Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview

Odin, Monday, 18.08.2003, 20:00 (vor 8206 Tagen)

Das Geheimnis der Frau!
Im Interview mit dem Fachmann Psychologe Hermann Meyer

Herman Meyer
"Männer, besinnt euch auf eure Stärke und behauptet eure Unabhängigkeit"
fordert der Münchner Autor uns Psychologe Hermann Meyer. MattoMatteo
sprach mit dem Vorkämpfer für die männliche Emanzipation.

Männer Opfer weiblicher Gewalt? Überraschende Ergebnisse einer Studie:
- 23% wurden von ihren Ehefrauen geboxt, getreten, geohrfeigt, ausgepeitscht
- 20% mit Gegenständen, Vasen, Tellern usw. beworfen
- 14% von ihrem Partner mit Mord bedroht
- 10% mussten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen
- 5% mussten sogar die Polizei zu Hilfe rufen

das Geheimnis der Frau<Hermann Meyer

MattoMatteo:
Mehr und mehr Männer "nette Kerle" -, die ihren Frauen alles recht
machen wollen bekommen nur Undank und Unzufriedenheit zurück. Haben Sie
ähnliche Erfahrungswerte gesammelt, und wie sind wir Männer in diese
Opferrolle geraten?

Meyer:
Es macht einen großen Unterschied, was Frau sagt und was wirklich Sache
ist. Gibt sie vor, in der Partnerwahl spielten bei Ihr Status und
Prestige, Macht und Geld keinerlei Rolle, und es käme einzig und allein
auf den Charakter des Mannes an und sie steigt, während sie das zum
Ausdruck bringt, ohne rot zu werden in die Luxuslimousine eines Mannes,
der eine hohe soziale Stellung inne hat, dann wirkt das Gesagte
unglaubwürdig. Genauso verhält es sich mit ihrem Wollen, mit ihren
Vorstellungen und Wünschen auf anderen Lebensgebieten. Sie sagt zu ihrem
Partner: Ich erwarte, dass du die Hälfte der Hausarbeit und der
Kindererziehung übernimmst. Tut er dies aber tatsächlich, zerstört er
ihr inneres Bild von einem echten Mann.

MattoMatteo:
Wie ist das zu verstehen?

Meyer:
Die Frau lebt in einer Diskrepanz zwischen dem, was sie vom Bewusstsein
aus will und dem, was ihr Unbewusstes möchte. Bewusst will sie den
Kumpel, den nachgiebigen, ihr ergebenen Mann, der brav Pfötchen gibt und
alles tut, was sie sagt. Unbewusst aber will sie einen richtigen Mann,
ist sie von Natur aus auf den starken Rudelführer programmiert, der eine
klare Linie vertritt, der ihr Sicherheit, Schutz und Geborgenheit gibt
und an den sie sich anlehnen kann. Deshalb laufen viele Männer gutmütige
Männer hier in die Falle: Sie wollen es der Frau recht machen, ihr
helfen, sie unterstützen und erreichen dabei aber gerade das Gegenteil
dessen, was sie ursprünglich wollten statt seelischer Liebe - Hass und
Verachtung, statt verstärkter Bindung - Abstoßung und Distanz, statt
leidenschaftlicher Nächte - lauwarme Coiti oder gar Verweigerung.
Kurzum: der Mann darf auf keinen Fall das für bare Münze nehmen, was
Frau sagt, sondern nur darauf gehen, was sie durch Mimik, Gestik und
durch ihr Verhalten signalisiert, nur an das, was sie zu leben imstande
ist. Und er muss die wirkliche Natur der Frau kennen, die sich doch
trotz scheinbarer Emanzipation immer wieder durchsetzt so sehr, dass
manche Frauen selbst davon mehr als irritiert sind.

MattoMatteo:
Gibt es noch andere Faktoren, die den Mann in die derzeitige Misere
getrieben haben?

Meyer:
Heute zeigt sich folgendes Bild: Die Frau versucht die Vorteile der
traditionellen Frauenrolle mit den Vorteilen, die sich aus der
Emanzipation ergeben, zu verbinden. Sie möchte, dass der Mann nach wie
vor um sie wirbt, sie ausführt, mit ihr Essen geht, ihr schickes Cabrio
und die Urlaubsaufenthalte finanziert, gleichzeitig stellt sie aber den
Anspruch, frei und unabhängig zu sein und keine Verpflichtung eingehen
zu müssen, wie Essen zuzubereiten oder sonst irgendwelche Gefälligkeiten
zu erweisen. Doch auch der Mann strebt es an, eine für ihn vorteilhafte
Verbindung zwischen der alten Rollenteilung und der emanzipierten
Lebensform zu erreichen. Er wünscht sich eine Frau, die ebenfalls einem
Beruf nachgeht, um ihn dadurch etwas finanziell zu entlasten,
gleichzeitig jedoch sollte sie sich voller Freude auch ihren
hausfraulichen Pflichten widmen. Bei diesem Kampf, die eigenen
Interessen durchzusetzen, steht die Frau immer öfter auf dem
Siegerpodest, d.h. sie hat doppelten Vorteil und der Mann doppelten
Nachteil. Das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen stimmt nicht mehr,
das bei der traditionellen Rollenteilung noch streng geregelt war.
Plötzlich ist der Mann der Lackierte er gibt nur noch und bekommt nichts
mehr er soll Karriere machen, soll der Frau finanziell und materiell was
bieten, soll der ideale Ehemann, der ideale Liebhaber, der ideale Vater
und der ideale Hausmann sein und soll das Kunststück fertig bringen, all
diese Rollen unter einen Hut zu bringen. Während früher die Devise hieß:
Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau, die die
Hintergrundarbeit erledigt, die es ihm überhaupt erst ermöglicht, sich
auf Beruf und Karriere zu konzentrieren, muss man heute den Hut vor
jedem Mann ziehen, dem es gelungen ist, trotz Frau erfolgreich zu sein.
Noch deutlicher formuliert: Versucht ein Mann wirklich, all die
Erwartungen einer Frau zu erfüllen, die an ihn gerichtet werden läuft er
Gefahr, über kurz oder lang der Sozialhilfe zur Last zu fallen oder in
Extremfällen sogar, dass sein Unbewusstes versucht, indem es den Hebel
auf Exitus schaltet, ihm auf dem Friedhof endlich die letzte Ruhe zu
gewähren.

MattoMatteo:
Was halten Sie von einer Emanzipation des Mannes? Könnte darin nicht
eine große Chance bestehen?

Meyer:
Wenn die Männer ihre zugewiesene Rolle genau so verweigern würden wie
das in den letzten Jahren und Jahrzehnten die Frauen gemacht haben, dann
herrschte Heulen
und Zähneknirschen beim anderen Geschlecht.. Es würden fast über Nacht
alle Partnerschaften auseinander brechen. Zwölf Mitglieder einer
Münchener Männergruppe machten den Versuch, bei Ihrer Freundin oder
Ehefrau sämtliche Rollen, die man wie selbstverständlich dem Manne
aufbürdet, zu verweigern, um in Erfahrung zu bringen, was dann passieren
würde. Sie weigerten sich, all die Dinge zu tun, die ansonsten ein Mann
eben so zu tun hat. Sie steckten keine Geldbörse ein, wenn sie mit der
Frau zum Essen ausgingen, sie weigerten sich Chauffeur zu spielen, sie
erklärten, dass sie mehr Zeit für sich selbst brauchten, dass sie keine
Lust mehr
hätten, als Lokal-, Konzert-, Opern-, Operetten-, oder Theater-Begleiter
zu fungieren, dass sie nicht mehr zum Shopping mitgehen wollten, dass es
sie langweilte ihre Schwiegermutter zu besuchen, dass sie auf Grund der
Überlegung, dass das Leben so kurz sei, nur noch halbtags arbeiten
werden, das sie keinen Euro mehr für Geschenke, Klamotten und für ihre
Einrichtungswünsche investieren wollten, sie rührten keinen Finger mehr
bei tropfenden Wasserhähnen und ausgebrannten Glühbirnen, sie weigerten
sich, der Frau ständig zuzuhören, sondern sprachen selbst von sich und
ihren Problemen.
Keines der Mitglieder in der Männergruppe hielt den vereinbarten
Versuchszeitraum von vier Wochen durch, denn die Reaktionen des
weiblichen Geschlechts waren fürchterlich: Tag und Nacht wilde Streits,
Aggressionen en masse. Wut und vor allem sexuelle Verweigerung. Doch
auch der Mann möchte gerne um seiner selbst willen geliebt werden und
nicht nur deshalb, weil er artig sein Rollenspielchen absolviert.
Die wirkliche Emanzipation des Mannes sieht ganz anders aus, als die
Frauen es ihm vorgeschrieben haben. Nicht stricken, häkeln, waschen,
putzen, einkaufen, Kartoffeln schälen, Salat putzen , kochen. backen,
braten, abspülen, abtrocknen und Kinder hüten ist hier angesagt, sondern
die Infragestellung der zugewiesenen Männerrolle, der tausend
Selbstverleugnungsrituale, die er bisher ohne Murren exerziert hat.

Aufruf
Schreibt uns wenn ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Schreibt uns
wenn ihr ganz anders darüber denkt. Wir werden die Zuschriften als Basis
weiterer Nachforschungen zum Thema "Das Geheimnis der Frau" nutzen.

MattoMatteo Verlag
Am Dorfplatz 6
78658 Zimmern

Re: Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview

Ferdi, Monday, 18.08.2003, 20:16 (vor 8206 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview von Odin am 18. August 2003 17:00:32:

Hallo zusammen!

Nun, jetzt habe ich es schwarz auf weiss! Jetzt weiss ich endlich, warum ich seit über vier Jahren, seitdem ich bewusst und gewollt als Single lebe, so glücklich bin. Hier wurde es mir vom Fachmann bestätigt. Zur Nachahmung empfohlen!

Schöne Grüsse,
Ferdi

Re: Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview

Arne Hoffmann, Monday, 18.08.2003, 21:43 (vor 8206 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview von Odin am 18. August 2003 17:00:32:

Hi Odin,

diesen Beitrag finde ich außerordentlich interessant. Gibst du mir bitte noch die Quelle? Ich würde mit diesem Psychologen gern mal in Verbindung treten. Hast du eine Mailaddi oder sowas? Da Jörg die hier nicht so gerne veröffentlicht sieht, kannst du sie mir auch zumailen: Cagliostro3@hotmail.com.

Es macht einen großen Unterschied, was Frau sagt und was wirklich Sache
ist. Gibt sie vor, in der Partnerwahl spielten bei Ihr Status und
Prestige, Macht und Geld keinerlei Rolle, und es käme einzig und allein
auf den Charakter des Mannes an und sie steigt, während sie das zum
Ausdruck bringt, ohne rot zu werden in die Luxuslimousine eines Mannes,
der eine hohe soziale Stellung inne hat, dann wirkt das Gesagte
unglaubwürdig. Genauso verhält es sich mit ihrem Wollen, mit ihren
Vorstellungen und Wünschen auf anderen Lebensgebieten. Sie sagt zu ihrem
Partner: Ich erwarte, dass du die Hälfte der Hausarbeit und der
Kindererziehung übernimmst. Tut er dies aber tatsächlich, zerstört er
ihr inneres Bild von einem echten Mann.

Volle Zustimmung.

Heute zeigt sich folgendes Bild: Die Frau versucht die Vorteile der
traditionellen Frauenrolle mit den Vorteilen, die sich aus der
Emanzipation ergeben, zu verbinden. Sie möchte, dass der Mann nach wie
vor um sie wirbt, sie ausführt, mit ihr Essen geht, ihr schickes Cabrio
und die Urlaubsaufenthalte finanziert, gleichzeitig stellt sie aber den
Anspruch, frei und unabhängig zu sein und keine Verpflichtung eingehen
zu müssen, wie Essen zuzubereiten oder sonst irgendwelche Gefälligkeiten
zu erweisen.

Nachdem ich mich mit diesem Thema nicht erst seit gestern beschäftige, sehe ich die Dinge genau so.

Zwölf Mitglieder einer Münchener Männergruppe machten den Versuch, bei Ihrer Freundin oder Ehefrau sämtliche Rollen, die man wie selbstverständlich dem Manne aufbürdet, zu verweigern, um in Erfahrung zu bringen, was dann passieren würde.

Und das finde ich wirklich sauspannend. Ich hab mich schon öfter gefragt: Was wäre eigentlich, wenn die Männer sich genauso aufführen würden wie viele Feministinnen ..?

Keines der Mitglieder in der Männergruppe hielt den vereinbarten
Versuchszeitraum von vier Wochen durch, denn die Reaktionen des
weiblichen Geschlechts waren fürchterlich: Tag und Nacht wilde Streits,
Aggressionen en masse. Wut und vor allem sexuelle Verweigerung.

Tja, da waren die Männer bei den Forderungen der Frauen doch nachgiebiger. Wenn Männer nicht in Wahrheit das friedlichere Geschlecht wären, wäre der Radikalfeminismus vermutlich nie so erfolgreich gewesen. Männern, die aufbegehren wollen, versuchen Frauen doch ganz schnell das Maul zu stopfen.

Herzlicher Gruß

Arne

Dem kann ich mich nur anschließen! (n/t)

Frank, Monday, 18.08.2003, 22:39 (vor 8206 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview von Ferdi am 18. August 2003 17:16:43:

Hallo zusammen!
Nun, jetzt habe ich es schwarz auf weiss! Jetzt weiss ich endlich, warum ich seit über vier Jahren, seitdem ich bewusst und gewollt als Single lebe, so glücklich bin. Hier wurde es mir vom Fachmann bestätigt. Zur Nachahmung empfohlen!
Schöne Grüsse,
Ferdi

Re: Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview

Odin, Monday, 18.08.2003, 22:57 (vor 8206 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview von Arne Hoffmann am 18. August 2003 18:43:03:

Hi Odin,
diesen Beitrag finde ich außerordentlich interessant. Gibst du mir bitte noch die Quelle? Ich würde mit diesem Psychologen gern mal in Verbindung treten. Hast du eine Mailaddi oder sowas? Da Jörg die hier nicht so gerne veröffentlicht sieht, kannst du sie mir auch zumailen: Cagliostro3@hotmail.com.

Ich wollte eigentlich einen Link auf die Zeitschrift setzen, die dieses Interview gemacht hat, aber leider fand ich auf deren Homepage keinen direkten Link auf dieses Interview, also lies ich es bleiben. Mit etwas suchen wirst Du aber vielleicht fündig, oder du schreibst denen mal eine Mail:
Das Interview war für die Zeitschrift Mattomatteo info@mattomatteo.de

[www.mattomatteo.de]

Vielleicht findest Du sogar das ganze Interview, ich hab nur den Anfang per Email bekommen. Hätt mich schon interessiert, wies weitergeht.

Danke schön! :-) (no text)

Arne Hoffmann, Monday, 18.08.2003, 23:05 (vor 8206 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Deutliche Worte! Psychologe Hermann Meyer im Interview von Odin am 18. August 2003 19:57:29:

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