Achtung, Jungs! So werdet ihr bei Frauen noch beliebter
Tricksen statt streiten: So wird jeder Mann zum Traummann
veröffentlicht am 12.08.03 - 09:19 Uhr
"Hamburg (rpo). Der Partner macht im Haushalt keinen Finger krumm? Kein Grund zum Verzweifeln! "Kaum ein Mann hat als Kind gelernt, dass er mithelfen muss", sagt die Hamburger Familientherapeutin Dr. Angelika Kempfert in der aktuellen "Für Sie". Trotzdem hat jeder Mann das Zeug zum Traummann.
Seine Partnerin kann tricksen: Grundsätzlich sollte sie bei der Mithilfe ihres Mannes nicht zu kleinlich sein. "Nörgeln Sie nicht über Schlieren an den Fliesen, nachdem er das Bad geputzt hat, sondern loben Sie ihn", rät die Expertin. Bleibt der Mann schlampig, helfen nur harte Konsequenzen: Warum nicht mal seine Socken eine Zeit lang ungewaschen an ungewöhnlichen Orten deponieren, z.B. in seiner Werkzeugkiste?"
Ich weiß nicht, ob ich zum Traummann mutieren würde, wenn ich eine Freundin hätte und die mir meine die Socken ungewaschen in die Werkzeugkiste stecken würde. Wohl eher zum überzeugten Single und Frauenhasser. Interessant wäre es zu wissen, ob's umgekehrt auch funktioniert. Wenn sie schlampig ihre getragenen Strumpfhosen überall rumliegen lässt und ich stecke sie ihr ins Schminkköfferchen, wird sie dann zur Traumfrau? Oder: "Nörgeln Sie nicht über schlechten Sex, sondern loben Sie sie (dass sie überhaupt die Beine für Sie breit gemacht hat)." Und schwupps - ist aus dem Mauerblümchen eine Traumfrau geworden. Wie bescheuert!
"Doch nicht nur demonstrative Aktionen führen zum Ziel, sondern auch klärende Gespräche. Allerdings: "Um sich ernsthaft zu unterhalten, wählen Frauen oft einen ungünstigen Zeitpunkt", weiß Angelika Kempfert. "Der Tonteppich des Fernsehers oder spielender Kinder reichen aus, um die Aufnahmefähigkeit eines Mannes zu blockieren". "
Wieder mal typisch Mann. Anstatt von 17 bis 23 Uhr nonstop mit ihr über Beziehungsprobleme zu diskutieren, wie sie es wünscht (und ihr Wunsch ist bekanntlich Gesetz), verschanzt sich dieser kommunikativ unterentwickelte Steinzeitmensch hinter dem Tonteppich des Fernsehers, um der für die Fortentwicklung der Beziehung so wichtigen Klärung ihrer (und nur ihrer) Probleme feige aus dem Weg zu gehen. Obwohl er acht entspannte Stunden Büroschlaf hinter sich hat.
"Kindererziehung ist meist Frauensache. Und die Mütter wissen am besten, wo es in Kindergarten oder Schule Probleme gibt. "Dennoch sollten Frauen diese Pflicht nicht zum Nulltarif übernehmen", empfiehlt die Münchner Therapeutin Dr. Anna Schoch. Angemessen sei ein Tauschhandel wie beispielsweise: Zwei Elternabende kosten so viel wie die komplette Einkommenssteuererklärung."
Wäre doch gelacht, wenn das kommunikativ begabtere und von Natur aus mit dem Schuldgefühle-Erzeugungs-Gen gesegnete Geschlecht es nicht schaffen würde, diesen Tauschhandel für sich selber so vorteilhaft wie möglich zu gestalten. 10 Mal Geschirrspülen für einmal Blümchensex. Oder so ähnlich. Seid auf der Hut, Jungs! Lasst euch nicht übern Tisch ziehen!
"Auch wenn die Arbeitsteilung einigermaßen geklärt ist, können unterschiedliche Prioritäten für Missstimmungen sorgen. Trotzdem: Verschwindet der Mann nach Feierabend beispielsweise lieber zum Sport, statt sich um seine Familie zu kümmern, ist Gelassenheit gefragt. "Spontane Wutausbrüche bringen nichts", sagt Kempfert. Sachlichkeit ist Trumpf. "Klare Zeitregeln vorschlagen, Veränderungsvorschläge einfordern, Lösungen anbieten", rät die "Für Sie"-Expertin."
Das wäre ja noch schöner, wenn er sich ungestraft dem Ehejoch entziehen und zum Sport "verschwinden" möchte (warum hat sie nicht gleich "davonschleichen" geschrieben?), anstatt sich seiner moralischen Pflicht zur Familienarbeit zu stellen (wie gesagt, nach dem erquickenden Büroschlaf ist er schließlich ausgeruht genug dafür). Kluge Weibchen zerdeppern darob nicht gleich aus Wut das ganze Geschirr, das ihr Liebster noch spülen muss, sondern "fordern Veränderungsvorschläge ein". Zu deutsch: mit Erpressungen, Drohungen und herzerweichendem Gejammere erreichen sie ihr Ziel noch effektiver. Als ob Frauen das nicht wüssten...
http://www.rp-online.de/public/article/journal/deutschland/16593