Glück für den Radler
hotstepper, Monday, 28.07.2003, 23:17 (vor 8227 Tagen)
Vortäuschen einer Straftat
Landau: Am Freitag gegen 12.40 Uhr erschien eine Mutter mit ihren 10 und 12 Jahre alten Töchtern auf der Polizei und zeigte an, dass ein Mann die Beiden am Mittag in einem Kaufhaus sexuell missbraucht habe.
Nachdem der vermeintliche Tatort aufgenommen, die gynäkologische Untersuchungen der Kinder sowie die ersten Anhörungen durchgeführt waren, gaben die Kinder gegen 19 Uhr zu, dass sie die Straftat nur vorgetäuscht haben.
Der Grund dafür war, dass sie vorher in einem Geschäft eine Puppe entwenden wollten und dabei Angst bekamen und von ihren Vorhaben abließen. Sie hatten zuvor vereinbart, wenn man sie ertappt würde man den Detektiv der sexuellen Belästigung bezichtigen. Warum sie schließlich die Lügengeschichte weiter aufrecht hielten können sie sich nicht erklären.
Im Rahmen der ersten Ermittlungen wurde ein Fahrrad am Stiftsplatz sichergestellt, dass ein zufällig vorbeikommender Mann abgestellt hatte. Das Aussehen des Mannes gaben die Mädchen als Täterbeschreibung bei der Polizei an. Wenn der beschriebene Mann an diesem Mittag einer Polizeistreife begegnet wäre, hätte man ihn zweifelsohne unschuldig festgenommen.
Zu erwähnen wäre noch, dass drei Beamte der Kripo und zwei Ärzte mit diesem Fall beschäftigt waren. Zudem fahndete die Schutzpolizei den ganzen Nachmittag intensiv nach dem vermeintlichen Täter. Strafrechtlich können die Kinder nicht belangt werden. Jedoch müssen die Erziehungsberechtigten für die entstandenen Kosten aufkommen.
Der Besitzer des dunkelblauen Mountainbikes der Marke "SPRIK", 26 Zoll mit grüner Lenkertasche, wird gebeten sich mit der Polizei in Verbindung zu setzten um sein Fahrrad dort abzuholen.
Re: Glück für den Radler
Andreas, Tuesday, 29.07.2003, 00:06 (vor 8227 Tagen) @ hotstepper
Als Antwort auf: Glück für den Radler von hotstepper am 28. Juli 2003 20:17:07:
Das ist echt heftig. Aber verdammt heftig. Als Mann muß man mittlerweile wirklich Angst haben, auf die Straße zu gehen. Ich frage mich, wo das noch hinführen soll. Da stellt sich mir die Frage, wieviele Männer im Augenblick unschuldig im Gefängnis sitzen, weil irgendwelche Frauen oder Mädchen sich gerade mal einen Spaß daraus gemacht haben, diese Männer des sexuellen Mißbrauchs zu beschuldigen.
Re: Glück für den Radler
Karin, Tuesday, 29.07.2003, 14:47 (vor 8226 Tagen) @ Andreas
Als Antwort auf: Re: Glück für den Radler von Andreas am 28. Juli 2003 21:06:35:
Das ist echt heftig. Aber verdammt heftig. Als Mann muß man mittlerweile >wirklich Angst haben, auf die Straße zu gehen. Ich frage mich, wo das >noch hinführen soll.
Ich befürchte, es geht eher dahin, dass durch all die ungerechtferigten Anschuldigungen, die so im Laufe der Monate/Jahre durch die Medien wandern, es irgendwann dazu kommt, dass ein Missbrauchsvorwurf erstmal per se angezweifelt wird und dann eventuell auch tatsächliche Vorfälle unter den Tisch gekehrt werden.
Wenns nicht so ein verflixt brisantes Thema wäre, könnte man ja dann sagen "klasse, selbst schuld".
Aber ich krieg immer mehr nen Hals auf die "Schnepfen", die solchen Behauptungen aufstellen, die sich hinter als bewusste Lügen darstellen. Hier gehört echt hart durchgegriffen. Schön wäre beispliesweise eine Regelung, dass eine falsche Anschuldigung automatisch die Strafe nach sich zieht, die dem Beschuldigten geblüht hätte (allerdings mindestens das mittlere Strafmass, ohne Möglichkeiten, milderne Umstände anzuführen, denn eine falsche Anschuldigung kann nie im Affekt sein, sowas ist immer bewusst und vorsätzlich).
Gruss,
Karin
Re: Glück für den Radler
gaehn, Tuesday, 29.07.2003, 14:50 (vor 8226 Tagen) @ Karin
Als Antwort auf: Re: Glück für den Radler von Karin am 29. Juli 2003 11:47:11:
Das ist echt heftig. Aber verdammt heftig. Als Mann muß man mittlerweile >wirklich Angst haben, auf die Straße zu gehen. Ich frage mich, wo das >noch hinführen soll.
Ich befürchte, es geht eher dahin, dass durch all die ungerechtferigten Anschuldigungen, die so im Laufe der Monate/Jahre durch die Medien wandern, es irgendwann dazu kommt, dass ein Missbrauchsvorwurf erstmal per se angezweifelt wird und dann eventuell auch tatsächliche Vorfälle unter den Tisch gekehrt werden.
Wenns nicht so ein verflixt brisantes Thema wäre, könnte man ja dann sagen "klasse, selbst schuld".
Aber ich krieg immer mehr nen Hals auf die "Schnepfen", die solchen Behauptungen aufstellen, die sich hinter als bewusste Lügen darstellen. Hier gehört echt hart durchgegriffen. Schön wäre beispliesweise eine Regelung, dass eine falsche Anschuldigung automatisch die Strafe nach sich zieht, die dem Beschuldigten geblüht hätte (allerdings mindestens das mittlere Strafmass, ohne Möglichkeiten, milderne Umstände anzuführen, denn eine falsche Anschuldigung kann nie im Affekt sein, sowas ist immer bewusst und vorsätzlich).
Gruss,
Karin
hallo karin,
dem kann ich nur zustimmen. denn das unrecht wird sich rächen allerdings an denen die wirklich opfer sind.
deiner idee bezüglich dem strafmass kann ich nur zustimmen.
grüsse
Re: Glück für den Radler
Odin, Tuesday, 29.07.2003, 23:18 (vor 8226 Tagen) @ Karin
Als Antwort auf: Re: Glück für den Radler von Karin am 29. Juli 2003 11:47:11:
Ich befürchte, es geht eher dahin, dass durch all die ungerechtferigten Anschuldigungen, die so im Laufe der Monate/Jahre durch die Medien wandern, es irgendwann dazu kommt, dass ein Missbrauchsvorwurf erstmal per se angezweifelt wird und dann eventuell auch tatsächliche Vorfälle unter den Tisch gekehrt werden.
Ja, da gebe ich dir recht. Das befürchte ich auch. Die Leidtragenden sind die Männer und die Frauen, die tatsächlich vergewaltigt werden. Aber Feministen interessiert das nicht, die gehen da über Leichen. Denen gehts nur um ihre Ideologie. Vergewaltigte Frauen müssen da als "Argumentationshilfen" herhalten.
Re: Glück für den Radler
Jolanda, Wednesday, 30.07.2003, 13:34 (vor 8225 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Glück für den Radler von Odin am 29. Juli 2003 20:18:48:
---Genau das ärgert mich auch so sehr. Mit solch beschissenem Verhalten legt man jedem "wirklichen" Opfer viele Steine in den Weg.
Jeder Missbrauch vom Missbrauch ist ein Schlag ins Gesicht von den wahren Opfern, aber das kapieren die ja nicht mal!
Ueberhaupt kapieren die ganzen RadFems nicht, dass sie mit ihren Aussagen und Handlungen den Frauen im Endeffekt mehr Schaden als Nutzen zufügen. Diese Arroganz die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben, die ist es, die sie oftmals auch ganz schön alt aussehen lässt.
Es grüsst dich
Jolanda
Re: Glück für den Radler
Maesi, Wednesday, 06.08.2003, 21:45 (vor 8218 Tagen) @ Karin
Als Antwort auf: Re: Glück für den Radler von Karin am 29. Juli 2003 11:47:11:
Hallo Karin
Das ist echt heftig. Aber verdammt heftig. Als Mann muß man mittlerweile >wirklich Angst haben, auf die Straße zu gehen. Ich frage mich, wo das >noch hinführen soll.
Ich befürchte, es geht eher dahin, dass durch all die ungerechtferigten Anschuldigungen, die so im Laufe der Monate/Jahre durch die Medien wandern, es irgendwann dazu kommt, dass ein Missbrauchsvorwurf erstmal per se angezweifelt wird und dann eventuell auch tatsächliche Vorfälle unter den Tisch gekehrt werden.
Momentan geht die Tendenz in den Medien bei Vorwuerfen von sexueller Ausbeutung von Kindern auch jetzt noch eher in Richtung Vorverurteilung als in Richtung Anzweifelung. Sollten sich jedoch Faelle von Flaschbezichtigungen mehren, die oeffentlich ruchbar werden, koennte in Zukunft die oeffentliche Meinung durchaus umschlagen.
IMHO soll nicht generell jeder Missbrauchsvorwurf angezweifelt werden; aber er soll kritisch ueberprueft werden. Die Ermittlung muss neutral durchgefuehrt werden, d.h. entlastende Indizien muessen genauso beruecksichtigt werden wie belastende. Widersprueche in Aussagen des mutmasslichem Taeters und des mutmasslichen Opfers sowie von Zeugen muessen ueberprueft werden. Kurzum: es muss mit der ueblichen Sorgfalt ermittelt und nachher vom Gericht geurteilt werden.
Aber ich krieg immer mehr nen Hals auf die "Schnepfen", die solchen Behauptungen aufstellen, die sich hinter als bewusste Lügen darstellen. Hier gehört echt hart durchgegriffen.
Das Durchgreifen ist manchmal gar nicht so leicht. Im vorliegenden Fall sind die Falcshbeschuldigerinnen ja die beiden Maedchen (10 und 12 Jahre alt) selber; in diesem Alter sind sie gar nicht schuldfaehig und koennen auch nicht verurteilt werden. Wobei ich zugeben muss, dass die beiden Fruechtchen ziemlich abgebrueht sind, wenn sie solche Vorwuerfe schon zum voraus in ihren Diebstahlsplan mit einkalkulieren.
In anderen Faellen sind es aber meist Erwachsene, die Geruechte und vage Anzeichen in Richtung sexuelle Ausbeutung von Kindern (miss-)interpretieren. Wir alle kennen wohl die unruehmliche Rolle der Organisation 'Wildwasser' in den sogenannten Wormser Prozessen; Organisationen, wie diese sind jedoch beileibe nicht die einzigen. Nicht selten sind es besorgte Eltern oder Elternteile, unterstuetzt von Jugendamtsmitarbeitern, Aerzten, Psychologen, Paedagogen etc., die Vorwuerfe erheben. IMHO ist hier haeufig die irrationale Angst mit im Spiel, dass tatsaechlich etwas passiert sein koennte. Diese Angst wird wiederum durch unserioese Berichterstattung in den Medien und durch dilettantische 'Aufdeckerinnen' mit weit ueberhoehten Dunkelziffern von sexueller Gewalt gegen Kinder stark angeheizt. Der Fall des zu Unrecht verdaechtigten Montessori-Kindergaertners zeigt geradezu exemplarisch auf, wie schwammige Geruechte durch ein unheilvolles Zusammenwirken von emotionalisierten Beteiligten sich schnell zu einer richtiggehenden Hysterie ausweiten koennen.
Schön wäre beispliesweise eine Regelung, dass eine falsche Anschuldigung automatisch die Strafe nach sich zieht, die dem Beschuldigten geblüht hätte (allerdings mindestens das mittlere Strafmass, ohne Möglichkeiten, milderne Umstände anzuführen, denn eine falsche Anschuldigung kann nie im Affekt sein, sowas ist immer bewusst und vorsätzlich).
Eine solche Regelung ist sicher wuenschenswert. Leider ist gerade bei Vorwuerfen von Sexualdelikten an Kindern die Indizienlage oftmals unsicher, insbesondere wenn diese Vorwuerfe von Erwachsenen aufgrund von kindlichen Verhaltensauffaelligkeiten erhoben werden. IMHO ist die bewusste/vorsaetzliche Falchsbeschuldigung hier wohl eher die Ausnahme, sondern es wird eher leichtfertig aufgrund von schwammigen Hinweisen auf Missbrauch geschlossen. Das gibt auch den vorsaetzlichen Falshcbeschuldigern mit einem gewissen schauspielerischen Talent die Gelegenheit sich hinter den leichtfertig Beschuldigenden zu verstecken.
Wichtig ist, dass solche Vorwuerfe oder Andeutungen schnellstmoeglich abgeklaert werden. Sofern der Verdacht sich nicht erhaertet, duerfen die Beschuldigungen keinerlei Einfluss auf allenfalls parallel laufenden Gerichtsverfahren (z.B. Sorge- oder Umgangsprozesse) haben; also keine richterliche Anordnung von begleiteten Besuchskontakten oder gar Aussetzung derselben aufgrund obskurer Vorwuerfe. Sollte der Beschuldiger weiterhin an solchen leichtfertigen Behauptungen festhalten, muessen Sanktionen gegen ihn ergriffen werden. Beispielsweise waere dies ein Kriterium, welches die Erziehungsfaehigkeit des Flaschbeschuldigers erheblich einschraenkt; im Extremfall muesste das Sorgerecht entzogen werden.
Ein anderes Thema ist, wenn Erwachsene den Vorwurf erheben, Opfer eines Sexualverbrechens geworden zu sein. Hier ist normale Ermittlungsarbeit gefragt, d.h. Indizien und Beweise sind sicherzustellen, Zeugenaussagen zu pruefen usw. Bei erheblichen Widerspruechen sollte IMHO parallel ein Verfahren gegen den Beschuldiger eroeffnet werden; die Strafen fuer Faschlbeschuldigungen sollten im Rahmen des Verbrechens liegen, das dem Beschuldigten vorgeworfen wird.
Vor laengerer Zeit bestaetigte ein Staatsanwalt im Schweizer Fernsehen, dass im Falle von Fasclhbeschuldigungen bei Sexualdelikten selten ein Strafverfahren gegen die Beschuldigerinnen eroeffnet werde. Begruendet wurde diese seltsame, aber offenbar uebliche Praxis der Schweizer Staatsanwaelte mit der haeufig schlimmen emotionalen Verfassung von Frauen, die solches taeten; man wolle sie nicht mit einem Verfahren noch zusaetzlich belasten. Vor dem Gesetz sind bekanntlich alle gleich, emotionalisierte Frauen oder solche die vorgeben, emotionalisiert zu sein, sind aber offenbar gleicher.
Gruss
Maesi
Re: Glück für den Radler
Manfred, Sunday, 03.08.2003, 14:21 (vor 8221 Tagen) @ hotstepper
Als Antwort auf: Glück für den Radler von hotstepper am 28. Juli 2003 20:17:07:
Was man sich auch mal überlegen muß ist das Alter der Kinder, 10 und 12 (!) Jahre. Es gab eine Zeit in der man in diesem Alter noch an den Storch glaubte. Heute ist man aber "aufgeklärt"... Wie Pisa bewies, zwar zu dämlich, um ohne Taschenrechner 1 und 1 zu addieren, aber die "sprachliche Kompetenz" ist soweit gediehen, daß schon Kinder und Jugendliche die Juristen und Gerichte scheinbar nach belieben aufs Kreuz legen - auch wenn es in diesem Fall glimpflich ausging.
Schöne Grüße
Manfred