Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Fundstücke aus Illustrierten (1)

Frank, Sunday, 27.07.2003, 19:41 (vor 8228 Tagen)

Gelesen in der "Bunte", Heft 30, Seite 20:

"Frauen-Power Laut Studie sind Unternehmen mit einem Frauenanteil von 40 bis 50 Prozent dreimal so produktiv wie Firmen, deren Belegschaft überwiegend männlich ist. Woran das wohl liegt?"

Tja, woran das wohl liegt? Natürlich an den Frauen. Die sind nunmal die bessere Sorte Mensch, wird dem Leser hier unterschwellig suggeriert, und daher üben sie selbstredend auch einen segensreichen Einfluss auf die Produktivität von Firmen aus.
Gerne hätten wir mal erfahren, wer die Studie überhaupt durchgeführt hat und welche Firmen hierbei verglichen wurden. Wenn man eine Kohlenzeche und eine Großbank miteinander vergleicht, kommt man natürlich zu anderen Zahlen, was die Produktivität angeht. Und Großbanken haben einen größeren Anteil weiblicher Mitarbeiter...
Was mir noch auffällt: die Produktivität von Unternehmen, deren Frauenanteil über 50 Prozent liegt, scheint nicht so viel besser zu sein (oder sogar schlechter?), denn ein solches Ergebnis hätte man uns doch garantiert nicht vorenthalten.

Halbwahrheiten, Desinformation, Suggestion. Die "Bunte"-Meldung erinnert mich an einen alten Witz aus Zeiten des Kalten Kriegs: bei einem internationalen Sportfest laufen ein Russe und ein Amerikaner alleine gegeneinander die 1500 m. Der Amerikaner gewinnt. Am nächsten Tag steht in der Prawda: "Bei einem internationalen Sportfest belegte der Sowjetrusse einen hervorragenden zweiten Platz im 1500-m-Lauf, während der Amerikaner nur Vorletzter wurde."
So funktioniert Gehirnwäsche.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum