Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Neuer Modesport unter Frauen: Männer der Vergewaltigung bezichtigen

Andreas, Tuesday, 22.07.2003, 11:30 (vor 8233 Tagen)

Das wird immer besser. Männer einfach mal so des sexuellen Mißbrauchs oder der Vergewaltigung zu bezichtigen, um persönliche Vorteile daraus zu ziehen, scheint sich als neuer Modetrend unter Frauen zu etablieren. Neues aus dem Spiegel.

Neuer Frauensport

leider altbewährte Breitensportart!

Anabasis, Tuesday, 22.07.2003, 12:26 (vor 8233 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Neuer Modesport unter Frauen: Männer der Vergewaltigung bezichtigen von Andreas am 22. Juli 2003 08:30:16:

Hallo Andreas,

schockierende Story, erfreulich gut recherchiert, leider steht die Frau als Einzelfall da. Falschbeschuldigungen sind Standard!

Ich habe mal bei Arne nachgeschlagen (sagt man, „der Arne“? Heißt ja auch „der Brockhaus“).

Zitate S. 348,f

Als die amerikanische Luftwaffe 556 Fälle von angeblicher Vergewaltigung untersuchte, gaben 27 Prozent der Frauen zu, gelogen zu haben (entweder kurz vor dem Test mit dem Lügendetektor oder nachdem sie ihn nicht bestanden hatten)....

Ein Drittel der DNS-Proben, die bei Vergewaltigungsanzeigen routinemäßig erhoben werden, stimmen ... nicht mit der DNS des Beschuldigten überein...

Eine Untersuchung... kam zu dem Ergebnis, dass jede vierte erhobene Vergewaltigungsanzeige sich als falsch ... herausstellte...

Der Soziologe Eugene Kanin, der die Polizeiprotokolle einer Stadt in Indiana ... überprüfte, fand dabei heraus, das 41 Prozent aller behaupteten Vergewaltigungen dem Zugeständnis der Frauen selbst zufolge nie stattgefunden hatten.

Vielleicht hat jmd. Lust, einen Leserbrief zu schreiben?

Gruß Anabasis

Re: leider altbewährte Breitensportart!

Andreas, Tuesday, 22.07.2003, 14:50 (vor 8233 Tagen) @ Anabasis

Als Antwort auf: leider altbewährte Breitensportart! von Anabasis am 22. Juli 2003 09:26:00:

Hi Anabasis,

das Erschreckende an dieser Situation ist, dass es soetwas wie Rechtssicherheit ueberhaupt nicht mehr gibt. Faktisch gesehen hat die feministische Hysterie unser Rechtssystem so vollstaendig durchsetzt, dass einfach jedem Mann soetwas passieren kann. Unschuldsvermutung gilt nicht mehr. Im Grunde genommen kann jede Frau (ob sie Dich kennt oder nicht) mit dem Finger auf Dich zeigen und sagen, der wars, der hat mich vor zwei Jahren vergewaltigt, ich erkenne ihn wieder. Wenn sich die Frau eine halbwegs schluessige Geschichte ueberlegt hat, dann hat der Mann keine Chance. Der wird schnell mal weggesperrt. Er wird wie in einem Hexenprozess verurteilt, auch wenn gar keine Beweise vorliegen. In dem vom Spiegel geschilderten Fall hatte der Mann bloss Glueck, da sich die Frau in Widersprueche verwickelt hat. Wenn ein Mann irgendwo im Unternehmen einer Frau im Wege steht, weil sie Karriere machen will, dann behauptet sie einfach, er hat sie vergewaltigt und das wars dann. Die Frau nimmt sich noch ihre Freundin, die dann das Blaue vom Himmel runterluegt. Der Mann wird sofort weggesperrt, da fragt kein Mensch mehr danach, ob diese Frau denn wirklich vergewaltigt wurde. So langsam verstehe ich wirklich die Maenner, die das Vertrauen in Frauen verloren haben.

Das Ekelerregende an dieser Sache ist auch, dass Falschbeschuldigungen kaum bestraft werden in unserem Staat. Langsam haben wir hier Verhaeltnisse wie in den USA. Da bezichtigen Frauen irgendwelche prominenten Maenner der Vergewaltigung und wenn sie vor Gericht verlieren, dann passiert ihnen ueberhaupt nichts. Ganz im Gegenteil, sie schreiben ein Buch und kassieren dann Millionen ab. Das kanns ja echt nicht sein?
Im alten Rom war Verleumdung und Falschbeschuldigung eines der schlimmsten Verbrechen und wurde mit Kerkerhaft bestraft. Das sollte man bei uns auch nochmal einfuehren.

Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung

Lars, Tuesday, 22.07.2003, 15:07 (vor 8233 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: leider altbewährte Breitensportart! von Andreas am 22. Juli 2003 11:50:23:

Das Ekelerregende an dieser Sache ist auch, dass Falschbeschuldigungen kaum bestraft werden in unserem Staat. Langsam haben wir hier Verhaeltnisse wie in den USA. Da bezichtigen Frauen irgendwelche prominenten Maenner der Vergewaltigung und wenn sie vor Gericht verlieren, dann passiert ihnen ueberhaupt nichts. Ganz im Gegenteil, sie schreiben ein Buch und kassieren dann Millionen ab. Das kanns ja echt nicht sein?

Ich hab jetzt das BGB nicht zur Hand, aber ich bin mir sicher, daß es den Tatbestand der Falschbeschuldigung sowie den der Falschaussage unter Eid gibt. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß dort nur lasche Bewährungsstrafen verhängt werden.

Es müßte sowas wie eine "Initiative Unschuldsvermutung und Rechtsstaat" geben, die Öffentlich darauf aufmerksam nacht, das es im Augenblick in der Rechtssprechung eine Tendenz zur Beweislast-Umkehr gibt, die die Existenz selbst des bravesten Bürgers in Gefahr bringen kann.

Re: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung

Anabasis, Tuesday, 22.07.2003, 15:24 (vor 8233 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung von Lars am 22. Juli 2003 12:07:54:

Hallo Andreas,

Rechtsunsicherheit - Du hast 100% recht.

Das chinesische Schriftzeichen für den Begriff „Krise“ ist zusammengesetzt. Das obere Schriftzeichen steht für Gefahr, Bedrohung, Schädigung oder Gefährdung, während das Untere für Chance oder Option steht:
http://www.iug.uni-linz.ac.at/lvasss03/dipl-diss-se/wp-haimberger-petra.doc

In diesem Sinn besteht für engagierte Männer die Möglichkeit, Engagement und beruflichen Erfolg zusammenzubringen. Als ich einen Ehevertrag aufsetzen wollte, hat mir der männliche Notar mehr von den armen Frauen erzählt, als von den Gefahren, die mir in der Ehe drohen.

Such mal einen Psychotherapeuten, der sich qualifiziert mit männlicher Rollenzuweisung und den daraus resultierenden psychischen und psychosomatischen Erkrankungen auskennt.

Und das weite Feld der Juristerei – lies mal Bernd Herborts spannendes Buch „Bis zur letzten Instanz“. Er wurde von seinem eigenen Rechtsanwalt vorverurteilt. Der männliche Gutachter hat das angeblich missbrauchte Kind im Beisein der Mutter bei Kaffee und Gebäck absurd dilletantisch befragt. Andererseits haben phantastische männliche Gutachter und ein mutiger selbstkritischer Staatsanwalt Bernd Herbort am Schluss zur Seite gestanden.

Hier besteht ein riesiger Markt für gute Spezialisten. Wer kennt den die aktuellen Zahlen der Falschbeschuldigungen in Deutschland. Bei meiner Recherche zum Missbrauchsvorwurf in Sorgerechtsstreitigkeiten fand ich, dass die Datenbasis in Deutschland beklagenswert dünn ist (siehe Link). Welcher Jurist oder Sozialwissenschaftler will sich in der Forschung einen Namen machen?

Ich habe erfahren, dass die Spendenbereitschaft bei Themen wie Behinderung groß ist, oft ist es die Betroffenheit in der eigenen Familie. Selbst eine Firmenmatriarchin dürfte es verbittern, wenn der eigene Sohn von frustrierten Mittelstandszicken verleumdet wird. Wer hier fachlich versiert ist, kann z.B. einen gut arbeitenden Verein aufmachen und dabei seine eigene berufliche Zukunft gestalten.
Natürlich gilt hier wie bei allen Unternehmensgründern –die ersten Jahre sind hart!

Gruß Anabasis

Thread Mißbrauch mit dem Mißbrauch mit dem Mißbrauch

Wo man den Hebel ansetzen könnte

Lars, Tuesday, 22.07.2003, 15:47 (vor 8233 Tagen) @ Anabasis

Als Antwort auf: Re: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung von Anabasis am 22. Juli 2003 12:24:04:

Erstens: Man sollte wirklich mal Flugblätter zum Thema Beweislast-Umkehr an der Uni an Jura-Studenten verteilen (Ferner an Jura-Dozenten, Anwälte und Richter), die in anschaulicher Weise darauf aufmerksam machen, wie leicht auch IHRE juristische Karriere durch frei erfundene Vorwürfe jederzeit zerstört werden könnte!

Zweitens: Man sollte bei Flugblättern, die sich an die breite Öffentlichkeit richten, betonen daß "es sich um ihren Sohn, Ehemann, Bruder oder Vater handel könnte", weil die meisten beim Thema Vergewaltigungsvorwurf automatisch an wildfremde, schräge Gestalten denken, die irgendwie schon schuldig aussehen.

Drittens: Man sollte das Thema OFFENSIV wenden, d. h. nicht wie ein Angeklagter beteuern, daß es auch Falschbeschuldigungen gibt, sondern wie ein Kläger jene anprangern die mit unbewiesenen Vorwürfen hausieren gehen oder gar der Falschbeschuldigung überführt, aber kaum bestraft worden sind. Auf diese Weise könnte man die Kläger-freundliche Grundstimmung im gegenwärtigen Rechtsdiskurs zur Abwechslung mal gegen die Hobby-Sport-"Opfer" wenden.

tolle Idee

Anabasis, Tuesday, 22.07.2003, 16:28 (vor 8233 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: Wo man den Hebel ansetzen könnte von Lars am 22. Juli 2003 12:47:25:

Drittens: Man sollte das Thema OFFENSIV wenden, d. h. nicht wie ein Angeklagter beteuern, daß es auch Falschbeschuldigungen gibt, sondern wie ein Kläger jene anprangern die mit unbewiesenen Vorwürfen hausieren gehen oder gar der Falschbeschuldigung überführt, aber kaum bestraft worden sind. Auf diese Weise könnte man die Kläger-freundliche Grundstimmung im gegenwärtigen Rechtsdiskurs zur Abwechslung mal gegen die Hobby-Sport-"Opfer" wenden.

Hallo Lars,

ich fände es gut, wenn sich kompetente Anwälte in diesem Bereich qualifizieren würden. Hier ist sicher noch eine Marktlücke und die Feministinnen und das gesellschaftliche Klima werden dafür sorgen, dass dieser Markt nicht so schnell austrocknet.

Gruß Anabasis

Re: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung

Ferdi, Tuesday, 22.07.2003, 15:40 (vor 8233 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung von Lars am 22. Juli 2003 12:07:54:

Das Ekelerregende an dieser Sache ist auch, dass Falschbeschuldigungen kaum bestraft werden in unserem Staat. Langsam haben wir hier Verhaeltnisse wie in den USA. Da bezichtigen Frauen irgendwelche prominenten Maenner der Vergewaltigung und wenn sie vor Gericht verlieren, dann passiert ihnen ueberhaupt nichts. Ganz im Gegenteil, sie schreiben ein Buch und kassieren dann Millionen ab. Das kanns ja echt nicht sein?
[quote]Ich hab jetzt das BGB nicht zur Hand, aber ich bin mir sicher, daß es den Tatbestand der Falschbeschuldigung sowie den der Falschaussage unter Eid gibt. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß dort nur lasche Bewährungsstrafen verhängt werden.
Es müßte sowas wie eine "Initiative Unschuldsvermutung und Rechtsstaat" geben, die Öffentlich darauf aufmerksam nacht, das es im Augenblick in der Rechtssprechung eine Tendenz zur Beweislast-Umkehr gibt, die die Existenz selbst des bravesten Bürgers in Gefahr bringen kann.
[/quote]

Diese ganze Geschichte birgt ein ganz erhebliches Konfliktpotential, das sich - lange genug angestaut - wirklich mal in exzessiver Gewalt entladen könnte. Diese Falschbeschuldigerinnen, die sich daraus einen Sport machen und die damit unschuldige Männer ins Gefängnis und um ihren Ruf und Existenz bringen, brauchen nur mal an den Richtigen zu geraten. Der könnte sich nämlich denken: "Wenn ich schon nicht weiss, warum ich jetzt eingeknastet werden soll und meinen Ruf verlieren soll, wo ich doch nichts getan habe, nur weil man der beschuldigenden Frau einfach alles glaubt und ungeprüft als Tatsachen nimmt, dann will ich aber auch wirklich wissen, wofür ich in den Knast gehe!" Dachte es und nietete die Frau einfach um. Wenn er´s spontan und ohne Vorbereitung macht, lautet die Anklage auf Totschlag im Affekt. Aber dann weiss er, warum er sitzt.

Ist hypothetisch, aber könnte doch passieren. Ich möchte nicht wissen, hinter wievielen Amokläufen und Tötungsverbrechen letztlich solch eine Überlegung steckt, die nie recherchiert, ermittelt und aufgeklärt wurde. Ein Mann, der unschuldig ist, aber mit dem Rücken zur Wand steht und daher nichts mehr zu verlieren hat, könnte entsprechend reagieren.

Gruss,
Ferdi

Re: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung

Pedro, Tuesday, 22.07.2003, 21:51 (vor 8233 Tagen) @ Ferdi

Als Antwort auf: Re: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung von Ferdi am 22. Juli 2003 12:40:02:

Ist hypothetisch, aber könnte doch passieren.....Ein Mann, der unschuldig ist, aber mit dem Rücken zur Wand steht und daher nichts mehr zu verlieren hat, könnte entsprechend reagieren.<

Das ist alles andere als hypothetisch. Ich kenne einen ähnlich gelagerten Fall persönlich, bei dem es nur nicht "zum Letzten" kam.

Gruß, Pedro

Re: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung

Pedro, Tuesday, 22.07.2003, 22:05 (vor 8233 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: Juristische Konsequenzen bei erwiesener Falschbeschuldigung von Lars am 22. Juli 2003 12:07:54:

Ich hab jetzt das BGB nicht zur Hand, aber ich bin mir sicher, daß es den Tatbestand der Falschbeschuldigung sowie den der Falschaussage unter Eid gibt. Ich kann mir allerdings vorstellen, daß dort nur lasche Bewährungsstrafen verhängt werden.<

Das ist zunächst keine Sache des BGB - Schadensersatz einmal außen vor gelassen - sondern des StGB. Deine Bezeichnungen stimmen auch nur zum Teil, aber ich will hier keine Vorlesung darüber halten. Wen dieses Thema interessiert, der findet im Internet genug dazu.

Entscheidend ist, daß es bei der Justiz eine ausgesprochen starke Zurückhaltung gibt, derartige Handlungen überhaupt als Straftatbestand wahrzunehmen ("gar nicht erst ignorieren"). Hierbei spielt auch die Frage der schlechten Beweisbarkeit eine erhebliche Rolle.

Gruß, Pedro

Re: leider altbewährte Breitensportart!

Arne Hoffmann, Tuesday, 22.07.2003, 15:57 (vor 8233 Tagen) @ Anabasis

Als Antwort auf: leider altbewährte Breitensportart! von Anabasis am 22. Juli 2003 09:26:00:

Hi Anabasis,

ich sehe den Fall genauso wie ihr. Aber sobald man solche Falschbeschuldigungen zum Thema macht, heißt es von gewisser Seite sofort, man wolle "die Täter schützen" und so einen Unfug. Stattdessen ist es wichtig, dass das Leben unschuldiger Menschen nicht durch solche Verleumdungen zerstört werden kann.

Ich habe mal bei Arne nachgeschlagen (sagt man, "der Arne"? Heißt ja auch "der Brockhaus").

"Ich habe im Duden nachgeschlagen."
"Ich habe im Hoffmann nachgeschlagen."
"Ich habe im Arne nachgeschlagen."
Hm. :-)

Zitate S. 348,f

Wobei die hohe Rate solcher Falschbeschuldigungen ja auch ein absolutes Tabuthema in unseren Medien ist. Dahinter steht natürlich die Angst, dass nach einer Thematisierung echten Opfern seltener geglaubt wird, was für diese unerträglich sein kann.

Herzlicher Gruß

Arne

Re: leider altbewährte Breitensportart!

Anabasis, Tuesday, 22.07.2003, 16:39 (vor 8233 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: leider altbewährte Breitensportart! von Arne Hoffmann am 22. Juli 2003 12:57:43:

Hallo Arne,

wie Du in Deinem Buch „Sind Frauen...“ ausgeführt hast, ist das Tabu nicht auf die Medien beschränkt. Und auch nicht auf das Thema Falschbeschuldigungen. Und die Männerdiskriminierung im Gesundheitswesen ist, wie Du dokumentiert hast, auch älter als das Kampflesbentum.

Ich wundere mich zur Zeit darüber, wie gering die Datenbasis, insbesondere in Deutschlang zu den Themen Missbrauch mit dem Missbrauch und Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungen ist. Müssen die Amis uns immer toppen?

Du hast völlig recht. Die Unschuldigen, sowohl die Falschbeschuldigten, als auch die echten Opfer verdienen den Schutz der Gesellschaft. Mittlerweile hat sich doch bei vielen eine Skepsis gegenüber Missbrauchsvorwürfen gebildet. Es muss das Vertrauen in den Rechtsstaat wiederhergestellt werden.

Gruß Anabasis

Re: "die Täter schützen"

Lars, Tuesday, 22.07.2003, 16:54 (vor 8233 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: leider altbewährte Breitensportart! von Arne Hoffmann am 22. Juli 2003 12:57:43:

ich sehe den Fall genauso wie ihr. Aber sobald man solche Falschbeschuldigungen zum Thema macht, heißt es von gewisser Seite sofort, man wolle "die Täter schützen" und so einen Unfug. Stattdessen ist es wichtig, dass das Leben unschuldiger Menschen nicht durch solche Verleumdungen zerstört werden kann.

Oh ja, genau diese Totschlag-Phrase "die Täter schützen" kenne ich auch von der Uni her, als es im Rahmen der "Frauenhochschulwoche" mal wieder um den "alltäglichen Sexismus" ging, und ich fragte, wie es denn mit der Frage der Beweislast beim Thema sexuelle Belästung und vergewaltigung aussähe. Oh oh oh, das kam gar nicht gut an! Mir erklärte auch einmal ein Mann von einer linken Hochschulgruppe, daß meine Befürchtungen unbegründet seien, weil Frauen in einer für sie so ernsten Frage niemals leichtfertig falsche Anschuldigungen erheben würden. Naja, dann ist ja gut ...

Der "Täterschutz"-Vorwurf ist allerdings ein sehr effektives Instrument des Tabuisierung von Kritik. Das liegt daran, daß man dann erstmal DEFENSIV bestreitet, tatsächliche Täter schützen zu wollen ... und damit den Vorwurf ja erstmal als diskutable akzeptiert und quasi auf der Angeklagtenbank Platz nimmt! Statt dessen sollte man OFFENSIV kontern, was denen eigentlich einfällt, einen in die Nähe von Verbrechern zu rücken, einem ja strenggenommen die Beihilfe zur Vertuschung eines Verbrechens zu bezichtigen!

Re: "die Täter schützen"

Anabasis, Tuesday, 22.07.2003, 17:10 (vor 8233 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: Re: "die Täter schützen" von Lars am 22. Juli 2003 13:54:20:

Mir erklärte auch einmal ein Mann von einer linken Hochschulgruppe, daß meine Befürchtungen unbegründet seien, weil Frauen in einer für sie so ernsten Frage niemals leichtfertig falsche Anschuldigungen erheben würden. Naja, dann ist ja gut ...

Hallo Lars,

die verbohrten Ideologen wirst Du natürlich nie erreichen. Aber hast Du dem Mann einmal die Zahlen zu Falschbeschuldigungen vorgehalten? Wir sind voll mit Irrtümern, tragen selbstbewußt unsere Bretter vor dem Kopf, bewundern laufend die neuen Kleider unterschiedlichster Kaiser (Anwesende natürlich wie immer ausgenommen).

Nimm nur einen Trottel wie mich:
Erst neulich bin ich beim Surfen in WWW.Perlentaucher.DE über die Mythen über Mutter Theresa gestolpert. Die Frau bunkert 50 Mio. Spenden auf der Bank, baut davon neue Klöster, kungelt mit Diktatoren und läßt die Armen unter unwürdigen Umständen verrecken. Und die Frau war für mich eine Heilige! Siehe Link zu meinen Posting bei M&M!

Klar, es ist anstrengend. Aber "Im Himmel ist mehr Freude über einen reuigen Sünder als über 99 Gerechte, die der Reue nicht bedürfen" (Lk 15,7.10).

Gruß Anabasis

Missionarsstellung

Re: "die Täter schützen"

Lars, Tuesday, 22.07.2003, 17:32 (vor 8233 Tagen) @ Anabasis

Als Antwort auf: Re: "die Täter schützen" von Anabasis am 22. Juli 2003 14:10:38:

Hallo Lars,
die verbohrten Ideologen wirst Du natürlich nie erreichen. Aber hast Du dem Mann einmal die Zahlen zu Falschbeschuldigungen vorgehalten?

Nee, von diesen Zahlen hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts gehört, ich hab einfach die prinzipielle Möglichkeit von Falschbeschuldigungen im Auge gehabt. Aber danach hab ich mich ertsmal schon ziemlich "böse", "tätermäßig" gefühlt *g*

Nebenbei: Der Mann war eigentlich kein typischer "autonomer" Spinner, sondern von der juso-Hochschulgruppe und denen hatte ich bei der vorangegangenen Studentenparlamentswahl (pardon: STUDIERENDEN-Parlamentswahl!) meine Stimme gegeben! (Weil die halt am gegen Studiengebühren und Privatisierungstendenzen in der Wissenschaft waren, und mir diese komischen RCDS-Yuppies suspekt waren) Naja, vor der nächsten Studentenparlamentswahl sollte ich vielleicht die Sprecher der verschiedenen Listen mal nach ihrer jeweiligen "Gleichberechtigungs"-Politik befragen.

Re: "die Täter schützen"

Anabasis, Tuesday, 22.07.2003, 18:19 (vor 8233 Tagen) @ Lars

Als Antwort auf: Re: "die Täter schützen" von Lars am 22. Juli 2003 14:32:13:

Hallo Lars,

Nee, von diesen Zahlen hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts gehört, ich hab einfach die prinzipielle Möglichkeit von Falschbeschuldigungen im Auge gehabt. Aber danach hab ich mich erstmal schon ziemlich "böse", "tätermäßig" gefühlt *g*

===> Nur so kannst Du Herrschaft ausüben – Annektiere das Informations- und Interpretationsmonopol, erzeuge Schuldgefühle und biete Absolution bei Unterwerfung an:
„Dieser Blitz ist das Zeichen des großen Zork, das Du gesündigt hast. Schnell, gib mir Mammutfleisch, dann werde ich Zork beschwören!“. Oder etwas direkter – „Sobald der Gulden im Kasten klingt, die Seele in den Himmel schwingt!“
Funktioniert ja auch! Bis dann ein paar Kerle wie Benjamin Franklin daherkommen, und den Blitz als elektrische Ladung entlarven. Oder Martin Luther Flyer an Kirchentüren nagelt. Na, und dann satteln die Scharlatane eben um, Feminismus und Klimaerwärmung sind aus meiner Sicht die aktuellen Renner in dieser Branche! (Zu letzterem siehe meinen kleinen Strauß mit dem Forumsmaster in einem anderen Forum http://f50.parsimony.net/forum200031/messages/3051.htm - die Chancen, das Du und ich hier inhaltlich auseinander liegen, sind rein statistisch sehr groß).

Nebenbei: Der Mann war eigentlich kein typischer "autonomer" Spinner, sondern von der juso-Hochschulgruppe und denen hatte ich bei der vorangegangenen Studentenparlamentswahl (pardon: STUDIERENDEN-Parlamentswahl!) meine Stimme gegeben! (Weil die halt am gegen Studiengebühren und Privatisierungstendenzen in der Wissenschaft waren, und mir diese komischen RCDS-Yuppies suspekt waren) Naja, vor der nächsten Studentenparlamentswahl sollte ich vielleicht die Sprecher der verschiedenen Listen mal nach ihrer jeweiligen "Gleichberechtigungs"-Politik befragen.

===> Meine politischen Überzeugungen sind in den letzten Jahren massiv in Bewegung geraten. Letztlich halte ich es für ein Privileg unserer Kultur und unserer Zeit, dass auch Meinungen, die dem Zeitgeist massiv zuwiderlaufen, diskutiert werden können.

Ich fände es toll, wenn Du Deine Fragestellungen in die studentische Diskussion einbringst. Ich habe gerade eine Auseinandersetzung mit unserer Niedersächsischen Frauenbeauftragten laufen (Siehe Link unten).
Die Wirkung auf die politische Diskussion überschätze ich nicht. Für mich ist der angenehme Effekt, dass sich bei der Formulierung mir doch einige Fakten besser einprägen als beim Lesen. Und das hilft, wenn die Schamanen mal wieder was von der Jagdbeute abschwatzen wollen.

Gruß Anabasis

Vendetta

Steht im Hoffmann

Dirk, Tuesday, 22.07.2003, 19:24 (vor 8233 Tagen) @ Anabasis

Als Antwort auf: leider altbewährte Breitensportart! von Anabasis am 22. Juli 2003 09:26:00:

Ich habe mal bei Arne nachgeschlagen (sagt man, „der Arne“? Heißt ja auch „der Brockhaus“).

Gute Idee, die dir da quasi nebenbei entgleitet. Im Hoffmann, ganz klar im Hoffmann. Das gibt der Argumentation etwas Akademisches, Unangreifbares, quasi eine anerkannte Autorität. Solche scheinbaren Nebensächlichkeiten können über Erfolg und Glaubwürdigkeit einer Diskussion entscheiden.

Klingt jetzt wahrscheinlich etwas weit hergeholt, aber so funktionieren wir Menschen nun mal. Ich werde es mit jedenfalls angewöhnen.

Steht im Hoffmann, jawoll ;-)

Gruß Dirk

Re: Steht im Hoffmann

terVara, Tuesday, 22.07.2003, 21:59 (vor 8233 Tagen) @ Dirk

Als Antwort auf: Steht im Hoffmann von Dirk am 22. Juli 2003 16:24:15:

Nicht das es dann später bei den Ururenkeln mal heißt: Hoffmann's Erzählungen... [[zwinker]]

Gruß

terVara

Immerhin bewegt sich mal was in den Medien

Lars, Tuesday, 22.07.2003, 14:42 (vor 8233 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Neuer Modesport unter Frauen: Männer der Vergewaltigung bezichtigen von Andreas am 22. Juli 2003 08:30:16:

Das wichtigste an diesem besonderen Fall ist doch, daß im "SPIEGEL" darüber berichtet wurde (wenn auch nur als ein absurd-tragischer Einzelfall; aber immerhin ein Bericht in einem bundesweiten Magazin mit hoher Auflage).

Ich glaube - auch in Hinblick auf die "Focus"-Titel-Story über Jungen als Schul-Looser - man kann hierin ein Anzeichen dafür sehen, daß sich allem feministischen Zeitgeist zum Trotz "politisch unkorrekte", aber solide recherchierte Stories zu einzelnen Sachthemen doch nicht völlig zurückhalten lassen (offenbar ja auch in solchen Medien nicht, die eher dem rot-grünen Lager zugerechnet werden!). Und über solche thematisch begrenzten oder Einzelfallberichte könnte mittelfristig auch die feministische Diskurs-Hegemonie insgesamt untergraben werden.

[Erwähnenswert ist außerdem, daß die Story von einer "SPIEGEL"-RedakteurIN kommt. Einerseits könnte man dies so interpretieren, daß es immer noch als heikel gilt, wenn Männer sich zu diesem Thema selber äußern; andererseits gerät so natürlich auch immer ein bißchen das feministische Weltbild aus den Fugen.)

Re: Neuer Modesport unter Frauen: Männer der Vergewaltigung bezichtigen

Odin, Tuesday, 22.07.2003, 14:45 (vor 8233 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Neuer Modesport unter Frauen: Männer der Vergewaltigung bezichtigen von Andreas am 22. Juli 2003 08:30:16:

Das wird immer besser. Männer einfach mal so des sexuellen Mißbrauchs oder der Vergewaltigung zu bezichtigen, um persönliche Vorteile daraus zu ziehen, scheint sich als neuer Modetrend unter Frauen zu etablieren. Neues aus dem Spiegel.

Starkes Stück! Das beweist wieder einmal die vorhandene Massenhysterie. Angeblich will man den Opfern helfen und ihnen glauben. Doch, wer ist das Opfer? Der Mann, der zu Unrecht angeklagt wurde!
Das Opfer sind die Männer!
Und - was man leicht vergißt - die Frauen, die wirklich vergewaltigt wurden und denen man dann vielleicht in einigen Jahren wieder nicht mehr glaubt!
Frauengruppen, die ihnen eigentlich helfen müßten, fördern diese Entwicklung, indem sie jede fragwürdige Anzeige glorreich umjubeln: "Hurra, wieder eine Vergewaltigung die beweist, daß Männer böse sind"

powered by my little forum