Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vergewaltigung erfunden?

Odin, Monday, 14.07.2003, 14:09 (vor 8241 Tagen)

Sind alle Vorwürfe nur erfunden?

Rosenheim/München (wb) - Im Prozess gegen den Rosenheimer Klaus G., der über Jahre seine anfangs erst 13-jährige Tochter missbraucht haben soll (wir berichteten), tappen die Prozessbeteiligten vor dem Landgericht München I weiter im Dunkeln.

Noch immer ist unklar, ob die heute 27-jährige Sonja (alle Namen geändert) die Wahrheit sagt oder die Vorwürfe gegen ihren Vater nur erfunden hat. Widersprüche in der Aussage des Mädchens stehen einem Selbstmordversuch mit 16 Jahren sowie einem Gutachter gegenüber, der Sonja bisher für glaubwürdig hielt.Wie berichtet, hatte das Landgericht Traunstein den heute 60-Jährigen zweimal freigesprochen, der Bundesgerichtshof hatte jedoch beide Urteile aufgehoben. Verteidiger Christoph Michel kämpft weiter für einen Freispruch seines Mandanten. Seine Zweifel begründen sich unter anderem auf zwei Fälle, in denen Sonja missbraucht worden sein soll. Einmal geht es um eine gemeinsame Autofahrt zu einem Bauernhof bei Bruckmühl im Jahr 1991, wo Klaus G. seiner Tochter ein Mofa kaufen wollte. Sonja behauptet, auf der Hinfahrt in einem Waldstück vergewaltigt worden zu sein. Ihr Vater dagegen sagt, eine gemeinsame Fahrt habe es nie gegeben, er habe das Mofa allein gekauft.

Für seine Version spricht nach Michels Ansicht, dass die junge Frau heute den Bauernhof nicht mehr findet. Auch eine Suchaktion gemeinsam mit einem Polizis-ten aus Bad Aibling am Mittwoch verlief erfolglos. «Viele Waldwege, die früher befahrbar waren, sind inzwischen zugewachsen», räumt der Beamte allerdings ein.

Der Prozess dauert an. Mit Spannung wird die Aussage von Psychiater Joachim Weber erwartet, der heute sein Gutachten zu Sonjas Glaubwürdigkeit erstatten soll.

PS: Man darf gespannt sein, was rauskommt. Ich poste den Artikel nur, weil bereits vor ein, zwei Wochen ein ähnlicher Artikel in der Zeitung war, damals war aber "klar", daß das Mädchen vergewaltigt wurde. Wenn jetzt schon in der Überschrift eingeräumt wird, daß die Vorwürfe vielleicht nur erfunden waren, dann müssen einige ins Grübeln gekommen sein. Schließlich heißt es in solchen Fällen immer: Im Zweifel GEGEN den Angeklagten.


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