Online-workshop Vaterschaftstests
Argumente zur aktuellen Diskussion über die Zulässigkeit von heimlichen Vaterschaftstests
Ergebnisse des Online-Workshops Stand 28.07.2003
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Vaterschaftstest - warum?
Väter haben ein Recht darauf zu erfahren, ob sie der biologische Vater eines Kindes sind.
Ein Vaterschaftstest liegt im Regelfall auch im Interesse des Kindes, weil es ein Recht hat, Vater und Mutter zu kennen.
Ungewissheit kann eine Beziehung auf Dauer stark gefährden.
Laut einer Schätzung der "Ärztezeitung", die sich auf deutsche und englische Statistiken bezieht, sind fünf bis zehn Prozent aller Neugeborenen Kuckuckskinder, die einem falschen Vater ins Nest gelegt werden. Das wären in Deutschland 35.000 bis 70.000 Kinder pro Jahr. Diese Zahlen legitimieren das Recht auf private Herkunftsnachweise.
Durch eine untergeschobene Vaterschaft am Wissen der Betroffenen vorbei wird ein Vorgang ausgelöst, der weit reichende Konsequenzen für die Betroffenen hat.
Eine untergeschobene Vaterschaft ist ein tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen. Daher haben die Beteiligten natürlich ein hohes Schutzinteresse, das z.B. ein Vaterschaftstest liefern kann.
Eine unterschobene Vaterschaft ist ethisch bedenklich.
Jeder hat das Recht, Entscheidungen über Unterhaltspflicht oder testamentarische Verfügungen auf einer zweifelsfreien Basis fällen zu können.
Eine Frau, die einem Mann eine Vaterschaft unterschiebt, betrügt vier Personen:
- das Kind
- den Vater des Kindes
- den mutmaßlichen Versorger des Kindes
- sich selbst
Auch Mütter und Kinder wollen wissen, wer der Erzeuger ist.
Das Kind ist durch nicht bekannte Erbkrankheiten gefährdet.
Ein heimlicher Abstammungstest ist für das Kind weniger belastend als eine gerichtlich angeordnete Klärung der Vaterschaft.
Mit dem genetischen Fingerabdruck kann sich jeder Mann schnell und kostengünstig Sicherheit verschaffen und ohne Einschaltung eines Gerichtes eine Einigung versuchen. Dies erspart den Partnern viel Ärger und die Kinder werden nicht zusätzlich durch einen Arztbesuch und die Blutabnahme belastet. Die unkomplizierte Methode privater Abstammungsgutachten kann zu einer schnellen Einigung in Unterhaltsfragen und damit letztlich auch zu einer Entlastung der Gerichte führen. Mißtrauen und unbegründete Eifersucht müssen nicht zwangsläufig zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung führen. Mit Privatgutachten sind Eskalationen vermeidbar.
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Wer denkt, ein Vaterschaftstest greife in das Sorgerecht der Mutter ein ...
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... glaubt anscheinend, dass Kind gehöre der Mutter und die Mutter könne dem Kind einen Vater suchen.
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... unterstützt Lebenslügen
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... glaubt Väter seien austauschbar