Kinderwahlrecht oder verbessertes Frauenwahlrecht?
Kinderwahlrecht: Vorstoß nach der Sommerpause
Initiatoren lassen Unterlagen kursieren
Berlin (ap) - Ein von den FDP_Bundestagsabgeordneten Hermann Otto Solms und Klaus Haupt initiierter Vorstoß für die Einführung eines Kinderwahlrechts soll nach der Sommerpause den Bundestag beschäftigen. Wie eine Sprecherin der FDP-Fraktion in Berlin mitteilte, sind allen Abgeordneten Unterlagen übermittelt worden. Angestrebt wird ein interfraktioneller Gruppenantrag.
Mit ihm soll eine Verfassungsänderung in die Wege geleitet werden, die ein "Wahlrecht von Geburt an" bringt. Dieses soll von den Eltern - zusätzlich zu ihrem eigenen Wahlrecht - treuhänderisch ausgeübt werden, bis die Kinder mit 18 selbst wählen dürfen. Die Eltern sollen die Wahlentscheidung mit den Kindern besprechen, wenn diese den entsprechenden Entwicklungsstand erreicht haben. Begründet wird der Vorstoß auch damit, daß der bisherige Ausschluss der Kinder und Jugendlichen vom Wahlrecht eine angemessene Beteiligung der jungen Generation an der politischen Willensbildung vereitle.
Man könnte hinzufügen: Was dieser Vorstoß mit Demokratie zu tun hat, konnte leider noch nicht in Erfahrung gebracht werden.
Für die FDP speziell hätte ich noch einen Vorschlag: Ein spezielles Wahlrecht für Arbeitgeber, die für ihre Angestellten abstimmen könnten bzw. in deren Auftrag, bis diese mündig genug sind, richtige Entscheidungen zu treffen.
Lustig wird obiger Fall, wenn ein gemeinsames Sorgerecht besteht, aber gegensätzliche politische Ansichten. Aber hier muß man wohl auf das natürliche Recht der Frauen das Wohl ihrer Kinder im Auge zu haben, verweisen.
Natürlich auch bei 17jährigen, die schon ihren eigenen Kopf haben, aber der in einem etwas - milde ausgedrückt - fragwürdigen Verhältnis zum Kopf seiner Eltern steht. Ich würde hier vorschlagen, daß Mädchen da schon wählen dürfen, Jungen aber noch zu blöd dafür sind und ihre Mütter wählen lassen müssen (vielleicht bis 24?)
Da Mütter auch besser auf das Wohl ihrer Familien achten, sollte man Männer vielleicht gar nicht wählen lassen. Ist ja nur ein gerechter Ausgleich für die Jahre, in denen Frauen nicht wählen dürften.
Odin (der ganz dringend die nächste Sintflut erwartet - die Generalprobe war ja letztes Jahr)