Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Erfreuliches aus der taz

Simon, Monday, 11.08.2003, 19:47 (vor 8213 Tagen)

Man hätte nicht unbedingt damit gerechnet, dies an einem solchen Ort zu finden, aber es ist sicherlich ein Zeichen für eine erfreuliche Entwicklung, wenn auch die taz (in der Ausgabe vom 9./10. August) unter dem Titel "Er hielt einfach still" das Thema häuslicher Gewalt gegen Männer thematisiert:

http://www.taz.de/pt/2003/08/09.nf/magText.tname,a0266.re,do.idx,0

Ausgehend von dem Fallbeispiel eines 65-jährigen Rentners, der von seiner 63-jährigen Ehefrau jahrelang geschlagen und verletzt und schließlich ermordet worden ist (wofür sie übrigens zu 9 Jahren Haft verurteilt wurde), wird darauf hingewiesen, daß dies keineswegs ein Einzellfall sei. Es wird eine Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen von 1992 erwähnt, Professor Michael Bock zitiert, ebenso wie der Soziologe Gerhard Amendt, und es wird über das Vorhaben des Familienberaters Peter Thiel berichtet, in Berlin ein Männerhaus einzurichten.

Der Artikel der Journalistin und Gerichtsreporterin Kirsten Küppers ist frei von Häme gegen Männer, wenn auch an manchen Punkten versucht wird, der üblichen taz-Klientel entgegenzukommen: "Viele Männer fühlen sich mit der Diskussion um häusliche Gewalt von Frauen in ihren frauenfeindlichen Ressentiments bestätigt. Nicht wenige Frauen wiederum sehen sich mit der Forderung nach einem Männerhaus in die Defensive gedrängt." Gewichtige Einwände, unbedingt!

Dennoch ist der Artikel alles in allem erfrischend. Ich freue mich jetzt schobn auf die empörten LeserInnenbriefe, in denen das Opfermonopol der Frau verteidigt werden wird.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum