Leinwand-Femienismus oder männl. Amazonen-Fantasien?
Als Antwort auf: Action-Girls in Film und Fernsehen von Jörg am 29. Juli 2003 18:09:56:
Ich bin überzeugt davon, daß die Actiongirl-Welle weniger mit den Errungenschaften der Frauenbewegung zu tun hat, als vielmehr mit erotischen Vorstellungen von Männern.
Frauen gucken sich i. d. R. keine Actionfilme an, egal ob mit Frau in der Hauptrolle oder nicht. Und in Hollywood geht es nicht um Ideologien, sondern ganz nüchtern um Geld. Actiongirlfilme gibt´s nur, weil Männer sie sehen wollen. Und auch die Erfinder der Actiongirl-Charaktere und die Filmproduzenten sind Männer.
Ich würde sogar so weit gehen zu sagen: Die Frauenbewegung war nur der politisch korrekte VORWAND, um die früher immer etwas verpönt-anrüchigen (weil SM-verdächtigen)Actiongirl-Fantasien vieler Männer endlich auf die Leinwand zu bringen, angefangen etwa mit einigen James-Bond-Filmen der der 70er (hier arbeiteten die Actiongirls i. d. R. für den Bösen), dann mit "Ltn. Rippley", "Red Sonja"" ect. - Aber schon vorher hatte es Actiongirls in Superheldinnen-Comics ("Superwomen" ect.) gegeben.
Mir fallen auch noch die Fantasy-Rollenspiele ein ("Mittelerde", "Das Schwarze Auge", "Dungeons & Dreagons"). In den Spielheften, auch schon in den älteren aus den 80ern, wimmelt es nur so von verwegen dreinblickenden Schönheiten in unrealistischen bauchfreien (!) Rüstungen und mit wehendem Haar. Die Spiele werden nur selten von Frauen gespielt, und Alice S. würde beim durchblättern der Hefte wohl doch gemischte Gefühle haben *g*
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Jörg,
29.07.2003, 21:09
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Lars,
01.08.2003, 16:40
- Re: Leinwand-Femienismus oder männl. Amazonen-Fantasien? - Garfield, 01.08.2003, 17:39
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