, die diese interessant finden.
Auf die Frage, wer eigentlich die Horoskope, die man ja auch in solchen Zeitschriften immer wieder findet, bräuchte, sagte eine Redakteurin einer Frauenzeitschrift mal, daß sie schon mal versucht haben, den Unsinn wegzulassen. Aber es gab dann so viele Briefe von Leserinnen, die die Horoskope zurück haben wollten, daß man sie wieder einführen mußte.
Was noch immer nicht bedeutet, dass Frauen auch glauben, was drinsteht.
Dem Maennerrechtler ist es wahrscheinlich ziemlich egal, ob Frauen sich fuer Horoskope interessieren.
Analog sieht das mit den anderen seichten Themen aus, die in diesen Blättchen bis zum Erbrechen ausgewalzt werden. Natürlich betreiben die Macherinnen dieser Zeitschriften (denn meist sind es Frauen) ständig Marktforschung und versuchen, den Interessen ihrer Leserinnen möglichst gerecht zu werden.
ja eben, deswegen gibt es ja auch soviele Diät, makeup oder Modetipps da drin.
Auch das sind Themen, die in einer Gleichberechtigungsdebatte wohl ziemlich deplaziert sind.
Und deshalb gibt es dort eben auch immer wieder Artikel darüber, wie toll Frauen doch im Vergleich zu Männern wären und wie frau sich ihren Partner perfekt erziehen könne. Der deutschen Durchschnittsfrau scheint es enorm wichtig zu sein, immer wieder bestätigt zu bekommen, wie überlegen sie doch sei. Wahrscheinlich ganz besonders dann, wenn sie es im realen Leben eben kaum ist.
Ich behaupte mal, die glaub das nicht alle, die das lesen. Die Macherinnen der zeitschriften wollen doch nur versuchen, das Ego ihrer Leserinnen zu streicheln
Dies ist jetzt ein Thema, das auch fuer den Maennerrechtler interessant ist, denn nicht wenige weibliche Vorurteile gegenueber Maennern, pardon 'Fernbilder', gruenden auf der 'Frauen-sind-die-edleren-Wesen'-Ideologie. Bezueglich den Maennerumerziehungstips reicht auch der Hinweis auf entsprechende Bestseller auf dem Buechermarkt, um das offenbar doch weitverbreitete Interesse von Frauen daran aufzuzeigen. Es geht doch nicht darum, ob alle Frauen diese Tips ernstnehmen oder gar keine, es geht vielmehr darum, dass es offensichtlich viele tun.
Ja, und wenn frau überall liest, wie schrecklich rückständig und unterlegen Männer doch wären, dann glaubt sie das natürlich auch. Wenn sie nur Männer kennt, auf die das ganz und gar nicht zutfrifft, dann sind das eben Ausnahmen. Das hat sich bei Umfragen auch schon gezeigt. Fragte man Frauen, ob sie der Meinung sind, daß Männer grundsätzlich gewalttätiger, unsensibler usw. sind als Frauen, antwortete die Mehrheit mit "ja". Fragte man sie dann, wie viele Männer sie denn kennen würden, die diesen Klischees wirklich entsprechen, kam oft Schweigen im Walde.
Und wie kommst du da drauf, dass sie dies aus Frauenzeitschriften haben?
Garfield hat ja geschrieben: 'wenn frau überall liest, wie schrecklich rueckstaendig und unterlegen Männer doch waeren...'. Und genau das ist doch die Crux: Frauen haben das eben nicht nur aus Frauenzeitschriften sondern aus vielen verschiedenen Medien und Plattformen, wie z.B. aus dem Fernsehen, Internet, Tageszeitungen, Buechern und sonstigen Printmagazinen, aus Schulen, Frauenseminaren und teilweise sogar Universitaeten, Broschueren von Gleichstellungsaemtern, feministischen Interessenverbaenden und teilweise auch von politischen Parteien, Bundestags- und anderen politischen Debatten, von selbsternannten Experten und feministischen Pseudowissenschaftlerinnen usw. usf.
Zu glauben, diese geballte Ladung haette keinerlei Auswirkung auf Frauen und Maenner, kann ich nur noch als naiv bezeichnen.
Und dass wir uns in diesem Faden auf Frauenzeitschriften konzentrieren, liegt daran, dass Du selber diese zum Thema gemacht hast, als Du den Thread losgetreten hast.
Interessanterweise haben Männer laut diversen Umfragen weit weniger negative Vorurteile gegenüber Frauen.
Ach, die hätten mal in diesem Forum hier nachfragen sollen.....
Ziemlich schwach, diese Polemik. Try it again...
Gruss
Maesi
Hier ist die Antwort
Xenia, Friday, 22.08.2003, 02:32 (vor 8203 Tagen) @ Maesi
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Maesi am 21. August 2003 20:40:48:
... sorry, zuviel mit dem Cursor herumgespielt
Also, wenn Frauen diese Käseblättchen wirklich so langweilig und uninteressant finden würden, dann würde es sie nicht geben. Ihr Inhalt spiegelt exakt die Interessen der deutschen Durchschnittsfrau wider, für die sie ja auch gedruckt werden.
ich habe ja nicht gesagt, dass sich die Frauen für den Inhalt nicht interessieren würden, natürlich tun sie das (leider). Aber ich behaupte, sie lesen nicht jeden Artikel oder glauben gar, was da drinsteht.
Es hat ja auch niemand behauptet, dass alle Frauen alle Artikel interessant finden. Aber wenn irgendwelche Themen fuer nur ganz wenige Frauen interessant sind, dann wird das durch die Marktforschung entdeckt, und die Themen werden rausgekippt. Man kann davon ausgehen, dass fuer die weitaus meisten Artikel genuegend grosse Zielgruppen bestehen, die diese interessant finden.
Der Schwerpunkt liegt aber nicht auf: Frauen sind besser als Männer-Artikeln, sondern auf: Wie krieg ich einen Mann-Beiträgen.
Auf die Frage, wer eigentlich die Horoskope, die man ja auch in solchen Zeitschriften immer wieder findet, bräuchte, sagte eine Redakteurin einer Frauenzeitschrift mal, daß sie schon mal versucht haben, den Unsinn wegzulassen. Aber es gab dann so viele Briefe von Leserinnen, die die Horoskope zurück haben wollten, daß man sie wieder einführen mußte.
Was noch immer nicht bedeutet, dass Frauen auch glauben, was drinsteht.
Dem Maennerrechtler ist es wahrscheinlich ziemlich egal, ob Frauen sich fuer Horoskope interessieren.
Aha, danke für diese Information
Analog sieht das mit den anderen seichten Themen aus, die in diesen Blättchen bis zum Erbrechen ausgewalzt werden. Natürlich betreiben die Macherinnen dieser Zeitschriften (denn meist sind es Frauen) ständig Marktforschung und versuchen, den Interessen ihrer Leserinnen möglichst gerecht zu werden.
ja eben, deswegen gibt es ja auch soviele Diät, makeup oder Modetipps da drin.
Auch das sind Themen, die in einer Gleichberechtigungsdebatte wohl ziemlich deplaziert sind.
Das sind aber die Hauptthemen dieser Zeitschriften
Und deshalb gibt es dort eben auch immer wieder Artikel darüber, wie toll Frauen doch im Vergleich zu Männern wären und wie frau sich ihren Partner perfekt erziehen könne. Der deutschen Durchschnittsfrau scheint es enorm wichtig zu sein, immer wieder bestätigt zu bekommen, wie überlegen sie doch sei. Wahrscheinlich ganz besonders dann, wenn sie es im realen Leben eben kaum ist.
Ich behaupte mal, die glaub das nicht alle, die das lesen. Die Macherinnen der zeitschriften wollen doch nur versuchen, das Ego ihrer Leserinnen zu streicheln
Dies ist jetzt ein Thema, das auch fuer den Maennerrechtler interessant ist, denn nicht wenige weibliche Vorurteile gegenueber Maennern, pardon 'Fernbilder', gruenden auf der 'Frauen-sind-die-edleren-Wesen'-Ideologie. Bezueglich den Maennerumerziehungstips reicht auch der Hinweis auf entsprechende Bestseller auf dem Buechermarkt, um das offenbar doch weitverbreitete Interesse von Frauen daran aufzuzeigen. Es geht doch nicht darum, ob alle Frauen diese Tips ernstnehmen oder gar keine, es geht vielmehr darum, dass es offensichtlich viele tun.
Und das ist es, was ich bestreite, denn dann müssten diese ganzen Tipps auch in die Wirklichkeit umgesetzt werden - werden sie das? (<--keine rhetorische Frage, um dem Vorwurf der Besserwisserei zu entgehen)
Ja, und wenn frau überall liest, wie schrecklich rückständig und unterlegen Männer doch wären, dann glaubt sie das natürlich auch. Wenn sie nur Männer kennt, auf die das ganz und gar nicht zutfrifft, dann sind das eben Ausnahmen. Das hat sich bei Umfragen auch schon gezeigt. Fragte man Frauen, ob sie der Meinung sind, daß Männer grundsätzlich gewalttätiger, unsensibler usw. sind als Frauen, antwortete die Mehrheit mit "ja". Fragte man sie dann, wie viele Männer sie denn kennen würden, die diesen Klischees wirklich entsprechen, kam oft Schweigen im Walde.
Und wie kommst du da drauf, dass sie dies aus Frauenzeitschriften haben?
Garfield hat ja geschrieben: 'wenn frau überall liest, wie schrecklich rueckstaendig und unterlegen Männer doch waeren...'. Und genau das ist doch die Crux: Frauen haben das eben nicht nur aus Frauenzeitschriften sondern aus vielen verschiedenen Medien und Plattformen, wie z.B. aus dem Fernsehen, Internet, Tageszeitungen, Buechern und sonstigen Printmagazinen, aus Schulen, Frauenseminaren und teilweise sogar Universitaeten, Broschueren von Gleichstellungsaemtern, feministischen Interessenverbaenden und teilweise auch von politischen Parteien, Bundestags- und anderen politischen Debatten, von selbsternannten Experten und feministischen Pseudowissenschaftlerinnen usw. usf.
Zu glauben, diese geballte Ladung haette keinerlei Auswirkung auf Frauen und Maenner, kann ich nur noch als naiv bezeichnen.
So. Also Frauen glauben, jetzt mal pauschalisiert und vereinfacht, dass Männer rückständig sind, gleichzeitig wollen sie aber einen 'männlichen' Mann haben (siehe "vom Anlesben und Körbe geben") - und trotzd eiser Diskrepanz gibt es in diesem Land noch sowas wie Ehen und Partnerschaften und Beziehungen?
Und dass wir uns in diesem Faden auf Frauenzeitschriften konzentrieren, liegt daran, dass Du selber diese zum Thema gemacht hast, als Du den Thread losgetreten hast.
Nein, ich habe leidglich mal auf das zitieren aus Frauenzeitschriften reagiert und wollte das diskutieren, das Thema ist mir nicht vom Himmel in den Schoß gefallen
Interessanterweise haben Männer laut diversen Umfragen weit weniger negative Vorurteile gegenüber Frauen.
Ach, die hätten mal in diesem Forum hier nachfragen sollen.....
Ziemlich schwach, diese Polemik. Try it again...
Da du hier nicht gegen die Meinung postest und offenbar ein Mann bist, wirst du das natürlich nicht so wahrnehmen...
Xenia
Re: Hier ist die Antwort
Garfield, Friday, 22.08.2003, 16:40 (vor 8202 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Hier ist die Antwort von Xenia am 21. August 2003 23:32:42:
Hallo Xenia!
Ich nehme mir mal nur einen Absatz heraus:
"Also Frauen glauben, jetzt mal pauschalisiert und vereinfacht, dass Männer rückständig sind, gleichzeitig wollen sie aber einen 'männlichen' Mann haben (siehe "vom Anlesben und Körbe geben") - und trotzd eiser Diskrepanz gibt es in diesem Land noch sowas wie Ehen und Partnerschaften und Beziehungen?"
Das ist ein wesentlicher Punkt. Es ist eine Tatsache, daß es mehr Männer als Frauen gibt, die auf Vollzeit arbeiten und somit dem ihnen zugewiesenen Rollenmuster entsprechen. Dafür werden sie zwar von der Gesellschaft heutzutage nicht mehr sonderlich gelobt, aber zumindest wird doch anerkannt, daß sie immerhin nicht faul herumsitzen. Mal abgesehen von immer wiederkehrenden Vorwürfen aus dem feministischen Lager, daß sie angeblich durch ihre eigene Vollzeitarbeit ihre Frauen an einer beruflichen Karriere hindern würden. Da viele Frauen das aber ganz anders sehen und es tatsächlich durchaus angenehm finden, wenn ihre Männer den Hauptteil des Familieneinkommen realisieren, taucht dieser Vorwurf eigentlich nur ab und zu mal in der öffentlichen Diskussion und natürlich grundsätzlich bei Scheidungen auf. Daher fühlen sich viele Männer davon nicht sonderlich betroffen und sind eben durchaus stolz darauf, daß sie beruflich etwas leisten (wenn sie denn noch die Möglichkeit dazu haben). So kann sich ein Mann auch heute noch über seine Rolle im Beruf und als Familienernährer identifizieren.
Frauen haben heute verschiedene Rollenbilder, in denen sie anerkannt werden. Das ist einerseits ein großes Privileg, weil sie so im Gegensatz zu vielen Männern frei wählen können, worauf sie in ihrem Leben den Schwerpunkt setzen möchten. Dieses Privileg bringt aber auch Nachteile mit sich.
Denn gerade weil es für Frauen verschiedene Rollenmuster gibt, gibt es immer auch Leute, die ein bestimmtes Rollenmuster präferieren und das dann für alle Frauen als ideal betrachten. So gibt es Feministinnen, die meinen, daß Frauen grundsätzlich auch voll berufstätig sein müßten und teilweise Hausfrauen als "Handlangerinnen des Patriarchats" verunglimpfen. Die Hausfrauen-Fraktion kontert wiederum mit der Behauptung, daß berufstätige Frauen angeblich ihre Kinder vernachlässigen würden. (Früher hätte man gesagt, daß sie ihre Familien - also Mann und Kinder - vernachlässigen, aber Männer zählen ja heute nicht mehr.)
So kann es jeder Frau passieren, daß ihre Rolle zwar allgemein gesellschaftlich voll akzeptiert wird, daß aber immer wieder jemand im Bekannten- oder Verwandtenkreis etwas an ihr auszusetzen hat.
Dazu kommt noch, daß die Frauen, die sich heute für ein reines Hausfrauenleben entscheiden, damit oftmals nicht wirklich ausgelastet sind. Mit den modernen Haushaltsgeräten kostet es etwa 2 Stunden täglich, um einen durchschnittlichen Haushalt in Ordnung zu halten. Dazu wiederum kommt dann noch, daß viele Männer sehr wohl im Haushalt mithelfen, auch wenn sie selbst berufstätig sind und ihre Frauen Hausfrauen. Entsprechend gibt es durchaus Menschen, die Hausfrauen - und das teilweise durchaus zu Recht - vorwerfen, einfach nur keine Lust zum Arbeiten zu haben.
Der reinen Hausfrau wird also von manchen Leuten Faulheit vorgworfen. Die berufstätige Frau bekommt vorgeworfen, daß sie ihre Kinder vernachlässigt. Die Hausfrau mit Teilzeitjob wiederum sitzt zwischen den Stühlen und kann beides vorgeworfen bekommen.
Das bringt viele Frauen in die Situation, daß sie - egal ob zu Recht oder zu Unrecht - das Gefühl haben, nichts wirklich Großartiges zu leisten. Dazu kommt dann noch die Tatsache, daß es nun einmal Männer waren, die die meisten bedeutenden Erfindungen und Entdeckungen gemacht haben.
Wenn nun jemand kommt und den Frauen erzählt, daß sie ja eigentlich die Größten wären, dann kommt das bei diesen Frauen, die sich solche Komplexe einreden lassen, natürlich prima an. Das Problem dabei ist, daß Frauen aber in vielen Bereich nun einmal weniger leisten als Männer. Sie sind körperlich weniger leistungsfähig, sie arbeiten kürzer usw. Deshalb muß man, um Frauen plausibel zu machen, daß sie die Größten sind, Männer schlechter darstellen. Man muß also Leistungen von Männern leugnen oder ignorieren und gleichzeitig Leistungen von Frauen hochjubeln.
So kommt es dann zu merkwürdigen Machwerken in den Medien. Beispielsweise habe ich mal eine Fernseh-Reportage über weibliche Extremsportler gesehen. Da ging es um Marathon-Läuferinnen, Mehrkämpferinnen usw. Die Grundthese des Beitrages war, daß Frauen ausdauernder als Männer und deshalb in Extrem-Sportarten überlegen wären, was auch mehrmals direkt so gesagt wurde. Die Tatsache, daß es auch männliche Extremsportler gibt, die im Allgemeinen bessere Leistungen erbringen als ihre weiblichen Kollegen, wurde vollkommen ignoriert. Auch die Tatsache, daß aufgrund der höheren körperlichen Leistungsfähigkeit der Männer in fast allen Sportarten Männer und Frauen getrennt starten, wurde vollkommen außer acht gelassen. Es wurden ausschließlich weibliche Sportler vorgestellt, und man tat so, als wären ihre Sportarten reine Frauendomänen.
Vor kurzem berichtete mal jemand hier im Forum über einen ähnlichen Bericht. Da wurde groß verkündet, daß Frauen die Männer im Biathlon (oder Triathlon?) geschlagen hätten. Daß die Frauen dabei aber 10 Minuten vor den Männern gestartet waren und daß die Männer diesen Rückstand dann während des Rennens bis auf 43 Sekunden verringert hatten, tatsächlich also sehr wohl schneller als die Frauen waren, wurde nur am Rande erwähnt.
Alle Jahre wieder wird auch verkündet, daß Frauen weniger Unfälle bauen. Einmal las ich einen Artikel in einer Zeitung, dessen Überschrift auch wieder "Frauen verursachen weniger Verkehrsunfälle" lautete. Die Unfallzahlen der Männer wurden mit knapp über 300.000 angegeben, die der Frauen mit knapp über 200.000. Ganz am Ende wurde dann noch so nebenbei erwähnt, daß zwei Drittel aller im Straßenverkehr gefahrenen Kilometer von Männern zurück gelegt werden. Da nun einmal Berufskraftfahrer und Pendler mehrheitlich Männer sind. Nun ist es aber so, daß jemand, der täglich 200 km Autobahn und Landstraße zurückzulegen hat, ein größeres Unfallrisiko hat als jemand, der nur zweimal in der Woche zum 2 km entfernten Supermarkt und zurück fährt. Dazu kommt noch, daß gerade viele Berufskraftfahrer oder Pendler Unfälle nur deshalb verursachen, weil sie durch ihre Lebens- oder Arbeitsbedingungen gezwungen sind, übermüdet und/oder unter Zeitdruck zu fahren.
KFZ-Haftpflicht-Versicherungen berücksichtigen die Zahl der jährlich zurückgelegten Kilometer deshalb auch bei der Berechnung der Beiträge. Wenn man nun die Unfallzahlen von Männern und Frauen wirklich korrekt vergleichen will, muß man sie also ins Verhältnis zu den gefahrenen Kilometern setzen. Da Frauen nur halb soviele Kilometer zurücklegen wie Männer, muß man also entweder ihre Unfallzahl zum Vergleich verdoppeln, oder aber die Unfallzahl der Männer halbieren. In beiden Fällen stellt man dann fest, daß Männer bezogen auf gefahrene Kilometer weniger Unfälle bauen als Frauen. Und das, obwohl gerade junge Männer durch ihr (vor allem auf Frauen ausgerichtetes und von diesen teilweise auch tatsächlich erwartetes) Imponiergehabe überdurchschnittlich viele Unfälle bauen. Allerdings gleicht sich das teilweise dadurch wieder aus, daß es unter Frauen mehr Fahrerinnen mit wenig Fahrpraxis gibt.
Das alles wird aber nie berücksichtigt. Es heißt immer pauschal, Frauen wären die besseren Autofahrer, weil sie weniger Unfälle bauen.
Wieso nun das ganze Theater mit unkorrekten und manchmal sogar völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen, wenn das die Frauen angeblich gar nicht interessiert?
Offensichtlich ist es vielen Frauen sehr wohl wichtig, immer möglichst positiv dargestellt zu werden. Es ist nämlich einfacher, das eigene Selbstwertgefühl so billig aufgebaut zu bekommen, als dasselbe durch eigene Leistungen zu schaffen. Und es ist einfacher, sich selbst zu erhöhen, indem man jemand anderen erniedrigt, als sich durch eigene Leistung eine bessere Position zu verschaffen.
Deshalb ist es eben so modern, immer wieder zu betonen, daß Frauen ja sooo überlegen und tatsächlich das in jeder Beziehung stärkere Geschlecht wären. Das findet sich nicht nur in radikalfeministischen Machwerken, sondern das zieht sich wie ein lila Faden durch die gesamten Medien. Lies z.B. mal Bücher von Jean M. Auel. (Vor allem die Ayla-Romane.) Da werden keine Männer verunglimpft. Es wird aber immer wieder ganz subtil behauptet, daß Frauen eben doch überlegen wären.
Das alles würde sich nicht so gut verkaufen, wenn es Frauen nicht wichtig wäre.
Trotzdem wünschen sich Frauen nach wie vor einen starken und durchaus auch überlegenen Partner. Es ist ja auch nicht so, daß jede Frau sämtliche Vorurteile, die sie gegen Männer hat, auch auf den Partner bezieht. Der Partner wird - wie viele andere Männer im Bekannten- und Verwandtenkreis - als Ausnahme betrachtet. Jemand hat das mal mit dem Verhalten eines Skinheads verglichen, der zwar immer wieder gegen Ausländer wettert und ab und zu auch mal einen Ausländer zusammen prügelt, aber den Türken in der Dönerbude nebenan doch ganz sympathisch findet. Der ist dann eben auch eine Ausnahme...
Und natürlich wünschen sich Frauen weiterhin eine harmonische Beziehung oder - besser - eine Ehe. Heiraten wollen viele Frauen allein schon deshalb so gern, weil sie eine Hochzeit als ihr Fest ansehen, in dem vor allem sie im Mittelpunkt stehen. Das merkt man deutlich, wenn man Frauen in Hochzeitsvorbereitungen erlebt. Aber wie dem auch sei: Die meisten Menschen wünschen sich einen Partner, Frauen also auch.
Solange die Beziehung oder Ehe gut läuft und solange auch niemand auftaucht, der womöglich eine bessere Partie sein könnte, werden viele Frauen ihre Vorurteile gegenüber Männern nicht auf den Partner beziehen. Sobald es aber mal kriselt, kommt das alles plötzlich doch hoch. Insbesondere dann, wenn frau irgendwie schon klar ist, daß auch sie ihren Anteil an den Problemen hat. Aber bevor man mühselig an sich arbeitet, ist es doch einfacher, den Partner mit Vorwürfen zu überhäufen und alles auf ihn abzuschieben. Das geht Männern prinzipiell auch nicht anders. Aber Männer bekommen dabei nicht die Hilfestellung von den Medien, die Frauen bekommen. Männer bekommen nicht überall zu hören und zu lesen, was ihre Partnerinnen sexuell für sie tun sollten und was die ideale Frau sonst noch so alles haben, können und sein muß. Abgesehen vom Äußeren stellt die Gesellschaft an Frauen keine besonderen Ansprüche, auf die Männer nun zurück greifen könnten. Männer können ihrer Partnerin in einer Krise maximal noch vorwerfen, daß sie zu dick ist oder eine zu geringe Oberweite hat. Frauen können ihren Partnern dagegen vorwerfen, daß sie zu ziellos wären (= zu wenig an Karriere interessiert = kein ausreichend guter Ernährer), daß sie bei ihnen zu selten einen Orgasmus gehabt hätten, daß sie zu unromantisch wären oder zu unordentlich usw. Selbst wenn das alles auf einen Mann gar nicht wirklich zutrifft - es werden da durch die Medien teilweise so hohe Ansprüche aufgebaut, daß man(n) dem überhaupt nicht genügen kann und sich somit immer Vorwürfe konstruieren lassen, wenn frau das denn möchte. Gleichzeitig wirkt diese ständige Berieselung durch die Medien natürlich auch auf die Männer. Sie versuchen dann eben, diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, suchen krampfhaft nach G- und sonstigen Punkten und bemühen sich auch sonst darum, es ihren Partnerinnen recht zu machen. Macht die Frau ihnen dann Vorwürfe, sind sie eher dazu geneigt, diese als gerechtfertigt anzusehen und wehren sich dann auch weniger dagegen.
Aber auch solange Frau ihrem Partner nichts vorwerfen möchte, bringen ihr diese Überlegenheits-Theorien und die hohen Ansprüche an Männer trotzdem Vorteile. Da es z.B. heißt, daß Männer im Haushalt mithelfen sollen, kann sich eine Hausfrau also gut fühlen, wenn sie gnädigerweise die 2 Stunden täglicher Hausarbeit allein erledigt und ihr Mann sich dann abends nach seinem 8-Stunden-Arbeitstag auf die Couch legen kann, ohne noch seine Stunde Hausarbeit erledigen zu müssen. Sobald es dann aber kriselt, wird garantiert der Vorwurf kommen, daß er nie im Haushalt geholfen hätte und daß sie sich ja ganz allein abrackern mußte und überhaupt ihren Beruf ja nur für ihn aufgegeben hätte...
Interessant ist in dem Zusammenhang auch, daß die Mehrzahl der Scheidungen von Frauen ausgehen. Das liegt zum einen daran, daß Frauen danach häufiger die finanziell Begünstigten sind als Männer (und zwar seit 1978 auch dann, wenn sie selbst die Ehe zerstört haben), zum anderen aber auch daran, daß scheidungswilligen Frauen von den Medien jede Menge Scheidungsgründe frei Haus geliefert werden. Wenn in einer Frauenzeitschrift steht, daß frau den Partner sofort verlassen sollte, wenn er mal seine Socken irgendwo liegen läßt, dann wird eine Frau in einer intakten Beziehung oder Ehe darüber nur lachen. Kriselt es aber in der Ehe oder Beziehung, dann wird ihr sofort einfallen, daß ihr Partner ja auch schon mal etwas irgendwo liegen läßt... Und schon ist wieder ein Grund mehr da.
Die Medien tun letztendlich nichts weiter, als die Wünsche zu bedienen, die sie auf dem Markt feststellen. Und Frauen waren schon immer die wichtigste Zielgruppe für Leute, die irgendetwas verkaufen wollten. Deshalb bestimmen Frauen heute eben auch sehr wesentlich darüber mit, was in den Medien verbreitet wird und was nicht. Und deshalb ist es eben auch so modern, Frauen hochzujubeln und Männer gleichzeitig schlecht zu machen.
Das wirkt heute besser als in früheren Zeiten, weil die modernen Medien es ermöglichen, wirklich die gesamte Menschheit flächendeckend mit imaginären Scheinwelten, Dogmen und Klischees zu berieseln. Früher ging das so nicht, und so bildeten sich die Menschen damals eben ihre Meinungen vor allem aus dem realen Leben und bekamen dadurch ein realistischeres Weltbild.
Fatal ist dann auch noch, daß es bei Frauen oft tatsächlich diesen Widerspruch gibt, den du oben schon angedeutet (und dabei in Frage gestellt) hast. Daß sie also zwar einerseits etwas sagen, andererseits aber das genaue Gegenteil denken.
Das ist an sich nicht unbedingt ungewöhnlich. Wir alle sagen nicht immer exakt, was wir wirklich denken, und wir wissen alle auch manchmal nicht so recht, was wir wollen. Bei Frauen ist es aber offenbar häufig so, daß sie sich durch die ständige Berieselung der Medien Wünsche einreden lassen, die sie tatsächlich gar nicht haben. Dann möchte Frau z.B. bewußt einen emotionalen Mann, der auch mal weinen kann. Unbewußt wünscht sie sich aber den harten Kerl, der niemals weint. Das ergibt natürlich einen Widerspruch, der von Anfang an da sein wird. Anfangs, wenn am Partner noch alles neu, spannend und aufregend ist, wird sich das nicht äußern. Wenn dann aber der Alltag alles eingeholt hat und auch die negativen Eigenschaften des Partners stärker zutage treten, dann wird auch dieser Widerspruch immer stärker empfunden werden. Fatal ist dann auch, daß einem immer das am begehrenswertesten erscheint, was man gerade nicht hat. Bald wird der Partner ihre Unzufriedenheit mit ihm spüren, und es wird dann auch ihn belasten. Und wenn ihr dann plötzlich jemand begegnet, der ihren geheimen Wünschen nach einem "echten Kerl" besser entspricht als ihr Partner, dann ist zumindest die Versuchung zum Seitensprung sehr groß, und es ist dann auch gut möglich, daß sie ihren Partner verläßt.
Männer kriegen von den Medien in Bezug auf Frauen nicht so viele Vorstellungen anerzogen, die ihren inneren Wünschen nicht entsprechen. Männer werden eigentlich nur in Bezug auf das Aussehen von Frauen beeinflußt. So gibt es eben Männer, die grundsätzlich nur Frauen als Partnerin akzeptieren, die genauso attraktiv wie die Models und Schauspielerinnen sind, die sie ständig in den Medien sehen. Aber das ist dann etwas, das eine Beziehung nur dann eventuell belasten kann, wenn eine Frau ihr Aussehen bald stark verändert (z.B. deutlich zunimmt). Bleibt sie so, wie sie ist, wird ihr Partner seine Einstellung zu ihr nicht ändern. Und auch weniger attraktive Frauen finden Partner. Ein paar Männer lassen sich durch den Schönheitswahn nicht beeinflussen, andere sind selbst nicht attraktiv genug, um an so eine "Model-Frau" ranzukommen (denn natürlich steigen auch die weiblichen Ansprüche an die Attraktivität der Männer an) und schrauben so ihre Ansprüche wieder etwas herunter.
Jedenfalls werden bei Männern ansonsten keine so überzogenen Ansprüche an Frauen erzeugt wie das umgekehrt der Fall ist. Und die Medien stülpen ihnen auch weniger Wünsche über, die ihren inneren Wünschen nicht entsprechen. Deshalb kommt es eher selten vor, daß ein Mann seiner Partnerin gegenüber eine bestimmte Erwartung äußert, andererseits insgeheim aber etwas ganz anderes von ihr ewartet.
Bei Frauen ist das aber oft so. Ein Beispiel: Laut Aussagen in den Medien soll ein Mann natürlich nicht gewalttätig sein. Also wird Frau sich dem anpassen und sich einen vernünftigen Mann wünschen, der kein Schlägertyp ist. Sie findet so einen Mann, und eines Tages werden sie von irgendjemandem angepöbelt. Ihr Partner ignoriert das, und vielleicht wird sie dann sowas sagen wie "Ich finde es richtig gut, daß du eben so cool geblieben bist und dich nicht provozieren lassen hast." Denken wird sie aber etwas ganz anderes, nämlich sowas wie: "Oje - wenn der Typ uns eben angegriffen hätte, dann wäre mein Mann bestimmt gelaufen wie ein Hase..." Tief in ihrem Inneren möchte sie nämlich einen Beschützer haben. Das darf gern ein Schlägertyp sein - solange er nur andere schlägt.
Ein anderes Beispiel: Er ist etwas unordentlich und läßt überall etwas herum liegen. Sie sagt ihm, daß sie das nervt und daß er endlich ordentlicher werden soll. Er entspricht diesem Wunsch und räumt fortan wirklich alles weg. Dann freut sie sich zwar, weil alles ordentlich aussieht, und natürlich lobt sie ihn auch. Aber insgeheim gibt ihr das auch das Gefühl, daß er keine starke Persönlichkeit ist, weil er ihrem Wunsch entsprochen und dem keinen Widerstand geleistet hat. Er hat ihr eben gehorcht, aber ein echter Kerl soll nicht gehorchen, sondern seinen eigenen Willen haben und diesen auch durchsetzen. Wenn er nun aber meint, dieses Problem umgehen zu können, indem er weiterhin alles liegen läßt, dann irrt er sich auch gewaltig. Dann betrachtet sie ihn zwar als starke Persönlichkeit, ist aber trotzdem durch die Unordnung genervt... Und schon stellt man(n) fest, daß er gar keine Möglichkeit hat, es seiner Partnerin wirklich recht zu machen.
Die durch die Medien etablierten Klischees, Dogmen und Idealbilder verhindern eben auch, daß Frauen offen zu ihren wirklichen Wünschen stehen. Und so gibt es dann eben zuweilen diesen Widerspruch zwischen den Aussagen und den wirklichen Gedanken einer Frau.
Natürlich ist das nicht unbedingt bei jeder Frau so. Aber dadurch wird die Sache noch komplizierter. Männer zwingt das zu einem ständigen Balance-Akt. Sie müssen immer überlegen, ob ihre Partnerin wohl wirklich will, daß sie einem Wunsch von ihr entsprechen oder ob sie das vielleicht gar nicht wirklich will und sie dann womöglich in ihrem Ansehen sinken, wenn sie dem Wunsch entsprechen...
Die einzige Lösung des Problems besteht darin, daß Männer mehr auf ihre eigenen Wünsche achten und weniger bestrebt sind, ihren Partnerinnen alles recht zu machen. Nur schaffen sie es eben auch nicht so einfach, sich von den offiziell immer wieder propagierten Dogmen und Klischees zu lösen, genauso wie Frauen das eben nicht so einfach schaffen.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
gaehn, Tuesday, 19.08.2003, 22:42 (vor 8205 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 17:40:19:
Amica, Young Miss, Brigitte, Petra und weiß die Teufelin, wie sie alle heißen....
Die sogenannten Frauenzeitschriften - geben sie die Wirklichkeit wieder? Zeigen sie die Frauen, wie sie sind - oder nur, wie sie seien sollten?
Der Inhalt dieser Banalblättchen ist leider oftmals mager, viel zu mager. Saison-Diäten in jedem zweiten Heft, immer wieder pressure: DU MUSST ABNEHMEN UND ZWAR JETZT SOFORT!, andernfalls passt man ja nicht in die dort abgebildete Mode für Girlies/Schlampen/Flittchen/Langeweilerinnen/angepasste Zumpfen... Hinzukommen Tips für das perfekte Makeup, damit man bloß nicht sein wahres gesicht zeigen muss, sondern sich schön fein hinter den Saisonfarben, also fett den Mascara raufklatschen und den Mund überzeichnen, dann klappt's auch mit dem Nachbarn - denn ja, dies ist doch das Ziel, eigentlich sind diese Heftchen nur Balztppverbreiter und eine einzige Huldigung an die Männerzentriertheit, die wir niemals wollten. Wie flirte ich am besten oder wie gebe ich perfekt einen Korb? Wie bereite ich meinem Hanswurst von Ehemann ein perfektes Zuhause und vor allem und am wichtigsten: Wie zur Hölle bereite ich eigentlich einen Festtagsbraten zu!
Das haben wir nie gewollt und diese Zeitschriften mögen sich im Fahrwasser der Emanzipation aufgebläht haben, indem sie angefangen haben, ihre Schmalspurinhalte feministisch zu verbrämen, nach dem Motto: Frau supertollles Hascherl.
Und jetzt steht in diesen kleinkarierten Hefterln was zur Männlichkeit (Wieso eigentlich, solln doch Frauenzeitschriften sein) und sofort nehmen das die Herren dieses Forums als Vorlage, um gegen den Feminismus zu wettern. Sorry, Leutz, aber das ist Schattenboxen, was in diesen Heften steht, das ist gequeirlte Mäusekacke - und die meisten Frauen wissen das auch. Warum kaufen Frauen diese Zeitschriften? Eigentlich nur für Makeup- und Modetipps. Die Artikel darin werden zwar das eine oder andere Mal überflogen - geglaubt wird der Schmarrn noch lange nicht, ausser von ein paar Dumpfbacken. Die meisten Frauen sind durchaus in der Lage von einer Zeitschrift auf die Wirklichkeit zu abstrahieren - und nehmen also nicht jeden Mist für voll, der da drinsteht.
Aber nein, es steht in einer Frauenzeitschrift, und die werden en masse gekauft, und sie werden von Frauen für Frauen hergestellt, also muss das ja jetzt echt wiedergeben, was die Wirklichkeit ist. Ich werde mir demnächst mal Men's Health, die Brigitte der Männer zulegen, und da mal reinschauen. UND WEHE IHR SEID NICHT SO; WIE ES DA DRINSTEHT!
Xenia
PS: Für die üblichen Rechtschreibfehler entschuldige ich mich. Dapis....
das problem ist nur, das wenn es wirklich nur um die modetipps gehen würde diese zeitschriften einfach ZUVIELE leserinnen haben. es ist ja nicht so, das es ein paar tausend sind. es sind millionen.
im übrigen ist der ganze feminismus so aufgebaut das er sich um die männer dreht, denn ohne täter gibt es nunmal keine opfer. das gesamteopfer sein dreht sich immer um den täter, wie sonst gäbe es opfer?
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Xenia, Wednesday, 20.08.2003, 20:59 (vor 8204 Tagen) @ gaehn
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von gaehn am 19. August 2003 19:42:14:
das problem ist nur, das wenn es wirklich nur um die modetipps gehen würde diese zeitschriften einfach ZUVIELE leserinnen haben. es ist ja nicht so, das es ein paar tausend sind. es sind millionen.
gaehn, JEDER Frau wird im Laufe ihres lebens eingebläut, dass sie ja immer modisch up to date zu sein hat und dass sie IMMER und ÜBERALL gut auszusehen hat.
im übrigen ist der ganze feminismus so aufgebaut das er sich um die männer dreht, denn ohne täter gibt es nunmal keine opfer. das gesamteopfer sein dreht sich immer um den täter, wie sonst gäbe es opfer?
So ist vielleicht der Opferfeminismus aufgebaut, der Feminismus an sich aber nicht, dieser konzentriert sich uf die Frauen, jedenfalls in der Theorie, leider ist es in der Praxis noch nicht ganz so weit...
Best wishes, xenia
Haben die Frauen-Illustrierten heute einen feministischen Einschlag?
Lars, Tuesday, 19.08.2003, 22:49 (vor 8205 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 17:40:19:
(abgesehen einmal davon, daß man hier wohl noch zwischen den einzelnen Heften etwas differenzieren müßte)
Diese Blätter sind gewiß nicht Teil einer feministischen Verschwörung, sozusagen die "trendigen" Tarn-Projekte der "Emma". a) weil es eben kommerzielle Blätter in rein kommerziell orientierten Verlagen sind, b)weil die meisten der dortigen Redakteurinnen von ihrem Background her wohl einfach zu unpolitisch und denkfaul sind, als daß sie sich mit langen, ernsten Texten voller "-ismen" befassen würden.
Es geht in den Redaktionen wohl eher pragmatisch, unssystematisch zu: Man bedient die ermittelten Leserinnen-Erwartungen in all ihrer Widersprüchlichkeit, und im Rahmen dessen dürfen die Redakteurinnen dann noch ihren persönlichen Launen folgen. Was rauskommt ist ein etwas widersprüchlicher Mix:
- Die meisten Leserinnen wollen bei Männern gut ankommen, also müssen ganz und gar unfeministische Diät-Tipps rein.
- Die Leserinnen gefallen sich(!) in ständig wechselnden Moden, also müssen Mode-Tipps rein, auch wenn den meisten Männern, die neue Frisur-Nuance bei ihrer Gattin gar nicht auffällt (und wenn dann meist negativ)
- Die meisten Frauen (insbes. jene, welche Zeit haben, diese Blätter zu lesen!) arbeiten eher halbtags, verbringen also relativ viel Zeit im Haus, also bieten sich Kochrezepte an.
- Gleichzeitig kommt es bei den Leserinnen aber natürlich auch gut an, wenn man ihnen ständig auf die Schulter klopft und sagt, daß sie dem besseren Geschlecht angehören, daß kaum ein Mann gut genug ist für sie (insbesondere Single-Frauen lesen dies gerne!), bzw. daß im Konfliktfall der Mann es ist, der sich ändern muß (dies lesen dann Frauen in kriselnden Beziehungen gerne). Also müssen Psychotests und Psycho-Reports rein, die diese Sichtweise bestätigen (siehe mein "AMICA"-Link)
- Und schließlich sind da noch die Redakteurinnen selbst. Zumindest in den "jüngeren, flippigeren" Frauen-Illustrierten halten die sich wohl alle für Carrie aus "Sex and the City". Sie sind einfach hingerissen von ihrem "hippen" Lebenstil und ihrer eigenen brillianten Schreibe und glauben die Welt an ihren tiefen Erkenntnissen über die Geschlechterproblematik und guten Sex teilhaben lassen zu müssen. Und sie sind aufgewachsen nach der Frauenbewegung, aber mit Songs wie "Ich findDich Scheiße" und "Mir geht´s so gut weil ich ein Mädchen bin". Und wenn es bei denen dann mal gerade nicht so gut läuft mit den Männern, dann fabrizieren sie in ihren kolumnen auch shcon mal blanke Zynismen wie in dem weiter unten geposteten Sorgerechts-und-Unterhalts-Kommentar aus der "Allegra".
Fazit: Diese Blätter sind nicht i. e. S. feministisch geprägt, aber sie tragen aus Gründen der Leserinnen-Erwartung und der Redakteurinnen-Launen die Klischees vom tendenziell beziehungsunfähigen, aggressiven Versager-Mann weiter.
Re: Haben die Frauen-Illustrierten heute einen feministischen Einschlag?
Xenia, Wednesday, 20.08.2003, 21:02 (vor 8204 Tagen) @ Lars
Als Antwort auf: Haben die Frauen-Illustrierten heute einen feministischen Einschlag? von Lars am 19. August 2003 19:49:37:
(abgesehen einmal davon, daß man hier wohl noch zwischen den einzelnen Heften etwas differenzieren müßte)
Meinst du? Sehe ich nicht so!
[...]
- Und schließlich sind da noch die Redakteurinnen selbst. Zumindest in den "jüngeren, flippigeren" Frauen-Illustrierten halten die sich wohl alle für Carrie aus "Sex and the City". Sie sind einfach hingerissen von ihrem "hippen" Lebenstil und ihrer eigenen brillianten Schreibe und glauben die Welt an ihren tiefen Erkenntnissen über die Geschlechterproblematik und guten Sex teilhaben lassen zu müssen. Und sie sind aufgewachsen nach der Frauenbewegung, aber mit Songs wie "Ich findDich Scheiße" und "Mir geht´s so gut weil ich ein Mädchen bin". Und wenn es bei denen dann mal gerade nicht so gut läuft mit den Männern, dann fabrizieren sie in ihren kolumnen auch shcon mal blanke Zynismen wie in dem weiter unten geposteten Sorgerechts-und-Unterhalts-Kommentar aus der "Allegra".
Soweit so gut, aber dieser letzte Punkt geht mir zu weit, ich sehe icht ein, warum eine routinierte Redakteurin oder Journalistisn sich von ihrem Privatleben derart beeinflussen lassen sollte, dass dies den Ausschlag gibt für solche Artikel...
Fazit: Diese Blätter sind nicht i. e. S. feministisch geprägt, aber sie tragen aus Gründen der Leserinnen-Erwartung und der Redakteurinnen-Launen die Klischees vom tendenziell beziehungsunfähigen, aggressiven Versager-Mann weiter.
Eben. Das hab ich ja gesagt (so fast jedenfalls) - Fazit: Der Feminismus ist was anderes und hat was anderes vor, als in Frauenzeitschriften drinsteht - und das ist die einzige Wahrheit.
Best wishes, Xenia
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Odin, Wednesday, 20.08.2003, 00:57 (vor 8205 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 17:40:19:
Kann ich alles bestätigen. Geht uns Männern genauso.
Alle Männer lesen den Playboy nur wegen der tollen Artikel. Aber diese bescheuerten Verleger packen dauernd diese störenden nackten Mädchen dazu. Man könnte Anfälle kriegen!
Schenkelklopfer :-D n.T. (n/t)
Manfred, Wednesday, 20.08.2003, 01:08 (vor 8205 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Odin am 19. August 2003 21:57:31:
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Xenia, Wednesday, 20.08.2003, 21:03 (vor 8204 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Odin am 19. August 2003 21:57:31:
Kann ich alles bestätigen. Geht uns Männern genauso.
Alle Männer lesen den Playboy nur wegen der tollen Artikel. Aber diese bescheuerten Verleger packen dauernd diese störenden nackten Mädchen dazu. Man könnte Anfälle kriegen!
Das ist zwar ganz lustig, aber kein passendes Analogon
Xenia
Sind die Männer-Illustrierten genauso dumm?
Lars, Wednesday, 20.08.2003, 19:38 (vor 8204 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 17:40:19:
Im Großen und Ganzen: Ja.
Soweit ich da reingeguckt hab, würde ich sagen: Ein Mann, der sich dem Schönheits-Ideal (und v. a. dem Fitness-Pensum) von "Men´s health" unterwirft, ist selber schuld. "MAXIM" und "For him Magazin" sind was für Möchtegern-Yuppies und der deutsche "Playboy" ist weit enfernt vom Hugh-Hepfner-"Playboy" der 60er Jahre, der (hierzulande wenig bekannt) damals ja auch Interviews mit Leuten aus Politik und Kultur enhielt.
Der Punkt ist nur: Die Zahl und Auflage der Frauen-Illustrierten übersteigt die der Männer-Illustrierten um ein vielfaches. Die WIRKLICHEN Männer-Zeitschriften (und -Zeitungen) heißen nämlich:
- Der Spiegel
- Süddeutsche Zeitung
- Frankfurter Allgemeine Zeitung
- Frankfurter Rundschau
- Die Welt
- Die Zeit
So sieht´s aus. *g*
Re: Sind die Männer-Illustrierten genauso dumm?
Xenia, Wednesday, 20.08.2003, 21:08 (vor 8204 Tagen) @ Lars
Als Antwort auf: Sind die Männer-Illustrierten genauso dumm? von Lars am 20. August 2003 16:38:13:
Im Großen und Ganzen: Ja.
Soweit ich da reingeguckt hab, würde ich sagen: Ein Mann, der sich dem Schönheits-Ideal (und v. a. dem Fitness-Pensum) von "Men´s health" unterwirft, ist selber schuld. "MAXIM" und "For him Magazin" sind was für Möchtegern-Yuppies und der deutsche "Playboy" ist weit enfernt vom Hugh-Hepfner-"Playboy" der 60er Jahre, der (hierzulande wenig bekannt)
Aber DU kennst den? *g*
damals ja auch Interviews mit Leuten aus Politik und Kultur enhielt.
Ich erinnere mich an einen Vortrag, den ich in der zwölfte Klasse von einem Chaostheoretiker an unserer Schule hörte. Als dieser Mann anfing, sich mit der Chaostheorie zu beschäftigen, fand er zunächst keinen Artikel, der ihn überhaupt mal eingeführt hätte - bis auf einen Artikel im Playboy. Da es aber nur noch eine Ausgabe jener Nummer in der Preußischen Landesbibliothek in Berlin gab, er jedoch im Westen wohnte, musste er seine Mutter bitten, dieses Heft schnell für ihn auszuleihen 
Der Punkt ist nur: Die Zahl und Auflage der Frauen-Illustrierten übersteigt die der Männer-Illustrierten um ein vielfaches. Die WIRKLICHEN Männer-Zeitschriften (und -Zeitungen) heißen nämlich:
- Der Spiegel
- Süddeutsche Zeitung
- Frankfurter Allgemeine Zeitung
- Frankfurter Rundschau
- Die Welt
- Die Zeit
So sieht´s aus. *g*
Wow, da müsste ich ja Bestens über die Männlichkeit in diesem Lande informiert sein - und worüber beschwert ihr euch noch, wenn es so ist?
Best wishes, Xenia
Hugh Hepfner und der "Playboy" der 60er Jahre
Lars, Wednesday, 20.08.2003, 21:40 (vor 8204 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Re: Sind die Männer-Illustrierten genauso dumm? von Xenia am 20. August 2003 18:08:15:
... und der deutsche "Playboy" ist weit enfernt vom Hugh-Hepfner-"Playboy" der 60er Jahre, der (hierzulande wenig bekannt)
Aber DU kennst den? *g*
Ja, aus einem längeren Hugh-Hepfner-Portrait im TV. War wirklich interessant. Da wurde mit Bildmaterial eindeutig wiedergegeben, daß es im "Playboy" in den 60er Jahren Interviews gab Martin Luther King, Fidel Castro, Robert Kennedy u. a. gab, sowie Buch-Auszüge von z. B. Jack Kereouac. Und dazu eben die Damen in ihren braven breiten Bikinis. Das war noch die gute alte Zeit, in der das linksliberale Spektrum noch nicht von der feministischen Prüderie angekränkelt war.
Spätestens Mitte der 70er war der "Playboy" dann natürlich unter Männer, die sich weiterhin als "fortschrittlich" verstehen wollten, als un-pc verpönt. Freilich ist zu dieser Zeit auch das Niveau abgesenkt und der Sex-Faktor erhöht worden worden, um mit dem neuen "Hustler" konkurrieren zu können.
damals ja auch Interviews mit Leuten aus Politik und Kultur enhielt.
Ich erinnere mich an einen Vortrag, den ich in der zwölfte Klasse von einem Chaostheoretiker an unserer Schule hörte. Als dieser Mann anfing, sich mit der Chaostheorie zu beschäftigen, fand er zunächst keinen Artikel, der ihn überhaupt mal eingeführt hätte - bis auf einen Artikel im Playboy. Da es aber nur noch eine Ausgabe jener Nummer in der Preußischen Landesbibliothek in Berlin gab, er jedoch im Westen wohnte, musste er seine Mutter bitten, dieses Heft schnell für ihn auszuleihen
LOL, das ist natürlich bitter, wenn Mama für einen den "Playboy" ausleihen geht!
Der Punkt ist nur: Die Zahl und Auflage der Frauen-Illustrierten übersteigt die der Männer-Illustrierten um ein vielfaches. Die WIRKLICHEN Männer-Zeitschriften (und -Zeitungen) heißen nämlich:
- Der Spiegel
- Süddeutsche Zeitung
- Frankfurter Allgemeine Zeitung
- Frankfurter Rundschau
- Die Welt
- Die Zeit
So sieht´s aus. *g*
Wow, da müsste ich ja Bestens über die Männlichkeit in diesem Lande informiert sein - und worüber beschwert ihr euch noch, wenn es so ist?
Worum es mir mit meinem "AMICA"--Thread ursprünglich ging, war das sich im Spiegel der dortigen Psycho-Tests und Psycho-Reportagen offenbarende gesteigerte Eigenlob-und-Männer-bashing-Bedürfnis vieler "moderner" junger Frauen, zu dem sich in den Männermedien kaum ein Pendent finden läßt.
Gruß
Lars
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
CnndrBrbr, Wednesday, 20.08.2003, 19:46 (vor 8204 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 17:40:19:
Amica, Young Miss, Brigitte, Petra und weiß die Teufelin, wie sie alle heißen....
Die sogenannten Frauenzeitschriften - Warum kaufen Frauen diese Zeitschriften?
Ganz einfach: Weil sie jemanden brauchen, der ihnen bestätigt, daß sie zu dick sind, obwohl ihre Männer sie ganz in Ordnung finden.
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Maesi, Thursday, 21.08.2003, 23:28 (vor 8203 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 19. August 2003 17:40:19:
Hallo Xenia
Die sogenannten Frauenzeitschriften - geben sie die Wirklichkeit wieder? Zeigen sie die Frauen, wie sie sind - oder nur, wie sie seien sollten?
Wahrscheinlich beides
Der Inhalt dieser Banalblättchen ist leider oftmals mager, viel zu mager. Saison-Diäten in jedem zweiten Heft, immer wieder pressure: DU MUSST ABNEHMEN UND ZWAR JETZT SOFORT!, andernfalls passt man ja nicht in die dort abgebildete Mode für Girlies/Schlampen/Flittchen/Langeweilerinnen/angepasste Zumpfen... Hinzukommen Tips für das perfekte Makeup, [...]
Das haben wir nie gewollt und diese Zeitschriften mögen sich im Fahrwasser der Emanzipation aufgebläht haben, indem sie angefangen haben, ihre Schmalspurinhalte feministisch zu verbrämen, nach dem Motto: Frau supertollles Hascherl.
Wen meinst Du mit 'wir'?
Und jetzt steht in diesen kleinkarierten Hefterln was zur Männlichkeit (Wieso eigentlich, solln doch Frauenzeitschriften sein) und sofort nehmen das die Herren dieses Forums als Vorlage, um gegen den Feminismus zu wettern. Sorry, Leutz, aber das ist Schattenboxen, was in diesen Heften steht, das ist gequeirlte Mäusekacke - und die meisten Frauen wissen das auch.
Trotzdem scheinen sehr viele Frauen diese 'gequirlte Maeusekacke' zu kaufen. Weshalb eigentlich, wenn sie sie doch nicht ernstnehmen? *ratlos am Kopf kratz*
Aber nein, es steht in einer Frauenzeitschrift, und die werden en masse gekauft, und sie werden von Frauen für Frauen hergestellt, also muss das ja jetzt echt wiedergeben, was die Wirklichkeit ist.
Zumindest werden Frauenzeitschriften wiedergeben, was ihre Leserinnen mehrheitlich interessiert. Ansonsten wuerden sie ja nicht gekauft. Oder kaufen Frauen etwas, das sie gar nicht interessiert? Wenn ja, weshalb tun sie sowas? Weshalb schreiben sie nicht der Redaktion, dass gewisse Artikel sie nicht interessieren oder sie diese gar fuer Bloedsinn halten? Handelt es sich vielleicht um ein von Maennern ausgedachtes Komplott, Frauen ueber von Frauen produzierten Zeitschriften zu manipulieren? Oder sind es womoeglich SIE, die uns seit Jahren mit immensem Aufwand einzutrichtern versuchen, dass Bielefeld existiert? Fragen ueber Fragen...
Ich werde mir demnächst mal Men's Health, die Brigitte der Männer zulegen, und da mal reinschauen. UND WEHE IHR SEID NICHT SO; WIE ES DA DRINSTEHT!
Wahrscheinlich ist 'Men's Health' viel weniger verbreitet als all die Frauenzeitschriften. Zumindest ich habe noch nie eine Ausgabe gekauft oder gelesen, deshalb weiss ich auch nicht was da drinsteht.
Gruss
Maesi
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Xenia, Friday, 22.08.2003, 02:21 (vor 8203 Tagen) @ Maesi
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Maesi am 21. August 2003 20:28:30:
Hallo Xenia
Die sogenannten Frauenzeitschriften - geben sie die Wirklichkeit wieder? Zeigen sie die Frauen, wie sie sind - oder nur, wie sie seien sollten?
Wahrscheinlich beides
Der Inhalt dieser Banalblättchen ist leider oftmals mager, viel zu mager. Saison-Diäten in jedem zweiten Heft, immer wieder pressure: DU MUSST ABNEHMEN UND ZWAR JETZT SOFORT!, andernfalls passt man ja nicht in die dort abgebildete Mode für Girlies/Schlampen/Flittchen/Langeweilerinnen/angepasste Zumpfen... Hinzukommen Tips für das perfekte Makeup, [...]
Das haben wir nie gewollt und diese Zeitschriften mögen sich im Fahrwasser der Emanzipation aufgebläht haben, indem sie angefangen haben, ihre Schmalspurinhalte feministisch zu verbrämen, nach dem Motto: Frau supertollles Hascherl.
Wen meinst Du mit 'wir'?
Wir Emanzen und Feministinnen
Und jetzt steht in diesen kleinkarierten Hefterln was zur Männlichkeit (Wieso eigentlich, solln doch Frauenzeitschriften sein) und sofort nehmen das die Herren dieses Forums als Vorlage, um gegen den Feminismus zu wettern. Sorry, Leutz, aber das ist Schattenboxen, was in diesen Heften steht, das ist gequeirlte Mäusekacke - und die meisten Frauen wissen das auch.
Trotzdem scheinen sehr viele Frauen diese 'gequirlte Maeusekacke' zu kaufen. Weshalb eigentlich, wenn sie sie doch nicht ernstnehmen? *ratlos am Kopf kratz*
Wie ich bereits erklärt habe, liegt der Schwerpunkt des Interesse auf den Diät und Schönheitstipps
Aber nein, es steht in einer Frauenzeitschrift, und die werden en masse gekauft, und sie werden von Frauen für Frauen hergestellt, also muss das ja jetzt echt wiedergeben, was die Wirklichkeit ist.
Zumindest werden Frauenzeitschriften wiedergeben, was ihre Leserinnen mehrheitlich interessiert. Ansonsten wuerden sie ja nicht gekauft. Oder kaufen Frauen etwas, das sie gar nicht interessiert? Wenn ja, weshalb tun sie sowas? Weshalb schreiben sie nicht der Redaktion, dass gewisse Artikel sie nicht interessieren oder sie diese gar fuer Bloedsinn halten? Handelt es sich vielleicht um ein von Maennern ausgedachtes Komplott, Frauen ueber von Frauen produzierten Zeitschriften zu manipulieren?
Wenn man sich eh nicht für die Artikel interessiert, sondern für etwas anderes, die Artikel einem nur hin und wieder mal bestätigen, wie toll man ist - wozu sich dann über dumm eArtikel aufregen?
Oder sind es womoeglich SIE, die uns seit Jahren mit immensem Aufwand einzutrichtern versuchen, dass Bielefeld existiert? Fragen ueber Fragen...
Also, wie ist bloß dieses Gerücht entstanden? Bielefeld GIBT es, ich kann es versichern, ich habe es gesehen - ich studiere dort, verflixt nochmal!
Ich werde mir demnächst mal Men's Health, die Brigitte der Männer zulegen, und da mal reinschauen. UND WEHE IHR SEID NICHT SO; WIE ES DA DRINSTEHT!
Wahrscheinlich ist 'Men's Health' viel weniger verbreitet als all die Frauenzeitschriften. Zumindest ich habe noch nie eine Ausgabe gekauft oder gelesen, deshalb weiss ich auch nicht was da drinsteht.
Na und? Ich habe noch nie eine Frauenzeitschrift gekauft... aber gut, du kannst dir ja mal die website von men's health anschaun... dann weißt du, wie du zu sein hast
Xenia
Männerzeitschriften
CnndrBrbr, Friday, 22.08.2003, 13:34 (vor 8202 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 21. August 2003 23:21:49:
Oder sind es womoeglich SIE, die uns seit Jahren mit immensem Aufwand einzutrichtern versuchen, dass Bielefeld existiert? Fragen ueber Fragen...
Also, wie ist bloß dieses Gerücht entstanden? Bielefeld GIBT es, ich kann es versichern, ich habe es gesehen - ich studiere dort, verflixt nochmal!
Vade retro, Satanas! Mich verführst Du nicht!
Ich werde mir demnächst mal Men's Health, die Brigitte der Männer zulegen, und da mal reinschauen. UND WEHE IHR SEID NICHT SO; WIE ES DA DRINSTEHT!
Und? Du bist doch bestimmt inzwischen mit Lesen fertig. Wie müssen wir sein?
Re: Sogenannte Frauenzeitschriften
Maesi, Saturday, 13.09.2003, 13:20 (vor 8180 Tagen) @ Xenia
Als Antwort auf: Re: Sogenannte Frauenzeitschriften von Xenia am 21. August 2003 23:21:49:
Hallo Xenia
Zumindest werden Frauenzeitschriften wiedergeben, was ihre Leserinnen mehrheitlich interessiert. Ansonsten wuerden sie ja nicht gekauft. Oder kaufen Frauen etwas, das sie gar nicht interessiert?
Wenn man sich eh nicht für die Artikel interessiert, sondern für etwas anderes, die Artikel einem nur hin und wieder mal bestätigen, wie toll man ist - wozu sich dann über dumm eArtikel aufregen?
Du hast nichts Substantielles vorgetragen, was Deine These stuetzt, Frauen glaubten nicht an die Wahrheit dieser Frauen-sind-einfach-besser-Artikel oder interessierten sich gar nicht erst dafuer; nur weil Du diese Behauptung aufstellst, muss sie ja deshalb noch lange nicht zutreffen. Sowohl Garfield als auch ich haben Argumente vorgetragen, die die These stuetzen, dass im Gegenteil eine ganze Menge Frauen sich fuer solche sexistisch-maennerfeindliche Artikel interessieren. Neben der Marktforschung dieser kommerziellen Blaetter, die ein weit verbreitetes Desinteresse an solchen Themen bei der Leserschaft wohl ziemlich schnell aufzeigen wuerden, gibt es ja auch etliche Buecher mit Tips, wie frau sich den Traummann nach eigenem Gutduenken zurechtmanipuliert; diese Buecher stossen offensichtlich auf ziemlich grossen weibliches Interesse, was wiederum die Verkaufszahlen belegen.
Oder sind es womoeglich SIE, die uns seit Jahren mit immensem Aufwand einzutrichtern versuchen, dass Bielefeld existiert? Fragen ueber Fragen...
Also, wie ist bloß dieses Gerücht entstanden? Bielefeld GIBT es, ich kann es versichern, ich habe es gesehen - ich studiere dort, verflixt nochmal!
Der Bart ist ab! Du selbst gehoerst zu IHNEN! Du bist nur hierher gekommen, um uns dahingebend zu manipulieren, dass wir an die Existenz Bielefelds glauben sollen! Aber mich kriegst Du nicht! Auf keinen Fall!
Gruss
Maesi